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An allen Ecken und Enden gehts steil bergab ...


06.03.2017 11:13 - Gestartet von justii
Statt in die Zukunft zu investieren und Zukunft zu leben, gehts mit den deutschen Mobilfunkanbietern (im Vergleich mit den internationalen Wettbewerbern) stetig bergab. Mit allen möglichen faden Ausreden winden sie sich um das, was andernorts bereits alltägliche und selbstverständliche Realität ist (z.B. Skype, VoIP, WhatsApp-Calls via SIM). Nun wird auch noch die Nutzung von Telefon, SMS und Internet im Ausland zum aufschlagpflichtigen Extra. Im Gegensatz zur Innovatonsfreude, zur Zukunftsträchtigkeit usw. sind ja die deutschen Mobilfunk- und Telefonanbieter im internationalen Vergleich bei den Preisen immer schon an oberen Ende der Fahnenstange. Die Deutschen kann man ja abzocken ..... scheint da die Devise zu sein. Mich ärgert das gewaltig.
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[1] andiling antwortet auf justii
06.03.2017 11:32
Benutzer justii schrieb:
VoIP

... und alle Derivate (wie Skype & Co) sind inzwischen auch hierzulande problemlos nutzbar. Und die Preise wie auch Leistungen orientieren sich an dem was der Markt hergibt und da gibt es nicht wirklich viel Auswahl (Telekom, Vodafone, o2 mit Discounter, Drillisch). Spusu hat ja seine Probleme in Deutschland überhaupt auftreten zu können und der Rest macht es sich gemütlich mit Rückendeckung der BNetzA.
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[1.1] justii antwortet auf andiling
06.03.2017 13:19
Benutzer andiling schrieb:
Benutzer justii schrieb:
VoIP

... und alle Derivate (wie Skype & Co) sind inzwischen auch hierzulande problemlos nutzbar.

Ich hab mir das jetzt mal angesehen und VoIP scheint (wohl seit kurzem, denn ich hab erst vor drei Wochen den Tarif gewechselt und da hatte es mir die Telekom noch anderes beauskunftet) tatsächlich inzwischen bei mehr Mobilfunkanbietern möglich zu sein. Selbst bei einigen Prepaid-Tarifen habe ich eben die Sperre in den AGB nicht mehr finden können. Hoffentlich ist das dauerhaft und zuverlässig der Fall. Immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Beim Rest geb ich Dir in vollem Umfang Recht. Auch dabei, dass die Bundesnetzagentur anscheinend mehr im Boot mit den wenigen Telefonanbietern sitzt als mit den vielen Kunden hier in Deutschland. Da sollte man also mal ganz genau draufschauen. ;-)
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[2] Whoami antwortet auf justii
06.03.2017 14:03
Ich habe da mal ne einfache aber dennoch gescheite Frage an dich, da du dich im BWL-Bereich ja anscheinend besser auskennst, als jemand bei D1, VF oder o2 im Financebereich.
Wer bezahlt das?

Komm mir jetzt aber nicht mit der fadenscheinigen Allerweltsantwort : Der Kunde.

Wenn kein Kunde mehr bezahlen will, wie soll dann ein Unternehmen mehr ausgeben? Wer in der Schule aufgepasst hat, weiß das nicht geht. Es werden bei allen Netzanbietern Milliarden für den Netzausbau gesteckt und nochmals Milliarden in die Entwicklung. Meinst du etwa, dass du mit einem 10€ Tarif bei Aldi damit die Kosten bei der Telekom, Vodafone oder Telefonica, also ganz anderen Unternehmen, bezahlst? Wenn du das glaubst dann glaubst du bestimmt auch, dass Einhörner existieren. Nimm dein Einhorn und reite auf ihm gen Horizont, soweit dich der Regenbogenglitzer trägt ;)
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[2.1] andiling antwortet auf Whoami
06.03.2017 14:13
Benutzer Whoami schrieb:
Wer bezahlt das?

Das ist durchaus ein guter Aspekt.

Oftmals werden ja die die günstigen Tarife in Österreich angebracht, dabei aber vernachlässigt, dass Österreich eine ganz andere Netzabdeckung hat als Deutschland. Deutschland ist bis auf wenige Ballungszentren ein Flächenland welches weitestgehend erschlossen ist, Österreich hat ganz viele unbewohnte Flecken (nämlich die Alpen, die von der Schweiz im Westen bis nach Wien im Osten reichen) und damit infrastrukturtechnisch ironischerweise viel einfacher zu erschließen ist als Deutschland.

Dann wird noch gerne die USA genannt, die seit jeher auf eine punktuelle Flächenabdeckung setzen und sich anderweitig mit keinem Empfang oder domestic roaming behelfen. Wir Deutschen würden uns über die Netzabdeckung dort bitter beschweren.

Das Ergebnis von billig sieht man ja, das nennt sich o2. Kein Kundenservice und vom Netz her an letzter Stelle. Auf der anderen Seite zeigt das aber, dass sich viele Kunden damit abfinden. Nur wie mein Vorredner auch zum Ausdruck bringt: billig und super geht nicht.
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[2.1.1] Whoami antwortet auf andiling
06.03.2017 14:23
Danke sehr. Billig und super wird nie gehen. Nicht auf Kosten anderer Sachen.
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[2.1.2] justii antwortet auf andiling
06.03.2017 14:36

einmal geändert am 06.03.2017 14:41
Benutzer andiling schrieb:
Benutzer Whoami schrieb:
Wer bezahlt das?

Das ist durchaus ein guter Aspekt.

Oftmals werden ja die die günstigen Tarife in Österreich angebracht, dabei aber vernachlässigt, dass Österreich eine ganz andere Netzabdeckung hat als Deutschland. Deutschland ist bis auf wenige Ballungszentren ein Flächenland welches weitestgehend erschlossen ist, Österreich hat ganz viele unbewohnte Flecken (nämlich die Alpen, die von der Schweiz im Westen bis nach Wien im Osten reichen) und damit infrastrukturtechnisch ironischerweise viel einfacher zu erschließen ist als Deutschland.


Österreich ist ein gutes Beispiel. Wie oft bist Du in Östereich schon unterwegs gewesen? Schon aufgrund der geogr. Nähe sind wir SEHR OFT dort unterwegs.

Wander mal auf die Berge rauf ... hast Du dort ein Netz? Ja!
Steig mal in die Täler ab ... tiefer ... noch tiefer ... Hast Du dort ein Netz? Ja!
Fahr mal diese Strecke ab (fahre ich regelmäßig): http://bit.ly/2laEclv und dann sag mir, welche Netze am besten und welche am häufigsten zur Verfügung standen: Die österreichischen nämlich.

Im Gegensatz zu Österreich und der Schweiz haben wir hier in Deutschland auf dem Land über weite Flächen kaum massive Hindernisse im Weg. Aber klar, hatte ich vergessen: die freie Fläche war ja ein Nachteil (man kann sich alles zurechtdrehen, wie man es braucht).
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[2.1.2.1] andiling antwortet auf justii
06.03.2017 14:42

2x geändert, zuletzt am 06.03.2017 14:44
Benutzer justii schrieb:
Wander mal auf die Berge rauf ... hast Du dort ein Netz?

Witzbold. Ich habe wohl ziemlich genau geschrieben wo es kein Netz gibt. (Wirf mal einen Blick da rauf: https://www.a1.net/hilfe-support/netzabdeckung/frontend/main.html. Sieht nach viel aus aber ist deutlich weniger als die deutschen 98%)

Und ich hatte an besagter Strecke nie ein Problem so lange ich nicht von Österreich kam und im österreichischen Netz eingebucht war. Wenn aber, dann geht es ziemlich weit nach Bayern rein während hingegen die Deutschen sich bezüglich der Signalstärke an die Vorgaben halten.

Benutzer justii schrieb:
Im Gegensatz zu Österreich und der Schweiz haben wir hier in Deutschland auf dem Land über weite Flächen kaum massive Hindernisse im Weg. Aber klar, hatte ich vergessen: die freie Fläche war ja ein Nachteil (man kann sich alles zurechtdrehen, wie man es braucht).

Wohl noch die durch Deutschland gefahren.
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[2.1.2.1.1] justii antwortet auf andiling
06.03.2017 14:51

2x geändert, zuletzt am 06.03.2017 15:26
Ich finde es doch immer wieder nett, wenn jemand der täglich in der Realtiät mit diesen Problemen zu kämpfen hat von jemandem aufgefordert wird in die Ausbaukarte zu schauen weil dort doch ganz klar steht, dass er die Probleme gar nicht hat. Oh Mann, merken die gar nicht wie lächerlich ihre Argumentation ist? Nach den Beweggründen einer solchen Argumentation will ich hier mal gar nicht fragen.

Benutzer andiling schrieb:
Benutzer justii schrieb:
Wander mal auf die Berge rauf ... hast Du dort ein Netz?

Witzbold. Ich habe wohl ziemlich genau geschrieben wo es kein Netz gibt. (Wirf mal einen Blick da rauf:
https://www.a1.net/hilfe-support/netzabdeckung/frontend/main.html.
Sieht nach viel aus aber ist deutlich weniger als die deutschen 98%)

Und ich hatte an besagter Strecke nie ein Problem so lange ich nicht von Österreich kam und im österreichischen Netz eingebucht war. Wenn aber, dann geht es ziemlich weit nach Bayern rein während hingegen die sich Deutschen bezüglich der Signalstärke an die Vorgaben halten.

Ja, wer die 98% hier in D noch glaubt, wohnt wohl irgendwo in der Stadt aber nicht auf dem Land. Denn wer hier auf die mobilen Netze, speziell auf mobiles Internet angewiesen ist, dem wird die Wahrheit auch ohne Netz-Schummelkarte schnell klar.

Warum ich diese Karte(n) so nenne? Seit letztem Jahr im August ist dort bei zwei meiner guten Bekannten angeblich schnelles Internet ausgebaut. Es ist also nicht im Ausbau oder geplant sondern wird bereits seit über 7 Monaten als verfügbar angezeigt. Tatsächlich sind dort aber nach wie vor nur maximal 384Bit/s möglich und weder die Gemeindeverwaltung noch der Netzbetreiber (der die Karte zur Verfügung stellt) können Auskunft geben ob und wann dort ausgebaut wird. Die Daten in der Karte sind also nachweislich geschönt. Und jetzt kommt der Nächste und erzählt das Märchen vom Versehen und den Einzelfällen ..... :D :D
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[2.2] justii antwortet auf Whoami
06.03.2017 14:26
Benutzer Whoami schrieb:
Ich habe da mal ne einfache aber dennoch gescheite Frage an dich, da du dich im BWL-Bereich ja anscheinend besser auskennst, als jemand bei D1, VF oder o2 im Financebereich.
Wer bezahlt das?

Komm mir jetzt aber nicht mit der fadenscheinigen Allerweltsantwort : Der Kunde.

Wenn kein Kunde mehr bezahlen will, wie soll dann ein Unternehmen mehr ausgeben?

Ja, reden wir gerne über die Subventionen und Förderungen, welche speziell die Telekom abgreift, welche anderen Anbietern nur teilweise zur Verfügung stehen. Reden wir auch über die Milliarden aus Deutschland, welche die Mobilfunkanbieter und hier wieder die Telekom im Speziellen im Ausland investiert (oder auch in den Sand setzt).

Reden wir darüber, wieviele Millionen in sinnlose Dienste und Apps gesteckt wird (z.B. Joyn, RCS-Messenger, immmr ... um nur einige zu nennen) welche aufgrund Unternehmensgeklüngel und -interessen für jeden (nicht betriebsblinden) vorhersehbar nicht einmal den Hauch einer Chance haben, weil sie nicht den Vorteil des Nutzers sondern den Vorteil des Unternehmens vor sich hertragen und meist nur kopieren was es besser eh schon gibt.

Reden wir auch darüber, welche Summen an Manager ausgeschüttet werden, die eher Verwalter sind also Vordenker und die nicht fähig sind über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen.

Reden wir auch darüber, dass in finanziell guten Zeiten versäumt worden ist, Netze und Technik wirklich aktuell zu halten bzw. zukunftsfähig zu machen (mit dem Kupferkabel-Vectoring passiert im Übrigen jetzt wieder das Gleiche). Da wird eine Menge Geld ausgegeben für eine Technik die bei Fertigstellung bereits wieder überholt ist und man muss dann in wenigen Jahren nochmal viel Geld in die Hand nehmen um wieder hinterher zu flickschustern. "Wer am falschen Ende spart muss 2x zahlen" sagt zu Recht das Sprichwort.

Reden wir auch darüber, dass u.a. das bei diesen Versäumnissen eingesparte Geld großzügig an Aktionäre ausgeschüttet worden ist anstatt es in die eigene Zukunft und die telefon- und internettechische Zukunft Deutschlands zu investieren.

Reden wir auch darüber, warum ein unbegrenztes mobiles Internet hier in Deutschland wenn überhaupt vorhanden den Kunden rd. 200 EUR im Monat kostet, diese in Frankreich und Polen für rund 30 EUR im Monat und in den Niederlanden für noch deutlich weniger zur Verfügung steht. Und das in Netzen, die nicht schlecher sind als unsere. Im Gegenteil hat Deutschland z.B. die schlechtesten Netze der großen 3 deutschsprachigen Länder (D, A, CH). Aber klar, die können alle nicht rechnen .... 😂😂😂
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[2.2.1] Whoami antwortet auf justii
06.03.2017 16:51
Benutzer justii schrieb:
Benutzer Whoami schrieb:
Ich habe da mal ne einfache aber dennoch gescheite Frage an dich, da du dich im BWL-Bereich ja anscheinend besser auskennst, als jemand bei D1, VF oder o2 im Financebereich.
Wer bezahlt das?

Komm mir jetzt aber nicht mit der fadenscheinigen Allerweltsantwort : Der Kunde.

Wenn kein Kunde mehr bezahlen will, wie soll dann ein Unternehmen mehr ausgeben?


Bei allem was du jetzt geschrieben hast, und das war echt nicht wenig, ist eine Antwort auf meine Frage nicht herauszulesen, du weichst eher aus. Wer bezahlt das?

Wir können hier gerne über Subventionen oder sonst was reden, diskutieren oder ähnliches. Ändern wird es leider nichts. Das einzige was passieren kann ist, dass man entweder recht sauer wird, weil einem nicht nach dem Mund geredet wird oder am Ende sich mit der verbalen Keule versucht rechtzufertigen.

Aber nun zu deinen Ausführungen, welche ich jetzt nicht komplett zitieren will ;)

(Ja, reden ... Sand setzt)

Du schreibst hier selbst, dass T-Mobile ein Groß der Subventionen abgreift. Ist aber auch klar, immerhin bekommen die als Teil eines ehemaligen staatlichen Unternehmens immernoch recht hohe Finazspritzen. Vodafone und Telefonica nicht. Vodafone Deutschland und Telefonica Deutschland sind eigenständige Tochterunternehmen der jeweiligen Muttergesellschaft. Sie selbst machen keine Investitionen in andere Länder, dies erfolgt i.G. nur beim Aufkauf eines bestehenden Unternehmens, bzw. deren Übergabe durch die Mutter. Möglich, dass Geld zu denen fließt, aber das wird für uns hier nicht griffig sein

(Reden wir ... schon gibt)

Da geb ich dir Rechtm es wurden schon immer Geldsummen in Dienste reingesteckt, die entweder veraltet oder ihrer Zeit voraus oder einfach unnötig waren. Das war die SMS damals aber auch und am Ende wurde sie zum Massenmedium Nummer 1 für Jaaaaahre. Zudem sind die Summen für soetwas finanziell überschaubarer als Netztechnik.

(Rede wir ... zu sehen)

Manager sind nen tolles aber totes Thema. Ja sie verdienen zu viel! Sie verantworten an erster Stelle das Unternehmen. Läufts doof gehen sie. Die Gehälter sind immer höher als für Normalangestellte. Außer du bist Marco Reus, dann bekommst du mehr als dein Manager. Doof nur, dass aus vielen Spielern einmal sie Manager der Zukunft werden. Und nur wenn man vor den Ball treten kann, heißt das nicht, dass man sich mit Mathe auskennt.

(Reden wir ... das Sprichwort)

Ob viel Geld beiseite gelegt wird können nur die Unternehmen selbst beantworten. Vodafone und T-Mobile haben im Laufe der letzten 20 Jahre einiges für die Netze hingeblättert. Ausbau, Entwicklung und Instandhaltung. Nur müssen sie es ja nicht an die große Glocke hängen. Schau was mit E+ und O2 war. Jahrelang gespart, dann fusioniert. Nix mit dem besten aus 2 Netzen. Probleme ohne Ende und mit Glück läuft es dann wirklich mal ab Emde 2017, Anfang 2018 weil nachgerüstet werden muss. Wer durch Dumpingpreise nichts einnimmt, gibt nichts aus. Trotzdem Daumen drücken.
Technik ist sobald sie auf den Markt kommt immer überholt. Das nächste Mega Thema ist 5G und wenn man so liest was da nur für Entwicklungssummen genannt werden denkt man sich, dass man damit die halbe EU sanieren kann. War letzte Woche der Artikel hier vom T-Mobilechef. Wer zahlt das?

(Reden wir ... zu investieren)

Aktionäre haben ein ANrecht auf eine entsprechende Summe, schließlich haben sie Geld ins Unternehmen investiert. Wer auf sowas verzichtet ist entweder Samaritter oder doof. Nochmal, es wird Geld investiert, Milliarden. Aber ohne zahlende Kunden wird weniger Geld investiert. Rattenschwanz.

(Reden wir ... nicht rechnen)

Plankentreterei. Deutschland kannst du nicht mit Österreich oder der Schweiz vergleichen. Du kannst auch nicht USA und Puerto Rico vergleichen. Komplett unterschiedliche Voraussetzungen. Deutschland ist die Zugmaschine in Europa und wird es auch immer bleiben. Im Schatten lässt sich gut schwimmen. Es werden irgendwann auch hier Tarife mit mehr Datenvolumen kommen, nur nicht eben jetzt. Du schließt auch von einigen wenigen Kunden auf die Mehrheit. Du kannst nicht sagen, dass von 100 Leuten die du kennst 90 mit 3 GB nicht auskommen und gleichzeitig verdrängen, dass es hier noch über 80 Millionen anderer Menschen gibt, die sehr wohl mit garkeinem bis wenig Datenvolumen auskommen. Wenn von 1000 Menschen 100 davon 10GB im Monat benötigt und der Rest tummelt sich bei 2 GB, reicht das vollkommen aus. Du und ich wir können nicht sehen wer wieviel im Schnitt verbraucht. Die Netzanbieter schon. Von daher ist deren Tarifzusammensetzung schon sehr nahe dran.Es gibt in DE Netzübergreifend nur bei den direkten Netzanbietern T-Mobile, Vodafone und o2 fast 130 Millionen Karten. Die Millionen von Drittanbieter noch nicht mal alle miteingerechnet. Wieviele Kunden hat Polen, wieviele die Schweiz, wieviel Österreich? Na, klingelts?

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[2.2.1.1] justii antwortet auf Whoami
06.03.2017 17:09
Benutzer Whoami schrieb:
Benutzer justii schrieb:
Benutzer Whoami schrieb:
Aktionäre haben ein ANrecht auf eine entsprechende Summe, schließlich haben sie Geld ins Unternehmen investiert. Wer auf sowas verzichtet ist entweder Samaritter oder doof.

Niemand hat ein generelles Anrecht auf Ertrag.
Das spüren auch vor allem die Sparer derzeit, welche Ihr Geld auf die Bank tragen. Es ist ein wirtschaftliches Investment, damit sitzt man mit dem Unternehmer/Unternehmen im selben im Boot. Wer nur am schnellen Gewinn (rein und raus) interessiert ist, der sollte die alte Börsenweisheit berücksichtigen: "Hin und her macht Beutel leer". An so einem schnellen Hin und Her kann kein Unternehmen interessiert sein, denn es verhindert wichtige langfristige Investitionen und saugt immer im Zweifelsfall dann das Geld aus dem Unternehmen wenn man es am dringendsten braucht. Deshalb sind solche Kurzfrist-Investoren abzustrafen und Investoren, die sich langfristig mit ins Boot setzen sind auch an einer Zukunftsfähigkeit des Unternehmen interessiert.

Deutschland ist die Zugmaschine in Europa und wird es auch immer bleiben.

Die Zugmaschine für was? Vielleicht um gutgläubige Kunden an der Nase ziehen zu können?

>Wieviele Kunden hat Polen, wieviele die
Schweiz, wieviel Österreich? Na, klingelts?

Wer also vielen Kunden hohe Beträge aus der Tasche zieht (Deutsche Mobilfunkbetreiber) für den ist es unmöglich international wirklich konkurrenzfähige Produkte zu liefern und Netz und Technik in einem flächendeckend führenden Zustand zu halten, wer aber von weniger Kunden sehr viel niedrigere Erträge erzielt (Mobilfunkbetreiber Österreich, Schweiz, Polen usw), bei dem ist klar, dass er locker Netz und Technik up2date halten und günstige Tarife liefern kann? Hab ich so richtig verstanden, diese Argumentation, oder?

Klar, kann ich verstehen: Wer mit viel Geld hantiert, kann immer weniger damit erreichen als der, der mit wenig Geld hantieren kann. [Ironie aus]
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[2.2.1.1.1] Whoami antwortet auf justii
06.03.2017 18:32
> Niemand hat ein generelles Anrecht auf Ertrag.
Das spüren auch vor allem die Sparer derzeit, welche Ihr Geld auf die Bank tragen. Es ist ein wirtschaftliches Investment, damit sitzt man mit dem Unternehmer/Unternehmen im selben im Boot. Wer nur am schnellen Gewinn (rein und raus) interessiert ist, der sollte die alte Börsenweisheit berücksichtigen: "Hin und her macht Beutel leer". An so einem schnellen Hin und Her kann kein Unternehmen interessiert sein, denn es verhindert wichtige langfristige Investitionen und saugt immer im Zweifelsfall dann das Geld aus dem Unternehmen wenn man es am dringendsten braucht. Deshalb sind solche Kurzfrist-Investoren abzustrafen und Investoren, die sich langfristig mit ins Boot setzen sind auch an einer Zukunftsfähigkeit des Unternehmen interessiert.

Diejenigen, die investieren haben Anrecht auf Ertrag. In diesem Fall die Netzanbieter und zum Teil deren Aktionäre. So funktioniert Marktwirtschaft.
Sparen ist auch so nen Thema... Leitzins wird vorgegeben, aber es ist eigenes Bankenrisiko wenn sie mehr geben. DIe wollen auch Geld verdienen. Ich bin da ganz deiner Meinung.

Die Zugmaschine für was? Vielleicht um gutgläubige Kunden an der Nase ziehen zu können?

Technik, Innovationen, Arbeitskraft, Leistung, Entwicklung, Sport, und und und
Wo wären wir ohne das alles?

Wer also vielen Kunden hohe Beträge aus der Tasche zieht (Deutsche Mobilfunkbetreiber) für den ist es unmöglich international wirklich konkurrenzfähige Produkte zu liefern und Netz und Technik in einem flächendeckend führenden Zustand zu halten, wer aber von weniger Kunden sehr viel niedrigere Erträge erzielt (Mobilfunkbetreiber Österreich, Schweiz, Polen usw), bei dem ist klar, dass er locker Netz und Technik up2date halten und günstige Tarife liefern kann? Hab ich so richtig verstanden, diese Argumentation, oder?

Wir sind immernoch in Deutschland. Deutsche Mobilfunkunternehmen richten ihre Inhalte für den deutschen Markt aus. Die produzieren keine Autos, die in der Sahara fahren können. Deren deutschen Produkte reichen für die Mehrheit der deutschen Belange vollkommen aus. Ich nhabe mit keinem Wort erwähnt, dass sie niedrigere Erträge erzielen, nur dass es total unterschiedliche Voraussetzungen und Märkte sind. Du brauchst mir das Wort nicht im Mund umdrehen ;) In Österreich stehen beispielsweise nicht soviele Funkmasten wie in DE. Dementsprechend weniger finanzieller Aufwand für Bau, Instandhaltung.

Klar, kann ich verstehen: Wer mit viel Geld hantiert, kann immer weniger damit erreichen als der, der mit wenig Geld hantieren kann. [Ironie aus]

Es kommt drauf an was er damit macht. Geld zum Fenster rauswerfen (billigere Tarif) ist weniger zielführend, als es in Infrastruktur zu investieren.
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[2.2.1.2] wolfbln antwortet auf Whoami
06.03.2017 18:48

einmal geändert am 06.03.2017 18:56
Benutzer Whoami schrieb:
Benutzer justii schrieb:
Benutzer Whoami schrieb:

Bei allem was du jetzt geschrieben hast, und das war echt nicht wenig, ist eine Antwort auf meine Frage nicht herauszulesen, du weichst eher aus. Wer bezahlt das?

Ich glaube ihr habt beide so extreme Positionen, dass sie schon wieder falsch werden.
Justii's Pessimismus, aber früher war nicht alles besser. Es gab Telefonzellen, die immer besetzt waren. Das war nicht schön. Ist so gewesen wie der O2-Telefonsupport heute :-) Aber grundsätzlich bin ich bei dir.

Whoami's Ode auf Deutschland. Du hast recht: gut und billig passt selten.
Aber was viele User hier so sauer macht ist, dass wir in Deutschland schlecht und teuer haben. Und das gleichzeitig ist ein Affront an den Kunden.

Es ist immer schwer zu vergleichen: Justii nimmt Österreich. Das hat eine andere Topographie als (Nord-)Deutschland. Aber wieso ist Bergland denn so viel billiger auszubauen als Flachland? Zwar ist die Bevölkerung mehr konzentriert, aber die Wellen enden am nächsten Berg. Im Flachland reicht ein Mast für eine Riesenfläche. OK, es stehen weniger Masten in Österreich, aber es hat auch weniger Kunden, weniger Fläche und kleinere Netze. Aber der Verbrauch pro Kunde ist wesentlich höher.... Was sagt das uns jetzt?


Es gibt in DE Netzübergreifend nur bei den direkten Netzanbietern T-Mobile, Vodafone und o2 fast 130 Millionen Karten. Die Millionen von Drittanbieter noch nicht mal alle miteingerechnet. Wieviele Kunden hat Polen, wieviele die Schweiz, wieviel Österreich? Na, klingelts?


Richtig. Der größte Unterschied AT/DE ist die Größe der Netze. Österreich hat nur 1/8 so viel Kunden. Aber es wird doch immer gesagt, kleinere Netze sind stukturell teurer pro Kunde als große?

Deutschland ist also im Gegensatz zu Österreich ein "Flächenland" nach deiner Definition. Nur: 75% der Bevölkerung lebt in Deutschland in Städten. Wegen der 25% auf dem Land sind wir dadurch ein schwer oder teuer abdeckbares Flächenland?

Dann schaun wir mal ein zweifelsfreies Flächenland an: Polen. Dort hat der Marktführer auch 98% LTE-Bevölkerungsabdeckung wie Telekom hier, die LTE-Lizensen waren pro Kopf teurer als in Deutschland und die Preise liegen etwa auf 1/10 der deutschen. In Polen müsste es ja demnach richtig teuer sein. Der Umstand, dass die Bevölkerung dort weniger verdient macht ja die Hardware nicht billiger, höchstens etwas die Wartung.

Die Vergleiche hinken immer etwas, aber wo man hinschaut schneidet Deutschland schlecht ab. Nehmen wir nicht Abdeckung, sondern Geschwindigkeit. Nach der Übersicht von OpenSignal 2016 auf einen der hintersten Plätze in Europa. Das sind real gemessene Geschwindigkeiten, nicht die beworbenen "bis MBit/s" der Betreiber.

Das Ergebnis mag verfälscht sein, weil viele User von Resellern immer noch keine LTE-Freigabe hierzulande haben. Kein EU-Land sperrt seine Nutzer so vorn LTE aus. Aber auch das ist die Entscheidung der Betreiber und OpenSignal spiegelt das nur wieder.

Es ist doch ein Teufelskreis hier: oftmals kein LTE, kleine Pakete zum hohen Preis bei mäßigen Netzen. Damit soll Deutschland führend sein oder es jemals wieder werden? Die Telekom müsste hier ein genauso brilliantes Ergebnis wie in den USA erwirtschaften mit der EBITDA. Wir sind doch ein Boomland und was die Amis können, können wir schon lange. Dafür setzen sie aber in England mal locker 2 Mrd. Euro in den Sand (Meldung von letzter Woche).


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[2.2.1.2.1] Whoami antwortet auf wolfbln
06.03.2017 18:59
Danke :)

Ode an Deutschland ist echt niedlich gemeint. Finde hier auch nicht alles gut, nur weiß ich, wie ichs für mich und meine Familie eben am besten halte.