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die Kritik von Salt fehlt im Artikel


02.12.2017 15:05 - Gestartet von wolfbln
einmal geändert am 02.12.2017 15:14
Erstmal besten Dank für die Nachbetrachtung der Netztests. Sonst seid ihr aber immer sehr nah an den Netzbetreibern dran. Diesmal gabs gehagelte Kritk von Salt in der Schweiz am Ergebnis des P3-Tests, bei dem sie statt "sehr gut" im letzten Jahr auf "gut" herabgestuft worden.

Hier der Link der Presseerklärung:
https://www.salt.ch/media/press/files/2017/11/28/a18ca2b7-11da-4261-a28e-10ff45ec70f1/298/Salt_November%20Netzwerk-Update.pdf

Man könnte jetzt sagen: das sind schlechte Verlierer!!! Und damit machen sie es auch nicht besser.

Insbesondere der letzte Abschnitt - authorisiert vom CEO - hat es in sich:
"Es ist doch überraschend festzustellen, dass die beiden Mobilfunkanbieter, welche Zusatzdienstleistungen von P3 beziehen, ex aequo den Test gewinnen und mit dem Prädikat “hervorragend“ beglückt werden. Dass dasselbe Deutsche Privatunternehmen bestimmt, wie gemessen wird, welche Koeffizienten genutzt werden und wie Resultate präsentiert werden, entspricht nicht der Best Practice unserer Industrie. Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil es in Ländern wie dem Vereinigten Königreich oder Frankreich Beispiele von abgestimmten Quality of Service (QoS) Kampagnen gibt. In den genannten Ländern wird die verwendete Methodologie transparent zwischen den Mobilfunkanbietern diskutiert und die Messungen werden von einer unparteiischen, nichtgewerblichen nationalen Organisation durchgeführt. "

Lassen wir mal die dummen deutsch-feindlichen Untertöne beiseite. Dann stellt sich schon die Frage: Ein privates Unternehmen stellt ziemlich obskur die Kriterien auf. In einigen Ländern kauft ein Anbieter den P3-Test komplett. In Kroatien hat die Telekom ihren Sieg mit einem höheren Score als in Deutschland gekauft. Sie kann damit werben, die Ergebnisse des zweiten und dritten Netzes werden gar nicht genannt, nur dass diese schlechter sind.

In Frankreich und England misst der Regulierer Arcep bzw. Ofcom, schon alleine um die Einhaltung der Vorgaben zu überprüfen. Diese Kritikebene fehlt im Artikel gänzlich und man könnte schon drüber nachdenken. Die Kriterien haben ja auch mit der Art der Aufstellung und wer dies macht zu tun.