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UMWELT


21.03.2016 09:44 - Gestartet von koelli
Besonders schlimm finde ich bei fest verbauten Akkus den Umweltaspekt: ich möchte nicht wissen, wie viele Geräte mit Akku im Müll landen, obwohl ein Akku ja niemals in den normalen Müll darf! Genauso schlimm sind da elektronische Zahnbürsten oder jetzt sogar Hornhautentferner mit fest verbauten Akku!
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[1] grafkrolock antwortet auf koelli
21.03.2016 09:53
Benutzer koelli schrieb:
ich möchte nicht wissen, wie viele Geräte mit Akku im Müll landen, obwohl ein Akku ja niemals in den normalen Müll darf!
Das war bei NiCd-Akkus mal ein kritischer Punkt, mit einem Litium-Ionen- oder Nickel-Hydrid-Akku wird man kaum die Umwelt verseuchen, wenn der Akku doch in der Verbrennung landet.
Dennoch gilt natürlich auch für den Rest eines Handys: Schrott, nicht Müll.
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[1.1] garfield antwortet auf grafkrolock
21.03.2016 10:47
Benutzer grafkrolock schrieb:
Das war bei NiCd-Akkus mal ein kritischer Punkt, mit einem Litium-Ionen- oder Nickel-Hydrid-Akku wird man kaum die Umwelt verseuchen, wenn der Akku doch in der Verbrennung landet. Dennoch gilt natürlich auch für den Rest eines Handys: Schrott, nicht Müll.

Na eben. Denn wird uns nicht immer erzählt, wie die armen Kinder in Afrika aus den Handys die Edelmetalle und seltenen Erden wieder rauspulen? Ich weiß ja nicht, wie die Umwelt darüber denkt, aber besonders gut für die Gesundheit soll es angeblich nicht sein. (Nicht nur) denen wäre es bestimmt lieber, wenn sie die alten Akkus einfach so rausnehmen und in die entsprechende Sortierkiste werfen könnten, ohne das Brecheisen zu Hilfe nehmen zu müssen.
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[1.1.1] Zündi antwortet auf garfield
21.03.2016 16:35
Benutzer garfield schrieb:
Benutzer grafkrolock schrieb:
Das war bei NiCd-Akkus mal ein kritischer Punkt, mit einem Litium-Ionen- oder Nickel-Hydrid-Akku wird man kaum die Umwelt verseuchen, wenn der Akku doch in der Verbrennung landet. Dennoch gilt natürlich auch für den Rest eines Handys: Schrott, nicht Müll.

Na eben. Denn wird uns nicht immer erzählt, wie die armen Kinder in Afrika aus den Handys die Edelmetalle und seltenen Erden wieder rauspulen? Ich weiß ja nicht, wie die Umwelt darüber denkt, aber besonders gut für die Gesundheit soll es angeblich nicht sein. (Nicht nur) denen wäre es bestimmt lieber, wenn sie die alten Akkus einfach so rausnehmen und in die entsprechende Sortierkiste werfen könnten, ohne das Brecheisen zu Hilfe nehmen zu müssen.

Wenn es bei euch Wertstoffhöfe gibt, dann landet der dort abgegebene Elektromüll sicher nicht in Afrika.
In unserer Gegend ist es allerdings so, das Elektromüll an bestimmten Terminen auf die Straße gestellt und dann vom Abfallzweckverband abgeholt wird. Leider wissen das auch einige Schrotthändler und die grasen dann an den Tagen die Straßen ab und holen alles mit, wo auch nur ein bisschen Metall drin ist.
Deshalb werfe ich mitlerweile alles in die Mülltonne, was reinpasst, da ich keine Lust habe, für afrikanische Umwelt- und Gesundheitsprobleme mitverantwortlich zu sein. Die Verbrennung in Deutschland ist dann doch das kleinere Übel.

Bei Althandys und Altlampen mache ich jedoch eine Ausnahme. Für Lampen gibts in vielen Läden Sammelbehälter und Handys/Smartphones kann man in fast jedem Handyladen abgeben. Ich hab jedenfalls im letzten Jahr mehrere alte Nokias in einem o2-shop abgegeben.

Ab mitte des Jahres soll es wohl möglich sein, Kleinelektrogeräte in jedem Laden abzugeben, das solche Geräte verkauft.
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[2] blumenwiese antwortet auf koelli
21.03.2016 09:56
Also ich finde das nicht schlimm. Müll wird heute in Deutschland verbrannt. Wenn da ein Li-Akku verbrennt, kommt nichts Schädliches dabei raus. Auch NiMh-Akkus sind da nicht schlechter. Nur uralte NiCd-Akkus könnten ein Problem darstellen. Aber selbst Cadmium dürfte durch die Filteranlagen weitestgehend zurückgehalten werden.

Ich werfe jedenfalls seit Jahr und Tag alle meine Batterien (Autobatterie ausgenommen) und Akkus in den Restmüll.
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[2.1] Mayne antwortet auf blumenwiese
21.03.2016 13:11
Ja klar. Bitte einfach Lithium und alle anderen seltenen Erden auf den Müll werfen oder in die Luft blasen, das macht die Welt klar besser. Und selbst wenn mal Cadmium verbrannt wird, wo ist das Problem, landet doch alles im Luftfilter!!!!1! Und der und der Cadmium-verseuchte Abraum stellen ja wie wir alle wissen kein Problem dar, schon gar nicht für z.B. das Grundwasser.

Bei so guten Argumenten spare ich mir doch in Zukunft auch das super-aufwendige Sammeln der Batterien und Abgeben derselben neben der Kasse im Supermarkt. Das hat mich bestimmt im Leben schon fünf Minuten meiner Zeit gekostet. Akkus und Batterien verbrenne ich in Zukunft im heimischen Kamin, dann wärmen die auch noch schön.

Mannmannmann.
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[2.1.1] blumenwiese antwortet auf Mayne
21.03.2016 13:46
Benutzer Mayne schrieb:
Ja klar. Bitte einfach Lithium und alle anderen seltenen Erden auf den Müll werfen oder in die Luft blasen, das macht die Welt klar besser.

In Lithium-Akkus ist kaum metallisches Lithium enthalten, fast nur Lithiumsalze. Die Aufbereitung ist teurer als die benötigen Rohstoffe neu auf dem Weltmarkt einzukaufen. Woher ich das weiß? Wäre es anders, würde mir für die Abgabe gebrauchter Akkus Geld geboten.

Und selbst wenn mal Cadmium verbrannt wird, wo ist das Problem, landet doch alles im Luftfilter!!!!1! Und der und der Cadmium-verseuchte Abraum stellen ja wie wir alle wissen kein Problem dar, schon gar nicht für z.B. das Grundwasser.

Das stellt tatsächlich keine Gefahr dar. Giftige Endprodukte aus der Müllverbrennung werden in Salzbergwerken und weit weg von jedem Grundwasser endgelagert. Aber wie gesagt gibt es heute eh praktisch keine cadmiumhaltigen Akkus mehr.

Bei so guten Argumenten spare ich mir doch in Zukunft auch das super-aufwendige Sammeln der Batterien und Abgeben derselben neben der Kasse im Supermarkt. Das hat mich bestimmt im Leben schon fünf Minuten meiner Zeit gekostet.

Es spricht doch nichts dagegen, Akkus und Batterien zu Sammelstellen zu bringen. Ich wollte nur verdeutlichen, dass es heute umwelttechnisch unproblematisch ist, sie eben auch in den Restmüll zu geben.

Akkus und Batterien verbrenne ich in Zukunft im heimischen Kamin, dann wärmen die auch noch schön.

Das kannst du von mir aus gerne machen. Nur hat die Verbrennung im heimischen Kamin in etwa soviel mit einem modernen Müllheizkraftwerk zu tun, wie eine Kerze mit einem Kernkraftwerk.
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[2.1.1.1] Mayne antwortet auf blumenwiese
21.03.2016 15:36
Ja, ich verstehe schon. Das BattG ist eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die Statistiken zum Recycling von Batterien und Akkus sind frei erfunden, in Batterien/Akkus sind außer Ni/Cd/Li keine recyclingfähigen Metalle enthalten, das Wegschaffen von Problemstoffen in Salzbergwerken ist nachhaltig und sicher (deswegen gibt es ja auch kein Atommüllendlagerproblem), Glas- und Papiermüll wird in Wirklichkeit nicht recycelt (denn für das Abliefern von Altglas gibt es ja kein Geld), Wertstoffe, die heute nicht kostendeckend recycelt werden können, werden für immer nicht recyclingfähig sein (denn es gibt keinen Fortschritt im Recyclingwesen oder gar steigende Rohstoffpreise) und z.B. die Mitteilungen des Umweltbundesamts sind auch allesamt Mumpitz.

Heute habe ich wieder viel gelernt.
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[2.1.1.1.1] blumenwiese antwortet auf Mayne
21.03.2016 17:13
Benutzer Mayne schrieb:

Heute habe ich wieder viel gelernt.

Das mag sein, nur habe ich praktisch nichts davon geschrieben. Papier und Glas werden recycelt. Für beide gibt es auf dem Markt auch durchaus Geld. Für Glas habe ich es nicht im Kopf. Aber für Papier bekomme ich bei privaten Aufkäufern zwischen 5 und 10 Cent je kg. Die Preise schwanken stark. Eben weil es eine wirtschaftlich sinnvolle Art der Wiederverwendung gibt. Bei Akkus und Batterien ist das nicht der Fall. Und natürlich kann sich das in Zukunft einmal öndern. Jetzt ist es aber nun mal so.