Diskussionsforum
  • 02.11.2017 16:30
    RomanXYZ schreibt

    Extra-Bezahlung für den Abruf von Filmen

    Wieso möchte ein Schauspieler erneut bezahlt werden, wenn ein Film, in dem er mitwirkt, erneut gesendet oder abgerufen wird? Wurde er nicht mit einer Gage für seine Leistung bedacht? Sollen Beleuchter, Kameraleute, Cutter usw. auch erneut bezahlt werden? Dieses ganze Bezahlwesen der "Künstler" sollte überdacht werden. Keine andere Branche als die in Word, Bild und Ton tätige wird dauerhaft für ihre Leistung bezahlt, ja sogar 70 Jahre nach dem Tod des Schaffenden erzielen die Erben noch Einnahmen! Geistiges Eigentum wird in diesen Branchen deutlich zu hoch bewertet.

    Werden Architekten, Designer, Ingenieure für ihre geistige Schöpfung dauerhaft entlohnt? Oder gar deren Erben? Man stelle sich vor, auch Maurer, Maler, Elektriker oder auch die produzierende Industrie würde gleiches Recht verlangen.

    Ein Schauspieler soll seine Gage vom Produzenten bekommen für die Arbeit am Set, im Studio für Promo, Auftritte, Theater spielen usw., Musiker mit ihren Auftritten/Konzerten, Merchandising und ähnlichem. Autoren ebenso, bei Lesungen und einmalig für Filmrechte usw.

    Derzeit ist es doch so, dass sich nur ein kleiner Teil der Schaffenden extrem bereichert, der Großteil geht nebebei jobben oder zum Arbeitsamt. Hier besteht ganz klar ein Missverhältnis. Ein Blick in die Synchronbranche offenbart, wie Produktionsriesen hier die Preise drücken und oft auch nur einmal bezahlen, aber selbst dauerhaft die Hand aufhalten.

    So, das sollte erst mal reichen.
  • 31.01.2018 01:12
    rainbow antwortet auf RomanXYZ
    Benutzer RomanXYZ schrieb:
    > Wieso möchte ein Schauspieler erneut bezahlt werden, wenn ein
    > Film, in dem er mitwirkt, erneut gesendet oder abgerufen wird?
    > Wurde er nicht mit einer Gage für seine Leistung bedacht?
    > Sollen Beleuchter, Kameraleute, Cutter usw. auch erneut bezahlt
    > werden? Dieses ganze Bezahlwesen der "Künstler" sollte
    > überdacht werden. Keine andere Branche als die in Word, Bild
    > und Ton tätige wird dauerhaft für ihre Leistung bezahlt, ja
    > sogar 70 Jahre nach dem Tod des Schaffenden erzielen die Erben
    > noch Einnahmen! Geistiges Eigentum wird in diesen Branchen
    > deutlich zu hoch bewertet.
    >
    > Werden Architekten, Designer, Ingenieure für ihre geistige
    > Schöpfung dauerhaft entlohnt? Oder gar deren Erben? Man stelle
    > sich vor, auch Maurer, Maler, Elektriker oder auch die
    > produzierende Industrie würde gleiches Recht verlangen.
    >
    > Ein Schauspieler soll seine Gage vom Produzenten bekommen für
    > die Arbeit am Set, im Studio für Promo, Auftritte, Theater
    > spielen usw., Musiker mit ihren Auftritten/Konzerten,
    > Merchandising und ähnlichem. Autoren ebenso, bei Lesungen und
    > einmalig für Filmrechte usw.
    >
    > Derzeit ist es doch so, dass sich nur ein kleiner Teil der
    > Schaffenden extrem bereichert, der Großteil geht nebebei jobben
    > oder zum Arbeitsamt. Hier besteht ganz klar ein Missverhältnis.
    > Ein Blick in die Synchronbranche offenbart, wie
    > Produktionsriesen hier die Preise drücken und oft auch nur
    > einmal bezahlen, aber selbst dauerhaft die Hand aufhalten.
    >
    > So, das sollte erst mal reichen.

    Das tut gut. Ihre Worte sind wie belebender Tau.
    Oft habe ich schon gedacht: Da trällert ein Künstler einige Liedchen und erwartet schließlich, dass vom "Endloserlös" noch seine Enkel in Rente gehen können.
    Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass eine Kindergartengruppe im Altersheim etwas vorgetragen hat und dafür "urheberrechtlich" zur Kasse gebeten werden sollte.
    In der Marktwirtschaft kommt es eben auf "kreative Geschäftsideen" an.
  • 06.02.2018 19:25
    helmut-wk antwortet auf rainbow
    Benutzer rainbow schrieb:
    > In der Marktwirtschaft kommt es eben auf "kreative
    >
    Geschäftsideen" an.
    >
    Das hat nix mit Marktwirtschaft zu tun sondern mit der Erfahrung, dass z.B. Mozart verarmt starb: Jeder spielte ihn, aber niemand bezahlte ...

    Deshalb kam es im 19.Jh. zum Urheberschutz.