Diskussionsforum
  • 08.04.2018 18:46
    bholmer schreibt

    Zahlungsmethoden

    Klar wollen alle irgendwie mitmischen und was vom Kuchen abhaben. Aber dadurch verzetteln sich die Anbieter.
    Ich hab mal versucht im Supermarkt die Marktkauf App zu aktivieren.
    Runterladen, aktivieren, Auf die Ein-Cent-Überweisung mit dem Code warten.
    Dann in den Supermarkt. Passwort eingeben, dann die vierstellige PIN dem Kassierer vorsagen. Nur damit es sowieso vom Girokonto abgebucht wird?
    Das hab ich einmal gemacht und nie wieder.
    Da leg ich jetzt meine EC-Karte auf den Leser, tippe die PIN ein, wenn es über 25 Euro sind und fertig. Schneller gehts nicht.

    Halt stop. Aus den Niederlanden und aus der Schweiz kenne ich Einkaufen mit Barcodescanner am Einkaufswagen. Da muss man den ganzen Kram nicht mehr aufs Band legen. Sowas gibts in meiner Heimatumgebung noch nicht. Das wäre noch eine Vereinfachung. Den Rest brauch ich nicht.
    Beim Tanken nehm ich die Mastercard, aber nur damit ich nicht erst ins Konto gucken muss um am Monatsende zu sehen was ich verbraucht habe.
    Im Internet bezahl ich meist mit Paypal oder wenn nicht akzeptiert mit Kreditkarte.
    Mehr brauch ich momentan nicht.
    Handyzahlungen habe ich beim Provider deaktivieren lassen. Den ganzen Klingeltonmist der 90er Jahre habe ich auch heil überstanden. Da will ich nix riskieren.



  • 08.04.2018 19:18
    einmal geändert am 08.04.2018 19:32
    fanlog antwortet auf bholmer
    Benutzer bholmer schrieb:
    > Klar wollen alle irgendwie mitmischen und was vom Kuchen
    >
    abhaben. Aber dadurch verzetteln sich die Anbieter.
    >
    Ich hab mal versucht im Supermarkt die Marktkauf App zu
    >
    aktivieren.
    > Runterladen, aktivieren, Auf die Ein-Cent-Überweisung mit dem
    >
    Code warten.
    > Dann in den Supermarkt. Passwort eingeben, dann die
    >
    vierstellige PIN dem Kassierer vorsagen. Nur damit es sowieso
    >
    vom Girokonto abgebucht wird?
    > Das hab ich einmal gemacht und nie wieder

    Eine App- womöglich für jeden Laden eine eigene-, die ständig Updates wollen und Daten sammeln, nein danke.
    .
    > Da leg ich jetzt meine EC-Karte auf den Leser, tippe die PIN
    >
    ein, wenn es über 25 Euro sind und fertig. Schneller gehts
    >
    nicht.
    >
    Genau. Auch wenn ich immer noch Kassierinnen erlebe die nichts damit anfangen können obwohl die Kasse das kann.Mich nerven die Leute, die ewig ihre 79 Cent suchen.

    Ich finde Apps Mist, aber die kontaktlose Giro-/Kreditkarte prima. Letzteres überfordert auch die meisten Senioren nicht.
  • 09.04.2018 10:50
    einmal geändert am 09.04.2018 10:51
    nukumichi antwortet auf fanlog
    Benutzer fanlog schrieb:
    >
    > Ich finde Apps Mist, aber die kontaktlose Giro-/Kreditkarte
    >
    prima. Letzteres überfordert auch die meisten Senioren nicht.

    Sehe ich genau so, wer heute schon mit Karte stecken und PIN/Unterschrift bezahlt, kommt mit kontaktlosen Karten sicherlich klar. Was ich mir von meiner Bank jetzt noch wünsche, ist eine einfache Art meine bestehenden Kontaktlos-Karten virtuell auf das Smartphone zu laden. Da ich das Telefon quasi immer dabei und schneller griffbereit als die Geldbörse habe, würde ich dann vermutlich fast nur noch per NFC bezahlen. Alle anderen Methoden mit supermarkt-eigenen Apps, Bezahlcodes und QR-Scannern sind mir zu umständlich und dauern unterm Strich eh länger als kontaktlos mit physischer Karte.

    Die Volksbanken testen die Kartenvirtualisierung übrigens gerade und gehen damit noch in diesem Jahr für fast alle Kunden an den Markt:
    https://www.omnisecure.berlin/de/news-pcb/epayment-pcb/7234-volksbanken-mobile-payment-gut-gestartet

    Klar, Android und Apple Pay wären auch eine Alternative, lieber wäre mir allerdings eine Lösung meiner Hausbank.
  • 09.04.2018 18:19
    mikiscom antwortet auf nukumichi
    RE: Elektronische Zahlungsmethoden sind Sicherheitslücken!
    Dann Handy oder Karte gestohlen und Konto leer geräumt.

    Selbst wenn die ohne-PIN-Höchstgrenze 25 Euro ist. Dann hält man das Handy halt so oft ans Lesegerät bis bei dem 100ersten dran halten die Meldung "Kreditlimit vom Bankkonto erschöpft" erscheint.
    Und Handy erst entsperren braucht auch nicht, weil dafür wäre die Bezahlung ja zu kompliziert und bei der Karte eh nicht möglich. Einfach nur dran halten und bezahlen. Und eben auch Konto leer. So auch bei Menschenansammlungen. Da muss das Handy oder die Karte gar nicht erst gestohlen werden, sondern der Betrüger muss einem nur nah genug kommen. Und das dann ein paar mal, halt so lange wie man z. B. im voll gequetschten Bus am Ziel angekommen ist, was auch mal 20 Minuten dauern kann.
  • 09.04.2018 22:21
    2x geändert, zuletzt am 09.04.2018 22:27
    fanlog antwortet auf mikiscom
    Benutzer mikiscom schrieb:
    > Dann Handy oder Karte gestohlen und Konto leer geräumt.
    >
    > Selbst wenn die ohne-PIN-Höchstgrenze 25 Euro ist. Dann hält
    >
    man das Handy halt so oft ans Lesegerät bis bei dem 100ersten
    >
    dran halten die Meldung "Kreditlimit vom Bankkonto erschöpft"
    >
    erscheint....

    Die Karte addiert. Sobald 50 Euro zusammen sind muss die PIN eingegeben werden.


    . Und das dann ein paar
    > mal, halt so lange wie man z. B. im voll gequetschten Bus am
    >
    Ziel angekommen ist, was auch mal 20 Minuten dauern kann.

    Hülle rum und nix ist mit auslesen. Gibt inzwischen auch RFID sichere Geldbörsen.

    Fazit: Vor dem Auslesen kann man sich schützen. Und wenn die Karte gestohlen wird sind max. 50 Euro weg. Das ist weniger als wenn die Geldbörse gestohlen wird.

    Die berührungslose Karte ist somit sicherer als Bargeld. Und bequemer weil schneller ohnehin.

    Was bleibt ist die eingeschränkte Anonymität. Aber wo ist das Problem wenn meine Bank weiß, dass ich im Supermarkt 127 Euro ausgegeben habe? Und davon, dass Konzerne im Hintergrund die Zahlungsdaten und die gekauften Artikel abgleichen und so Käuferprofile erstellen, habe ich noch nichts gehört. Das geht derzeit nur wenn man freiwillig Payback & Co. nutzt aber nicht beim Kaufen mit der Girocard.

    Hier sehe ich tatsächlich für die Zukunft eine potentielle Gefahr: Wenn das Bargeld weg ist, bekommt möglicherweise jeder nur noch individuelle Zahlungskonditionen eingeräumt. Aber ich bin ja nicht für das Abschaffen von Bargeld. Ich will ja nur ALLES berührungslos schnell und bequem zahlen KÖNNEN - nicht müssen.
  • 10.04.2018 18:12
    mikiscom antwortet auf fanlog
    Benutzer fanlog schrieb:

    > Die Karte addiert. Sobald 50 Euro zusammen sind muss die PIN
    >
    eingegeben werden.

    50 Euro pro Zahlungsgerät oder pro Tag oder nach welchem Maßstab? Also ich will darauf hinaus, Du gehst in 10 Läden und kaufst für je 49 Euro ein. Musst Du dann die PIN eingeben, oder nicht? Falls nicht, kann der Betrüger halt verschiedene Geräte von verschiedenen Scheinfirmen nehmen.

    Abgesehen davon kann man beim PIN-eingeben über die Schulter geschaut kriegen. Am Kiesomaten zwar auch, aber da ist man nur ein paar mal im Monat und passt genauer auf und da stehen auch nicht 10 Leute direkt hinter einem wie im Laden.

    > Hülle rum und nix ist mit auslesen. Gibt inzwischen auch RFID
    >
    sichere Geldbörsen.

    Das finde ich aber albern. Ich muss mein virtuelles Geld auch noch absichern. Abgesehen vom physikalischen abhanden kommen auch noch gegen Funkwellen.

    > Die berührungslose Karte ist somit sicherer als Bargeld. Und
    >
    bequemer weil schneller ohnehin.

    Bis die Hacker ne dicke Sicherheitslücke gefunden haben weil hier zig Hersteller beteiligt sind und nicht nur ein paar Banken die ihre Automaten gewissen Sicherheitskriterien unterstellen müssen.

    > Was bleibt ist die eingeschränkte Anonymität. Aber wo ist das
    >
    Problem wenn meine Bank weiß, dass ich im Supermarkt 127 Euro
    >
    ausgegeben habe?

    Aber auch der Laden und der Zahlungsdienstleister, der nicht immer die Bank sein muss wissen Bescheid. Und wenn genug Schmiergeld wegen irgend einer Klausel in den AGBs fließt, weiß auch der eine Laden vom anderen, dass Du auch dort Kunde bist und mehr oder weniger einkaufst.

    > Und davon, dass Konzerne im Hintergrund die
    >
    Zahlungsdaten und die gekauften Artikel abgleichen und so
    >
    Käuferprofile erstellen, habe ich noch nichts gehört.

    Wenn genug Leute so zahlen lohnt sich das doch. Da kann man Vorlieben draus ableiten und seine Angebote nach ausrichten.

    > Hier sehe ich tatsächlich für die Zukunft eine potentielle
    >
    Gefahr: Wenn das Bargeld weg ist, bekommt möglicherweise jeder
    >
    nur noch individuelle Zahlungskonditionen eingeräumt.

    Das kommt noch dazu. Wenn meine Bank für's Geld abheben ne Gebühr verlangen würde, würde ich da abhauen.

    > Aber ich
    >
    bin ja nicht für das Abschaffen von Bargeld. Ich will ja nur
    >
    ALLES berührungslos schnell und bequem zahlen KÖNNEN - nicht
    >
    müssen.

    Das Problem ist aber, dass wenn zu wenig Leute es nutzen, schaffen die Läden die Möglichkeiten ab. Siehe Schweden.
  • 10.04.2018 10:15
    4x geändert, zuletzt am 10.04.2018 10:29
    nukumichi antwortet auf mikiscom
    Benutzer mikiscom schrieb:
    > Dann Handy oder Karte gestohlen und Konto leer geräumt.
    >
    > Selbst wenn die ohne-PIN-Höchstgrenze 25 Euro ist. Dann hält
    >
    man das Handy halt so oft ans Lesegerät bis bei dem 100ersten
    >
    dran halten die Meldung "Kreditlimit vom Bankkonto erschöpft"
    >
    erscheint.
    > Und Handy erst entsperren braucht auch nicht, weil dafür wäre
    >
    die Bezahlung ja zu kompliziert und bei der Karte eh nicht
    >
    möglich. Einfach nur dran halten und bezahlen. Und eben auch
    >
    Konto leer. So auch bei Menschenansammlungen. Da muss das Handy
    >
    oder die Karte gar nicht erst gestohlen werden, sondern der
    >
    Betrüger muss einem nur nah genug kommen. Und das dann ein paar
    >
    mal, halt so lange wie man z. B. im voll gequetschten Bus am
    >
    Ziel angekommen ist, was auch mal 20 Minuten dauern kann.

    Deine Ausführungen sind nicht korrekt. Wie schon gesagt wurde: Zunächst mal kannst du eine Karte gar nicht 100 x kontaktlos ohne PIN bzw. Unterschrift nutzen, zur Sicherheit wird nach einigen Zahlungen (auch unter 25/50 EUR) eines von beiden Merkmalen abgefragt. Nutzt du eine kontaktlose Kreditkarte, wird das Geld auch nicht direkt von deinem Girokonto abgebucht sondern zunächst auf dem Kartenkonto verbucht. Die Haftung bei Kartenmißbrauch ist aber gesetzlich auf 50 EUR begrenzt, mehr Geld kannst du also gar nicht verlieren. Hast du dagegen 200 EUR in bar dabei, sind die auf jeden Fall weg.

    Ich finde ja, jeder soll absolut frei entscheiden können wie er zahlt. Was ist nicht mag, ist wenn jemand Unwahrheiten über einen Zahlungsweg verbreitet (wieso machst du das eigentlich?) Bargeld hat - genau wie Kartenzahlung - Vor- und Nachteile.
  • 10.04.2018 17:58
    mikiscom antwortet auf nukumichi
    Benutzer nukumichi schrieb:

    > Ich finde ja, jeder soll absolut frei entscheiden können wie er
    >
    zahlt.

    Sehe ich auch so.

    > Was ist nicht mag, ist wenn jemand Unwahrheiten über
    >
    einen Zahlungsweg verbreitet (wieso machst du das eigentlich?)

    Ich kann nur schreiben, was bisher an Informationen angekommen ist. Wenn Du mehr weißt, kannst Du es gerne richtig stellen. Von offizieller Seite wird ja immer nur alles schön geredet. Und wer damit Geld verdienen will, erwähnt die Nachteile natürlich kaum bis gar nicht.

    > Bargeld hat - genau wie Kartenzahlung - Vor- und Nachteile.

    Da stimme ich Dir zu. Es geht mir nur auf den Senkel wenn einige behaupten es wäre so schlecht und RFID-Zahlung, (in welcher Ausführung auch immer) wäre soooo toll und die wahre Erfüllung.