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Darum ist dieser Teltarif-Artikel nicht sinnvoll


24.02.2017 06:44 - Gestartet von little-endian
Zunächst ist mir schleierhaft, was das Motiv des Autors für diesen Artikel gewesen sein soll - als ob die Gefahr bestünde, dass die Provider schon morgen "echte" Flatrates zu bezahlbaren Preisen anbieten.

Der Meinung des Autors folgend ist es aktuell also sinnvoller, die Kunden nach Umsatz des Freivolumens auf völlig überzogene Minimaldurchsatzraten von teilweise armseligen 32 kBit/s zu bremsen, je nach Gebiet dann Ressourcen kaum noch zu verwenden und dann aber bitteschön alle Kunden meist am Monatsanfang wieder mit mehr oder weniger "Vollgas" je nach Tarif auf das Netz loszulassen - aha.

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer technisch vernünftigen Polarisierung der Nutzer statt dämlicher Drosselung?

Dann könnte man auf wundersame Weise das Netz ideal auslasten und müsste niemanden vergraulen.

Natürlich wird das vermutlich auf absehbare Zeit nicht passieren, da die Netzbetreiber finanziell daran interessiert sind, überteuerte Speed-On-Pakete zu verkaufen. Das mag wirtschaftlich ja sogar legitim sein, sollte dann aber bitte auch beim Namen genannt und nicht ständig auf die armen überlasteten Netze geschoben werden (die man dann andererseits wiederum mit "höchster Performance" und "bestem Ausbau" zu bewerben weiß).

Insofern mag der Artikel zwar zunächst einleuchtend klingen, ist in Wahrheit aber eher dem Unvermögen oder Unwillen der Anbieter, vernünftig zu priorisieren, nach dem Mund geredet.