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Bescheuert


24.05.2017 08:46 - Gestartet von thenwn
Spotify hat für Stream On nicht zu zahlen, also den Dienst eines ISP für Werbezwecke zu instrumentalisieren, halte ich für dreist. Wer hätte das den Skandinaviern zugetraut? Nun gut, Apple haben sie ja auch schon versucht zu hintergehen (Stichwort: App Store und In-App-Käufe).
Wenn man das Free-Angebot von Spotify nicht mehr anbieten WILL weil es unlukrativ ist, soll man imho die Courage haben, es direkt einzustellen.
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[1] Mister79 antwortet auf thenwn
24.05.2017 10:53
Benutzer thenwn schrieb:
Spotify hat für Stream On nicht zu zahlen, also den Dienst eines ISP für Werbezwecke zu instrumentalisieren, halte ich für dreist. Wer hätte das den Skandinaviern zugetraut? Nun gut, Apple haben sie ja auch schon versucht zu hintergehen (Stichwort: App Store und In-App-Käufe).
Wenn man das Free-Angebot von Spotify nicht mehr anbieten WILL weil es unlukrativ ist, soll man imho die Courage haben, es direkt einzustellen.

Ich persönliche sehe viel mehr das die Telekom sich daran stört das der kostenlose Zugang zu Spotify nicht über StreamOn laufen soll. Hier selektiert der Magenta also jetzt... Ganz toll... Neutral und so

Die Telekom verkauft die Sache doch so, man stellt einen Antrag und die Telekom prüft auf Relevanz des Dienstes. Allein hier sehe ich schon das Problem. Die Telekom entscheidet also was relevant ist und was nicht. Somit scheint die Telekom auch zu entscheiden das ein kostenloses Abo bei Spotify nicht als relevant gilt. Wie sieht die Relevanz denn aus? Kundenzahl beim Dienst, Einnahmen beim Dienst? Welche Qualität ist kostenlos in diesem Fall? Bei YouTube ist es ja SD, außer beim Mega super Duper High End Magenta Gedöns. Wäre also Spotify in diesem Fall nur auf der schlechtesten Qualität kostenlos im Datenvolumen?

Zusätzlich funktioniert es ja nur mit den Original Apps. Hörbuchfreunde werden die Spotify App sicher jetzt viel mehr lieb haben als vorher, nur weil das Datenvolumen in diesem Fall nicht angerechnet wird? Blödsinn, der Dienst ist kostenlos im Volumen und ob ich den Dienst über die App oder eine Drittanbieter nutze... Zusätzlich scheint die Telekom ja noch Probleme zu haben, gerade was das erkennen und verrechnen betrifft. Auch hier scheint es wieder Gerätehersteller abhängig zu sein. Hatte Teltarif dazu nicht einen Bericht geschrieben? Windows Phone soll ja Probleme haben. Klar, diese Apps werden sicher auch nicht mehr angepasst. Somit hat der User das Problem, obwohl nach den Richtlinien alles erfüllt ist.
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[1.1] CaliforniaSun86 antwortet auf Mister79
24.05.2017 13:09
Benutzer Mister79 schrieb:
Benutzer thenwn schrieb:
Spotify hat für Stream On nicht zu zahlen, also den Dienst eines ISP für Werbezwecke zu instrumentalisieren, halte ich für dreist. Wer hätte das den Skandinaviern zugetraut? Nun gut, Apple haben sie ja auch schon versucht zu hintergehen (Stichwort: App Store und In-App-Käufe).
Wenn man das Free-Angebot von Spotify nicht mehr anbieten WILL weil es unlukrativ ist, soll man imho die Courage haben, es direkt einzustellen.

Ich persönliche sehe viel mehr das die Telekom sich daran stört das der kostenlose Zugang zu Spotify nicht über StreamOn laufen soll. Hier selektiert der Magenta also jetzt... Ganz toll...
Neutral und so


Was begründet deine Sicht, dass die Telekom das nicht will und nicht Spotify?
Klingt irgendwie nicht logisch das die Telekom ein Problem damit haben sollte ..
Spotify hingegen wäre nachvollziehbar und logisch begründet.
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[1.2] cosmo1987 antwortet auf Mister79
24.05.2017 13:21
Ähm ich verstehe das anders.
Spotify wollte Premium bei StreamOn inkludieren und den kostenfreien Zugang nicht.
Die Telekom sagt, ganz oder gar nicht und das finde ichs chons ehr neutral und fair. Genauso soll es ja auch sein.

Und ich denke die Geschichte mit der Prüfung bezieht sich auf den technischen Aspekt.


Benutzer Mister79 schrieb:
Benutzer thenwn schrieb:
Spotify hat für Stream On nicht zu zahlen, also den Dienst eines ISP für Werbezwecke zu instrumentalisieren, halte ich für dreist. Wer hätte das den Skandinaviern zugetraut? Nun gut, Apple haben sie ja auch schon versucht zu hintergehen (Stichwort: App Store und In-App-Käufe).
Wenn man das Free-Angebot von Spotify nicht mehr anbieten WILL weil es unlukrativ ist, soll man imho die Courage haben, es direkt einzustellen.

Ich persönliche sehe viel mehr das die Telekom sich daran stört das der kostenlose Zugang zu Spotify nicht über StreamOn laufen soll. Hier selektiert der Magenta also jetzt... Ganz toll...
Neutral und so


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[1.3] spezi10 antwortet auf Mister79
24.05.2017 18:48
Benutzer Mister79 schrieb:

Die Telekom verkauft die Sache doch so, man stellt einen Antrag und die Telekom prüft auf Relevanz des Dienstes. Allein hier sehe ich schon das Problem. Die Telekom entscheidet also was relevant ist und was nicht. Somit scheint die Telekom auch zu entscheiden das ein kostenloses Abo bei Spotify nicht als relevant gilt.

Deine Logik hat hier einen Vorzeichenfehler. Wenn die Telekom nur Spotify Premium für StreamOn akzeptieren wollte, und das kostenlose Abo nicht berücksichtigen wollen würde, dann könnte man zumindest darüber spekulieren. Aber die Telekom will ja auch den kostenlosen Dienst über StreamOn laufen lassen - von "nicht für relevant halten" also keine Spur.

Wenn die Informationen von Teltarif stimmen, dann geht es hier aber vermutlich weniger um Relevanz, sondern um Klarheit. Wenn Spotify bei StreamOn dabei ist, dann soll es eben auch bei jeder Spotify-Nutzung so sein - und nicht noch von anderen Faktoren abhängen.

Und solange Spotify auch noch technisch die Streams nicht trennen kann, ist der Rest sowieso nur eine theoretische Überlegung.
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[1.4] spezi10 antwortet auf Mister79
27.05.2017 11:26
Benutzer Mister79 schrieb:

Die Telekom verkauft die Sache doch so, man stellt einen Antrag und die Telekom prüft auf Relevanz des Dienstes. Allein hier sehe ich schon das Problem. Die Telekom entscheidet also was relevant ist und was nicht.

So, jetzt habe ich mir auch mal die Vertragsbedingungen angeschaut:
https://www.telekom.de/hilfe/mobilfunk-mobiles-internet/mobiles-internet-e-mail/streamon/allgemeine-geschaeftsbedingungen.pdf

Was "Relevante Inhalte" sind, wird unter Punkt 1.6 definiert:

"„Relevante Inhalte“ bezeichnet (a) alle (d.h. den gesamten Ka-
talog der) Audio-Inhalte des Streaming-Dienstes, wenn der 2.2 Content-Partner am Zero-Rating-Angebot in der Audio- Kategorie teilnimmt (siehe Paragraph 5.2 a unten),"

usw. entsprechend für die Video-Kategorie und die gemischte Video-/Audio-Kategorie.

"Relevante Inhalte" bezeichnet also nichts anderes als die Inhalte, die von der Volumenanrechnung ausgenommen sind (die also für das Zero-Rating "relevant" sind). Nebenbei scheint die Definition auch auszusagen, dass immer der gesamte Audio- oder Videokatalog "relevant" ist, die der Content-Anbieter anbietet. Anbieter können also nicht nur einen Teil ihres Angebots vom Zero-Rating ausnehmen lassen.

Von einer "Relevanzprüfung" im Sinne von "wir prüfen, ob der Anbieter überhaupt 'relevant' genug ist" ist aber nicht die Rede.