Diskussionsforum
  • 18.08.2017 17:02
    H N I K A R schreibt

    Witzig.

    Neulich haben die Telekom-Trolle des Forums noch lauthals gekrählt, weil 1&1 im Connect-Test als bester Festnetzanbieter hervorgegangen ist. Jetzt sollten sie besser ganz still sein.

    Ich kenne die Telekom NUR mit hundsmiserablem Service. Das ist Servicewüste pur - von der Coldline bis zur ahnungslosen Technik. Technikertermine erfolgen ja grundsätzlich nur nach dem "Komm-ich-heut-nicht-komm-ich-morgen-Prinzip", wo man sich dann auch schon mal am besten gleich eine Woche Urlaub für den Technomagier nimmt.

    Die popeligen 300 neuen Mitarbeiter werden gar nichts an dieser Situation ändern. Selbst 3000 wären nicht genug. Das Problem bei der Telekom liegt nämlich ganz wo anders - in der Unternehmens(un)kultur selbst. So arrogant und herablassend wie bei der Telekom wurde ich noch nie von einem TK-Unternehmen behandelt. Darüber hinaus glänzten die meisten Kontaktpersonen maximal durch ihre Geschwätzigkeit als durch ihre Kompetenz und ja, das stimmt leider auch - bei allem was Sie tun sind die Damen und Herren der Telekom zu allem Überfluss auch noch ausgesprochen behäbig. Da mag der Hippsterchef und Finanzkennzahlenkasper Höttges an der Spitze noch so agil und eloquent daher kommen - jegliches Bemühen der Telekom kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den Bonner Fluren und an allen anderen Standorten überwiegend noch der alte, beamtische Reichspostgeist durch die Flure und Hirne wabert. Und genau hier müsste man mal ansetzen und mit dem Eisernen Besen gut durchkehren, damit auch der letzte Rotz nicht für immer kleben bleibt und sich weiter reinfrisst...
  • 18.08.2017 18:52
    Siemensfreak antwortet auf H N I K A R
    Ich zitiere mich gerade mal selbst zur Ankündigung bzw. zur Teltarif-Meldung
    "Null Beschwerden - Telekom will Kundenservice verbessern" vom 20. April 2017
    https://www.teltarif.de/forum/s68289/

    "So lange die Telekom weiter billige und ahnungslose Subunternehmer mit 15 und mehr Kundenterminen pro Tag mit Minimalprovision losschickt, kann das nichts werden.
    Die Ankündigung klingt mal wieder ganz nach Jemandem, der keine Ahnung hat, was an der Basis los ist, da er weder Kunden noch Mitarbeiter je gefragt hat."

    Erstaunlich wie gut das auch hier wieder passt!

    Der Trend geht gerade genau in die Richtung wenige große Subunternehmer, sogenannte Auftragnehmer, mit Hunderten von Technikern zu etablieren. Und das funktioniert oft mangels Ahnung von der Materie und frei von so ziemlich jedem Servicegedanken überhaupt nicht.
    Bei der Bezahlung und den Zeitvorgaben bleibt schließlich auch gar keine Zeit mehr für Qualität.
    Und die Erfüllung der Vorgaben ist oberstes Ziel, da bleibt auch keine Zeit für Dinge, die länger dauern. Was kann ich in 15 bis maximal 30 Minuten beim Kunden bewegen, dann muss ich zum nächsten Kunden, sonst schaffe ich mein Tagespensum nicht und mir geht die Provision verloren.. Das ist die durch die Marge vorgegebene Arbeitsphilosophie.

    Macht Euch von dem Gedanken frei, dass ein "Telekomtechniker" von der Telekom kommt. Die Masse der Serviceaufträge wird schon länger von billigen Subunternehmern ausgeführt. Wenn die Telekom jetzt 300 Techniker befristet einstellt, dann ist das nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein des Gesamtproblems, sondern reine Seifenblasentaktik zur Beschwichtigung.

    Besserer Service wird in der Realität nichts mehr werden.
    Gut ausgebildetes Personal ist dafür am Markt nicht vorhanden.

    Die Tatsache, dass die Telekom den schlechten Service lange geleugnet hat und ihn jetzt zugeben muss, weil das die Spatzen von den Dächern pfeiffen, spricht schon Bände, wie das Telekom-Management wirklich tickt.

    Qualität hat ihren Preis.
    Das, was die Telekom in den letzten 20 Jahren an Service abgebaut hat, kommt nicht mal eben in ein paar Monaten zurück.
    Für die Telekom zählt im Service nur der Profit.
    Der Einkauf interessiert sich nicht für Qualität.
    Das weiß jeder, der sich schon mal an Auftragnehmer-Ausschreibungen der Telekom beteiligt hat.

    Firmen, die Qualität im Service bieten, sind da entweder schon lange ausgestiegen oder pleite gegangen.
    Ich kenne den Niedergang des Telekom-Service aus persönlicher Erfahrung nur zu gut (ich habe da mal vor 32 Jahren gelernt, bin vor 22 Jahren da ausgestiegen und habe bis 2010 auch noch insgesamt vier Jahre für einige Telekom-Subs im Service gearbeitet). Ich habe bis heute gute Kontakte in der Branche sowie zu Personaldienstleistern und kenne dadurch auch die gängigen aktuellen Konditionen.

    Leute aus der IT, die dem guten Ruf der IT-Branche folgen, wollen diese Arbeit zu den Konditionen nicht über längere Zeit machen, weil man außerhalb der Telekommunikation einfach mehr verdient und nicht an alten Lötverteilern arbeiten und sich mit grausigen uralten Hausinstallationen plagen muss.

    Die Probleme betreffen aber bei Weitem nicht nur die Telekom, sondern die gesamte Tk-Branche, auch wenn die Telekom natürlich zweifellos einer der krassesten und prominentesten Vertreter dieser Branche ist.

    Man kann eben immer so lange sparen, bis man sich am Ende auch das Sparen noch sparen kann, weil die Kunden in Scharen wegrennen.
    Schlechten Service gibt es woanders für weniger Geld.
    Und das erkennen eben immer mehr Leute.
    Es gibt Alternativen zur Telekom und die können sogar noch gut sein!

    Wenn die Disco mal leergespielt ist und die Leute erst mal weg sind, dann muss man viel Zeit und Geld investieren, um sie zurück zu holen.

    Aber bis dahin sind wir bei der Telekom schon fünfzig Service-Manager weiter.

    Siemensfreak
  • 18.08.2017 18:57
    einmal geändert am 18.08.2017 19:01
    trollator antwortet auf H N I K A R
    RE: Witzig. DEN "Telekom plant Service-Offensive"!
    Benutzer H N I K A R schrieb:
    > Neulich haben die Telekom-Trolle des Forums noch lauthals
    > gekrählt, weil 1&1 im Connect-Test als bester Festnetzanbieter
    > hervorgegangen ist. Jetzt sollten sie besser ganz still sein.
    >
    also IIIICCHH habe die ganze Branche lieb *ggg*

    den Vorwurf, ich mag die Telekom, kann ich leicht entkräften :-)

    Zitat:
    > "Außerdem Service-Offensive ab Oktober"
    vom 09.09.2006
    https://www.teltarif.de/arch/2006/kw36/...

    Zitat die 2te.
    > "Mit einer Service-Offensive will der neue Boss Obermann die Abwanderung stoppen. "
    vom 21. Mai 2010, 14:53 Uhr
    http://www.sueddeutsche.de/geld/deutsche-telekom-die-obermann-strategie-1.879649


    Also wenn du glaubst die alte Tante Tiicom bekommt nicht ihr Fett weg, dann haste du dich aber gewaltig getäuscht. ;-p

    Die haben es alle "verdient" und das beste, Sie bieten hierfür genügend "Stoff" in Form von Newsartikeln.

    Was mich aber vorallem stört ist das outsourcing von preissensiblen Kunden in Tochtergesellschaften ...

    achja und LTE kriegen die Töchterchen auch nicht...

    dann hätten wir noch die lustigen Volumen Tarife

    so, UND! zufrieden? :-p

  • 19.08.2017 11:48
    juergen012 antwortet auf H N I K A R
    Hallo, über diesen Kommentar kann ich nur lachen. Es zeigt mal wieder, wie arrogant manche Kunden sind. So wie man in den Wald hineinschreit, kommt es auch wieder heraus. Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie dieser Kunde auf sein "Recht" besteht. Da ist es nicht verwunderlich, daß der Servicemitarbeiter auf stur schaltet... Im übrigen kenne ich auch sehr kompetente und hilfsbereite Mitarbeiter des Service bei der DT.
  • 20.08.2017 01:32
    H N I K A R antwortet auf juergen012
    Benutzer juergen012 schrieb:
    > Hallo, über diesen Kommentar kann ich nur lachen. Es zeigt mal
    > wieder, wie arrogant manche Kunden sind. So wie man in den Wald
    > hineinschreit, kommt es auch wieder heraus.

    Jawwwohll Herr Oberpostsekretär! *hackenzumnenschlag*
    Wenn mich mal wieder eine ahnungslose Coldline-Hausfrau vom 1. Kundenabwehrring dumm anblafft weil sie nicht weiter weiß, mir nicht glaubt und mich lieber abwimmeln will, dann lege ich auf und erzähle den Vorfall so vielen Leuten wie möglich und schildere wie arrogant und dumm die Telekom ist. Wenn man in den Wald hineinkackt, kackt der Wald eben zurück. Der Wald steht hierbei übrigens für den Kunden, den die Telekom aber nicht mehr sehen kann weil zu viele Bäume...

    > Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie dieser Kunde auf sein "Recht" besteht.
    > Da ist es nicht verwunderlich, daß der Servicemitarbeiter auf stur schaltet...

    Ach was. Die Sturheit hat der Telekom-MA schon in der DNA. Sonst wäre er ja nicht eingestellt worden. Die Telekom achtet penibel auf die Schlagzähigkeit ihrer Mitarbeiter. Bei Orange in Frankreich gehen die Mitarbeiter hops - in Deutschland die Kunden. Will sagen, der Telekom-MA ist schon stur gepolt VOR jeglicher erster Kontaktaufnahme.

    > Im übrigen kenne ich auch sehr kompetente und
    > hilfsbereite Mitarbeiter des Service bei der DT.

    Ja klar. Und bei mir auf dem Balkon sitzt gerade übrigens ein Wolpertinger. Ich gebe ihm etwas Milch aus einem Suppenteller. Deswegen kann ich jetzt auch nicht weiter schreiben...
  • 20.08.2017 23:51
    iPhone antwortet auf H N I K A R
    Wenn Firmen zu groß werden
    Absolut richtig geschrieben. Kann die Beamtenmentalität bei der Telekom nur bestätigen, war selber mehrere Jahre an verschiedenen Standorten mit dabei. Aber das Problem hat bzw ist nicht nur die Deutsche Telekom: Ja, hierzulande der Ex-Monopolist. Aber Telefónica? Die sind doch auch nur die Tochter eines Ex-Monopolisten, dessen Entscheidungen in Deutschland umgesetzt werden (müssen). Dann müsste doch Vodafone bestens darstehen, oder? Denkste, dort hab ich erst kürzlich den grottigsten Kundenservice seit Langem erlebt.

    Das Problem liegt aber nicht an Deutschland, oder Europa, sondern betrifft Unternehmen in allen Ländern in den verschiedensten Branchen: Sobald eine Firma eine bestimmte Größe überschreitet, einfach ZU groß ist, zu viele Mitarbeiter und zu viel Geld hat, lahmt es einfach an vielen Ecken. Abteilungen und Unternehmensteile arbeiten gegen- statt miteinander, viele Mitarbeiter haben keinen Ahnung, aber können in der Masse abtauchen usw. Alles Sachen, die sich ein kleines Unternehmen schlicht nicht leisten kann.

    Wisst ihr wo es den besten Service aller Zeiten gibt? Bei den Hotlines von Drillisch. Obwohl die ein immenses Kundenwachstum haben haben sie kurze Warteschleifen, keine endlosen Servicemenüs, schnelle Antworten, problemlos auch per Mail erreichbar. Aber gut, sie wachsen...
  • 21.08.2017 09:23
    micha37 antwortet auf iPhone
    Benutzer iPhone schrieb:
    > Das Problem liegt aber nicht an Deutschland, oder Europa,
    > sondern betrifft Unternehmen in allen Ländern in den
    > verschiedensten Branchen: Sobald eine Firma eine bestimmte
    > Größe überschreitet, einfach ZU groß ist, zu viele Mitarbeiter
    > und zu viel Geld hat, lahmt es einfach an vielen Ecken.
    > Abteilungen und Unternehmensteile arbeiten gegen- statt
    > miteinander, viele Mitarbeiter haben keinen Ahnung, aber können
    > in der Masse abtauchen usw. Alles Sachen, die sich ein kleines
    > Unternehmen schlicht nicht leisten kann.
    Ich sehe das Problem durchaus in Deutschland. Das Problem ist, dass das Privatkunden-Festnetz einfach kein Gewinn einbringt, aber Milliarden investiert werden müssen. Dadurch, dass die Tal-Kosten immer weiter abgesenkt wurden, mussten auch alle Produkte deutlich billiger werden. Günstige Produkte gibt es am Markt nicht, sondern nur noch billige. Und das mekt man jetzt im Service. Erstaunlich, dass es überhaupt so lange gut ging und die Kunden relativ zufrieden waren. Nun merkt man, dass es im ganzen Netz einen großen Umbruch gibt (BNG), was wieder mehr Kapazitäten aus dem Service bindet, und schon zeigen sich die Probleme. Momentan wird das Gleichgewicht gesucht zwischen Netzausbau, Netzmodernisierung, Mitarbeiter fair bezahlen, Kunden zufriedener machen und niedrige Preise halten. Jeder guckt aus einer anderen Richtung auf diesen Stern und sieht die Prioritäten anders verteilt. Jeder der etwas ändert, und jeder der nichts ändern will wird kritisiert. Also was ist die Lösung? Die einzige die ich sehe, ist dass alle Festnetz-Privatkundenprodukte 20% teurer werden müssen. Aber wer würde da schon mitmachen?
  • 23.08.2017 11:19
    crazyfone antwortet auf micha37
    Solange die Netzbetreiber sich von Quartalszahl zu Quartalszahl jubeln und Dividenden ausschütten, gibt's glaube kein Einnahmenproblem. Wenn ich ehrlich sein soll, ich zahl für VDSL50 (IP) 38,98€ mtl., mehr ist das auch nicht wert. Als ich noch bei der Telekom war, hatte ich noch Entertain und ISDN bei, 53,93€ mtl. Also ich pack da keine 20% mehr drauf.

    Die Telekom war sich immer selbst genug, fällt wer runter (durch), kein Problem. Es kommen aktuell mehr Neukunden als kündigen.