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Viel zu lang hat man sich Zeit genommen


29.09.2016 22:25 - Gestartet von Bernd Lauert
Viel zu lange hat man weggeschaut und das gegenseitige Aufkochen des Hass in den Echokammern des Internet nicht genügend Ernst genommen, wo man fleißig am Wohnheimsbrandklatschen war.
Der braune Sumpf konnte da lange ungestört hochkochen und sich gegenseitig selbst- und weiterbestätigen und jetzt haben wird den Salat.
Solcher Mist als "Freie Rede"? Sollen die mal, wo wir darüber sprechen, in Washington versuchen damit davonzukommen einen Galgen mit den Namen von Präsident und Vize herumzutragen.
Oder passenderweise, wie lange Sie damit im Moskau überleben, das ihnen so lieb ist.
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[1] chrispiac antwortet auf Bernd Lauert
15.01.2017 15:13
Interessant das jetzt gegen „Fake News“ vorgegangen werden soll und vor allem „Wie“. Im Kanzeramt möchte man im Bundespresseamt eine Einheit erstellen, die organisatorisch an das vom Bundesinnenminesterium zu erstellende „Abwehrzentrum gegen Desinformation“ angegliedert wird, um „Abwehrmaßnahmen“ durchzuführen. Scheinbar scheit das Grunggesetz wohl außer Kraft gesetzt werden zu dürfen, Medienzulassung und Kontrolle lag bisher doch im Hoheitsbereich der Bundesländer, jetzt scheint öffentliche Meinung und Information zu Wahlkampfzeiten zu einem Bundesrecht zu mutieren.

So spielt man doch den rechten Mob direkt in die Arme: Wie schnell könnte durch so ein staatliches Konstrukt im Falle eines Wahlsieges der AfD (vielleicht noch nicht 2017 aber vielleicht nach dem Bruch eines Dreierbündnisses an der Regierung oder spätestens bei der übernächsten Bundestagswahl 2021) oder anderer Extremisten in eine „Bundeszensurzentrale“ umfunktioniert werden? Nur das Bundespresseamt unsers neuen Führers/Führerin pardon Kanzer/Kanzerin kennt die Wahrheit, alle Anderes sind „Fake News“.

Dann lieber ein privates Recherchezentrum wie Correktiv, das aber von einer breiten Öffentlichkeit getragen werdem muß. Daher finde ich es gut, das Facebook damit Kooperieren möchte, besser wäre aber, wenn Facebook es zumindest in Form von regelmäßiger Spenden auch unterstützen würde. Sonnst steht ganz schnell der Vorwurf im Raum, das Facebook nur günstig den Rahm abschöpfen möchte - sich also dumm und dämlich an zurückgehaltenden Werbeeinnahmen von „Fake News“ verdient und sich nicht an den Kosten beteiligen möchte um solchen Falschmeldungen entgegenzutreten.