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Steampunk-Telekom


15.12.2017 18:37 - Gestartet von whalesafer
Kupferleitungen, am besten noch auf Holzmasten, damit es authentisch wirkt.

Wenn die Telekom ein Mensch wäre, würde man bei solchen Aussetzern wohl nach weiteren Anzeichen eines Schlaganfalls suchen.
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[1] justii antwortet auf whalesafer
15.12.2017 20:12
Benutzer whalesafer schrieb:
Kupferleitungen, am besten noch auf Holzmasten, damit es authentisch wirkt.

Holzmasten sind echt kein Kriterium. In vielen Ländern hängen die Kabel noch auf Holzmasten, aber die Leute haben trotzdem bis ins letzte Eck Telefon und Internet mit über 100MBit/s.
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[1.1] whalesafer antwortet auf justii
15.12.2017 22:24
Benutzer justii schrieb:
Benutzer whalesafer schrieb:
Kupferleitungen, am besten noch auf Holzmasten, damit es authentisch wirkt.

Holzmasten sind echt kein Kriterium. In vielen Ländern hängen die Kabel noch auf Holzmasten, aber die Leute haben trotzdem bis ins letzte Eck Telefon und Internet mit über 100MBit/s.

So redet nur jemand, der noch nicht das "Vergnügen" hatte, Strom oder Telefon über eine Freileitung zu beziehen.
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[1.1.1] mho73 antwortet auf whalesafer
15.12.2017 22:50

einmal geändert am 15.12.2017 22:52
Benutzer whalesafer schrieb:

So redet nur jemand, der noch nicht das "Vergnügen" hatte, Strom oder Telefon über eine Freileitung zu beziehen.

Ich habe keinerlei Unterschied bemerkt, als Strom- und Telefonleitung irgendwann nach 20 bzw. 30 Jahren in die Erde verlegt wurden. Warum auch?
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[1.1.1.1] Eddi35 antwortet auf mho73
16.12.2017 08:40
Benutzer mho73 schrieb:
Benutzer whalesafer schrieb:

So redet nur jemand, der noch nicht das "Vergnügen" hatte, Strom oder Telefon über eine Freileitung zu beziehen.

Ich habe keinerlei Unterschied bemerkt, als Strom- und Telefonleitung irgendwann nach 20 bzw. 30 Jahren in die Erde verlegt wurden. Warum auch?

Meine Eltern haben auf dem Land Vergnügen, heißt bei einem Unwetter oder manchmal nur nach einem Verkehrsunfall haben sie keinen Strom und Telefon mehr.
Da wurde schon öfters alles aus dem Gefrieschrank und Kühlschrank entsorgt. Wenn bei meinen Großeltern ein Gesundheitliches Problem vorlag konnten auch nur hoffen das das Netz von Vodafone funktioniert (natürlich nur Edge) Telekom und O2 sind dort garnicht vertreten. Das befindet sich in Märkisch Oderland!
Unsere polnischen Nachbarn sind da besser dran.
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[1.1.2] justii antwortet auf whalesafer
16.12.2017 11:27

einmal geändert am 16.12.2017 11:29
Benutzer whalesafer schrieb:
Benutzer justii schrieb:
Benutzer whalesafer schrieb:
Kupferleitungen, am besten noch auf Holzmasten, damit es authentisch wirkt.

Holzmasten sind echt kein Kriterium. In vielen Ländern hängen die Kabel noch auf Holzmasten, aber die Leute haben trotzdem bis ins letzte Eck Telefon und Internet mit über 100MBit/s.

So redet nur jemand, der noch nicht das "Vergnügen" hatte, Strom oder Telefon über eine Freileitung zu beziehen.

Ein ganz klarer Irrtum. Mit 50 Lebensjahren habe ich sowohl Telefon- als auch Stromleitungen noch auf Holzmasten erlebt. Und damals keinen wesentlichen Unterschied bei der Umstellung feststellen können. Außerdem komme ich GsD regelmäßig in den Genuss von solchen Leitungen, wenn ich im Ausland bin. Aber egal wo, bislang hatte ich immer bessere Qualität und höhere Geschwindigkeit in den Leitungen als hier. Liegt vielleicht aber auch ein wenig daran, weil ich in einer von den Telekomunikationsanbietern "sehr bevorzugten Region" lebe. Hier steht z.B. innerhalb geschlossener Gebäude meist kein mobiles Internet zur Verfügung und selbst der Mobilfunkempfang ist oft nur mangelhaft oder gar nicht verfügbar.
Meine Verwandten im Ausland (lauter Länder in denen noch so Holzmasten stehen) lachen nur noch darüber, wenn ich mal wieder nicht kommunizieren kann bzw. ihre über 100MBit/s auf unsere 384KBit/s treffen.
Aber halt, einen Unterschied hab ich sehr wohl bemerkt: dass die Kosten für die Erdverkabelung horrend höher sind als die Kosten für die Verkabelung via Masten. Nicht nur bei der Erstellung sondern auch für Reparatur und Wartung.
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[1.1.2.1] whalesafer antwortet auf justii
16.12.2017 16:41
Benutzer justii schrieb:
Meine Verwandten im Ausland (lauter Länder in denen noch so Holzmasten stehen) lachen nur noch darüber, wenn ich mal wieder nicht kommunizieren kann bzw. ihre über 100MBit/s auf unsere 384KBit/s treffen.
Aber halt, einen Unterschied hab ich sehr wohl bemerkt: dass die Kosten für die Erdverkabelung horrend höher sind als die Kosten für die Verkabelung via Masten. Nicht nur bei der Erstellung sondern auch für Reparatur und Wartung.

Ja, wir bewegen uns wieder in Richtung Dritte-Welt-Land, wie man sieht sogar mit Zustimmung der Bevölkerung, die billig billig billig für das einzige Kriterium hält. Tipp: Die Verwandten im Ausland werden immer noch lachen, wenn hier wieder Telefonmasten herumstehen. Denn hier werden trotzdem weiterhin nicht 100Mbit ankommen, weil man trotz Masten noch ein wenig mehr sparen kann, wenn man die Leitung am Ende noch etwas länger macht. Billig, Sie verstehen? Es ist 2017 und die Telekom baut neue Kupferanschlüsse. In ein paar Jahren wird dann wieder beim Staat die Hand aufgehalten, damit Förderung fließt. Nein, nicht für FTTH, sondern für G.fast oder was denen sonst noch an kurzlebiger aber billiger Technik einfällt.
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[1.1.2.1.1] justii antwortet auf whalesafer
16.12.2017 17:30
Benutzer whalesafer schrieb:
Benutzer justii schrieb:
Meine Verwandten im Ausland (lauter Länder in denen noch so Holzmasten stehen) lachen nur noch darüber, wenn ich mal wieder nicht kommunizieren kann bzw. ihre über 100MBit/s auf unsere 384KBit/s treffen.
Aber halt, einen Unterschied hab ich sehr wohl bemerkt: dass die Kosten für die Erdverkabelung horrend höher sind als die Kosten für die Verkabelung via Masten. Nicht nur bei der Erstellung sondern auch für Reparatur und Wartung.

Ja, wir bewegen uns wieder in Richtung Dritte-Welt-Land, wie man sieht sogar mit Zustimmung der Bevölkerung, die billig billig billig für das einzige Kriterium hält. Tipp: Die Verwandten im Ausland werden immer noch lachen, wenn hier wieder Telefonmasten herumstehen. Denn hier werden trotzdem weiterhin nicht 100Mbit ankommen, weil man trotz Masten noch ein wenig mehr sparen kann, wenn man die Leitung am Ende noch etwas länger macht. Billig, Sie verstehen? Es ist 2017 und die Telekom baut neue Kupferanschlüsse. In ein paar Jahren wird dann wieder beim Staat die Hand aufgehalten, damit Förderung fließt. Nein, nicht für FTTH, sondern für G.fast oder was denen sonst noch an kurzlebiger aber billiger Technik einfällt.

Bei Mobilfunk und kabelgebundenem Internet sind wir in einigen Regionen definitiv bereits Dritte-Welt-Land und keinesfalls mehr Technolgie-Standort Deutschland. Und wenn man sich Dinge wie den Start des ICE München-Berlin oder Flughafen BER ansieht und die Tatsache, dass deutsche Autohersteller es überhaupt nötig haben ihre Arroganz und ihr Verpennen durch Lügen und Betrügen zu kaschieren, dann denkt man darüber nach, ob "Made in Germany" nicht über kurz oder lang ein Warnzeichen für die Welt sein wird.
Billig, billig ist natürlich keine Lösung, aber die Realität sieht bei unseren Telekommunikationsanbietern ja anders aus. Hier treffen mangelnde Investitions und Innovationsbereitschaft und kalkulierte Abzockmentalität zusammen. Der private Kunde hat ja keine Möglichkeit, in die Technik einzugreifen. Also verlangt er zumindest der angebotenen Dritte-Welt-Leistung entsprechend günstige Preise. Das was die Telekommunikationskonzerne seit mehr als 10 Jahren an PreisLeistungsverhältnis abliefern ist schlichtweg eine Frechheit.
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[1.1.2.1.1.1] firathlet antwortet auf justii
21.12.2017 05:58
Benutzer justii schrieb:

"ob "Made in Germany" nicht über kurz oder lang ein Warnzeichen für die Welt sein wird."
>"ob "Made in Germany" nicht über kurz oder lang WIEDER ein Warnzeichen für die Welt sein wird."
https://de.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany
"Made in Germany .... ist eine Herkunftsbezeichnung. Ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor billiger und minderwertiger Importware in Großbritannien eingeführt, gilt die Bezeichnung heute in den Augen vieler Käufer als Gütesiegel."
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[1.1.2.1.1.1.1] justii antwortet auf firathlet
21.12.2017 08:09
Benutzer firathlet schrieb:
Benutzer justii schrieb:

"ob "Made in Germany" nicht über kurz oder lang ein Warnzeichen für die Welt sein wird." >"ob "Made in Germany" nicht über kurz oder lang WIEDER ein Warnzeichen für die Welt sein wird."
https://de.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany
"Made in Germany .... ist eine Herkunftsbezeichnung.
Ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor billiger und minderwertiger Importware in Großbritannien eingeführt, gilt die Bezeichnung heute in den Augen vieler Käufer als Gütesiegel."

Ja, NOCH !!
Wenn man sich allerdings ansieht, was deutsche Unternehmen so in den letzten Jahren weltweit sichtbar verbocken, dann könnte sich das durchaus ändern. Man nehme den Flughafen BER, man nehme den Diesel-Abgas-Skandal, man nehme die neue ICE-Strecke München - Berlin, man nehme den Ausbau der deutschen Mobilfunknetze, man nehme den Ausbau schnellen Internets in Deutschland ... uvm. Ein Gütesiegel verdienen all diese Pannenprojekte sicherlich nicht. Im Gegenteil. Das Gütesiegel "Made in Germany" wird mittel- bis langfristig dadurch massiv geschädigt. Und da dies offensichtlich den Managern dieser Unternehmen vollkommen egal ist, könnte aus dem bisherigen Gütesiegel durchaus auch ein "Warnsiegel" werden.