Diskussionsforum
  • 08.04.2018 12:52
    2x geändert, zuletzt am 08.04.2018 12:54
    torus7 schreibt

    Fragwürdig - Glasfaser sollte problemlos möglich sein

    Die Telekom bietet jedem Interessenten überall in Deutschland die Möglichkeit, auf eigene Kosten einen Glasfaseranschluss bis ins eigenen Gebäude zu legen. Die entstehenden Kosten primär hängen davon ab, wie weit die nächste vorhandene Glasfaserleitung der Telekom entfernt ist, also wie viele Meter Glasfaserleitung noch zu verlegen sind.

    Wenn das Unternehmen bereits jetzt 100 MBit/s hat, kann der nächste Glasfaserübergabepunkt nicht sehr weit entfernt sein, max. ca. 450 Meter.

    Nach meinem Kenntnisstand liegen die einmaligen Kosten für einen Glaseranschluss in so einem Fall bei 10.000 EUR bis 100.000 EUR. Das ist für Privatkunden sehr viel, sollte aber für ein Unternehmen in dieser Größenordnung überhaupt kein Problem sein.

    Man kann nun geteilter Meinung sein, ob in so einem Fall wirklich der Staat (und damit der Steuerzahler) für die Glasfaseranbindung aufkommen soll oder ob das Unternehmen die Kosten selbst tragen sollte. Meiner Ansicht nach sollte der Staat eine Standardversorgung sicherstellen (100 MBit/s scheinen mir derzeit als Standardversorgung ausreichend) und besondere Wünsche - insbesondere von Unternehmen - sollte jeder selbst zahlen. Es scheint sich ja auch wirklich um einen speziellen Anwendungsfall ("Konstruktionsdaten") zu handeln. Ich arbeite auch in einem Softwareunternehmen und wir kommen mit 100 Mitarbeitern problemlos mit 100 MBit/s (symmetrisch) aus.

    Mein Eindruck ist, dass das Unternehmen nur seine Kosten auf den Steuerzahler abwälzen will.

    Links zu dem Telekom-Angebot (ist zwar für Privatkunden, sollte für Firmen aber auch möglich sein):
    https://www.teltarif.de/telekom-glasfase...
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Blog/Meine-Erfahrungen-mit-der-Bereitstellung-von-Glasfaser/ba-p/2351989
  • 09.04.2018 07:49
    micha37 antwortet auf torus7
    MBfM ist nicht für Geschäftskunden, aber diese bekommen schon immer auf Wunsch eine Leitung gebaut. Das ist auch das Kerngeschäft von T-Systems und ähnlichen Unternehmen, je nach Größe des Kunden.
    Völlig korrekt: Wenn jetzt schon 100 MBit/s möglich sind, kann die Glasfaser nicht weit weg sein. Der Anschluss kostet dann einmalig einiges - logisch wenn dafür extra eine Firma zum Tiefbau anrückt. Anschlüsse im GK-Bereich haben auch andere Ausfallzeiten als Privatkundenanschlüsse, können auch noch dedundant geschaltet werden und werden aktiv überwacht. Natürlich zahlt man dafür locker 1000€ (netto natürlich), aber das sollte bei diesem Umsatz der Unternhemen doch kein Problem sein.
    Man könnte auch erstmal fragen: "Das Unternehmen von Matthias Glaser liegt idyllisch in einem Wohngebiet am Fuße des Deisters..." Wieso baut man ein Unternehmen, welches für die tägliche Arbeit schnelles Internet benötigt, in einem Wohngebiet auf? Primäres Thema sollte die Infrastruktur bei der Standortsuche sein, und nicht der Ausblick vom Schreibtisch, und der kurze Arbeitsweg.
    Jeder andere Geschäftsführer würde bei diesem Artikel erstmal den Kopf schütteln und sich fragen, wo das Problem von Herrn Glaser ist. Und, @Redaktion: Wieso ist dies einen Artikel wert? Kommt als nächstes, dass sich ein Logistikunternehmen beschwert, dass keine Autobahn in der Nähe des Standortes ist?