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AVM lässt Omis mit Wählscheibe gnadenlos hängen!


07.01.2017 12:41 - Gestartet von krassDigger
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.
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[1] Mister79 antwortet auf krassDigger
07.01.2017 13:01
Benutzer krassDigger schrieb:
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.

Warum auch, denn die Kunden die nur einen Telefonanschluss besitzen und somit kein Internet nutzen, auch in Zukunft keinen Router benötigen. Daher ändert sich so nichts.

Kunden die dann doch auf Internet Upgraden, die werden dann wohl auch ein neues Telefon benötigen. Sehe ich aber kein Problem drin, denn irgendjemand wird die dann beraten und darauf hinweisen.

Doch was ist mit der analogen Kundschaft, die ihren Telefonanschluss seit 20, 30 oder 40 Jahren unverändert betreibt? Sie bekamen davon bislang nichts mit und könnten leichte Beute für dubiose Geschäftemacher sein.

Was ist mit diesen Kunden? Diese zahlen dann seit 30 oder 40 Jahren einfach zu viel und das freiwillig. Denn meistens ist in diesen Verträgen das Wählscheibentelefon noch mit der monatlichen Gebühr enthalten. Dazu kommen bei diesen Anschlüssen noch die Vieltelefonierer, welche noch ohne Flat unterwegs sind und wer die Omi kennt, der weiß auch das Omi mit einer Flat besser fährt.

Reine Anschlüsse ohne Internet werden eigentlich nur über die Telekom über VOIP vertrieben. Andere Anbieter wie Voda oder O2 oder EasyBell usw haben immer einen Internetzugang dabei. Bei diesen ist der Router natürlich Pflicht.
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[1.1] krassDigger antwortet auf Mister79
07.01.2017 14:11

Denn meistens ist in diesen Verträgen das Wählscheibentelefon noch mit der monatlichen Gebühr enthalten.
Welches dafür aber auch bei einem Defekt vom Techniker vor Ort instandgesetzt oder ausgetauscht wird. Die Telekom unterhält nur dafür noch ein umfangreiches Ersatzteillager, das kostet alles Geld. Klar kann man sich für die Miete auch jedes Jahr ein neues Billigtelefon kaufen, wollen diese Menschen aber nicht, sonst hätten sie es schon getan!
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[1.1.1] Donaldfg antwortet auf krassDigger
08.01.2017 11:45
Hallo,

Benutzer krassDigger schrieb:
Welches dafür aber auch bei einem Defekt vom Techniker vor Ort instandgesetzt oder ausgetauscht wird. Die Telekom unterhält nur dafür noch ein umfangreiches Ersatzteillager, das kostet alles Geld. Klar kann man sich für die Miete auch jedes Jahr ein neues Billigtelefon kaufen, wollen diese Menschen aber nicht, sonst hätten sie es schon getan!

bei einer Tante haben wir als Sie ins Altersheim musste die Telekomrechnung überprüft und dort hatte die Telekom seit 1990 jeden Monat 5 Euro für ein einfaches Tastentelefon ohne Display kassiert .
Der Hammer war dann es kam ein Schreiben in dem die Telekom das Telefon zurückhaben wollte.
Ich habe dann dort angerufen und der Mitarbeiter dem es sichtlich peinlich war sagte da kommt sicher keine Rechnung mehr ,ich sollte das Gerät entsorgen .
Für die Miete hätte sie sicher einige bessere Geräte kaufen können.


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[2] Donaldfg antwortet auf krassDigger
07.01.2017 14:07
Hallo.

Benutzer krassDigger schrieb:
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.

nochmal für alle Schlafmützen für ehemalige analoge Anschlüsse wird sich nichts ändern die laufen weiter.Die werden nur in der Vermittlungsstelle umgebaut.
Aber trotzdem sollte auch für Omas ein Tastentelefon mit Display kein Fremdwort mehr sein.Die Omas und Opas die ich kenne alle über 70 nutzen ja schon Smartphones.
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[2.1] Donaldfg antwortet auf Donaldfg
07.01.2017 14:11

Benutzer krassDigger schrieb:
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.

für Omas die wirklich so an dem alten Gerät hängen gibt es hier Ersatz.
Mit Wählscheibe und Bakelitgehäuse https://www.manufactum.de/suche/?q=telefon
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[3] rolf_berg antwortet auf krassDigger
07.01.2017 14:08

2x geändert, zuletzt am 07.01.2017 14:26
Benutzer krassDigger schrieb:
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.

Das stimmt so pauschal nicht. Meine Fritzboxen 7240, 7320 und 7412 verstehen alle Impulswahl.

Auch wenn AVM das nicht mehr als offizielles Feature bewirbt, können die Boxen das. Lediglich von der 7390 hörte man öfter, das die Impulswahl unzuverlässig funktionierte. Aber hierbei muss man wissen, dass Nummernschalter (Wählscheibe) präzise eingestellt sein müssen. Das muss also nicht an der Box liegen.

Für fast alle heute noch gebraucht erhältlichen Telefonapparate muss man annehmen, dass deren Nummernschalter nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Niemand verfügt heute noch über die zur Justage nötigen Geräte (Schreiber, Prüfschrank). Als gelernter Fernmeldeelektroniker, der hunderte solche Telefone repariert hat und diese heute noch sammelt, kann ich das noch. Und sicher auch ein paar Dutzend Kollegen, die älteren Baujahres sind. Aber ein Laie mit Sicherheit nicht.

Stimmen Ablaufgeschwindigkeit oder Impulsverhältnis nicht exakt oder ist der Kondensator defekt, klappt die Wahl nicht ordnungsgemäß. Dafür kann AVM nichts. Da hilft dann auch kein IWV/MFV-Konverter. So ein Telefon muss repariert werden.

Nachtrag: Auch wenn es so klang, ich repariere nicht im Auftrag. Hab heute nen anderen Job und bin ausgelastet. Aber es gibt Firmen, die sowas erledigen.
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[3.1] postb1 antwortet auf rolf_berg
08.01.2017 16:46
Benutzer rolf_berg schrieb:

Auch wenn AVM das nicht mehr als offizielles Feature bewirbt, können die Boxen das. Lediglich von der 7390 hörte man öfter, das die Impulswahl unzuverlässig funktionierte. Aber hierbei muss man wissen, dass Nummernschalter (Wählscheibe) präzise eingestellt sein müssen. Das muss also nicht an der Box liegen.

Für fast alle heute noch gebraucht erhältlichen Telefonapparate muss man annehmen, dass deren Nummernschalter nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Niemand verfügt heute noch über die zur Justage nötigen Geräte (Schreiber, Prüfschrank). Als gelernter Fernmeldeelektroniker, der hunderte solche Telefone repariert hat und diese heute noch sammelt, kann ich das noch. Und sicher auch ein paar Dutzend Kollegen, die älteren Baujahres sind. Aber ein Laie mit Sicherheit nicht.

Stimmen Ablaufgeschwindigkeit oder Impulsverhältnis nicht exakt oder ist der Kondensator defekt, klappt die Wahl nicht ordnungsgemäß. Dafür kann AVM nichts. Da hilft dann auch kein IWV/MFV-Konverter. So ein Telefon muss repariert werden.

Die Router wollen sehr genaue Impulse bzw Impulspausen. Der Chip im Router wills wohl ganz genau normgerecht haben ohne grosse Toleranzen, während die Technik in der Vst so ziemlich alles schluckt...
Wenns am Router nicht gleich geht, liegt es meistens an einer etwas zu niedrigen Rücklauf-Geschwindigkeit der Wählscheibe. Kann man aber auch ohne Spezialequipment oder besondere Kenntnisse selber machen. Nummernwähler ausbauen, dann die Federdrähte am Fliehraftregler auf lockerste Stellung einhängen. Die Wählscheibe dreht so unmerklich schneller zurück was meist ausreichend für den Router ist. Nebenbei erwähnt sind die alten Bundespostapparate ein Vorbild an Wartungsfreundlichkeit, sowas sucht man heute vergebens.
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[4] Sven Dahmen antwortet auf krassDigger
07.01.2017 15:48
... und somit Senioren abgehängt werden.

Auch Senioren dürfen MFV nutzen...das ist keine Altersfrage! Gerade im Alter haben sich Tastentelefone gegenüber Wählscheiben bewährt. Früher gab es diese Alternative aufgrund der -auch damals schon antiquierten - Post/Telekom-Technik nicht.
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[4.1] postb1 antwortet auf Sven Dahmen
08.01.2017 18:36
Benutzer Sven Dahmen schrieb:
... und somit Senioren abgehängt werden.

Auch Senioren dürfen MFV nutzen...das ist keine Altersfrage! Gerade im Alter haben sich Tastentelefone gegenüber Wählscheiben bewährt. Früher gab es diese Alternative aufgrund der -auch damals schon antiquierten - Post/Telekom-Technik nicht.

Also, die meisten Senioren, die ich kenne, lachen mich aus weil ich neben technisch aktuellen Apparaten immer noch einen FEWAP aus den 60er Jahren am IP Anschluss nutze.
Zumal die meisten Senioren mit mitte 70 ohne das Internet nicht mehr auskommen wollen, lassen sich doch via Facebook alte Bekanntschaften gut pflegen.
Die Wählscheibe ist eher was für Retrofreaks oder Liebhaber alter Fernsprechtechnik.
Viele Servicenummern, etwa beim Energieversorger oder bei der Versicherung lassen sich ohnehin nur nutzen, wenn dasxTelefon Mehrtonwahl beherrscht, zur Eingabe von Kundennummern und ähnlichem...

Was die von dir so genannte antiquierte Technik der Bundespost betrifft, bin ich anderer Meinung. Das Nachfolgemodell des Klassikers FeAp61x sollte beispielsweise in den 80er Jahren ausschließlich mit Tastenblock geliefert werden. Erst nach massiven Kundenprotesten sah sich die DBP genötigt, doch nochmal eine zusätzliche Serie mit Wählscheibe aufzulegen.
Die Behörde war wohl wesentlich flexibler, als heute mancher denkt.
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[5] hrgajek antwortet auf krassDigger
07.01.2017 15:54
Hallo,

Benutzer krassDigger schrieb:
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.

Senioren würden m.E. eher einen Telekom-Router nehmen, aber der Einwand ist dennoch berechtigt :-)

In der Regel sollen Senioren ihren Anschluss belassen und werden wie beschrieben - automatisch - umgestellt. (Sofern kein CallCenter dazwischen grätscht und den Senioren etwas aufdreht, was sie vermutlich gar nicht brauchen oder wollen.)


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[6] marius1977 antwortet auf krassDigger
08.01.2017 07:42
Benutzer krassDigger schrieb:
Kein Wort dazu, dass die DSL-Router des hochgelobten Herstellers AVM schon seit einigen Jahren keine Impulswahl mehr unterstützen, und somit Senioren abgehängt werden.
Ob man mangels IWV-Unterstützung Senioren abhängt?! Oma und Opa bekommen inzwischen bezahlbare Endgeräte die MFV unterstützen.
Nach Wegfall der analogen VST in 1997 ist IWV ein Relikt aus der Steinzeit.