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wieso handy?


04.01.2002 02:38 - Gestartet von Thomas B.
Wie in dem Beitrag über die Gefahren von Handystrahlung erwähnt wurde, sind die Strahlen, welche vom handy ausgehen nicht bewiesen, wobei man natürlich die Auswirkungen aus zeitlicher Sicht nicht beurteilen kann. Langzeitschäden treten also, wenn möglich, erst nach Jahren auf (hinterher ist man immer schlauer).

Die Benutzung des Handys ist aus meiner Sicht, sofern sie nicht zu geschäftlichen Zwecken genutzt wird, nicht unbedingt notwendig (man sollte einmal eine Studie herausgeben, die untersucht, wie oft das Handy zum Notruf benutzt wurde). Ich schaue mir da nun die vielen Jugendlichen oder zum Teil noch Kinder an, die 1. das handy zum spielen nutzen, 2. zum sms schreiben (es geht ja nicht ohne, und außerdem sind sms ja soviel billiger als ein anruf) und 3. zum angeben,rumalbern,etc.
Außerdem produzieren sie Kosten, zum Teil mehrere Hundert Mark, äh...Euro.
Aber auch viele Erwachsene haben ein Handy, ohne einen wirklichen Nutzen daraus zu ziehen, der in einem angemessenen Verhältniss zu den Kosten steht.
Grundsätzlich ist ja nichts dagegen einzuwenden, ist eben ein Luxus, den man sich eben leistet, wenn man das Geld dazu hat.
Wenn aber bereits die Möglichkeit besteht, das die Benutzung mit dem Handy nicht unerhebliche Gefahren mit sich bringt, so sollten diejenigen, die das Handy aus obengenannten Gründen besitzen, auf den Gebrauch verzichten.
Das hat dann die Wirkung, dass weniger Antennenmasten aufgestellt werden, da sich die Anzahl der darauf zugreifenden Menschen verringert.

Ich persöhnliche glaube daran, dass eine Gefahr 'von den Handys ausgeht' (grobverallgemeinert), vor allem vom zukünftigen UMTS. Denn die Leistung, die notwendig ist, um all diese wichtiges Features aufs Handy zu holen, ist immens. Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in Großformat.
Kann man nur hoffen, dass sich UMTS nicht durchsetzt, denn die Masten dafür werden alle hundert Meter aufgestellt aufgrund der erhofften Auslastung.

Ich meine, wenn die meisten Leute so dumm sind, um zu kapieren, dass ein Handy eigentlich sinnlos ist, nur Geld kostet und außerdem beim Fortgehen aus Unterbringungsgründen stört, denen geschieht es ganz recht, wenn sie in ein paar Jahren die Folgen zu spüren bekommen.

Denn bisher hat sich ja gezeigt, von selbst ändert sich nix, nur wenn das allerschlimmste passiert, kommt man ins grübeln und stellt sich um.

Wir werden es ja sehen....
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[1] Gag Halfrunt antwortet auf Thomas B.
04.01.2002 08:14
Benutzer Thomas B. schrieb:

Das hat dann die Wirkung, dass weniger Antennenmasten aufgestellt werden, da sich die Anzahl der darauf zugreifenden Menschen verringert.

Das ist doch vollkommener Blödsinn. Es werden nicht mehr Masten aufgestellt, weil es mehr Handy-Benutzer gibt, sondern einzig und allein, um eine flächendeckende Netzabdeckung zu erreichen. Bei mehr Nutzern wird einfach die Kapazität der vorhandenen Sendeanlage aufgestockt.

Ich persöhnliche glaube daran, dass eine Gefahr 'von den Handys ausgeht' (grobverallgemeinert), vor allem vom zukünftigen UMTS. Denn die Leistung, die notwendig ist, um all diese wichtiges Features aufs Handy zu holen, ist immens. Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in Großformat.

... die in der Entfernung mit der dritten Potenz an Leistung verliert.

Kann man nur hoffen, dass sich UMTS nicht durchsetzt, denn die Masten dafür werden alle hundert Meter aufgestellt aufgrund der erhofften Auslastung.

Man darf eines nicht aus den Augen verlieren: Hier werden Bettnässer im strömenden Regen angeklagt. Dein Haarfön produziert mehr elektromagnetische Wellen als jedes Handy. Im allgemeinen Störfeld Deines Haushalts ist die Leistung einer entfernten Mobilfunk-Station nicht mehr messbar.

Außerdem wird mit einer gleichmäßigen Verteilung der Sendeanlagen auch das Strahlungsniveau verteilt. Soll heißen, dass es keine einzelnen Masten mehr geben wird, die mit hoher Leistung senden müssen und demnach auf kurzer Distanz eine hohe Belastung bedeuten könnten. Damit werden die Strahlungsspitzen vermieden.

Darüber hinaus darf man eines nicht vergessen: Bei einer gleichmäßigen Netzabdeckung ist auch die Sendeleistung des einzelnen Handys niedriger. Denn bei schlechtem Empfang muss das Mobiltelefon selber eine höhere Sendeleistung aufbringen. Das bedeutet dann wieder eine höhere Belastung für den jeweiligen Nutzer. Aber das interessiert Dich ja nicht, da Du niemals ein Handy benutzen wirst.

Bei mir in der Nachbarschaft wurde ein solcher Mast errichtet, aber eine Bürgerinitiative hat einen einstweiligen Baustopp erwirkt. Die Siedlung, in der ich wohne, liegt in einem totalen Funkloch. Ich habe praktisch keinen Empfang bei mir zu Hause. Das macht sich zunächst erst einmal dadurch bemerkbar, dass der Akku im Nu leer ist. Aber das kommt nicht von ungefähr, das Handy muss permanent mit Maximalleistung arbeiten.
Ich habe einen billigen, schlecht entstörten Verstärker zu Hause, in dem ich dieses Rattern höre, wenn das Handy sendet. In meiner alten Wohnung habe ich das so gut wie nie gehört, in meinem jetzigen Funkloch jedoch wesentlich öfter, weil das Telefon ständig die schlechte Verbindung prüfen und sich ggf. neu einbuchen muss.
Ich wette so einiges, dass die direkte Strahlenbelastung durch solche zu Höchstleistung genötigten Telefone überproportional höher ist, als ein Sendemast und viele auf Sparflamme sendende Handys. Der Mast steht schließlich auf dem Berg und ist weit genug von den Häusern entfernt. Aber die Taschen-Mirowellen hat jeder zu Hause in direkter Nähe.

Ich meine, wenn die meisten Leute so dumm sind, um zu kapieren, dass ein Handy eigentlich sinnlos ist, nur Geld kostet und außerdem beim Fortgehen aus Unterbringungsgründen stört, denen geschieht es ganz recht, wenn sie in ein paar Jahren die Folgen zu spüren bekommen.

Jaja, die Leute sind auch so dumm und haben nicht kapiert, dass das Auto eigentlich sinnlos ist und nur Geld kostet. Man kann ja auch zu Fuß gehen. Trotzdem sterben täglich zig Leute durch den Straßenverkehr.
Das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Das Wohl der Gemeinschaft steht vor dem Wohl des einzelnen Individuums.

In diesem Sinne,
Gag
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[1.1] m_maier antwortet auf Gag Halfrunt
04.01.2002 09:35
Das hat dann die Wirkung, dass weniger Antennenmasten aufgestellt werden, da sich die Anzahl der darauf zugreifenden Menschen verringert.

Das ist doch vollkommener Blödsinn. Es werden nicht mehr Masten aufgestellt, weil es mehr Handy-Benutzer gibt, sondern einzig und allein, um eine flächendeckende Netzabdeckung zu erreichen. Bei mehr Nutzern wird einfach die Kapazität der vorhandenen Sendeanlage aufgestockt.

Nicht nur. Es stimmt, dass oft auf bestehende Basisstationen zusätzliche Träger aufgeschaltet werden, der Trend geht aber eindeutig zu kleineren Zellen. Die alte grosse Zelle wirkt als "Umbrella-Zelle", die nur in "Notfällen" die Versorgung übernimmt, wenn gerade keine Mikrozelle in der Nähe ist, über die der Großteil des Verkehrs abgewickelt wird.

Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in Großformat.

Naja, nur dass das Schnitzel, selbst wenn man es auf die Basisstationsantenne drauflegt, völlig kalt bleibt.

... die in der Entfernung mit der dritten Potenz an Leistung verliert.

Im Fernfeld ist es nur die zweite Potenz, das reicht aber, dass es doch recht schnell abklingt.

Dein Haarfön produziert mehr elektromagnetische Wellen als jedes Handy. Im allgemeinen Störfeld Deines Haushalts ist die Leistung einer entfernten Mobilfunk-Station nicht mehr messbar.

Simmt nicht, das eine ist Niederfrequenz, das andere Hochfrequenz. Der Haushalts-Störnebel (der z.B. den Lang- und Mittelwellenempfang stört) reicht nicht in den Bereich von 1 GHz, in dem Handys arbeiten.

Ich meine, wenn die meisten Leute so dumm sind, um zu kapieren, dass ein Handy eigentlich sinnlos ist, nur Geld
kostet und außerdem beim Fortgehen aus
Unterbringungsgründen stört, denen geschieht es ganz recht, wenn sie in ein paar Jahren die Folgen zu spüren bekommen.

Tja. In der Tat müssten wir in 10-20 Jahren nochmal darueber diskutieren. Sind Schäden bis dahin erkennbar, freuen sich die einen, hat man bis dahin nichts gefunden, freuen sich die anderen, beide nach dem selben Motto: "Wir haben's ja schon immer gewusst!"

Marcus
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[1.1.1] Thomas B. antwortet auf m_maier
04.01.2002 14:11
ok, dann bin ich froh, dass ihr mich über die technischen Begebenheiten informiert habt.
Ich benutze schon ein handy, und das schon seit mehreren jahren.
ich finde der vergleich mit den autos hinkt, denn meiner meinung nach kann man auf das handy noch eher verzichten als auf das automobil.
und selbst wenn eine verringerung der strahlung durch eine abnahme von benutzern nicht zustande kommt, senkt es doch möglicherweiße vielleicht die kosten, denn dann müssen sich die telekommunikationsunternehmen gedanken machen, ob sie für sms oder hohe minutenpreise weiterhin zu viel verlangen könnten.

nun gut, ich finde, dass ein handy oft stört, und man kann und sollte es so selten wie nur möglich benutzen (um einer möglichen gefahr vorzubeugen).

in diesem sinne,

gruß

Thomas
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[1.1.1.1] fibrozyt antwortet auf Thomas B.
04.01.2002 20:38
Benutzer Thomas B. schrieb:
ok, dann bin ich froh, dass ihr mich über die technischen Begebenheiten informiert habt.
Ich benutze schon ein handy, und das schon seit mehreren jahren.
ich finde der vergleich mit den autos hinkt, denn meiner meinung nach kann man auf das handy noch eher verzichten als auf das automobil.

Das ist deine subjektive Meinung und muß nicht für alle gelten. Ich sehe das eher so: das Handy hat mir so manchen Weg mit dem Auto erspart. Jetzt könnte man argumentieren, das Handy hat die Umwelt geschont und somit den Menschen. Man kann sich eben aus allem was zusammstricken wenn man will.

und selbst wenn eine verringerung der strahlung durch eine abnahme von benutzern nicht zustande kommt, senkt es doch möglicherweiße vielleicht die kosten, denn dann müssen sich die telekommunikationsunternehmen gedanken machen, ob sie für sms oder hohe minutenpreise weiterhin zu viel verlangen könnten.

Das Argument kann man auch in die andere Richtung umdrehen. Wenn das stimmen sollte, dann müssten ja die Tarife steigen. Das tun sie aber nicht. Somit hinkt das Argument schon recht stark. Die Kosten werden doch wohl eher durch hohe Kundenzahlen gedrückt.


nun gut, ich finde, dass ein handy oft stört, und man kann und sollte es so selten wie nur möglich benutzen (um einer möglichen gefahr vorzubeugen).

Wer das will von mir aus. Es muß eben jeder für sich selbst entscheiden was er macht. Die größte Gefahr geht sicherlich von den Handys aus und nicht von den Sendeanlagen und da kann ja zum Glück jeder selbst entscheiden.


in diesem sinne,

gruß

Thomas
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[2] fibrozyt antwortet auf Thomas B.
04.01.2002 19:46
Benutzer Thomas B. schrieb:

Ich persöhnliche glaube daran, dass eine Gefahr 'von den Handys ausgeht' (grobverallgemeinert), vor allem vom zukünftigen UMTS. Denn die Leistung, die notwendig ist, um all diese wichtiges Features aufs Handy zu holen, ist immens.

Das ist falsch. Die Leistung hängt nicht mit der Bandbreite zusammen (siehe WLan).

Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in Großformat. Kann man nur hoffen, dass sich UMTS nicht durchsetzt, denn die Masten dafür werden alle hundert Meter aufgestellt aufgrund der erhofften Auslastung.

Auch völliger Quatsch. Je dichter das Netz, desto gleichmäßiger kann die Strahlung verteilt werden, d.h. es gibt weniger Spitzen (mal abesehen davon, daß die Strahlung schon jetzt verdammt gering ist im Vergleich zu anderen Strahlern, aber das will anscheinend keiner fressen). Des Weiteren wird bei UMTS vermutlich eine dynamische Leistung angeboten, d.h. der Sendemast strahlt stärker, wenn auf ihn zugegriffen wird. Somit werden z.B. nachts die Leistungen sehr niedrig sein. Mir wäre ein reines UMTS - Netz ehrlich gesagt lieber.


Ich meine, wenn die meisten Leute so dumm sind, um zu kapieren, dass ein Handy eigentlich sinnlos ist, nur Geld kostet und außerdem beim Fortgehen aus Unterbringungsgründen stört, denen geschieht es ganz recht, wenn sie in ein paar Jahren die Folgen zu spüren bekommen.

Es gibt inzwischen genug Leute, die ein Handy wirklich brauchen. Die Welt ist nun mal nicht mehr dieselbe wie vor 10 Jahren. Es ging in der Geschichte der Menschheit auch schon mal ohne Autos und jetzt hat jeder eines.


Denn bisher hat sich ja gezeigt, von selbst ändert sich nix, nur wenn das allerschlimmste passiert, kommt man ins grübeln und stellt sich um.

Wir werden es ja sehen....

Stimmt.
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[2.1] Kai Petzke antwortet auf fibrozyt
05.01.2002 01:39
Benutzer fibrozyt schrieb:

Das ist falsch. Die Leistung hängt nicht mit der Bandbreite zusammen (siehe WLan).

Es gilt in etwa folgender Zusammenhang:
benötigte Sendeleistung = Bitrate * Reichweite^2

Deswegen strahlen Fernsehsender trotz niedrigerer oder gleicher Reichweite wie Radiosender deutlich stärker. Und aus demselben Grund gibt es die schnellen Bitraten bei GPRS und HSCSD nur downstream, also von der Basisstation zum Handy.

WLAN kommt trotz hoher Bitrate mit sehr kleinen Leistungen aus, da die Reichweite gering ist.


Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in Großformat. Kann man nur hoffen, dass sich UMTS nicht durchsetzt, denn die Masten dafür werden alle hundert Meter aufgestellt aufgrund der erhofften Auslastung.

Auch völliger Quatsch. Je dichter das Netz, desto gleichmäßiger kann die Strahlung verteilt werden,

Na ja, "gleichmäßiger" wird die Sendeenergie nicht verteilt. Vielmehr geht: Je mehr Basisstationen, desto kürzer im Durchschnitt die Distanz zwischen Handy und Basisstation - und desto geringer die Energie, mit der beide senden.

Des Weiteren wird bei UMTS vermutlich eine dynamische Leistung angeboten, d.h. der Sendemast strahlt stärker, wenn auf ihn zugegriffen wird.

Das gilt bereits bei GSM. Unbenutzte Kanäle bleiben auch ohne Energie. Nur der Signalisierungskanal bleibt ständig "on air", denn den brauchen die Handys, um überhaupt die Basisstationen zu finden.

Somit werden z.B. nachts die Leistungen sehr niedrig sein. Mir wäre ein reines UMTS - Netz ehrlich gesagt lieber.

UMTS wird in der Weitverkehrsvariante (d.h. außerhalb von speziell versorgten Gebäuden wie zum Beispiel Messehallen oder Flughäfen) W-CDMA benutzen. Dieses verteilt die Sendeenergie über einen größeren Frequenzbereich, und ist außerdem im Gegensatz zu GSM nicht gepulst.

Bei den thermischen Effekten macht das aber keinen Unterschied. Thermische Effekte sind aber bei GSM ziemlich klein.

Bei den viel diskutierten, aber nicht bewiesenen, nichtthermischen Effekten könnte UMTS deutlich günstiger als GSM sein, da die maximalen Feldstärken deutlich kleiner sind.


Kai
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[2.1.1] fibrozyt antwortet auf Kai Petzke
05.01.2002 10:58
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer fibrozyt schrieb:

Das ist falsch. Die Leistung hängt nicht mit der Bandbreite
zusammen (siehe WLan).

Es gilt in etwa folgender Zusammenhang:
benötigte Sendeleistung = Bitrate * Reichweite^2

Deswegen strahlen Fernsehsender trotz niedrigerer oder gleicher Reichweite wie Radiosender deutlich stärker. Und aus demselben Grund gibt es die schnellen Bitraten bei GPRS und HSCSD nur downstream, also von der Basisstation zum Handy.

WLAN kommt trotz hoher Bitrate mit sehr kleinen Leistungen aus, da die Reichweite gering ist.


Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in
Großformat.
Kann man nur hoffen, dass sich UMTS nicht
durchsetzt,
denn die Masten dafür werden alle hundert Meter
aufgestellt
aufgrund der erhofften Auslastung.

Auch völliger Quatsch. Je dichter das Netz, desto gleichmäßiger kann die Strahlung verteilt werden,

Na ja, "gleichmäßiger" wird die Sendeenergie nicht verteilt. Vielmehr geht: Je mehr Basisstationen, desto kürzer im Durchschnitt die Distanz zwischen Handy und Basisstation - und desto geringer die Energie, mit der beide senden.

Das ist doch aber dann gleichmäßiger, weil ich die Spitzen in der Nähe der Basisstationen vermeide.


Des Weiteren wird bei UMTS vermutlich eine dynamische Leistung angeboten, d.h.
der Sendemast strahlt stärker, wenn auf ihn zugegriffen wird.

Das gilt bereits bei GSM. Unbenutzte Kanäle bleiben auch ohne Energie. Nur der Signalisierungskanal bleibt ständig "on air", denn den brauchen die Handys, um überhaupt die Basisstationen zu finden.

Somit werden z.B. nachts die Leistungen sehr niedrig sein. Mir
wäre ein reines UMTS - Netz ehrlich gesagt lieber.

UMTS wird in der Weitverkehrsvariante (d.h. außerhalb von speziell versorgten Gebäuden wie zum Beispiel Messehallen oder Flughäfen) W-CDMA benutzen. Dieses verteilt die Sendeenergie über einen größeren Frequenzbereich, und ist außerdem im Gegensatz zu GSM nicht gepulst.

Na dann her mit UMTS.


Bei den thermischen Effekten macht das aber keinen Unterschied. Thermische Effekte sind aber bei GSM ziemlich klein.

Um thermische Effekte brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Die sind in der Sauna sicher höher und das soll ja gesund sein.


Bei den viel diskutierten, aber nicht bewiesenen, nichtthermischen Effekten könnte UMTS deutlich günstiger als GSM sein, da die maximalen Feldstärken deutlich kleiner sind.

Das vermute ich auch.


Kai
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[2.1.2] Darauf muss man kommen
Telebald Bagger antwortet auf Kai Petzke
06.01.2002 16:59
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer fibrozyt schrieb:
Benutzer Thomas B. schrieb:

[...]

Diese Masten sind quasi die Mikrowelle in Großformat. Kann man nur hoffen, dass sich UMTS nicht durchsetzt, denn die Masten dafür werden alle hundert Meter aufgestellt aufgrund der erhofften Auslastung.

Auch völliger Quatsch. Je dichter das Netz, desto gleichmäßiger kann die Strahlung verteilt werden,

Na ja, 'gleichmäßiger' wird die Sendeenergie nicht verteilt. Vielmehr geht: Je mehr Basisstationen, desto kürzer im Durchschnitt die Distanz zwischen Handy und Basisstation - und desto geringer die Energie, mit der beide senden.

Demgegenüber immer noch schrecklich rückschrittlich sind die Stadtplaner, wenn sie den Durchgangsverkehr zu bündeln versuchen, anstatt ihn möglichst gleichmäßig auf die Straßen der Wohngebiete zu verteilen.

Dagegen war ich stets meiner Zeit weit voraus. Anlieferungspflichtigen Müll habe ich wo es ging in den nahen Wald gestellt und damit nicht nur eine ökonomische, sondern schwerpunktvermeidende und die Anrainer von Deponien entlastende Lösung verfolgt.

;-)
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[2.1.2.1] Kai Petzke antwortet auf Telebald Bagger
06.01.2002 17:07
Benutzer Telebald Bagger schrieb:

Vielmehr geht: Je mehr Basisstationen, desto kürzer im Durchschnitt die Distanz zwischen Handy und Basisstation
- und
desto geringer die Energie, mit der beide senden.

Demgegenüber immer noch schrecklich rückschrittlich sind die Stadtplaner, wenn sie den Durchgangsverkehr zu bündeln versuchen, anstatt ihn möglichst gleichmäßig auf die Straßen der Wohngebiete zu verteilen.

Die Strategie, möglichst viele Basisstationen aufzustellen, bewirkt, dass es gar keinen "Durchgangsverkehr" mehr gibt. Denn jedes Handy sucht sich ja die nächstgelegene Station.


Kai
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[2.1.2.1.1] Telebald Bagger antwortet auf Kai Petzke
06.01.2002 19:36
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer Telebald Bagger schrieb:

Vielmehr geht: Je mehr Basisstationen, desto kürzer im Durchschnitt die Distanz zwischen Handy und Basisstation
- und desto geringer die Energie, mit der beide senden.

Demgegenüber immer noch schrecklich rückschrittlich sind die Stadtplaner, wenn sie den Durchgangsverkehr zu bündeln versuchen, anstatt ihn möglichst gleichmäßig auf die Straßen der Wohngebiete zu verteilen.

Die Strategie, möglichst viele Basisstationen aufzustellen, bewirkt, dass es gar keinen 'Durchgangsverkehr' mehr gibt. Denn jedes Handy sucht sich ja die nächstgelegene Station.

War mein Fehler, mich auf fremdes Eis zu begeben. Ich wußte ja nicht, dass Funkwellen auf einer gedachten Linie zwischen Sender und Empfänger verlaufen und im Handy verschwinden ;-)

Für den Anwohner sind die Autos, die an seinem Anwesen vorbei und es nicht anfahren, der Durchgangsverkehr. Analog sind die Wellen, die sich in meinen Räumen aufhalten, ohne mit meinen Gesprächen moduliert zu sein, Durchgangsverkehr. Das sind fast alle Wellen aus einem und alle Wellen aus drei Netzen, für den handylosen Bevölkerungsteil alle Wellen aus vier Netzen.
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[2.1.2.1.1.1] Kai Petzke antwortet auf Telebald Bagger
06.01.2002 20:14
Benutzer Telebald Bagger schrieb:

Für den Anwohner sind die Autos, die an seinem Anwesen vorbei und es nicht anfahren, der Durchgangsverkehr.

Yep.

Analog sind die Wellen, die sich in meinen Räumen aufhalten, ohne mit meinen Gesprächen moduliert zu sein, Durchgangsverkehr.

Yep.

Das sind fast alle Wellen aus einem und alle Wellen aus drei Netzen, für den handylosen Bevölkerungsteil alle Wellen aus vier Netzen.

Yep.

Und die Summe der Intensitäten dieser Wellen, die Du als "Durchgangsverkehr" bezeichnest, sinkt, wenn die Basisstationen näher an der handynutzenden Bevölkerung sind. Denn dann senden sowohl die Handys als auch Basisstation entsprechend schwächer, weil die Verbindung besser ist.

Es bleibt also dabei: Möglichst viele Basissstationen zu installieren reduziert den Durchgangsverkehr.


Kai
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[2.1.2.1.1.1.1] Telebald Bagger antwortet auf Kai Petzke
07.01.2002 00:11
Benutzer Kai Petzke schrieb:

Und die Summe der Intensitäten dieser Wellen, die Du als 'Durchgangsverkehr' bezeichnest, sinkt, wenn die Basisstationen näher an der handynutzenden Bevölkerung sind. Denn dann senden sowohl die Handys als auch Basisstation entsprechend schwächer, weil die Verbindung besser ist.

Es bleibt also dabei: Möglichst viele Basissstationen zu installieren reduziert den Durchgangsverkehr.

Es kann nicht dabei bleiben.

1. Die Idee, etwas Fragwürdiges mit 'mehr davon' anzugehen, ist so beispiellos, dass mir einfach kein Beispiel einfällt. Obwohl vor einiger Zeit vom Strahlenskeptiker zum Handyfreund mutiert, mit allen kognitiven Folgeerscheinungen (bzw. wie der antennenbestückte Kirchturm über mir vom Fluch zum Standortvorteil wurde), gegenüber dieser Logik bin ich hilflos.

2. Vor mir liegt ein im D1-Netz eingebuchtes Handy. Als ich es Mitte 2000 erstand, zeigte es 3 von 4 Balken. Das war bis vor einer Woche so. Jetzt zeigt es alle 4 Balken, in der ganzen Wohnung. Vor mir liegt weiterhin ein im Eplus-Netz eingebuchtes Handy. Ich erstand es im Frühjahr 2001 mit einer Empfangsanzeige von 2-3 Balken in meiner Wohnung. Seit Mitte des Jahres zeigt es je nach Zimmer 3-4 Balken.
Ich wohne im Stadtkern einer von Anfang an gut versorgten Großstadt. Wenn die Zellen inzwischen kleiner geworden sind, dann dürfte die Empfangsleistung im Sinne Deiner Argumente mindestens nicht stärker geworden sein. Ist sie aber.

3. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Warum soll der Netzbetreiber seine Leistung herunterfahren? Damit 1000 Anrufer lokal oder 10.000.000 Anrufer global die Hotline anschwemmen mit der Frage, wo die Balken geblieben sind? Oder aus gesundheitspolitischer Verantwortung? Ach Gott.
Irgendwann habe ich in diesem Forum einmal gelesen, dass D1 seine Stationen übersteuert, obwohl die Sprachqualität darunter leidet. Warum auch immer. Das sind genau die richtigen Kandidaten für eine Annäherung an die untere Grenze der technisch machbaren Sendeleistung. Die drei anderen auch.

4. Unternehmen, mit denen selbst in ein geringfügiges Vertragsverhältnis einzutreten viele in diesem Forum nicht ohne den vorherigen Abschluß einer Rechtsschutzversicherung wagen, sollen auf der Grundlage von nicht mehr als einer Vermutung den unbeschränkten Standortausbau durch ein freiwilliges Entgegenkommen in bezug auf die Sendeleistung kompensieren? Kein schlechter Deal.
Viag macht in meiner Gegend Schlagzeilen, weil es ohne baurechtliche Genehmigung Sendemasten in Ortskernen erreichtet, dann einstweilige Verfügungen gegen die Abrissverfügung erwirkt und die Verfahren in der Sache sich voraussichtlich länger hinziehen als die Lebensdauer des Mastes.
Auch nicht gerade ein Kandidat für vorauseilendes gesundheitsfürsorgliches Verhalten.
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[2.1.2.1.1.1.1.1] Kai Petzke antwortet auf Telebald Bagger
07.01.2002 00:28
Benutzer Telebald Bagger schrieb:

2. Vor mir liegt ein im D1-Netz eingebuchtes Handy. Als ich es Mitte 2000 erstand, zeigte es 3 von 4 Balken. Das war bis vor einer Woche so. Jetzt zeigt es alle 4 Balken, in der ganzen Wohnung.

Folglich hat sich die Verbindung zu Deinem Netz verbessert. Wenn Du jetzt ein Gespräch aufbaust, wird dieses weniger Sendeenergie verwenden, als wenn da nur drei Balken währen. Das gilt auch, wenn Dein Nachbar telefoniert, der vermutlich vorher ebenfalls drei Balken hatte und vermutlich nun ebenfalls vier Balken hat.

Oder die anderen Leute, die gerade in Deiner Nähe telefonieren.

Die Folge: Weniger Durchgangsverkehr.

Beachte an dieser Stelle bitte: Wenn Du 100 Meter von einer Basisstation, aber nur 10 Meter von einem telefonierenden Nachbar weg bist, ist die Belastung durch den Nachbarn größer als die durch die Basisstation!

Diese Belastung ist durch die bessere Netzversorgung nun gesunken.

Vor mir liegt weiterhin ein im Eplus-Netz eingebuchtes Handy. Ich erstand es im Frühjahr 2001 mit einer Empfangsanzeige von 2-3 Balken in meiner Wohnung. Seit Mitte des Jahres zeigt es je nach Zimmer 3-4 Balken.

Selbe Logik wie zuvor.

3. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Warum soll der Netzbetreiber seine Leistung herunterfahren?

Um sich nicht selber zu stören. Nein, kein Witz. Es gibt nur eine sehr beschränkte Anzahl an Kanälen, die für GSM benutzt werden können. Innerhalb einer Stadt ist da ein Netzbetreiber ziemlich schnell dabei, sich selbst zu stören. Wenn er die Leistung runterfährt, sinkt diese Gefahr!

Das sind genau die richtigen Kandidaten für eine Annäherung an die untere Grenze der technisch machbaren Sendeleistung. Die drei anderen auch.

E-Plus ist nach unseren Erfahrungen derjenige, der am stärksten runterregelt. In der Folge gibt es am wenigsten Störungen, also die beste Sprachqualität, aber eben auch schlechte Inhouse-Versorgung.


Kai
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[2.1.2.1.1.1.1.2] franky antwortet auf Telebald Bagger
07.01.2002 20:11
Benutzer Telebald Bagger schrieb:
Benutzer Kai Petzke schrieb:

Und die Summe der Intensitäten dieser Wellen, die Du als 'Durchgangsverkehr' bezeichnest, sinkt, wenn die Basisstationen näher an der handynutzenden Bevölkerung sind.
Denn dann senden sowohl die Handys als auch Basisstation entsprechend schwächer, weil die Verbindung besser ist.

Es bleibt also dabei: Möglichst viele Basissstationen zu installieren reduziert den Durchgangsverkehr.

Es kann nicht dabei bleiben.


2. Vor mir liegt ein im D1-Netz eingebuchtes Handy. Als ich es Mitte 2000 erstand, zeigte es 3 von 4 Balken. Das war bis vor einer Woche so. Jetzt zeigt es alle 4 Balken, in der ganzen Wohnung. Vor mir liegt weiterhin ein im Eplus-Netz eingebuchtes Handy. Ich erstand es im Frühjahr 2001 mit einer Empfangsanzeige von 2-3 Balken in meiner Wohnung. Seit Mitte des Jahres zeigt es je nach Zimmer 3-4 Balken. Ich wohne im Stadtkern einer von Anfang an gut versorgten Großstadt. Wenn die Zellen inzwischen kleiner geworden sind, dann dürfte die Empfangsleistung im Sinne Deiner Argumente mindestens nicht stärker geworden sein. Ist sie aber.

Dein Handy ist als Anzeige der Empfansleistung der BTS ungefähr so gut geeigent wie ein Kochlöffel zum Wändestreichen (besserer Vergleich fiel mir spontan nicht ein, sorry.).
Da reicht es, wenn auf dem Gerät ne neue Firmware in der Zwischenzeit draufgespielt wurde oder du den Standort des Handys geringfügig veränderst. Oder wenn sich in bezug auf die Gebäude zwischen dir und der BTS irgendwas geändert hat. (Haus abgerissen und dadurch weniger Abschirmung usw.).
Da bei jedem Handy die Anzeige der "Balken" (=Schätzeisen für Amateurfunker) anders ist, kann man die Ergebniss auch nicht vergleichen, wahrscheinlich noch nicht einmal bei Handys des selben Herstellers (da unterschiedliche Antennentypen verbaut werden). außerdem erfolgt die "Balkenanzeige" softwaregesteuert, da kann dir der Hersteller irgendwas anzeigen, auch wenn du nur noch miesen Empfang hast.
Für mich hat diese Anzeige nur einen sehr geringen Aussagewert.

3. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Warum soll der Netzbetreiber seine Leistung herunterfahren? Damit 1000 Anrufer lokal oder 10.000.000 Anrufer global die Hotline anschwemmen mit der Frage, wo die Balken geblieben sind? Oder aus gesundheitspolitischer Verantwortung? Ach Gott. Irgendwann habe ich in diesem Forum einmal gelesen, dass D1 seine Stationen übersteuert, obwohl die Sprachqualität darunter leidet. Warum auch immer. Das sind genau die richtigen Kandidaten für eine Annäherung an die untere Grenze der technisch machbaren Sendeleistung. Die drei anderen auch.

Nicht alles, was hier im Forum steht, ist auch war. Hast du vielleicht ein Zitat oder den Forumsartikel parat?
Warum sollte D1 seine Stationen gezielt übersteuern? Braucht mehr Energie, und, wie du behauptest, geht die Sprachqualität runter. Außerdem laufen sie Gefahr, die Grenzwerte in ihrer derzeitigen Form zu überschreiten. Eigentlich bissl unlogisch, oder?

Und Balken auf dem Handydisplay sind zwar nett, ich glaube aber kaum, dass deswegen irgendjemand die Hotline anruft, solang man noch Empfang hat und Gespräche mit guter Qualität ablaufen. Siehe auch oben. ("Schätzeisen")

4. Unternehmen, mit denen selbst in ein geringfügiges Vertragsverhältnis einzutreten viele in diesem Forum nicht ohne den vorherigen Abschluß einer Rechtsschutzversicherung wagen, sollen auf der Grundlage von nicht mehr als einer Vermutung den unbeschränkten Standortausbau durch ein freiwilliges Entgegenkommen in bezug auf die Sendeleistung kompensieren? Kein schlechter Deal.

So schlecht sind zumindest die Verträge der Netzbetreiber nicht. Bei den Providern sieht es natürlich etwas anders aus (bin auch netztel-Geschädigter!).
Naja, wenn sie jetzt schon mehr Stationen aufbauen, können sie die später auch für UMTS benutzen. Da brauchen sie sie ja wahrscheinlich wohl´, wenn UMTS das halten soll, was uns immer so alles versprochen wird.

Viag macht in meiner Gegend Schlagzeilen, weil es ohne baurechtliche Genehmigung Sendemasten in Ortskernen erreichtet, dann einstweilige Verfügungen gegen die Abrissverfügung erwirkt und die Verfahren in der Sache sich voraussichtlich länger hinziehen als die Lebensdauer des Mastes.
Auch nicht gerade ein Kandidat für vorauseilendes gesundheitsfürsorgliches Verhalten.

Richtig so. Warum sollten die sich von irgendwelchen Bürgergruppen jetzt kleinmachen sollen? Warum ausgerechent VIAG, das ja wohl das kleinest Netz hat? Und wenn sie jetzt einwilligen würden, dann wäre UMTS zumindest in Teilen Deutschlands jetzt schon ein Flopp.

Franky
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[2.1.2.1.1.1.1.2.1] Telebald Bagger antwortet auf franky
08.01.2002 20:44
Benutzer franky schrieb:
Benutzer Telebald Bagger schrieb:
2. Vor mir liegt ein im D1-Netz eingebuchtes Handy. Als ich es Mitte 2000 erstand, zeigte es 3 von 4 Balken. Das war bis vor einer Woche so. Jetzt zeigt es alle 4 Balken, in der ganzen Wohnung. Vor mir liegt weiterhin ein im Eplus-Netz eingebuchtes Handy. Ich erstand es im Frühjahr 2001 mit einer Empfangsanzeige von 2-3 Balken in meiner Wohnung. Seit Mitte des Jahres zeigt es je nach Zimmer 3-4 Balken. Ich wohne im Stadtkern einer von Anfang an gut versorgten Großstadt. Wenn die Zellen inzwischen kleiner geworden sind,
dann dürfte die Empfangsleistung im Sinne Deiner Argumente mindestens nicht stärker geworden sein. Ist sie aber.

Dein Handy ist als Anzeige der Empfansleistung der BTS ungefähr so gut geeigent wie ein Kochlöffel zum Wändestreichen (besserer Vergleich fiel mir spontan nicht ein, sorry.).

Keine Frage. Für absolute Messungen völlig untauglich. Aber für Vergleiche dürfte es eingeschränkt tauglich sein: Mehr Balken, mehr Empfangsleistung - im Groben, denke ich mal. Wenn es anders wäre, könntest Du fast alles, was Nutzer über Netzdeckung hier geschrieben haben, und was sie auf ihren Fahrten durch die Lande herausgefunden haben, in den Müll tun.

Da reicht es, wenn auf dem Gerät ne neue Firmware in der Zwischenzeit draufgespielt wurde

Habe ich nicht, und es sind die gleichen Handys. Sonst hätte ich doch nicht darüber geschrieben.

oder du den Standort des Handys geringfügig veränderst.

Die Vergleiche bezogen sich auf meine Wohnräume, die ihren Standort nicht verändern.

Oder wenn sich in bezug auf die Gebäude zwischen dir und der BTS irgendwas geändert hat. (Haus abgerissen und dadurch weniger Abschirmung usw.).

Was Du nicht wissen kannst: Um mich herum herrscht weit und breit der Denkmalschutz, da wird nicht viel rückgebaut. Und ich wohne 'über den Dächern'. Im Vergleich zum Direkteinfall dürften hier Reflexion oder Abschirmung vernachlässigbar sein.

Da bei jedem Handy die Anzeige der 'Balken' (=Schätzeisen für Amateurfunker) anders ist, kann man die Ergebniss auch nicht vergleichen, wahrscheinlich noch nicht einmal bei Handys des selben Herstellers (da unterschiedliche Antennentypen verbaut werden). außerdem erfolgt die 'Balkenanzeige' softwaregesteuert, da kann dir der Hersteller irgendwas anzeigen, auch wenn du nur noch miesen Empfang hast. Für mich hat diese Anzeige nur einen sehr geringen Aussagewert.

Wie gesagt, jeweils ein und das selbe, unveränderte Handy. Die zwei Netzbetreiber, bei denen ich bin, haben danach ihre Leistung in jüngster Zeit innerstädtisch erhöht, und was ich jetzt auf den Displays sehe, ist selbst bei konservativer Betrachtung weit über Zufall.

Ich wollte ja auch nicht sagen, dass sich die Strahlungsquantität in der Summe (Handys plus Stationen) erhöht hat, sondern dass das Argument hinfällig ist, dass mit zunehmender Standortdichte die von den BTSen herkommende Intensität (punktuelle Immission konstanter Strahlung) abnimmt. Und nur darum ging es. Denn nur vor der Dauerbelastung durch die BTSsen fürchtet sich die Bevölkerung, nicht vor der fluktuierenden Handystrahlung.

3. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Warum soll der Netzbetreiber seine Leistung herunterfahren? Damit 1000 Anrufer lokal oder 10.000.000 Anrufer global die Hotline anschwemmen mit der Frage, wo die Balken geblieben sind? Oder aus gesundheitspolitischer Verantwortung? Ach Gott. Irgendwann habe ich in diesem Forum einmal gelesen, dass D1 seine Stationen übersteuert, obwohl die Sprachqualität darunter leidet. Warum auch immer. Das sind genau die richtigen Kandidaten für eine Annäherung an die untere Grenze der technisch machbaren Sendeleistung. Die drei anderen auch.

Nicht alles, was hier im Forum steht, ist auch war. Hast du vielleicht ein Zitat oder den Forumsartikel parat?

Finde ich nicht mehr.

Warum sollte D1 seine Stationen gezielt übersteuern? Braucht mehr Energie, und, wie du behauptest, geht die Sprachqualität runter. Außerdem laufen sie Gefahr, die Grenzwerte in ihrer derzeitigen Form zu überschreiten.

Oha. Wenn bloße Übersteuerung zur Überschreitung der Grenzwerte führen könnte, dann sind sie aber dicht dran. Ich dachte, sie seien um Zehnerpotenzen darunter?

Eigentlich bissl unlogisch, oder?

Und Balken auf dem Handydisplay sind zwar nett, ich glaube aber kaum, dass deswegen irgendjemand die Hotline anruft, solang man noch Empfang hat und Gespräche mit guter Qualität ablaufen. Siehe auch oben. ('Schätzeisen')

Ich glaube das schon. Schau Dich hier um, was die Gründe für einen Anruf bei der Hotline sind. Wenn die Empfangsanzeige dauerhaft runtergeht, muss ich annehmen, dass eine Basis ausgefallen ist (wenn der Betreiber nicht zuvor eine millionenschwere Aufklärung gestartet hat, die ohnehin nur bei einem Teil der Leute ankommt). Ich bin mal davon ausgegangen, dass in diesem Fall jeder zweite Kunde die Hotline anläuft. Laß es nur jeden fünften sein und ein paar, die sonderkündigen wollen, und das Center ist für Tage lahmgelegt.

4. Unternehmen, mit denen selbst in ein geringfügiges Vertragsverhältnis einzutreten viele in diesem Forum nicht ohne den vorherigen Abschluß einer
Rechtsschutzversicherung wagen, sollen auf der Grundlage von nicht mehr als einer Vermutung den unbeschränkten Standortausbau durch ein freiwilliges Entgegenkommen in bezug auf die Sendeleistung kompensieren? Kein schlechter Deal.

So schlecht sind zumindest die Verträge der Netzbetreiber nicht. Bei den Providern sieht es natürlich etwas anders aus (bin auch netztel-Geschädigter!).

Natürlich. Aber schau' Dich mal um, welche Verachtung man sich hier einhandelt, wenn man das Kleingedruckte nicht gelesen hat, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Bei dem großen Deal 'Standorte gegen Leistungsreduktion pro Standort', den einige hier für ausgemacht halten, wurde nicht einmal etwas unterschrieben. Noch weniger: es gibt noch nicht einmal eine Vereinbarung. Es gibt nur eine Vermutung, dass dem so sei. Nun, Kai und Marcus (m_maier, beide Beiträge parallel zu Dir) haben plausible Erklärungen, warum das so sein müsse. Der Physiker in mir ist damit zufrieden ;-)
Dem Kaufmann reicht es nicht.

Naja, wenn sie jetzt schon mehr Stationen aufbauen, können sie die später auch für UMTS benutzen. Da brauchen sie sie ja wahrscheinlich wohl´, wenn UMTS das halten soll, was uns immer so alles versprochen wird.

Es ging doch um die Konsequenzen daraus.

Viag macht in meiner Gegend Schlagzeilen, weil es ohne baurechtliche Genehmigung Sendemasten in Ortskernen erreichtet, dann einstweilige Verfügungen gegen die Abrissverfügung erwirkt und die Verfahren in der Sache sich voraussichtlich länger hinziehen als die Lebensdauer des Mastes.
Auch nicht gerade ein Kandidat für vorauseilendes gesundheitsfürsorgliches Verhalten.

Richtig so. Warum sollten die sich von irgendwelchen Bürgergruppen jetzt kleinmachen sollen? Warum ausgerechent VIAG, das ja wohl das kleinest Netz hat?

Ich lese auch oft diagonal. Nun, hier ging es darum, dass Viag einen Mast aufgestellt hat, ohne sich vorher die baurechtliche Genehmigung einzuholen. Die braucht man ab 10 Meter Masthöhe. Das hat mit Strahlung und Bürgerprotesten nichts zu tun. Das war genau an einer der bauhistorisch sensibelsten Stellen des Bundeslandes. Da Viag nicht das erste mal baut und eine Rechtsabteilung hat, ist von Vorsatz auszugehen. Als Bürger müßte ich dafür mit einem Ordnungsgeld von bis zu ca. 250.000 Euer rechnen.

Stell' Dir vor, Du machst nun, nachdem das bekannt ist, mit einer solchen Firma eine Vereinbarung auf kommunaler Ebene, über Standorte gegen Leistungsreduktion oder so, und die halten sich nicht dran. Stell' Dir vor, was Dir der Gemeinderat dann erzählen würde.

Und wenn sie jetzt einwilligen würden, dann wäre UMTS zumindest in Teilen
Deutschlands jetzt schon ein Flopp.
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[2.1.2.1.1.1.1.2.1.1] Kai Petzke antwortet auf Telebald Bagger
08.01.2002 21:34
Benutzer Telebald Bagger schrieb:

>Denn nur vor der
Dauerbelastung durch die BTSsen fürchtet sich die Bevölkerung, nicht vor der fluktuierenden Handystrahlung.

Auch die Belastung durch die BTS fluktuiert. Und für die meisten Teile der Bevölkerung ist die Belastung durch strahlende Handys in der Nähe größer als die Belastung durch BTS.

Warum sollte D1 seine Stationen gezielt übersteuern? Braucht mehr Energie, und, wie du behauptest, geht die Sprachqualität runter. Außerdem laufen sie Gefahr, die Grenzwerte in ihrer derzeitigen Form zu überschreiten.

Oha. Wenn bloße Übersteuerung zur Überschreitung der Grenzwerte führen könnte, dann sind sie aber dicht dran. Ich dachte, sie seien um Zehnerpotenzen darunter?

Überschritten werden bei Übersteuerung zunächst die Grenzwerte, mit denen GSM bzw. künftig UMTS senden darf, nicht die Grenzwerte für die Strahlenbelastung.

Bei dem großen Deal 'Standorte gegen Leistungsreduktion pro Standort', den einige hier für ausgemacht halten, wurde nicht einmal etwas unterschrieben.

Ich denke, Du hast auch nie einen Vertrag über Steuern oder Tempolimits auf der Autobahn unterschrieben ;-)

Gesetze gelten nun mal für alle, auch wenn manche davon einen Vorteil haben und BTS aufbauen dürfen, oder einen Nachteil davon haben und UMTS-Milliarden abdrücken müssen.

Gesetzänderungen sind bei Bedarf auf den üblichen Wegen (Poltik, Gerichte usw.) zu erreichen. Ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass demnächst BGH und vielleicht sogar Bundesgerichtshof zu den Strahlen entscheiden müssen.

Ich lese auch oft diagonal. Nun, hier ging es darum, dass Viag einen Mast aufgestellt hat, ohne sich vorher die baurechtliche Genehmigung einzuholen. Die braucht man ab 10 Meter Masthöhe. Das hat mit Strahlung und Bürgerprotesten nichts zu tun. Das war genau an einer der bauhistorisch sensibelsten Stellen des Bundeslandes. Da Viag nicht das erste mal baut und eine Rechtsabteilung hat, ist von Vorsatz auszugehen. Als Bürger müßte ich dafür mit einem Ordnungsgeld von bis zu ca. 250.000 Euer rechnen.

Auch Viag wird Ordnungsgeld zahlen müssen. Wenn sich durch den Mast eine wichtige Versorungslücke schließt, kann das Millionenumsätze bringen. Da juckt das Ordnungsgeld nicht so viel. Gut finde ich das aber nicht.


Kai
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[2.1.2.1.1.1.1.3] m_maier antwortet auf Telebald Bagger
08.01.2002 09:27
1. Die Idee, etwas Fragwürdiges mit 'mehr davon' anzugehen, ist so beispiellos, dass mir einfach kein Beispiel einfällt. Obwohl vor einiger Zeit vom Strahlenskeptiker zum Handyfreund mutiert, mit allen kognitiven Folgeerscheinungen (bzw. wie der antennenbestückte Kirchturm über mir vom Fluch zum Standortvorteil wurde), gegenüber dieser Logik bin ich hilflos.

Man kann einen Fussballplatz mit 4 grossen Flutlichttuermen ausleuchten. Oder man spannt ein Netz ueber den ganzen Platz mit lauter 60 Watt-Birnen dran (macht natuerlich keiner).

Fuer die Spieler auf dem Platz ist in beiden Faellen aehnlich viel Licht. Aber: Die uebergrosse Feldstaerke, wenn jemand direkt in die Flutlichtscheinwerfer hineinschaut, wird mit der zweiten Loesung vermieden, weil die Sendeleistung mehr "flächig" als punktförmig verteilt ist.

...und die vielen einzelnen 60-Watt-Birnen haben eben den Vorteil, dass man - im übertragenen Sinne - wesentlich mehr Verkehr damit bewaeltigen kann.


2. Vor mir liegt ein im D1-Netz eingebuchtes Handy. Als ich es Mitte 2000 erstand, zeigte es 3 von 4 Balken. Das war bis vor einer Woche so. Jetzt zeigt es alle 4 Balken, in der ganzen Wohnung. Vor mir liegt weiterhin ein im Eplus-Netz eingebuchtes Handy. Ich erstand es im Frühjahr 2001 mit einer Empfangsanzeige von 2-3 Balken in meiner Wohnung. Seit Mitte des Jahres zeigt es je nach Zimmer 3-4 Balken. Ich wohne im Stadtkern einer von Anfang an gut versorgten Großstadt. Wenn die Zellen inzwischen kleiner geworden sind, dann dürfte die Empfangsleistung im Sinne Deiner Argumente mindestens nicht stärker geworden sein. Ist sie aber.

Die allgemeine Feldstaerkereduzierung ist fuer denjenigen zu sehen, der meint, das Pech zu haben, direkt unter einer Basisstation zu sitzen.
Was nun schlimmer ist: Wenn einer unter einer starken Basisstation sitzt oder wenn viele Leute unter einen schwachen Basisstation sitzen, ist nicht zu sagen, weil es ja ueberhaupt noch nicht geklaert ist, ob es ueberhaupt schlimm ist, unter einer Basisstation zu sitzen...

3. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Warum soll der Netzbetreiber seine Leistung herunterfahren? Damit 1000

Dafuer gibt es einen einfachen Grund: Wie Wiederverwendbarkeit von Frequenzen. Frequenzen sind knapp und teuer, und der Netzbetreiber möchte dieselbe Frequenz ein paar km weiter weg erneut einsetzen. Daher soll nur die maximal noetige Sendeleistung verwendet werden. Mehr stoert nur die benachbarten Zellen.

Aber tatsaechlich scheint es je nach Netz Unterschiede zu geben, wie weit z.B. die Basisstation das Handy die Sendeleistung herunterfahren laesst.

Das waere doch mal ein Testszenario fuer eine Telekommunikations-Zeitschrift: Die tatsächliche "Belastung" eines Handybenutzers in Abhängigkeit vom verwendeten Mobilfunknetz messen, indem man die Sendeleistung des Handys aufzeichnet, wenn man z.B. 1 Stunde telefonierend durch die Innenstadt faehrt...

Ich habe sowieso das gesuendeste Netz: Mein Handy (E-Plus) macht nur alle 12 Stunden einen Location Update und nicht alle 30 Minuten wie andere Netze (D2) ;-)))

Marcus
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[2.1.2.1.1.1.1.3.1] Telebald Bagger antwortet auf m_maier
08.01.2002 20:08
Benutzer m_maier schrieb:

1. Die Idee, etwas Fragwürdiges mit 'mehr davon' anzugehen, ist so beispiellos, dass mir einfach kein Beispiel einfällt.
Obwohl vor einiger Zeit vom Strahlenskeptiker zum Handyfreund mutiert, mit allen kognitiven Folgeerscheinungen (bzw.
wie der antennenbestückte Kirchturm über mir vom Fluch zum Standortvorteil wurde), gegenüber dieser Logik bin ich hilflos.

Man kann einen Fussballplatz mit 4 grossen Flutlichttuermen ausleuchten. Oder man spannt ein Netz ueber den ganzen Platz mit lauter 60 Watt-Birnen dran (macht natuerlich keiner).

Fuer die Spieler auf dem Platz ist in beiden Faellen aehnlich viel Licht. Aber: Die uebergrosse Feldstaerke, wenn jemand direkt in die Flutlichtscheinwerfer hineinschaut, wird mit der zweiten Loesung vermieden, weil die Sendeleistung mehr 'flächig' als punktförmig verteilt ist.

Der Vergleich ist unfair, was schon daran deutlich wird, dass die Feldstärke beim Empfänger angesiedelt wird.

1. Die Netzhaut liegt in einer Höhlung, wodurch sie immer nur von einer Minderzahl der 60-Watt-Birnen überhaupt erreicht wird. Vom Flutlicht kriegt sie das gesamte lokale Immissionspotential ab. 2. Die vorgesetzte Linse bewirkt eine Fokussierung parallel einlaufender Lichtstrahlen in einem Brennpunkt. Lichtstrahlen aus einer punktförmigen Lichtquelle laufen parallel ins Auge. Einige Sehzellen werden dadurch unphysiologisch stark belastet, andere werden überhaupt nicht erreicht. Dagegen laufen Lichtstrahlen einer ausgedehnten Quelle nicht parallel ins Auge und werden daher in Ausdehnungsrichtung nicht in einem Punkt fokussiert.

Mit anderen Worten: Wenn die Netzhaut flächig ausgebreitet wäre, etwa an der Kopfoberfläche, dann wäre es ihr vollkommen egal, ob Flutlicht oder Birnennetz. Es käme ihr nur auf die lokal vorhandene Lichtintensität an, also genau darauf, wie hell das Spielfeld aufleuchtet (reflektiert). In genau dieser Situation befinden sich die Körperzellen gegenüber den Emittenten elektromagnetischer Wellen. Es kommt auf die lokale Immission an und sonst zunächst auf gar nichts.

...und die vielen einzelnen 60-Watt-Birnen haben eben den Vorteil, dass man - im übertragenen Sinne - wesentlich mehr Verkehr damit bewaeltigen kann.


2. Vor mir liegt ein im D1-Netz eingebuchtes Handy. Als ich es Mitte 2000 erstand, zeigte es 3 von 4 Balken. Das war bis vor einer Woche so. Jetzt zeigt es alle 4 Balken, in der ganzen Wohnung. Vor mir liegt weiterhin ein im Eplus-Netz eingebuchtes Handy. Ich erstand es im Frühjahr 2001 mit einer Empfangsanzeige von 2-3 Balken in meiner Wohnung. Seit Mitte des Jahres zeigt es je nach Zimmer 3-4 Balken. Ich wohne im Stadtkern einer von Anfang an gut versorgten Großstadt. Wenn die Zellen inzwischen kleiner geworden sind,
dann dürfte die Empfangsleistung im Sinne Deiner Argumente mindestens nicht stärker geworden sein. Ist sie aber.

Die allgemeine Feldstaerkereduzierung ist fuer denjenigen zu sehen, der meint, das Pech zu haben, direkt unter einer Basisstation zu sitzen.
Was nun schlimmer ist: Wenn einer unter einer starken Basisstation sitzt oder wenn viele Leute unter einen schwachen Basisstation sitzen, ist nicht zu sagen, weil es ja ueberhaupt noch nicht geklaert ist, ob es ueberhaupt schlimm ist, unter einer Basisstation zu sitzen...

Solange physiologische Wirkungen und folglich auch Schwelleneffekte unbekannt sind, geht es um die Frage, wie groß die gesamte Emission von einer, zwei, drei, vier... Basisstationen ist und wie groß die Immission in einem bestimmten Areal.

Nun, man könnte sich vielleicht auch darauf einigen, dass es bis dahin um gar nichts geht ;-)

3. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Warum soll der Netzbetreiber seine Leistung herunterfahren? Damit 1000

Dafuer gibt es einen einfachen Grund: Wie Wiederverwendbarkeit von Frequenzen. Frequenzen sind knapp und teuer, und der Netzbetreiber möchte dieselbe Frequenz ein paar km weiter weg erneut einsetzen. Daher soll nur die maximal noetige Sendeleistung verwendet werden. Mehr stoert nur die benachbarten Zellen.

Aber tatsaechlich scheint es je nach Netz Unterschiede zu geben, wie weit z.B. die Basisstation das Handy die Sendeleistung herunterfahren laesst.

Das waere doch mal ein Testszenario fuer eine Telekommunikations-Zeitschrift: Die tatsächliche 'Belastung' eines Handybenutzers in Abhängigkeit vom verwendeten Mobilfunknetz messen, indem man die Sendeleistung des Handys aufzeichnet, wenn man z.B. 1 Stunde telefonierend durch die Innenstadt faehrt...

Ich habe sowieso das gesuendeste Netz: Mein Handy (E-Plus) macht nur alle 12 Stunden einen Location Update und nicht alle 30 Minuten wie andere Netze (D2) ;-)))

Ich habe das ungesündeste Netz, weil ich in ihm mehr telefoniere als in jedem anderen ;-))
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[2.1.2.1.1.1.1.3.1.1] Kai Petzke antwortet auf Telebald Bagger
08.01.2002 21:43
Benutzer Telebald Bagger schrieb:

Man kann einen Fussballplatz mit 4 grossen Flutlichttuermen ausleuchten. Oder man spannt ein Netz ueber den ganzen Platz mit lauter 60 Watt-Birnen dran (macht natuerlich keiner).

Fuer die Spieler auf dem Platz ist in beiden Faellen aehnlich viel Licht. Aber: Die uebergrosse Feldstaerke, wenn jemand direkt in die Flutlichtscheinwerfer hineinschaut, wird mit der zweiten Loesung vermieden, weil die Sendeleistung mehr 'flächig' als punktförmig verteilt ist.

Mit anderen Worten: Wenn die Netzhaut flächig ausgebreitet wäre, etwa an der Kopfoberfläche, dann wäre es ihr vollkommen egal, ob Flutlicht oder Birnennetz. Es käme ihr nur auf die lokal vorhandene Lichtintensität an, also genau darauf, wie hell das Spielfeld aufleuchtet (reflektiert). In genau dieser Situation befinden sich die Körperzellen gegenüber den Emittenten elektromagnetischer Wellen. Es kommt auf die lokale Immission an und sonst zunächst auf gar nichts.

Einverstanden. Jetzt nehme aber mal einen Vogel, der in kleinem Abstand an dem Flutlichtmast durch den Strahl fliegt. Der merkt schon einen Unterschied :-)

Gerade die Spitzenbelastungen fallen durch das feinmaschige Netz mit den vielen BTS also weg.

...und die vielen einzelnen 60-Watt-Birnen haben eben den Vorteil, dass man - im übertragenen Sinne - wesentlich mehr Verkehr damit bewaeltigen kann.

Hier ist noch ein Aspekt dabei: Die 60-Watt-Birnen, die gerade nicht gebraucht werden, weil sich weder der Ball noch der Spieler noch irgendeine Begrenzungslinie in der Nähe findet, werden automatisch dunkler geschaltet. Folglich sinkt die Lichtintensität in den "dunklen" Teilen des Spielfeldes, wo gerade nicht gespielt wird (übertragen: telefoniert wird) deutlich.


Kai
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[2.1.2.1.1.1.1.3.1.1.1] Telebald Bagger antwortet auf Kai Petzke
09.01.2002 02:40
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer Telebald Bagger schrieb:
Benutzer m_maier schrieb:

Man kann einen Fussballplatz mit 4 grossen Flutlichttuermen ausleuchten. Oder man spannt ein Netz ueber den ganzen Platz mit lauter 60 Watt-Birnen dran (macht natuerlich keiner).

Fuer die Spieler auf dem Platz ist in beiden Faellen aehnlich viel Licht. Aber: Die uebergrosse Feldstaerke, wenn jemand direkt in die Flutlichtscheinwerfer hineinschaut, wird mit der zweiten Loesung vermieden, weil die Sendeleistung mehr 'flächig' als punktförmig verteilt ist.

Mit anderen Worten: Wenn die Netzhaut flächig ausgebreitet wäre, etwa an der Kopfoberfläche, dann wäre es ihr vollkommen egal, ob Flutlicht oder Birnennetz. Es käme ihr nur auf die lokal vorhandene Lichtintensität an, also genau darauf, wie hell das Spielfeld aufleuchtet (reflektiert). In genau dieser Situation befinden sich die Körperzellen gegenüber den Emittenten elektromagnetischer Wellen. Es kommt auf die lokale Immission an und sonst zunächst auf gar nichts.

Einverstanden. Jetzt nehme aber mal einen Vogel, der in kleinem Abstand an dem Flutlichtmast durch den Strahl fliegt. Der merkt schon einen Unterschied :-)

Ja. Aber dem Vogel, der weiter entfernt vorbeikommt, geht es dafür umso besser, wenn er dort wenig Netz hat :-)

In der Summe mag sich das mehr oder weniger ausgleichen (vorbehaltlich der tatsächlichen physiologischen Parameter), vielleicht sogar weniger (was hier strittig ist).

Der Vogel kommt da oder dort zufällig vorbei, der Mensch nicht. Bei Flutlicht kann er weglaufen oder wegschauen. Unter dem homogenen Netz kann er nur noch darüber nachdenken, ob er es gerne heller oder dunkler haben würde, herbeiführen kann er nichts von beidem.

Wenn es wenige starke BTSsen gibt, kann er langfristig wählen, wo er wohnen will. Wenn sie immer näher kommen, hat er keine Wahl. Denken und Handeln haben nichts mehr miteinander zu tun. Damit ist die Freiheit weg.

Wenn die Flächendeckung erreicht ist, könnte es politisch klüger sein, nicht mehr weiter zu verdichten. Vielleicht auch zu unserem Vorteil. Einfaches Beispiel: Wenn ich mir die Tagespresse anschaue, dann verdichten sich die Berichte über Strahlung, Bürgerbegehren und die verständnisvollen Politiker schneller als die Standorte der BTSsen, sozusagen. Die Bayern hatten den schnellsten Riecher dafür, wie man Wählerstimmen sammelt, und der Ruf des Vorreiters wird ihnen bleiben. Wenn der Zug mit diesem Tempo in diese Richtung weiter rollt, dann fürchte ich, dass die Perle unter den Netzbetreibern die volle Deckung nicht mehr durchsetzen kann.

Auch ein feinmaschiges Netz kann die, die es haben wollen, dafür nicht entschädigen.

Gerade die Spitzenbelastungen fallen durch das feinmaschige Netz mit den vielen BTS also weg.
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[2.1.2.2] joe-rgb antwortet auf Telebald Bagger
06.01.2002 21:31
Benutzer Telebald Bagger schrieb:
Benutzer Kai Petzke schrieb:
<snip>
Je mehr Basisstationen, desto kürzer im Durchschnitt die Distanz zwischen Handy und Basisstation
- und desto geringer die Energie, mit der beide senden.

OT:
Demgegenüber immer noch schrecklich rückschrittlich sind die Stadtplaner, wenn sie den Durchgangsverkehr zu bündeln versuchen, anstatt ihn möglichst gleichmäßig auf die Straßen der Wohngebiete zu verteilen.

Diese Verkehrsplaner (wo?) sind offenbar intelligenter als Du. Sie wissen, dass durch weniger Kreuzungen der Straßenverkehr flüssiger läuft. Es ist manchmal paradox: Obwohl man einen Umweg fahren muss, ist man schneller da. Den Verkehr durch alle Nebenstraßen zu leiten ist sinnlos, das würde bei hohem Verkehrsaufkommen an den vielen Kreuzungen zu chaotischen Verhältnissen führen.


Dagegen war ich stets meiner Zeit weit voraus.

<snip> (dummes Geschwätz)