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Selbstherrlichkeit der Telekom / Mobilfunk


11.02.2002 12:18 - Gestartet von m_maier
Die Preisstruktur der Telekom bei Auslandsgespraechen zeigt, dass die Preise der Telekom nichts oder nur wenig mit den tatsaechlichen Kosten fuer die Telekom zu tun haben.

Ein normaler Haendler nimmt den Einkaufspreis und verkauft es dem Kunden fuer das - sagen wir mal - dreifache. Das sind die Kunden ja gewohnt...
Die Telekom definiert selbst, was das Gespaech fuer den Kunden wert ist und nimmt fuer ein Gespraech nach Australien 80 Ct/min, obwohl nur ein paar Cent Interconnection-Entgelte anfallen.
Ich sehe darin eine gewisse Selbstherrlichkeit, nach dem Motto: Australien ist so weit weg, dafuer sollen unsere Kunden ruhig 80 Ct/min zahlen!
Wahrscheinlich hat es die Telekom aufgegeben, in diesem Marktsegment wettbewerbsfaehige Preise anzubieten, und hofft, das Geschaeft mit ahnungslosen Auslands-Gelegenheitstelefonierern zu machen.
In Analogie zum Mietwucher koennte die RegTP ja den Tatbestand des "Telefonwuchers" einfuehren, der dann erfuellt ist, wenn ein Tarif mehr als 30% ueber dem Durchschnitt aller Anbieter liegt :-)))

Im Mobilfunk gilt aber auch die vereinfachte Tarifierung von Auslandszielen. Auch bei der Weiterleitung ins Ausland! Japan und Australien kosten z.B. den maximalen Tarif. Und bei Mobilcom (zumindest teilweise) auch die Schweiz als Nicht-EU-Land...

Marcus