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o2 unkompliziert? Im Gegenteil!


03.05.2018 08:06 - Gestartet von sp.
Eine Kündigung bei o2 ist sicher nicht unkompliziert - es sei denn, man ist risikofreudig. Kommuniziert man per E-Mail (die E-Mail-Adresse aus dem Impressum wird tatsächlich bearbeitet, sonst macht o2 ja eine Kontaktaufnahme praktisch unmöglich), soll man alle möglichen Daten angeben, je nach Sachbearbeiter bis hin zur Kundenkennzahl. In einer unverschlüsselten E-Mail, und das bei einem Anbieter, der jedenfalls vor kurzem (aktueller Stand unbekannt) noch E-Mail-Server in Betrieb hatte, die nicht einmal Transportverschlüsselung unterstützen. Hey, o2: STARTTLS wurde 1999 standardisiert, und nach Snowden haben selbst die Schnarchbacken von T-Online, GMX und Co. das implementiert - aber ihr rallt das nicht... Vertrauliche Daten in unverschlüsselten E-Mails sind ein absolutes No Go, auch juristisch gesehen. Aber das interessiert bei o2 niemanden. Was ebenfalls niemanden interessiert, sind Kündigungen mit qualifizierter elektronischer Signatur: Die werden zurückgewiesen, weil man angeblich nicht sicher sein könne, dass die Kündigung vom Kunden stammt. Nee, is schon klar, eine unverschlüsselte E-Mail mit der öffentlich bekannten Anschrift des Kunden bietet da mehr Gewissheit. Und eine qualifizierte elektronische Signatur ersetzt laut BGB ja auch nur die gesetzliche Schriftform. Wie dumm darf man eigentlich sein, um ein Mobilfunknetz zu betreiben? Wobei "betreiben" ja auch ein Euphemismus ist, wenn teilweise weniger als 20 Prozent der Anrufversuche erfolgreich sind. Ich hätte mir gewünscht, die Verbraucherzentrale schaut sich nicht nur die Theorie an, sondern auch Kündigungen in der Praxis - und mahnt Unternehmen wie o2 für ihre Missachtung der Kunden ab.