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weil in D zu viele eine Flat unbegrenzt nutzen würden?


21.05.2017 10:31 - Gestartet von trzuno
In Deutschland würden wohl zu viele Kunden eine Flatrate tatsächlich möglichst unbegrenzt nutzen wollen. d.h. Festnetzanschluss kündigen und Filesharing, 4k Video Downloads usw. künftig nur noch über den Mobilfunkanschluss durchführen.

Experimente mit unbegrenzten Flatrates hat es hierzulande ja von Vodafone schon gegeben. Zuerst bei der LTE Enführung, wo anfangs die Drossel nicht aktiv war, und letzten Dezember (?) wo es massig Gratisvolumen für ein paar Monate gab.

Irgendwie hatten diese Experimente aber wohl nie als Ergebnis, dass die Einführung einer günstigen unbegrenzten Flatrate problemlos möglich ist.
Jedenfalls hat Vodafone so etwas nicht eingeführt, was sie bei einem positiven Ergebnis des Experimentes wohl gemacht hätten.

Es gab wohl doch zu viele Engpässe im Netz und Beschwerden von Kunden über ein zu langsames Netz.

Bleibt nur noch die Hoffnung, dass mit 5G dann die Netzkapazitäten so stark anwachsen, dass Engpässe deutlich unwahrscheinlicher werden.
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[1] postb1 antwortet auf trzuno
21.05.2017 10:54
Benutzer trzuno schrieb:
In Deutschland würden wohl zu viele Kunden eine Flatrate tatsächlich möglichst unbegrenzt nutzen wollen. d.h. Festnetzanschluss kündigen und Filesharing, 4k Video Downloads usw. künftig nur noch über den Mobilfunkanschluss durchführen.

Ob denn das Nutzungsverhalten in NL und D tatsächlich so unterschiedlich ist? Warum sollte das von dir beschriebene Szenario nicht auch für NL zutreffen?
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[1.1] bholmer antwortet auf postb1
21.05.2017 16:33

einmal geändert am 21.05.2017 16:37
Benutzer postb1 schrieb:
Benutzer trzuno schrieb:
In Deutschland würden wohl zu viele Kunden eine Flatrate tatsächlich möglichst unbegrenzt nutzen wollen. d.h. Festnetzanschluss kündigen und Filesharing, 4k Video Downloads usw. künftig nur noch über den Mobilfunkanschluss durchführen.

Ob denn das Nutzungsverhalten in NL und D tatsächlich so unterschiedlich ist? Warum sollte das von dir beschriebene Szenario nicht auch für NL zutreffen?

Wie wäre es denn mit einer Fair Use Flatrate, die Poweruser ausschließt aber einen durchschnittlichen User niemals an die Drosselgrenze bringt. Das wäre sicher für die Netze tragbar.
Davon mal abgesehen, auch das Internetfestnetz ist ein Shared Medium. Sei es DSL sei es Kabel. Wobei man bei DSL noch am wenigsten davon merkt. Aber kein Netzbetreiber würde sein Backbonenetz so ausbauen, dass alle Kunden gleichzeitig überallhin eine Verbindung mit maximaler Geschwindigkeit aufbauen können. Beim Mobilfunk ist nur der Flaschenhals die Mobilfunkstrecke.

Die Allnetflats funktionieren doch auch. Würde auch nicht gehen, wenn jeder Kunde gleichzeitig dauertelefoniert.

Der 10 GB Test für Prepaidkunden im Vodafonenetz läuft ja noch. Bin gespannt was sich da noch tut als Antwort auf StreamOn und O2Free. Der Gigacube kann es ja wohl nicht sein.
Wobei der Monatspreis für den Gigacube schon einen Eindruck vermittelt, für welchen Preis ein Netzbetreiber 50 GB im Monat wirtschaftlich zur Verfügung stellen kann, ein Datenvolumen, dass man mobil kaum verballern kann, wenn man es nicht gerade als Festnetzersatz verwendet.
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[1.1.1] trzuno antwortet auf bholmer
22.05.2017 08:41
Benutzer bholmer schrieb:
Benutzer postb1 schrieb:
Benutzer trzuno schrieb:
In Deutschland würden wohl zu viele Kunden eine Flatrate tatsächlich möglichst unbegrenzt nutzen wollen. d.h. Festnetzanschluss kündigen und Filesharing, 4k Video Downloads usw. künftig nur noch über den Mobilfunkanschluss durchführen.

Ob denn das Nutzungsverhalten in NL und D tatsächlich so unterschiedlich ist? Warum sollte das von dir beschriebene Szenario nicht auch für NL zutreffen?

Wie wäre es denn mit einer Fair Use Flatrate, die Poweruser ausschließt aber einen
durchschnittlichen User niemals an die
Drosselgrenze bringt.

Der durchschnittliche Verbrauch im letzten Jahr lag bei Festnetz Internet bei ca. 35-40 GB pro Monat.

Wäre also 60 GB eine faire Drosselgrenze? Oder 80 GB?
80 GB wären ja sogar das doppelte vom Durchschnittswert.

Jemand der viel Streaming nutzt kann über solche Werte aber nur lachen/weinen. Bei mir liegt der monatliche Verbrauch durch Streaming eher bei 300 GB und ich streame im Schnitt höchstens 2-3 Stunden pro Tag.

Davon mal abgesehen, auch das Internetfestnetz ist ein Shared Medium. Sei es DSL sei es Kabel.

Es kommt auch darauf an wo im Netz die Einschränkung / Überbuchung stattfindet.

Wenn das wie bei DSL irgendwo im Backbone stattfindet, dann kann der Backbone jederzeit problemlos in der Kapazität erweitert werden, um den Engpass zu beseitigen. Meist reicht schon ein neueres Endgerät für die Glasfaser mit mehr Wellenlängen.

Wenn das aber auf dem letzten Wegstück zum Endkunden stattfindet, dann kann die Kapazität üblicherweise nicht einfach und schnell erhöht werden.

Bei Kabel müssten neue Kopfstationen dichter am Kunden gebaut werden, um so kleinere Segmente mit weniger Nutzern zu schaffen. = Erdarbeiten, Glasfaser verlegen, usw.

Bei Mobilfunk müssten entweder Funkzellen verkleinert werden, also mehr Sendemasten aufgestellt werden, was häufig an Bürgerinitiativen scheitert, oder aber mehr Frequenzen genutzt werden, falls der Provider denn noch ungenutzte Frequenzen hat und deren Reichweite von den bestehenden Funkmasten auch ausreicht. Im ländlichen Bereich ist die Entfernung oft zu groß zum Nutzen der sehr hohen Frequenzen.


Die Allnetflats funktionieren doch auch.
Würde auch nicht gehen, wenn jeder Kunde gleichzeitig dauertelefoniert.

Man kann seinen PC auch ohne eigene Anwesenheit rund-um-die-Uhr laufen lassen und Daten übertragen. zB Downloads, Filesharing, Serverbetrieb, Backups, ....

Beim telefonieren muss man hingegen dabei sein.
Wer arbeitet wird daher wohl kaum den ganzen Tag eine Dauer-Quassel-Verbindung mit einem Freund aufrecht erhalten.
Nur sehr wenige dürften wohl 10h oder mehr pro Tag telefonieren.

Wobei der Monatspreis für den Gigacube schon einen Eindruck vermittelt, für welchen Preis ein Netzbetreiber 50 GB im Monat wirtschaftlich zur Verfügung stellen kann, ein Datenvolumen,
dass man mobil kaum verballern kann, wenn man es nicht gerade als Festnetzersatz verwendet.

Im Prinzip zielt der wohl genau auf den "Normalverbraucher" ab, der halt pro Monat im Schnitt weniger verbraucht.

Für Streamer reicht das Volumen hingegen kaum aus.
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[1.2] Marty McFly antwortet auf postb1
21.05.2017 16:39
Benutzer postb1 schrieb:
Ob denn das Nutzungsverhalten in NL und D tatsächlich so unterschiedlich ist? Warum sollte das von dir beschriebene Szenario nicht auch für NL zutreffen?

Weil die Niederländer die deutsche "Geiz ist geil" Mentalität nicht haben.
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[1.2.1] Tom85 antwortet auf Marty McFly
21.05.2017 21:07
Benutzer Marty McFly schrieb:

Weil die Niederländer die deutsche "Geiz ist geil" Mentalität nicht haben.

Naja, diese Geiz-ist-Geil Mentalität wird von unseren Konzernen doch so vorgelebt. Warum sollte ich gegenüber einem Telekommunikationskonzern versuchen besonders "nett" zu sein und schön brav verfügbares Volumen nicht als DSL-Ersatz nutzen, wo die Konzerne doch selbst immer geizig ohne Ende sind. Beispiele gefällig:

- Auslagerung von Tätigkeiten nach Indien & Osteuropa, weil man dort nicht so viel bezahlen muss
- Mitarbeiterentlassungen bei gleichzeitig signifikanter Erhöhung der Vorstandsgehälter

Man kann der Meinung sein, dass man aus "Fairness" gegenüber der Wirtschaft und einzelnen Firmen vielleicht gewisse Dinge nicht macht. Diese Art von "Fairness" würde ich dann aber auch von Konzernen erwarten. Und dort herrscht gerade auf den Vorstandsetagen eben jene angesprochene "Geiz-ist-Geil" Mentalität vor, die mich als Kunden eben auch jede Hemmung verlieren lässt, möglichst viel aus dem Konzern herauszuholen.
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[1.2.2] sushiverweigerer antwortet auf Marty McFly
22.05.2017 07:23

Weil die Niederländer die deutsche "Geiz ist geil" Mentalität nicht haben.

Die Deutschen werden ja auch mehr abgezockt (Mobilfunktarife, Medikamente, Autos, Strom, Miete etc.), da muss man an anderer Stelle sparen.
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[1.2.2.1] Whoami antwortet auf sushiverweigerer
22.05.2017 08:17
Zieht doch einfach in solch ein Land in dem Milch und Honig fließen und Mobiles Internet nen Appel und nen Ei kostet. Hier wird an jeder Stelle über Deutschland und seine ach so sch**? Firmen und Politik gejammert. Aber hey, moment, da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Deutschland ist das Land in dem Milch und Honig fließen. Und den Appel und das Ei bekommt ihr sogar noch geschenkt. Schließlich ist Deutschland das Sozialleistungsland Nummer 1 weltweit. Alle wollen hierhin nur die Deutschen anscheinend nicht. Wo gibt sonst im Vergleich so viel Geld fürs Nichtstun wie hier. Kein Job, kein Problem, hier bekommste Stütze, Unterhaltszuschuß, Wohngeld, und das dolle ist du musst nicht mal arbeiten! Das einzige was der deutsche Michel machen kann ist jammern jammern jammern, es ist doch was er am besten kann. Helden der Kreisklasse seid ihr, mehr nicht!
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[1.2.2.1.1] oliloli antwortet auf Whoami
25.05.2017 07:19
Whoami

Ja, alle wollen nach Deutschland. Aber bitte differenzieren. Wirst du als deutscher in Deutschland bedürftig, bspw weil deine Frau dich besc***sen hat und du mit den beiden Kindern daheim bleiben musst, deinen seit 20 Jahren geliebten Job als Schichtleiter nimmer nachgehen kannst - dann tut der deutsche Staat (von dem du sagst hier fließt Milch und honig) genau was für dich?

Wo unterstützt er dich mit Kindergarten oder ausreichend geld für Miete und essen?

Wo hilft er durch aktive Betreuungsangebote für alleinerziehende Väter?

N shice macht er. Die kohle, die du 20 Jahre zuvor in alle sozialkassen eingezahlt hast wird woanders versenkt. Und für diese Neuankömmlinge und insb deren betreuungsFIRMEN wird die Kohle nur so rausgehauen.

Und da ist das Problem,auch im.mobilfunkbereich. die Kosten sind so hoch und die Leistungen so niedrig weil die Firmen an uns verdienen. Und der Staat reguliert nicht genug. In GB und Ö klappt das wie in NL scheinbar besser mit den regtp


Benutzer Whoami schrieb:
Zieht doch einfach in solch ein Land in dem Milch und Honig fließen und Mobiles Internet nen Appel und nen Ei kostet. Hier wird an jeder Stelle über Deutschland und seine ach so sch**? Firmen und Politik gejammert. Aber hey, moment, da beißt sich doch die Katze in den Schwanz. Deutschland ist das Land in dem Milch und Honig fließen. Und den Appel und das Ei bekommt ihr sogar noch geschenkt. Schließlich ist Deutschland das Sozialleistungsland Nummer 1 weltweit. Alle wollen hierhin nur die Deutschen anscheinend nicht. Wo gibt sonst im Vergleich so viel Geld fürs Nichtstun wie hier. Kein Job, kein Problem, hier bekommste Stütze, Unterhaltszuschuß, Wohngeld, und das dolle ist du musst nicht mal arbeiten! Das einzige was der deutsche Michel machen kann ist jammern jammern jammern, es ist doch was
er am besten kann. Helden der Kreisklasse seid ihr, mehr nicht!
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[2] klatuu antwortet auf trzuno
25.05.2017 11:22
Benutzer trzuno schrieb:
In Deutschland würden wohl zu viele Kunden eine Flatrate tatsächlich möglichst unbegrenzt nutzen wollen. d.h. Festnetzanschluss kündigen und Filesharing, 4k Video Downloads usw. künftig nur noch über den Mobilfunkanschluss durchführen.

Hier geht die Diskussion wieder mal in die falsche Richtung und ihr fallt auf die Logik der deutschen Internetanbieter herein.

Die "Bits" kosten die Firmen so gut wie nichts, es ist also völlig egal, ab ein Nutzer pro Monat 100 MB verbrät oder 100 GB....
Das Problem sind alleine die Engpässe in der möglichen Maximalbandbreite, dafür muss die Infrastruktur ausgelegt sein.
In den skandinavischen Ländern geht man anders vor, dort gibt es Mobilfunktarife deren Preise gestaffelt nach der Bandbreite sin, also 1Mbit/s oder 50 Mbit/s oder 150 Mbit/s.... die Datenmenge ist aber Wurscht, denn für einen Maximalansturm, z.B. am Monatsanfang, wenn noch keine Drossel zuschlägt, muss das Netz der Telekom auch entworfen sein.
Angebote wie das aktuelle Stream-On sind eine absolute Unverschämtheit !
Denn hier will man künstlich Produkte generieren und die Kunden ausnehmen für Probleme, die man künstlich erschaffen hat (Drossel).