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sopcast?


24.10.2016 14:02 - Gestartet von peti55
einmal geändert am 24.10.2016 14:04
Sie sprechen immer von wesites - was ist eigentlich mit softwre wie sopcast auf der ausländische Fernsehkanäle laufen. Ist es illegal, wenn diese Fussballspiele live zeigen und man diese in Deutschland ansieht - ich geh mal davon aus, dass der ukrainische Fernsehkanal eine Lizenz für diese Spiele besitzt und ja nichts dafür kann, wenn ein Zuschauer in der Ukraine streamt.
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[1] wolfbln antwortet auf peti55
24.10.2016 14:14

5x geändert, zuletzt am 24.10.2016 14:35
Benutzer peti55 schrieb:
Sie sprechen immer von wesites - was ist eigentlich mit softwre wie sopcast auf der ausländische Fernsehkanäle laufen. Ist es illegal, wenn diese Fussballspiele live zeigen und man diese in Deutschland ansieht - ich geh mal davon aus, dass der ukrainische Fernsehkanal eine Lizenz für diese Spiele besitzt und ja nichts dafür kann, wenn ein Zuschauer in der Ukraine streamt.

Der Sender kann nichts dafür, so lange er sein Signal geo-restricted. Darum machen es ja auch praktisch alle. Er wird dafür auch nicht belangt, so lange er derartige Maßnahmen trifft. Versuche mal im ZDF online, nicht über Astra-Satellit, die Champions League im Ausland zu sehen! In Italien muss beispw. sogar Free-TV per Satellit codiert werden, in Deutschland haben sich ARD/ZDF bisher erfolgreich dagegen gewehrt, wofür sie aber drauf zahlen müssen, da man über Astra praktisch in ganz Europa die Programme sehen kann.

Die Streamer handeln illegal. In Deutschland ist dieser inzwischen relativ leicht identifizierbar. Daher kommen die Streams inzwischen fast alle aus dem ziemlich fernen Ausland, wo die Behörden und Netzanbieter wenig Mittel oder Lust verspüren, die Quellen ausfindig zu machen oder selbst Teil der Verwertung sind.

Daher geht es aus Deutschland aus eigentlich nur noch konspirativ und damit ziemlich gefährlich: Einer kauft sich ein Sky-Abo und die Freischaltcodes, die alle paar Sekunden wechseln, werden ausgelesen und über Netzwerke zu anderen Nutzern weitergeleitet. Das heißt Card-Sharing und ist natürlich illegal. Wenn Du aber einen ukrainischen Stream irgendwo im Netz auffängst, passiert dir als Konsument in der Regel nichts.

Ich bezweifele, ob auch jemand effektiv in der Ukraine schon mal deswegen verurteilt wurde, falls es überhaupt Gesetze dort dagegen gibt. Das Land hat erst vor ein paar Jahren auf Druck der EU Kinderpornographie überhaupt unter Strafe gesetzt, was jetzt keinesfalls gleichgesetzt werden soll, aber das Defizit doch anschaulich macht. Hier kommen Kinder zu Schaden und da passiert wenig, beim illegalen Streaming nur die Lizenzinhaber.

In der Regel läuft es halt immer auf die Frage hinaus, wie denn die Inhalte, die gestreamt werden, sonst finanziert werden sollen, wenn für den Rechteinhaber dann nichts mehr abfällt. Bei Fußball hält sich mein Mitleid da in Grenzen, aber allgemein besteht das Problem schon.
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[1.1] Otomo antwortet auf wolfbln
24.10.2016 14:44
zu den Kosten muss man natürlich auch sagen, wenn jemand zB. eine CD illegal lädt, hat er meist nicht das Geld sie zu kaufen, es kann also nicht unbedingt diese Summe als Gewinnverlust reklamiert werden.
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[1.1.1] SpockiHZ antwortet auf Otomo
28.10.2016 06:34

einmal geändert am 28.10.2016 16:40
Benutzer Otomo schrieb:
zu den Kosten muss man natürlich auch sagen, wenn jemand zB. eine CD illegal lädt, hat er meist nicht das Geld sie zu kaufen, es kann also nicht unbedingt diese Summe als Gewinnverlust reklamiert werden.
Wenn ich ein CD kaufe und brenne tausend Kopien und verteile die an Passanten in der Stadt, da entsteht dem Urheber kein Verlust? Seltsam. Wenn ich das ganze noch in Werbeflayer von Dritten einpacke, generiere ich noch meine Kosten und einen Gewinn.