Diskussionsforum
  • 09.05.2017 20:25
    einmal geändert am 09.05.2017 20:27
    IMHO schreibt

    Das ist ja das Mindeste, das man vom größten Netzbetreiber erwartet

    Natürlich hat der Mobilfunkbetreiber mit den meisten Kunden den größten Datendurchsatz und kann sich dann "wir haben das größte Netz" nennen. Nur hat das dann nichts mit der geometrischen Größe des Netzes zu tun. Hinlänglich bekannt ist, dass das LTE-Netz 26203 selbst unter Zurechnung der 26207-LTE-Altanlagen geometrisch und auch Bandbreiten-technisch deutlich kleiner als die LTE-Netze von Telekom oder VF ist.
    Tarife wie O2-Free nutzen halt das letzte bisschen Restkapazität der 3G-Technik und generieren so Datenmengen-Umsatz. Der betriebs-ökonomische Zustand des Telefónica-Netzes ist auf hohe Auslastung hin orientiert, während die beiden Platzhirsch versuchen, für ihre Kunden möglichst auch noch Reservekapazität vorzuhalten.
    Wenn es nur mal relevante Zahlen gäbe: Interessant ist bei Telefónica nicht die absolute Kapazität (auf ganz Deutschland gerechnet), sondern die relative Kapazität je Kunde. Selbstverständlich sollte der mitgliederstärkste Netzbetreiber auch die größte Gesamtkapazität haben. Entscheidend ist aber wie sehr Telefónica sein Netz überbucht! Die Kapazität je Kunde und das Erreichen einer Flächenabdeckung von 95% der geographischen Fläche mit deutlich mehr als 382kBit/s sind relevante Maßstäbe. Der Rest ist uninteressant. Das gilt auch für diese ominöse "Größe" in der Herr Haas das Telefónica Netz als Klassenprimus schön rechnet.