Diskussionsforum
Menü

Grundsatz der Datensparsamkeit und der Plausibilität


09.10.2017 18:54 - Gestartet von cassiel
Erst mal: Respekt! für eine dpa-Meldung im IT-Bereich überdurchschnittlich fundiert. Sie können also, wenn sie wollen.

Was ich vermisse ist allerdings ein hilfreiches übergeordnetes Prinzip, denn die vielen Tipps kommen doch etwas ungeordnet daher und der Laie fragt sich: soll ich das jetzt alles auswendig lernen?
Ich denke man kann es auf zwei Grundsätze herunterbrechen:
einmal der Grundsatz der Datensparsamkeit. Nicht über jedes Stöckchen springen was einem im Internet hingehalten wird. So wenig persönliche Angaben wie möglich und wenn möglich Pseudonyme verwenden. Lügen ist nicht strafbar, wenn man damit keinen Betrug begeht. Mit der eigenen E-Mail-Adresse sollte man daher auch nicht hausieren gehen und sie nur dort angeben wo sie wirklich notwendig und sinnvoll ist.
Eine einfache Frage ist immer: wozu braucht XY meine E-Mail-Adresse/Postadresse/Vor- und Zuname? Nicht immer gibt es darauf eine logische Antwort.
Das zweite Prinzip, wenn die eigene Adresse in die Hände von Spammern gerät (es reicht wenn ein Bekannter sich einen Wurm auf dem Computer einfängt, der das Adressbuch ausliest und an den Adressharvester verschickt oder ein global player des Internet mal wieder Millionen von Adressdaten "verloren" hat) und man Spam bekommt, ist das Plausibilitätsprinzip. Man muss es nicht übertreiben mit der Paranoia, aber eine Mail, die man bekommt, sollte einen von dieser unabhängigen Kontext haben über den die Plausibilität unabhängig bestätigt werden kann.
Zwei Regel wo man besonders kritisch hinschauen sollte:
1. ist mir der Absender persönlich bekannt?
2. falls ja: ist die Mail erwartet? hat der Inhalt einen persönlichen Bezug zur Beziehung zu dieser Person?
In jedem anderen Fall: äußerste Vorsicht!