Diskussionsforum
  • 03.01.2018 14:47
    Wechseler schreibt

    ECM-Fehlerkorrektur ausschalten

    Das ist ja eine selten dämliche Empfehlung. Denn genau die sorgt doch dafür, daß das Fax auch fehlerfrei am anderen Ende ankommt.

    Davon abgesehen gibt es keinen Unterschied zwischen einem Faxgerät an einem "IP-Anschluß" und einem Web-to-Fax-Dienst. Letzterer versendet auch nicht via Zauberei, sondern per VoIP-Verbindung zum Ziel-Faxgerät. Wie denn auch sonst?

    Die professionellen VoIP-Anbieter wie Dus.net haben das Thema seit über einem Jahrzehnt hervorragend im Griff, nur die Amateure bei der Deutschen Telekom üben noch SIP. Ist ja auch ganz neu für die. Erfahrung ist eben durch nichts zu ersetzen.

    Fazit: Wenn's funktionieren soll, einfach mit Profis arbeiten.
  • 04.01.2018 11:08
    kammann antwortet auf Wechseler
    Benutzer Wechseler schrieb:

    > Davon abgesehen gibt es keinen Unterschied zwischen einem
    >
    Faxgerät an einem "IP-Anschluß" und einem Web-to-Fax-Dienst.
    > Letzterer versendet auch nicht via Zauberei, sondern per
    >
    VoIP-Verbindung zum Ziel-Faxgerät. Wie denn auch sonst?
    Das Problem liegt in der analogen Modemverbindung eines G3-Faxes über eine DSL-Leitung. Wer eine perfekte DSL-Verbindung hat kann auch G3-Faxe mit ECM/Fehlerkorrekter einwandfrei verschicken. In der Praxis sind aber viele DSL-Leistungen mit Jitter (variabler Verzögerung) behaftet, die bei einer Sprachübertragung nicht auffällt, eine Modemverbindung ("Pieps-Töne") aber unmöglich macht - da macht dann auch eine Fehlerkorrektur kein Sinn, denn diese besteht beim Fax in einer simplen Wiederholung fehlerhafter Seiten. Daher ist die Empfehlung der Telekom, 9600 Bit/s ohne ECM nur konsequent. Mit ECM würde eine Seite zwar übertragen, wegen ständiger Fehler aber nicht quittiert werden.

    Ein Web-To-Fax nutzt in aller Regel ein direktes Gateway ins Telefonnetz, in jedem Fall über eine stabile Glasfaser-Leitung ohne Jitter - da funktioniert dann auch eine Modemverbindung über den G.711 Sprachcodec. Wenn dann noch die Gegenstellle T.38 unterstützt, umso besser.



  • 06.01.2018 12:28
    Wechseler antwortet auf kammann
    Benutzer kammann schrieb:
    > Das Problem liegt in der analogen Modemverbindung eines
    >
    G3-Faxes über eine DSL-Leitung. Wer eine perfekte
    >
    DSL-Verbindung hat kann auch G3-Faxe mit ECM/Fehlerkorrekter
    >
    einwandfrei verschicken. In der Praxis sind aber viele
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    DSL-Leistungen mit Jitter (variabler Verzögerung) behaftet, die
    >
    bei einer Sprach2übertragung nicht auffällt, eine
    >
    Modemverbindung ("Pieps-Töne") aber unmöglich macht

    Bei welchen Amateur-Anbietern ist das so? Telekom?

    Über ADSL habe ich 2005 schon V.90-over-VoIP-Modem-Verbindungen aufgebaut. Geht völlig problemlos. Das G3-Faxprotokoll ist noch deutlich robuster, muß ja schließlich auch bis in den hintersten Dschungel funktionieren.

    > da macht
    >
    dann auch eine Fehlerkorrektur kein Sinn, denn diese besteht
    >
    beim Fax in einer simplen Wiederholung fehlerhafter Seiten.

    Wenn keine Seite fehlerfrei ankommt, kann man sich Übung auch komplett sparen.

    > Ein Web-To-Fax nutzt in aller Regel ein direktes Gateway ins
    >
    Telefonnetz, in jedem Fall über eine stabile Glasfaser-Leitung
    >
    ohne Jitter

    Schön wär's. Das "Telefonnetz" existiert doch gar nicht mehr. ;-)