Diskussionsforum
  • 18.01.2017 17:58
    H N I K A R schreibt

    Ich sehe das so

    > Die Telekom hat gleichzeitig das Selbstverständnis, allen möglichen Kunden Anschlüsse unter dem Markennamen Magenta Zuhause anbieten zu wollen. Ihr bleibt also nur, entweder eigene Glasfaserleitungen bis zum Kunden zu verlegen, was derzeit nicht die Strategie des Unternehmens und mit enorm hohen Kosten verbunden ist, oder aber Leitungen einzukaufen.

    Die Telekom hat eigentlich auch weithin keinen Bock auf Kooperationen in der Form, dass Sie mal bei Wettbewerbern einkauft. Sie macht es aber, weil sie große Angst davor hat, Reichweite einzubüßen. Aus Telekomsicht kann nämlich nicht sein, was nicht sein darf. Die Telekom ist vor Ort bei den Menschen nicht mehr präsent und wird "vergessen" weil ein anderer Anbieter den Gatekeeper zum Internet macht. Da kauft man doch lieber bei dem ein und klebt dann dick & fett Magenta drüber. Am Ende Zweifelt noch irgendwer an der Überallverfügbarkeit (Allmacht) der Telekom. Dass kann sie natürlich nicht zulassen. Also Zähne zusammenbeißen und ab durch die Hölle der esoterischen Technologien der Konkurrenz.
  • 19.01.2017 07:09
    einmal geändert am 19.01.2017 07:10
    marius1977 antwortet auf H N I K A R
    Benutzer H N I K A R schrieb:
    > Die Telekom hat eigentlich auch weithin keinen Bock auf
    >
    Kooperationen in der Form, dass Sie mal bei Wettbewerbern
    >
    einkauft. Sie macht es aber, weil sie große Angst davor hat,
    >
    Reichweite einzubüßen. Aus Telekomsicht kann nämlich nicht
    >
    sein, was nicht sein darf. Die Telekom ist vor Ort bei den
    >
    Menschen nicht mehr präsent und wird "vergessen" weil ein
    >
    anderer Anbieter den Gatekeeper zum Internet macht.
    "Nicht mehr präsent"? Du weißt schon, dass die Telekom immer noch der größte Anbieter in DE ist?!
    Ganz im Gegenteil: die Zahlen zeigen, dass die Telekom sogar wieder erheblich (Neu)Kunden im Breitbandsegment in den letzten Jahren gewinnt und die Konkurrenz noch weiter abhängt. In Sachen Wettbewerb ist das alles andere als gut.
    Es kann sein, dass ein Provider wie EWE regional stärker als die Telekom aufgestellt ist, aber in der gesamten Bundesrepublik sieht es anders aus - siehe mein o.g. Hinweis.
    Ich sehe aktuell sogar, dass die Telekom bei vielen Verbrauchern wieder positiver als noch vor einigen Jahren wahrgenommen wird. Sicherlich war auch der Clou mit Magenta1 ein positiver Effekt.
  • 20.01.2017 13:07
    H N I K A R antwortet auf marius1977
    Benutzer marius1977 schrieb:
    > "Nicht mehr präsent"? Du weißt schon, dass die Telekom immer
    >
    noch der größte Anbieter in DE ist?!

    Was für eine dumme Frage.

    > Ganz im Gegenteil: die Zahlen zeigen, dass die Telekom sogar
    >
    wieder erheblich (Neu)Kunden im Breitbandsegment in den letzten
    >
    Jahren gewinnt und die Konkurrenz noch weiter abhängt. In
    >
    Sachen Wettbewerb ist das alles andere als gut.

    Du schreibst völlig am Thema (meinem Thema) vorbei. Das ist dir hoffentlich klar?! Wenn die Telekom nicht mit den regionalen Anbietern kooperiert, dann ist sie in diesen Regionen weg vom Fenster (= nicht mehr präsent). Das sind die Geister die sie selbst rief (Vectoring). Wenn sie nun also bundesweit ihr Magentazeug mit hunderttausendzig Kilobit verscherbeln will, dann gibt es einen unbedingten Kooperationszwang. Nämlich überall dort, wo sie Vectoring verloren hat. Auf Glasfaser hat die Telekom ja keine Böcke.

    > Es kann sein, dass ein Provider wie EWE regional stärker als
    >
    die Telekom aufgestellt ist, aber in der gesamten
    >
    Bundesrepublik sieht es anders aus - siehe mein o.g. Hinweis.

    Es kann nicht nur sein, es ist so. Und wie ich schon sagte - du schreibst am Thema vorbei.

    > Ich sehe aktuell sogar, dass die Telekom bei vielen
    >
    Verbrauchern wieder positiver als noch vor einigen Jahren
    >
    wahrgenommen wird. Sicherlich war auch der Clou mit Magenta1
    >
    ein positiver Effekt.

    Ich sehe das überhaupt nicht. Sie wird kritischer wahrgenommen seit dem wettbewerbsfeindlichen Vectoringzirkus. Magenta drölf ist nichts besonderes. Auch Vodafone und Telefonica bieten entsprechende Pakete an. Oft auch noch besser und günstiger. Der "Clou" mit der Telefonpreiserhöhung wird hoffentlich auch einen Effekt haben...

    Zur Zeit würde ich mir als Verbraucher eher freiwillig den Arm absägen als unter Magenta-Herrschaft zu geraten.
  • 20.01.2017 14:58
    hrgajek antwortet auf H N I K A R
    Hallo,

    Benutzer H N I K A R schrieb:
    >Auf Glasfaser hat
    > die Telekom ja keine Böcke.

    Würde ich nicht so sehen. Der Glasfaser-Neubau kostet erst mal viel Geld und Überzeugungsarbeit. Telekom hat es in einigen Orten (z.B. Bad Homburg, Frankenthal etc.) schon probiert. Die Resonanz war ... verhalten. Viele Mitmenschen wollten nicht mitmachen, durchgedrehte "Drückerkolonnen" haben vor Ort sehr viel "Porzellan" zerschlagen :-(

    Aber die Kupferleitung liegt aber schon da :-) Mit Kupfer sind heute Geschwindigkeiten möglich, die vor 10-20 Jahren als absolute Phantasie abgetan wurden.

    Ein "Post"-Techniker erklärte mir vor vielen Jahren, dass zwei Drähte maximal 2.400 bps könnten. Mehr sei nicht drin.
    Wenig später kamen 9.600 und 14.400er Modems auf den Markt. Eines Tages war sogar 57.600 über zwei angerostete Kupferdrähte möglich.

    Dann kam DSL mit 768.000 Bit/s, da lachen wir heute drüber.
    Kupfer kann heute 100, 200, 500 MBit wenn auch mit ziemlich Aufwand, aber es geht.

    Dass Vectoring der "T" zunächst "gefallen" hat, weil es die "Konkurrenz" auf der Leitung auf "Distanz" hielt, ist klar :-)

    Zurück zum Thema: Bis zum KVz Kasten am Straßenrand hat die Telekom ja schon Glasfaser ausgebaut. Es fehlen nur noch die letzten Meter zum Kunden. Und das wird früher oder später kommen. Entweder durch private Mitbewerber (deren Leitungen die "T" dann anmietet, z.B. bei NetCologne in Köln, künftig EWEtel, Innogy etc.) oder durch Ausbau durch "T" selbst. Die Wette gilt :-)

    Weil heute die meisten Grundstücke schon mit Kupfer versorgt sind, muss für ein Glasfaseranschluss eine erneute Genehmigung des Haus/Grundstücksbesitzers eingeholt werden. Eine bürokratische Kleinigkeit, die viele Leute abschreckt.

    Der "Fremdeinkauf" von Anschlussleitungen ist für Telekom "Neuland" aus gutem Grund: Wenn der Vorlieferant "Murks" liefert oder eine "Störung" hat, dann machen die Kunden von "T" ihren Vertragspartner dafür verantwortlich. Welche Möglichkeit hat "T" dann auf den Lieferanten Einfluss zu nehmen, dass ruckzuck "entstört" wird?

    Es ist nicht ganz trivial, zig verschiedene Netzlieferanten in das ziemlich komplexe
    Telefonkunden/Telefonleitungsmanagement der Telekom "Kontes-Andi", Baujahr 1979 (!) einzubinden. Mitlesender T-Insider werden sicher zustimmend nicken, Außenstehende können sich kaum vorstellen, wie "komplex" das ist und was da alles "schief" gehen kann.
    Interessante Lektüre dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/KONTES

    Es bleibt spannend :-)
  • 20.01.2017 16:47
    FTTH antwortet auf hrgajek
    Benutzer hrgajek schrieb:
    > T-Insider werden sicher zustimmend nicken, Außenstehende können
    >
    sich kaum vorstellen, wie "komplex" das ist und was da alles
    >
    "schief" gehen kann.
    > Interessante Lektüre dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/KONTES
    >
    > Es bleibt spannend :-)
    Geht das nicht vielleicht (teilweise) auch mit FlexProd?
  • 20.01.2017 17:42
    hrgajek antwortet auf FTTH
    Hallo,
    Benutzer FTTH schrieb:
    > > Interessante Lektüre dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/KONTES
    > >
    > > Es bleibt spannend :-)
    > Geht das nicht vielleicht (teilweise) auch mit FlexProd?

    Ja, das wird auch verwendet. Die Idee ist schon seit einigen Jahren, einen "Nachfolger" für "Kontes" zu finden. Dem Vernehmen nach hätten hochrangige Unternehmen abgewunken, weil das Projekt ist wohl um einiges "gigantischer" als BER, Elbphilharmonie oder der Gotthard-Tunnel... :-)
  • 24.01.2017 10:16
    ger1294 antwortet auf hrgajek
    Benutzer hrgajek schrieb:
    > Hallo,
    >
    > Benutzer H N I K A R schrieb:
    > >Auf Glasfaser hat
    > > die Telekom ja keine Böcke.
    >
    > Würde ich nicht so sehen. Der Glasfaser-Neubau kostet erst mal
    >
    viel Geld und Überzeugungsarbeit. Telekom hat es in einigen
    >
    Orten (z.B. Bad Homburg, Frankenthal etc.) schon probiert. Die
    >
    Resonanz war ... verhalten. Viele Mitmenschen wollten nicht
    >
    mitmachen, durchgedrehte "Drückerkolonnen" haben vor Ort sehr
    >
    viel "Porzellan" zerschlagen :-(
    >
    Da ist die Telekom aber auch selbst schuld.
    Hier in Kempten hat man das leider eindrucksvoll negativ bewiesen.
    Am Anfang waren teure, unattraktive Preise, man musste zwingend ein paket mit Fernsehen buchen für rund 50-60 Euro. Da hat man schon mal viele Kunden vergrault, die das z.B. gar nicht brauchen, weil sie keinen Fernseher haben.
    Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie z.B. M-Net, hat man auch die Kunden, welche noch einen 16 Mbit/s Vertrag hatten, aber nur deutlich weniger bekommen haben, bei Fertigstellung des Glasfaserausbaus nicht auf diese Technik geschalten, sondern weiterhin mit 3 Mbit/s auf der Kupferleitung "rumkrebsen" lassen, ja teilweise nicht mal auf einen ADSL2+ Port umgeschaltet, sondern auf uralten ADSL1 Ports belassen, die maximal 6 Mbit können.
    Inzwischen sind die Produkte zwar zum normalen Magenta Zuhause Preis erhältlich (5 Jahre später), aber dafür gibt es andere Probleme.
    Ein Magenta zuhause S mit 16 Mbit/s wird nach wie vor nicht auf Glasfaser geschaltet, sondern über Kupfer, auch wenn darüber maximal 3000-7000 kbit/s erreicht werden können. Hier könnte man sich positiv vom Wettbewerb abheben, aber so wird man doch eher verleitet, zum Wettbewerb zu gehen.
    Denn warum soll jemand 34,94 für einen Magenta Zuhause S mit nur 3000 kbit/s bezahlen, dazu 69,90 Einrichtgebühr und noch notwendiger Kauf der Hardware, wenn er z.B. bei M-Net auf der gleichen Leitung 10 Mbit/s bekommt, die FritzBox 7490 umsonst, die Einrichtgebühr durch eine 6-Monatige Grundgebührermäßigung rekompensiert wird und nur 29,90 im Monat dafür zahlen muss ?
    Erst der Magenta Zuhause M und L wird über Glasfaser geschaltet, aber man kann das Produkt praktisch nicht buchen, denn über Monate hinweg sind keine freien Schalttermine verfügbar, da es lt. mir vorliegenden Informationen nur 2 Techniker gibt, welche sich mit dieser Technik auskennen. Und da man ja in jedem Fall FTTH und nicht nur FTTB machen will, werden auch oft Anschlüsse storniert, wenn die Techniker am Schalttag dann feststellen, dass sie Inhouse nicht mit ihrer Glasfaser weiterkommen.
    Wegen dem Glasfaser Ausbau gibt es in der ganzen Stadt auch kein Outdoor VDSL, so dass man bei Bandbreiten von mehr als 1 Mbit/s ein absolutes Telekom Geschäftskunden haben auch nicht viel davon, denn Glasfaser gibt es nur mit Monopol hat, da hierdurch auch keine Anschlüsse von 1&1 etc. verfügbar sind.
    Mehrgeräteanschluss, nicht aber mit Durchwahl-Anschlüssen, wie sie die meisten größeren Büros hier nutzen (Kanzleien, Praxen, etc.). Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass die Telekom bis heute ihre IP-Anlagenanschlüsse nicht zum Laufen bringt, was andere seit Jahren können.

    Das Ergebnis davon ist, dass hier viel Glasfaser unnütz im Boden liegt, während z.B. M-Net in München inzwischen in manchen Gebäuden deutlich über 50 % Marktanteil hat.
  • 24.01.2017 10:37
    hrgajek antwortet auf ger1294
    Hallo,

    Benutzer ger1294 schrieb:

    > Hier in Kempten hat man das leider eindrucksvoll negativ
    >
    bewiesen.

    Interessante Schilderung. Da stehen die Kostenrechner im Weg, welche die Baukosten für Glasfaser auf jeden Fall ruckzuck zurückverdienen möchten.

    > Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie z.B. M-Net, hat man auch die
    >
    Kunden, welche noch einen 16 Mbit/s Vertrag hatten, aber nur
    >
    deutlich weniger bekommen haben, bei Fertigstellung des
    >
    Glasfaserausbaus nicht auf diese Technik geschalten,

    Nun ist Wettbewerb nun hat dieses kostenbewusstsein nix gebracht.

    > Denn warum soll jemand 34,94 für einen Magenta Zuhause S mit
    >
    nur 3000 kbit/s bezahlen, dazu 69,90 Einrichtgebühr und noch
    >
    notwendiger Kauf der Hardware, wenn er z.B. bei M-Net auf der
    >
    gleichen Leitung 10 Mbit/s bekommt, die FritzBox 7490 umsonst,
    >
    die Einrichtgebühr durch eine 6-Monatige Grundgebührermäßigung
    >
    rekompensiert wird und nur 29,90 im Monat dafür zahlen muss ?

    Die Leute gehen zu M-Net. Logisch.

    > Das Ergebnis davon ist, dass hier viel Glasfaser unnütz im
    >
    Boden liegt, während z.B. M-Net in München inzwischen in
    >
    manchen Gebäuden deutlich über 50 % Marktanteil hat.

    Und dann liegt da noch mehr Kupfer "rum". Verständlich, dass die Kostenrechner dann lieber Kupfer nehmen.

    Was es nicht geben wird: Ein staatlich verordnetes und bezahltes Glasfaserprogramm mit bundesweit flächendeckendem Ausbau.

    Was es geben kann: Orte, wo ein privater Anbieter den ganzen Ort ohne Subvention oder Förderung mit Glasfaser ausbaut, wenn.... mindestens 40% der Haushalte mitmachen. Bericht folgt in Kürze.

    Soviel vorab: Glasfaser ins Haus wird es nicht geschenkt geben, auch wenn es hier und da zu Kampfpreisen verlegt wird.
  • 22.01.2017 09:00
    Mister79 antwortet auf H N I K A R
    Benutzer H N I K A R schrieb:
    > Benutzer marius1977 schrieb:

    > Ich sehe das überhaupt nicht. Sie wird kritischer wahrgenommen
    >
    seit dem wettbewerbsfeindlichen Vectoringzirkus. Magenta drölf
    >
    ist nichts besonderes. Auch Vodafone und Telefonica bieten
    >
    entsprechende Pakete an. Oft auch noch besser und günstiger.
    >
    Der "Clou" mit der Telefonpreiserhöhung wird hoffentlich auch
    >
    einen Effekt haben...
    >
    > Zur Zeit würde ich mir als Verbraucher eher freiwillig den Arm
    >
    absägen als unter Magenta-Herrschaft zu geraten.

    Nun, die Quartalszahlen sagen aber etwas anderes. Vodafone gewinnt (wir reden vom Festnetz und Breitband) mal, verliert, gewinnt, verliert wieder etwas mehr. Im Schnitt ein Auf und Ab, mit leichten Verlusten (VDSL/DSL beim Kabel ist es anders).

    Telefonica verliert seit 5 Jahren im Schnitt Kunden im Breitband. Seit die Alice übernommen wurde gab es vielleicht 2-3 Quartale mit einem Kundengewinn von 2000-3000 Kunden, sonst waren es nur Kundenverluste. Seit der Übernahme bis heute hat Telefonica knapp 1000000 Kunden verloren. Es waren mal 3,2 Millionen, jetzt sind es noch 2,1 oder 2,2 Millionen Kunden und die Tendenz sinkt.

    1 und 1 gewinnt regelmäßig und scheint irgendwie der Liebling geworden zu sein.

    Ändert aber auch nichts daran das die Telekom in der Tat wirklich besser wahrgenommen wird als es vor Jahren noch der Fall gewesen ist. Das hat mit Vectoring rein gar nichts zu tun. die zwei einsen bauen gar nichts aus und wenn dann nur mit 1 und 1 Versatel, reines Glasfaser (FTTB) für Geschäftskunden und das sind Preise die sich gewaschen haben. Auch egal, Privatkunden bekommen sowas nicht.

    EWE, RWE und wie die alle heißen mögen, diese Anbieter bauen auch Vectoring aus und das recht viel. Dort ist nicht alles FTTB was deren Ausbaunamen trägt. Zusätzlich sind diese Anbieter verdammt teuer. 45 Euro für einen 50 Mbit Anschluss mit den Gegebenheiten wie es bei der Telekom für 39 Euro zu buchen gibt. Die Leute würden umgehend wechseln, wenn es andere Anbieter geben würde, welche dort auf deren Ausbau einen Zugang realisieren könnten.

    Die Erhöhung der reinen Festnetzanschlüsse wird rein gar keine Auswirkungen haben. Es gibt keine Alternativen, wenn wir mal das Mobilfunknetz mit diversen Telefonen für Sim Karten außen vor lassen. Leute die so einen Anschluss haben, diese werden grundsätzlich auch immer bei der Telekom bleiben.

    Die nächsten Quartalszahlen werden wieder einen steigenden Kundenzuwachs bei der Telekom präsentieren, mobil, Festnetz, Breitband.

    Ich selbst bin auch nicht bei der Telekom. Warum? Weil für die frühere verfügbare Geschwindigkeit im ADSL Bereich ich sicher keine 34 Euro bezahlen werde. Da der Wechsel auf VDSL 50 einen gleichen Preis ergibt, wie direkt bei der Telekom Kunde zu sein, habe ich auch nicht gewechselt.
  • 22.01.2017 20:43
    Orikalkos antwortet auf marius1977
    Benutzer marius1977 schrieb:
    > Benutzer H N I K A R schrieb:
    > > Die Telekom hat eigentlich auch weithin keinen Bock auf
    > >
    Kooperationen in der Form, dass Sie mal bei Wettbewerbern
    > >
    einkauft. Sie macht es aber, weil sie große Angst davor hat,
    > >
    Reichweite einzubüßen. Aus Telekomsicht kann nämlich nicht
    > >
    sein, was nicht sein darf. Die Telekom ist vor Ort bei den
    > >
    Menschen nicht mehr präsent und wird "vergessen" weil ein
    > >
    anderer Anbieter den Gatekeeper zum Internet macht.
    > "Nicht mehr präsent"? Du weißt schon, dass die Telekom immer
    >
    noch der größte Anbieter in DE ist?!
    > Ganz im Gegenteil: die Zahlen zeigen, dass die Telekom sogar
    >
    wieder erheblich (Neu)Kunden im Breitbandsegment in den letzten
    >
    Jahren gewinnt und die Konkurrenz noch weiter abhängt. In
    >
    Sachen Wettbewerb ist das alles andere als gut.
    >
    Es kann sein, dass ein Provider wie EWE regional stärker als
    >
    die Telekom aufgestellt ist, aber in der gesamten
    >
    Bundesrepublik sieht es anders aus - siehe mein o.g. Hinweis.
    >
    Ich sehe aktuell sogar, dass die Telekom bei vielen
    >
    Verbrauchern wieder positiver als noch vor einigen Jahren
    >
    wahrgenommen wird. Sicherlich war auch der Clou mit Magenta1
    >
    ein positiver Effekt.

    Letzteres ist Wunschdenken, die Verbraucher merken schon wer Aktiv investiert, oder nicht und zum Thema Größter Anbieter gab es schon genug Diskussionen, das man das Klingeldrahtnetz nutzt, welches als Staatsunternehmen aufgebaut wurde. Daran ändert auch nix, das man hier und da mal in verbesserte Technik investiert. Der Großteil ist immer noch Klingeldrahtbasierend. Diesen Luxus hat die Konkurrenz nicht und muss im Grunde bis zum Kunden ein ganz eigenes Zukunftorientiertes Netz neu verlegen. Das kostet Geld wie auch die Telekom bemerkt hat. Sonst würde Sie diesen Schritt nicht machen.
  • 22.01.2017 22:21
    einmal geändert am 22.01.2017 22:24
    marius1977 antwortet auf Orikalkos
    Benutzer Orikalkos schrieb:
    > Letzteres ist Wunschdenken, die Verbraucher merken schon wer
    >
    Aktiv investiert, oder nicht und zum Thema Größter Anbieter gab
    >
    es schon genug Diskussionen, das man das Klingeldrahtnetz
    >
    nutzt, welches als Staatsunternehmen aufgebaut wurde. Daran
    >
    ändert auch nix, das man hier und da mal in verbesserte Technik
    >
    investiert. Der Großteil ist immer noch Klingeldrahtbasierend.
    >
    Diesen Luxus hat die Konkurrenz nicht und muss im Grunde bis
    >
    zum Kunden ein ganz eigenes Zukunftorientiertes Netz neu
    >
    verlegen. Das kostet Geld wie auch die Telekom bemerkt hat.
    >
    Sonst würde Sie diesen Schritt nicht machen.
    Immer die gleiche Kamelle! Dass hinter dem passiven Klingeldraht aber noch Technik hängt ist hoffentlich bekannt. Zum Glück läuft heute keine einzige Vermittlungsstelle mehr mit analoger Wählertechnik in Deutschland! Oder der Aufbau eines Telefonnetzes in den neuen Bundesländern... was da wohl heute noch übrig ist vom Vermächtnis der DDR-Bestände.

    Was gibt es noch für Mitbewerber die lauthals mit ihrem GlasfaserKoax werben? Mein letzter Kenntnisstand ist, dass die Deutsche Bundespost nahezu flächendeckend Koax fast bist in jedes Haus in Hintertupfingen verlegt hat. Also auch hier Vermächtnisse eines Staatsunternehmens. Leider wächst bis heute dieses Netz höchstens noch in ein paar Neubaugebieten. Bei den nicht versorgten Häusern heißt es "nicht wirtschaftlich", kein weiterer Ausbau.

  • 23.01.2017 15:30
    H N I K A R antwortet auf Orikalkos
    Benutzer Orikalkos schrieb:
    > (...) Das kostet Geld wie auch die Telekom bemerkt hat.
    >
    Sonst würde Sie diesen Schritt nicht machen.

    Du hast recht mit allem was du schreibst. Nur schreibst du auch am Thema vorbei und dein gezogener Schluss ist falsch.

    Die Telekom kooperiert NUR deshalb, damit Sie überall in Deutschland ihren teuren Magentakram verticken und damit ihren (eingebildeten und so vermarkteten) Nimbus aufrecht erhalten kann. Geld spielt keine Rolle. Wenn Sie DÜRFTE und TECHNISCH KÖNNTE, würde die Telekom auch eiskalt Vectoring von Wettbewerbern mit eigenem Vectoring überbauen. So wie sie Glasfaser der Wettbewerber mit Vectoring überbaut (erst wenn sie das beendet, ist den kooperativen Absichten wirklich zu trauen). Der Weg ist ja aber nun mal rechtlich und technisch versperrt. Sie könnte dort nur mit Glasfaser ankommen. Ist ihr aber zu teuer. Also MUSS sie kooperieren, wenn sie nicht daneben stehen und zugucken will in manchen Regionen. Ist das so schwer zu verstehen?
  • 24.01.2017 09:38
    einmal geändert am 24.01.2017 09:45
    postb1 antwortet auf H N I K A R
    > Die Telekom kooperiert NUR deshalb, damit Sie überall in
    >
    Deutschland ihren teuren Magentakram verticken und damit ihren
    >
    (eingebildeten und so vermarkteten) Nimbus aufrecht erhalten
    >
    kann. Geld spielt keine Rolle. Wenn Sie DÜRFTE und TECHNISCH
    >
    KÖNNTE, würde die Telekom auch eiskalt Vectoring von
    >
    Wettbewerbern mit eigenem Vectoring überbauen. So wie sie
    >
    Glasfaser der Wettbewerber mit Vectoring überbaut (erst wenn
    >
    sie das beendet, ist den kooperativen Absichten wirklich zu
    >
    trauen). Der Weg ist ja aber nun mal rechtlich und technisch
    >
    versperrt. Sie könnte dort nur mit Glasfaser ankommen. Ist ihr
    >
    aber zu teuer. Also MUSS sie kooperieren, wenn sie nicht
    >
    daneben stehen und zugucken will in manchen Regionen. Ist das
    >
    so schwer zu verstehen?

    Also, naja...zunächst mal ist der "Magentakram" fast durchgehend günstiger zu haben als die Verträge von Regionalklitschen, die ausschließlich dort ausbauen, wo es die Allgemeinheit über Fördergelder bezahlt.
    Zum anderen DARF die T eigentlich völlig problemlos einen solchen geförderten Ausbau mit irgendwas, gern auch FTTB, überbauen. Auf eigene Kosten, versteht sich. Sie WILL aber nicht, denn wenn sie wollen würde, dann hätte sie das Dorf längst eigenwirtschaftlich ausgebaut, so daß es vor Ort erst gar nicht zur Teilnahme an der Breitbandförderung gekommen wäre.
    Lieber hat sich auch die T ins gut gepolsterte Fördergeldkissen fallen lassen wollen - und hat sich hier vor Ort dabei verzockt, weil die Regionalklitsche billiger war und die Ausschreibung gewonnen hat. Daß der Ausbaustandard des regionalen durchgehend sehr mangelhaft weil es ja billig sein soll ausgefallen ist, steht dann allerdings auf einem amderen Blatt...Störungen und Ausfälle werden deshalb hier nicht lange auf sich warten lassen.
    Klar ist eben, daß das die meisten Kunden nicht stört, hauptsache "schnelles Internet", das Gemecker kommt erst noch im grauen Alltag, wenn wieder mal aufgrund allzusparsamen Ausbaus nix geht und die Telefonrechnung plötzlich durchgehend 30% höher ist als früher. Fehlendes cbc schlägt in durchschnittlichen Mehrpersonenhaushalten ganz schön rein - da brauch ich mich nur in der eigenen Nachbarschaft umzuhören, die Begeisterung über den ach-so-innovativen FTTC-Provider vor Ort ist inzwischen merklich abgekühlt....