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Apropos Vollabdeckung ...


19.09.2017 19:49 - Gestartet von HolgiTT
... man muss nur mal mit dem Auto durch Norwegen fahren. Da hört man dann - Dank DAB+ - kein Rauschen mehr sondern hat einfach Aussetzer und hört dann stattdessen nichts. Das ist dann also der gepriesene Gewinn ...
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[1] Telly antwortet auf HolgiTT
20.09.2017 06:30
Benutzer HolgiTT schrieb:
... man muss nur mal mit dem Auto durch Norwegen fahren. Da hört man dann - Dank DAB+ - kein Rauschen mehr sondern hat einfach Aussetzer und hört dann stattdessen nichts. Das ist dann also der gepriesene Gewinn ...

Warum ist der Bundesmuxx eigentlich (zumindest hier in der Eifel und auch auf dem hiesigen A1 Abschnitt) deutlich ausfallintensiver als die Regionalprogramme über DAB+ ?? Niedrigere Frequenzen gleich größere Verbreitung gilt hier nicht. Nur warum?

Telly
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[2] CBS antwortet auf HolgiTT
20.09.2017 08:18
Benutzer HolgiTT schrieb:
... man muss nur mal mit dem Auto durch Norwegen fahren. Da hört man dann - Dank DAB+ - kein Rauschen mehr sondern hat einfach Aussetzer und hört dann stattdessen nichts. Das ist dann also der gepriesene Gewinn ...

Ganz ohne Ironie kann man zustimmen und sagen, ja, das ist der Gewinn. Dort, wo bei DAB kein Signal mehr decodiert werden kann wäre das UKW Rauschen schon zu groß, um noch was verstehen zu können. Dort wo UKW rauscht hat man mit DAB noch klaren Empfang. Rein von der technischen Seite betrachtet. Wie man die Senderstruktur zur Programmverbreitung umsetzt ist dann Sache der Verantwortlichen.
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[2.1] Anatal antwortet auf CBS
20.09.2017 09:33
CBS: Falsch. UKW und DAB kann man bezüglich der Ausbreitungstendenzen so nicht direkt miteinander vergleichen. Die Decodierung und die Sendeleistung sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel...


Ganz ohne Ironie kann man zustimmen und sagen, ja, das ist der Gewinn. Dort, wo bei DAB kein Signal mehr decodiert werden kann wäre das UKW Rauschen schon zu groß, um noch was verstehen zu können. Dort wo UKW rauscht hat man mit DAB noch klaren Empfang. Rein von der technischen Seite betrachtet. Wie man die Senderstruktur zur Programmverbreitung umsetzt ist dann Sache
der Verantwortlichen.
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[2.1.1] CBS antwortet auf Anatal
20.09.2017 16:19
Benutzer Anatal schrieb:
CBS: Falsch. UKW und DAB kann man bezüglich der Ausbreitungstendenzen so nicht direkt miteinander vergleichen. Die Decodierung und die Sendeleistung sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel...

Wow, "Falsch", Schlagwörter sind in Zeiten des Wahlkampfs ja in. Ersteres habe ich nicht behauptet und zweiteres nicht gesagt. Kann man aber so interpretieren. Grundsätzlich liefert DAB bei gleichen Pegeln eben immer noch klaren Sound während es auf UKW zu Rauschen beginnt. Erst wenn man bei UKW die Verständlichkeitsschwelle unterschritten hat, kann auch der DAB Empfänger nichts mehr raushören und wird stumm. Da DAB allerdings um die 200 MHz und UKW um die 100 MHz läuft ergeben sich andere Ausbreitungsbedingungen, insbesondere Gebäudedämpfungen, deren überwindbare Erfordernisse sich zum Nachteil bei DAB recht gut berechnen lassen. Kommt dann Bewegung ins Spiel kann DAB mit Mehrwegempfang wieder Boden gut machen. Wegen der logischerweise unterschiedlichen Techniken kann man UKW und DAB nicht direkt vergleichen, man kann den Vergleich aber herstellen.
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[2.1.1.1] Anatal antwortet auf CBS
22.09.2017 10:01
DAB+ kann mit Mehrwegempfang Boden gut machen? Mehrwegempfang ist grundsätzlich negativ zu bewerten, da ungewollt (Stichwort Reflexionen). Du meinst sicher "Gleichwellenempfang", was heisst, dass man mehrere, große Gebiete mit einer einzelnen Frequenz abdeckt.
Die "Verständlichkeitsschwelle" (sog. "Transparenz") ist nicht verallgemeinerbar, sondern eine individuelle Sache, ebenso wie der Pegelbegriff relativ ist (es gibt in der Tontechnik unterschiedliche "Pegel", die nicht mit der Empfangsfeldstärke zu verwechseln sind!)
Die Tonqualität von DAB+ reicht allein schon wegen der Codierung (um 80-160 KBit/s bei HE AAC v2) nicht mal an eine CD heran. Selbst wenn man annimmt, dass die Aussage zum "Pegelvergleich" mit UKW stimmt, ist die Audioqualität daher um ein Vielfaches schlechter, während UKW bei richtiger Antennenausrichtung, genügender Trennschärfe und Frequenzkonstanz einen High-Fidelity-Klang bietet. Selbst wenn UKW zu rauschen beginnt, bezieht sich das immer nur auf die kleiner werdende Feldstärke, nicht aber auf die übertragene Tonqualität an sich. Ausserdem ist - bes. was die Wahrnehmung von reiner Wortinformation betrifft, aber auch bei Musik - es aus psychoakustischer Sicht wesentlich befriedigener, die Information trotz Rauschen noch erlangt zu haben als wie bei DAB+ gar nichts mehr zu hören.
Generell ist DAB+ aus den genannten Gründen Augenwischerei, denn dem Hörer soll vorgegaukelt werden, es sei qualitativ besser als UKW. Der Hörer soll zwar "mehr" - im Sinne von NOCH mehr Programmen - bekommen, aber er soll sich gleichzeitig dafür an niedrigere Tonqualität gewöhnen. Im Übrigen verbrauchen DAB+-Empfänger mehr Strom als UKW-Radios. Dass das auf dem Markt verschwiegen wird, korreliert mit der Tatsache, dass - bezieht man die vom Hörer zu tragenden Kosten für neue Geräte mit ein - selbige auf diesen komplett umgelegt werden sollen!


Benutzer CBS schrieb:

Wow, "Falsch", Schlagwörter sind in Zeiten des Wahlkampfs ja in. Ersteres habe ich nicht behauptet und zweiteres nicht gesagt. Kann man aber so interpretieren. Grundsätzlich liefert DAB bei gleichen Pegeln eben immer noch klaren Sound während es auf UKW zu Rauschen beginnt. Erst wenn man bei UKW die Verständlichkeitsschwelle unterschritten hat, kann auch der DAB Empfänger nichts mehr raushören und wird stumm. Da DAB allerdings um die 200 MHz und UKW um die 100 MHz läuft ergeben sich andere Ausbreitungsbedingungen, insbesondere Gebäudedämpfungen, deren überwindbare Erfordernisse sich zum Nachteil bei DAB recht gut berechnen lassen. Kommt dann Bewegung ins Spiel kann DAB mit Mehrwegempfang wieder Boden gut machen. Wegen der logischerweise unterschiedlichen Techniken kann man UKW und DAB nicht direkt vergleichen, man kann den
Vergleich aber herstellen.