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Super Sache!


04.02.2018 02:47 - Gestartet von Oetker
3x geändert, zuletzt am 04.02.2018 03:00
In vielen Städten hat man als Unitymedia Kunde damit fast flächendeckendes WLAN. Die technische Umsetzung ist übrigens auch sehr vorbildlich. Man richtet sich einmalig das entsprechende Verschlüsselungszertifikat ein und hinterlegt seine Zugangsdaten im Gerät, ab dann läuft alles vollkommen automatisch ohne weiteres Zutun. Sogar WLAN Call der Telekom kann darüber prima genutzt werden. Unitymedia ist ja vor allem dort überproportional verbreitet, wo die Telekom bisher den Ausbau Fest/Mobil "vergessen" hat. Mit meinem T-Mobile Vertrag führe ich tatsächlich mehr Gespräche über die Unitymedia Hotspots als direkt über das Mobilfunknetz. WLAN to Go von der Telekom findet man hier kaum und es hat auch noch nie richtig funktioniert. Aktuell bekomme ich die dafür nötige App gar nicht zum laufen.
Auf Routern der Kunden wird übrigens generell nichts geschaltet oder verändert, UM nutzt dafür nur Router, die auch UM gehören. Das wird in den meisten Medien derzeit leider falsch berichtet.
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[1] figueretas antwortet auf Oetker
04.02.2018 09:28
Zum Glück bin ich Telekom-Kunde und kann die Hotspot-Funktion abschalten.

Interessant wäre zu wissen, wieviel Geld Unitymedia seinen Kunden dafür zahlt, ihren Strom verwenden zu dürfen. Die Ausstrahlung des Hotspot-Signals kostet Strom, der bezahlt werden muss. Außerdem muss der Router wettergeschützt aufgestellt werden und für den Router ein beheizter Raum mit nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit zur Verfügung stehen, was auch Geld kostet. Angeschlossene LAN-Kabel oder Verbindungskabel zwischen der TAE-Dose und dem Router sind evtl. Eigentum der Kunden und die Bandbreite der Kabel ist begrenzt; diese Bandbreite der Kabel muss vom Kunden gemietet werden. Dies ist bei Telekoms "letzter Meile" ja gängige Praxis.

Wieviel zahlt Unitymedia?
Ab 50 Euro monatlich wäre ich gern bereit, meine Infrastruktur für einen Hotspot zur Verfügung zu stellen - keine Verhandlungsbasis.
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[1.1] Oetker antwortet auf figueretas
04.02.2018 10:15

einmal geändert am 04.02.2018 11:02
Benutzer figueretas schrieb:
Zum Glück bin ich Telekom-Kunde und kann die Hotspot-Funktion abschalten.
Hast Du den Artikel gelesen? Es geht um die Frage, ob UM die Hotspot Funktion auf deren eigenen Routern standartmäßig einschalten darf oder ob der Kunde die Funktion erst im Kundenportal aktivieren muss. Abschalten kann der Kunde natürlich jederzeit.

Die restlichen Argumente sind Unsinn. Die Aussendung kostet keinen zusätzlichen Strom und der Router wird vom Kunden für sein eigenes WLAN in angebrachter Umgebung betrieben. Im Gegensatz zur Telekom, wo die Bandbreite tatsächlich durch einige Faktoren begrenzt ist, ist das im Kabelnetz einfach nicht so. Das Kabel, welches UM zum Modem mitliefert und die vom UM Techniker eingebaute Dose könnten auch problemlos mehrere GigaBit an Daten übertragen. Tatsächlich ist auch jedes aktuelle Modem (z.B. die ConnectBox) mit genau 1,2 GBit angebunden. Bis zu 400MBit davon (je nach Tarif) kann der Kunde nutzen, 10 MBit stehen für den Hotspot bereit und ein kleiner Teil (<1MBit) sind für Telefonie reserviert. Hotspot und Telefonie sind eigenständige, UM-interne Verbindungen, die mit dem Internetzugang des Kunden nichts zu tun haben. Nur wenn ein Kunde einen eigenen Router betreibt, laufen Internet und Telefonie über die selbe Verbindung. Der Hotspot ist dann aber nicht möglich.

Und damit Du mal ein bisschen Gefühl für die Kosten bekommst: ein WLAN Modul verbraucht bei voller Auslastung etwa 100mW an Sendeleistung.

100mW x 24 Std. x 365 Tage x 0,26€ / kWh = 0,23 Euro pro Jahr.

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[1.1.1] postb1 antwortet auf Oetker
04.02.2018 11:38
Benutzer Oetker schrieb:


Die restlichen Argumente sind Unsinn. Die Aussendung kostet keinen zusätzlichen Strom und der Router wird vom Kunden für sein eigenes WLAN in angebrachter Umgebung betrieben. Im Gegensatz zur Telekom, wo die Bandbreite tatsächlich durch einige Faktoren begrenzt ist, ist das im Kabelnetz einfach nicht so.

Ich meine, das mir dem Strom und dem beheizten Raum und den dafür notwendigen Kosten war auch eher sarkastisch gemeint.
Die Bandbreite bei DOCSIS ist eben hauptsächlich durch die Segmentauslastung bestimmt.
Beim WLAN to go von Telekom/FON wird tatsächlich anders als bei Koaxial verfahren.
WLAN to go ist eigentlich nur die Resterampe des häuslichen Anschlusses, für den nur das Datenkontigent zur Verfügung gestellt wird, das im hausinternen (W)LAN sowieso gerade nicht benötigt wird.
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[1.1.1.1] Oetker antwortet auf postb1
04.02.2018 11:57
Benutzer postb1 schrieb:

Die Bandbreite bei DOCSIS ist eben hauptsächlich durch die Segmentauslastung bestimmt.

Richtig. Früher war das auch durchaus noch ein Thema, da gab es dann nur 4 x 50 MBit für das Segment und das wurde unter den (teilweise hunderten) Kunden aufgeteilt.

Heute sind die Segmente fast überall verkleinert worden (Node-Split) und pro Segment stehen immer 1,2 GBit zur Verfügung. Volle Segmentauslastung ist damit eher die Ausnahme als die Regel. Ich persönlich habe das noch nie erlebt, wohne aber zugegebenermaßen auch in einer von UM bevorzugten Stadt. Wäre mal interessant zu wissen, wie sich die HotSpots verhalten, wenn das Segment tatsächlich mal ausgelastet ist.



Beim WLAN to go von Telekom/FON wird tatsächlich anders als bei Koaxial verfahren.
WLAN to go ist eigentlich nur die Resterampe des häuslichen Anschlusses, für den nur das Datenkontigent zur Verfügung gestellt wird, das im hausinternen (W)LAN sowieso gerade nicht benötigt wird.
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[1.2] hotte70 antwortet auf figueretas
04.02.2018 11:59
Benutzer figueretas schrieb:
Zum Glück bin ich Telekom-Kunde und kann die Hotspot-Funktion abschalten.

Genau informieren bitte, das geht bei Unitymedia auch jederzeit problemlos im Kundenportal. Standardmäßig war die Option bei mir auch ausgeschaltet, ich muss als Kunde erst proaktiv werden. Das ist wohl der derzeitige Streitpunkt mit der Vebraucherzentrale.


Wieviel zahlt Unitymedia?
Ab 50 Euro monatlich wäre ich gern bereit, meine Infrastruktur für einen Hotspot zur Verfügung zu stellen - keine Verhandlungsbasis.

Selbstverständlich, deine so horrenden Stromkosten müssen natürlich gedeckt werden.......Unitymedia offeriert als Gegenleistung in vielen Städten ein flächendeckendes W-Lan ohne Datenlimit, was ich als fairen Deal betrachte. Ist man davon nicht überzeugt lässt man es halt sein. In beiden Fällen wird der von dir beschriebene Stromverbrauch übrigens irgendwo im Cent Bereich liegen.
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[1.2.1] figueretas antwortet auf hotte70
04.02.2018 13:51
Benutzer hotte70 schrieb:
Selbstverständlich, deine so horrenden Stromkosten müssen natürlich gedeckt werden.....

Freut mich sehr, dass du auch Sarkasmus sprichst.

Mir ging es eher darum, dass aus Prinzip ungefragt kein Strom des Kunden verbraucht werden darf. Egal ob 1 Cent oder 10 Euro im Jahr.

Meine Reaktion mag unangebracht gewesen sein, denn die Überschrift und der Inhalt des von hochqualifizierten, technisch hochbegabten und hochintelligenten Teltarif-Journalisten geschriebenen Artikels lässt darauf schließen, dass das offene WLAN ohne Zustimmung aktiviert werden darf.