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einheitliches Europa - einheitliche Preise


21.09.2016 17:32 - Gestartet von chickolino1
Die Politiker wollen ein Einheitliches Europa....

Warum also keine Einheitlichen Preise ?

Was ist so schlimm daran, wenn die billigen Bierpreise in Deutshcland etwas hoeher werden, in Schweden deutlich billiger und andersow bleiben sie im Mittelmass, weil sie das schon vorher hatten.

...und dasselbe fuer den Mobilfunkbereich....

Polnische Mobilfunkprweise hoch, Franzoesiche auch, dafuer detusche runter...

einheitliches Europa = Einheitlicher Markt ===> ist das soooo schwer ?
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[1] wolfbln antwortet auf chickolino1
21.09.2016 19:32

3x geändert, zuletzt am 21.09.2016 22:19
Benutzer chickolino1 schrieb:
Die Politiker wollen ein Einheitliches Europa....

Warum also keine Einheitlichen Preise ?

Was ist so schlimm daran, wenn die billigen Bierpreise in Deutshcland etwas hoeher werden, in Schweden deutlich billiger und andersow bleiben sie im Mittelmass, weil sie das schon vorher hatten.

...und dasselbe fuer den Mobilfunkbereich....

Polnische Mobilfunkprweise hoch, Franzoesiche auch, dafuer detusche runter...

einheitliches Europa = Einheitlicher Markt ===> ist das soooo schwer ?

Einheitliches Europa heißt nicht, dass überall die gleichen Preise gelten, die noch dazu überstaatlich vorgegeben werden und nicht durch den Markt entstehen.

Das ist ein Fehlglaube von Europa. Aldi/Lidl müssen nicht zwnagsläufig in allen Ländern 46ct für den Liter Milch nehmen müssen. Dieser Kontinent wird nicht über den Preis geeinigt. Du könntest genauso grotesk argumentieren überall in Europa müssen staatlich verordnet das gleiche Einkommen herrschen, damit wir einig werden (Mao lässt grüßen). Was dann hier wohl etwa los wäre?
So lange die Märkte national reguliert werden, sind Einheitspreise Utopie. National könnte man natürlich entregulieren und die Grundlage schaffen mit einheitlichen europaweiten Lizenzen, Steuern usw. Dann gleichen sich die Preise bei ähnlicher Wettbewerbssituation ganz von selbst an.

Wieso sollen eigentlich die Kunden in den Ländern die Zeche zahlen in denen der Wettbewerb funktioniert für die, wo er nicht funktioniert? Diese Transferleistung wäre dauerhaft etwa so populär wie die Zuschüsse, die wir zahlen müssen, damit der Euro so einigermaßen funktioniert. Dass dies überall dann zu Verdruss führt und nicht zur großen Einheit zeigt das Beispiel unserer Währung doch leider nur zu deutlich.
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[1.1] eandree1 antwortet auf wolfbln
21.09.2016 23:41
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer chickolino1 schrieb:
Die Politiker wollen ein Einheitliches Europa....

Warum also keine Einheitlichen Preise ?

Was ist so schlimm daran, wenn die billigen Bierpreise in Deutshcland etwas hoeher werden, in Schweden deutlich billiger und andersow bleiben sie im Mittelmass, weil sie das schon vorher hatten.

...und dasselbe fuer den Mobilfunkbereich....

Polnische Mobilfunkprweise hoch, Franzoesiche auch, dafuer detusche runter...

einheitliches Europa = Einheitlicher Markt ===> ist das soooo schwer ?

Einheitliches Europa heißt nicht, dass überall die gleichen Preise gelten, die noch dazu überstaatlich vorgegeben werden und nicht durch den Markt entstehen.

Das ist ein Fehlglaube von Europa. Aldi/Lidl müssen nicht zwnagsläufig in allen Ländern 46ct für den Liter Milch nehmen müssen. Dieser Kontinent wird nicht über den Preis geeinigt. Du könntest genauso grotesk argumentieren überall in Europa müssen staatlich verordnet das gleiche Einkommen herrschen, damit wir einig werden (Mao lässt grüßen). Was dann hier wohl etwa los wäre?
So lange die Märkte national reguliert werden, sind Einheitspreise Utopie. National könnte man natürlich entregulieren und die Grundlage schaffen mit einheitlichen europaweiten Lizenzen, Steuern usw. Dann gleichen sich die Preise bei ähnlicher Wettbewerbssituation ganz von selbst an.

Wieso sollen eigentlich die Kunden in den Ländern die Zeche zahlen in denen der Wettbewerb funktioniert für die, wo er nicht funktioniert? Diese Transferleistung wäre dauerhaft etwa so populär wie die Zuschüsse, die wir zahlen müssen, damit der Euro so einigermaßen funktioniert. Dass dies überall dann zu Verdruss führt und nicht zur großen Einheit zeigt das Beispiel unserer Währung doch leider nur zu deutlich.

Das sehe ich anders. Bankgebühren werden ja auch staatlich reguliert und es wird vorgeschrieben, dass man z.B. mit seiner Girocard im ganzen Euro-Raum kostenlos zahlen kann. Hier gibt es auch kein Fair-Use.
Warum also im Mobilfunk? Da muss halt auch der Vereechnungspreis reguliert werden und für alle Netzbetreiber gleich hoch sein.
Mobilfunk ist in anderen Ländern billiger, auch in Hochpreis-Ländern wie Schweden oder Österreich. Warum soll ich mir dort keinen Vertrag holen können. Die Deutschen Anbieter haben sind selber dafür verantwortlich, dass Sie Milliarden für die Lizenzen bezahlt haben. Ich als Verbraucher büße das schon lange mit überteuerten Tarifen Ich hoffe auf kompletten Wegfall der Roaminggebühren und ja, ich hole mir dann eine ausländische SIM zum surfen. Die Mobilfunk-Anbieter scheinen eine gute Lobby zu haben.
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[1.1.1] wolfbln antwortet auf eandree1
22.09.2016 00:44

5x geändert, zuletzt am 22.09.2016 01:29
Benutzer eandree1 schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer chickolino1 schrieb:
Die Politiker wollen ein Einheitliches Europa....

Warum also keine Einheitlichen Preise ?

Was ist so schlimm daran, wenn die billigen Bierpreise in Deutshcland etwas hoeher werden, in Schweden deutlich billiger und andersow bleiben sie im Mittelmass, weil sie das schon vorher hatten.

...und dasselbe fuer den Mobilfunkbereich....

Polnische Mobilfunkprweise hoch, Franzoesiche auch, dafuer detusche runter...

einheitliches Europa = Einheitlicher Markt ===> ist das soooo schwer ?

Einheitliches Europa heißt nicht, dass überall die gleichen Preise gelten, die noch dazu überstaatlich vorgegeben werden und nicht durch den Markt entstehen.

Das ist ein Fehlglaube von Europa. Aldi/Lidl müssen nicht zwnagsläufig in allen Ländern 46ct für den Liter Milch nehmen müssen. Dieser Kontinent wird nicht über den Preis geeinigt. Du könntest genauso grotesk argumentieren überall in Europa müssen staatlich verordnet das gleiche Einkommen herrschen, damit wir einig werden (Mao lässt grüßen). Was dann hier wohl etwa los wäre?
So lange die Märkte national reguliert werden, sind Einheitspreise Utopie. National könnte man natürlich entregulieren und die Grundlage schaffen mit einheitlichen europaweiten Lizenzen, Steuern usw. Dann gleichen sich die Preise bei ähnlicher Wettbewerbssituation ganz von selbst an.

Wieso sollen eigentlich die Kunden in den Ländern die Zeche zahlen in denen der Wettbewerb funktioniert für die, wo er nicht funktioniert? Diese Transferleistung wäre dauerhaft etwa so populär wie die Zuschüsse, die wir zahlen müssen, damit der Euro so einigermaßen funktioniert. Dass dies überall dann zu Verdruss führt und nicht zur großen Einheit zeigt das Beispiel unserer Währung doch leider nur zu deutlich.


Das sehe ich anders.
Das ist Dein gutes Recht.
Bankgebühren werden ja auch staatlich reguliert und es wird vorgeschrieben, dass man z.B. mit seiner Girocard im ganzen Euro-Raum kostenlos zahlen kann. Hier gibt es auch kein Fair-Use.
Ja, analog dazu kann man die Angleichung der Roaminggebühren sehen. Es werden aber nicht alle Bankgebühren staatl. vorgeschrieben, sondern nur einige soweit sie z.B. SEPA-Überweisungen betreffen. Kein kapitalisitischer Staat würde aber einer Bank vorschreiben, wieviel Zinsen, Gebühr fürs Girokonto oder den Kredit sie zu nehmen hat. D.h. in beiden Bereichen werden nur bestimmte Dienstleistungen reguliert, das Hauptgeschäft bleibt aber unreguliert und theoretisch dem Markt überlassen. Die Banken verdienen aber hauptsächlich nicht an Überweisungen, sondern an ihrem Kerngeschäft (mal mit Ausnahme von Moneygram oder Western Union, die 15% bei Überweisungen in Übersee nehmen). Beim Mobilfunk tangiert die Roaminggebühr aber das Kerngeschäft Inlandspreise.
Warum also im Mobilfunk? Da muss halt auch der Vereechnungspreis reguliert werden und für alle Netzbetreiber gleich hoch sein.
Der Großhandelspreis im Roaming ist reguliert und wird wohl bei 0,85ct pro MB in nächsten Jahr liegen. Damit zahlt der Betreiber 8,50€ pro GB an den Roamingprovider. Wie soll er das mit einem Tarif finanzieren, der bei 0,20€ pro GB im Inland liegt und zu den er keinen Aufpreis mehr aufschlagen darf für Roaming?
Mobilfunk ist in anderen Ländern billiger, auch in Hochpreis-Ländern wie Schweden oder Österreich.
Ja, und in anderen Ländern teurer. Was sagt uns das jetzt? Nur, dass allgemeines Preisniveau und Mobilfunkpreise nicht (immer) zusammenfallen.
Warum soll ich mir dort keinen Vertrag holen können?
Ganz einfach: Weil Du dort keinen bekommst, ohne Wohnsitz (in Österreich) oder Konto (in Schweden). Glaube mir, es ist zumeist im Ausland maximal eine prepaid SIM drin, außer Du verlegst deinen Wohnsitz dahin oder du hast ein Konto dort. Und selbst Prepaid macht Probleme. Z.B. in Schweden kannst Du sie nur mit schwedischen Kreditkarten aufladen oder mit Ladebons. Was machst du dann mit deiner schwedischen SIM hier?
Die Deutschen Anbieter haben sind selber dafür verantwortlich, dass Sie Milliarden für die Lizenzen bezahlt haben. Ich als Verbraucher büße das schon lange mit überteuerten Tarifen.
Die berühmte teure Auktion mit UMTS-Frequenzen war 2000!!! Die ist schon längst abbezahlt. LTE-Frequenzen in den letzten Jahren waren vergleichsweise günstig in Deutschland gerechnet auf den Gesamtumsatz der Branche. Es stimmt, die Lizenzgebühr wirkt wie eine zusätzliche Abgabe. Das tut sie aber auch anderswo.
Ich hoffe auf kompletten Wegfall der Roaminggebühren und ja, ich hole mir dann eine ausländische SIM zum surfen.
Das kannst Du versuchen, aber permanentes Roaming ist und bleibt klar ausgeschlossen. Es wird sogar als "Missbrauch" klar diffamiert. Also nicht dann gegen Provider, EU oder wen auch immer schimpfen, wenn Du einfach abgeschaltet wirst oder doch - wie neu angedeutet - einen Aufpreis in Höhe der Gebühr, die der Provider zu zahlen hat, aufgedrückt bekommst.
Die Mobilfunk-Anbieter scheinen eine gute Lobby zu haben.
Das haben sie wohl. Aber man kann auch von niemanden verlangen, dass er dauerhaft Preise unter dem Einkaufspreis nimmt. Im Lebensmittelhandel in Deutschland - weil du gerne mit anderen Branchen vergleichst - wäre das sogar verboten. In anderen Branchen ist der Händler dann irgendwann pleite. Die Großen können das vielleicht intern umbuchen. Aber eine Regelung, die nur die Großen begünstigt und überleben lässt, die ihre Märkte abgesteckt haben, hat eben exakt zu den überteuerten Preisen im Mobilfunk hierzulande geführt, weil sie eigentlich keinen echten Wettbewerb mehr gegeneinander betreiben. Wünscht du das wirklich allen?
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[2] tosho antwortet auf chickolino1
29.09.2016 16:57
Benutzer chickolino1 schrieb:
Die Politiker wollen ein Einheitliches Europa....

Warum also keine Einheitlichen Preise ?

Was ist so schlimm daran, wenn die billigen Bierpreise in Deutshcland etwas hoeher werden, in Schweden deutlich billiger und andersow bleiben sie im Mittelmass, weil sie das schon vorher hatten.

...und dasselbe fuer den Mobilfunkbereich....

Polnische Mobilfunkprweise hoch, Franzoesiche auch, dafuer detusche runter...

einheitliches Europa = Einheitlicher Markt ===> ist das soooo schwer ?

Um dein Szenario zu realisieren fehlt ein wichtiger Punkt: In Deutschland Löhne runter, in Polen Löhne rauf. Wie findest Du das?