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Artikel erweckt völlig falschen Eindruck


31.10.2017 14:09 - Gestartet von rolf_berg
Die Umstellung auf einen höheren Bitwert bei der Quadratur-Amplituden-Modulation ist doch keine „Verbesserung“ im Sinne eines technischen Fortschritts! Hier erweckt der Artikel einen völlig falschen Eindruck!

Die Telekom ändert nur die Konfiguration. Sie opfert Störunempfindlichkeit und Reichweite für Bandbreite. Beides zusammen geht nicht. Man muss sich immer für einen Kompromiss entscheiden. Hier ändert die Telekom leicht ihre Prämissen. Offenbar ist Bandbreite ihr nun wichtiger.
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[1] bubblex antwortet auf rolf_berg
31.10.2017 15:24
Dann wäre also zu hoffen, dass dieses Update nur bei den 2,x GHz - Sendern durchgeführt wird, damit für die Fläche bzw. bei schlechten Empfangsbedingungen (gerade da ist LTE ja oft der letzte Notnagel!) weiter Empfang mölgich ist?
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[1.1] rolf_berg antwortet auf bubblex
31.10.2017 15:33
Benutzer bubblex schrieb:
Dann wäre also zu hoffen, dass dieses Update nur bei den 2,x GHz - Sendern durchgeführt wird, damit für die Fläche bzw. bei schlechten Empfangsbedingungen (gerade da ist LTE ja oft der letzte Notnagel!) weiter Empfang mölgich ist?

Davon gehe ich aus. Bei LTE800 in der Fläche wäre das unsinnig. Die Techniker sind ja nicht dumm, die wägen natürlich die Vor- und Nachteile ab. Aber der Druck zur möglichst kostengünstigen Bandbreitenvergrößerung ist natürlich seitens der Kostenrechner vorhanden.
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[1.1.1] FTTH antwortet auf rolf_berg
31.10.2017 16:34

einmal geändert am 31.10.2017 16:38
Das halte ich für Unsinn.
Den völlig falschen Eindruck erweckt Ihr Beitrag.

Alleine schon für nicht-kompatible Geräte ist natürlich ein Fallback möglich, bei entsprechend schlechtem Empfang wird sicher automatisch auf 64- oder 16-QAM umgestellt. In 64-QAM-Netzen wird auch nicht durchgehend 64-QAM verwendet.

Meines Wissens wurde auch schon LTE 800 mit höherer Modulation im Telekom-Netz gesichtet.
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[1.1.1.1] rolf_berg antwortet auf FTTH
31.10.2017 16:58

einmal geändert am 31.10.2017 17:05
Benutzer FTTH schrieb:
Alleine schon für nicht-kompatible Geräte ist natürlich ein Fallback möglich, bei entsprechend schlechtem Empfang wird sicher automatisch auf 64- oder 16-QAM umgestellt. In 64-QAM-Netzen wird auch nicht durchgehend 64-QAM verwendet.

Ein endgeräteabhängies individuelles Fallback bei der Modulationsart? So dass die Geräte pro Segment und Kanal gleichzeitig mit unterschiedlichen Modulationsarten senden und empfangen? Das würde ich technisch anspruchsvoll finden, kann es aber mangels detailierter Kenntnisse nicht ausschließen. Hast Du hierfür Quellen oder ist es nur eine Vermutung?

Weiterhin bezweifel ich, dass es am Markt LTE-Geräte gibt, die kein 64-QAM können. Da gab es meines Wissens nach keine Evolution. Bitte auch hierfür Quellen. LTE in der Version Cat. 1 konnte schon 64-QAM. Wenn man anderen das Wort „Quatsch“ um die Ohren haut, sollte man schon wirklich Ahnung haben. Ansonsten ist es einfach nur anmaßend.

Meines Wissens wurde auch schon LTE 800 mit höherer Modulation im Telekom-Netz gesichtet.

Eben. Also keine Neuheit, sondern nur eine individuelle Konfiguration vorhandener Technik.
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[1.1.1.1.1] FTTH antwortet auf rolf_berg
31.10.2017 17:34
Benutzer rolf_berg schrieb:
Ein endgeräteabhängies individuelles Fallback bei der Modulationsart? So dass die Geräte pro Segment und Kanal gleichzeitig mit unterschiedlichen Modulationsarten senden und empfangen? Das würde ich technisch anspruchsvoll finden, kann es aber mangels detailierter Kenntnisse nicht ausschließen. Hast Du hierfür Quellen oder ist es nur eine Vermutung?

Logisches Denken genügt, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Praktische Erfahrung bestätigt sie. Der weit überwiegende Großteil der aktuell im Telekom-Netz betriebenen Geräte unterstützt 256-QAM noch nicht, wäre ein Parallelbetrieb mit 64-QAM nicht möglich, würde 256-QAM praktisch nie zum Einsatz kommen (irgendein Altgerät hängt immer in der Zelle).
Beweise sind im Internet allerdings höchstwahrscheinlich auch zu finden.

Tipp: Wenn Sie sich dafür interessieren, wie oft sich etwa die Modulation ändern kann, empfehle ich die Android-App Network Signal Guru (benötigt Root und Qualcomm-SoC).

Weiterhin bezweifel ich, dass es am Markt LTE-Geräte gibt, die kein 64-QAM können. Da gab es meines Wissens nach keine Evolution. Bitte auch hierfür Quellen. LTE in der Version Cat.
1 konnte schon 64-QAM.

Dazu habe ich keine Aussage getätigt, auf welchen Beitrag beziehen Sie sich?

Wenn man anderen das Wort „Quatsch“ um die Ohren haut, sollte man schon wirklich Ahnung haben. Ansonsten ist es einfach nur anmaßend.

Auf welchen Beitrag beziehen Sie sich?

Meines Wissens wurde auch schon LTE 800 mit höherer Modulation im Telekom-Netz gesichtet.

Eben. Also keine Neuheit, sondern nur eine individuelle Konfiguration vorhandener Technik.

Das ergibt für mich keinen Sinn. LTE-800 ist keine Vorgängertechnologie von LTE-1800 oder LTE-2600.

Wieso sollte das Vorhandensein der Konstellation LTE-800+256/64-QAM also Ihre These untermauern, es handele sich nicht um eine relative Neuheit (die 256/64-QAM tatsächlich ist)?


Ob die Änderung schon im ganzen Netz oder nur in Gebieten mit neuester Hardware verfügbar ist, wurde nicht bekanntgegeben.
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[2] Betamax antwortet auf rolf_berg
31.10.2017 18:58
Benutzer rolf_berg schrieb:
Die Umstellung auf einen höheren Bitwert bei der Quadratur-Amplituden-Modulation ist doch keine „Verbesserung“ im Sinne eines technischen Fortschritts! Hier erweckt der Artikel einen völlig falschen Eindruck!

Die Telekom ändert nur die Konfiguration. Sie opfert Störunempfindlichkeit und Reichweite für Bandbreite. Beides zusammen geht nicht. Man muss sich immer für einen Kompromiss entscheiden. Hier ändert die Telekom leicht ihre Prämissen. Offenbar ist Bandbreite ihr nun wichtiger.

Sorry, aber Sie scheinen die Technik nicht vollständig durchblickt zu haben. Die Telekom opfert hier nichts, sie verbessert lediglich die Situation für Kunden, die sich in der nähe der Basisstation aufhalten und so die höhere Modulation nutzen können. Wenn die Signalqualität nicht mehr ausreicht, um 256QAM oder 64QAM zu nutzen, wird auch künftig natürlich 16QAM usw. genutzt - ganz automatisch. Sollte aber eigentlich logisch sein, wie auch andere Nutzer schon angemerkt haben.
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[3] Pitt_g antwortet auf rolf_berg
02.11.2017 23:07

2x geändert, zuletzt am 02.11.2017 23:39
Nicht nur dass, dass die Telekom beim Upload mit 64 QAM punkten kann liegt daran, dass sie dort die trägerfrequenzen im Gegensatz zum Download wohl nicht auf alle User in der Zelle verteilt, der der braucht bekommt dynamisch fast alle zugewiesen , beim Download ist das mMn dort anders
Dafür ist QAM 256 auch ein kleiner Trick, ich verstehe das so dass Geräte mit QAM 256 Support nun weniger trägerfrequenzen zugewiesen bekommen, weil der Tarif dahinter ja nur 300 MBit Maximal zulässt.
Ein quasi ineffizienter CAT6 oder CAT 4 Client erhält dadurch wieder ein mehr an Trägerfrequenzen in der gleichen Zelle,
Anders kann ich mir gerade nicht erklären, warum mein IPhone 6 plötzlich wieder 30 MBit erhält, wie es zwischenzeitlich auf werte Zwischen 8 und 20 MBit drunten war.
Dafür bricht meine Lumia 950 gerade auch auf 30 MBit ein, obwohl hier schon 75 MBit inhausabdeckung möglich war, in einer 30 MHZ LTE 1800 Zelle, Messfehler und sonstige Zufälle nicht ausgeschlossen, dass u.U. Das Gerät gar kein Intraband CA macht kommt erschwerend hinzu, da ich mir nicht sicher bin, ob das generell alle CAT 6 Geräte überhaupt können, der Chip vom Lumia 950 könnte zwar CAT aber ich befürchte an der Umsetzung haperte dann doch,

Nochmal anders ausgedrückt QAM 256 schafft mehr zellkapazität für alle, da ein entsprechender Client gut ein Drittel weniger Trägerfrequenzen beansprucht um die gleiche Bandbreite wie sein CAT 4 oder 6 Teilnehmer zu erhalten