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Glasfaserkabel wozu?


14.03.2016 15:50 - Gestartet von Wilfried Zwanziger
Selbst wenn ich eine zwölfköpfige Familie hätte, wäre Glasfaser total daneben. Nicht einmal Medienunternehmen, TV- und Radiosender wären in der Lage die Möglichkeiten von Glasfaser auszuschöpfen.

Aber nehmen wir einmal an, wir bräuchten künftig tatsächlich solche Bandbreiten, dann wären kabelgebundene Lösungen längst überholt. Alleine der Bauweise von Genossenschaftssiedlungen wegen. Etagen- Blöcke- und Straßenweise müssten Betonwände aufgerissen werden. Alles was wir für die kommenden 50 Jahre an Breitbandlösungen brauchen, sind Anbieter mit bezahlbaren Preisen. Und zu denen gehört, nur als eines von vielen Beispielen, mit Sicherheit kein Vodas(chl)umpf.
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[1] Thunderbyte antwortet auf Wilfried Zwanziger
14.03.2016 16:32
Benutzer Wilfried Zwanziger schrieb:
Selbst wenn ich eine zwölfköpfige Familie hätte, wäre Glasfaser total daneben. Nicht einmal Medienunternehmen, TV- und Radiosender wären in der Lage die Möglichkeiten von Glasfaser auszuschöpfen.

Alleine schon zum Streamen eines einzelnen 4k Streams (und das wird in den nächsten Jahren Standard) braucht man >25Mbit. Nun habe man mal noch mehrere Familienmitglieder, die parallel noch FullHD Streams schauen (wenn TV nur übers Internet kommt, wie bei Telekom Entertain) und schon wird's selbst mit 100Mbit eng.

Beim Glasfaserausbau reden wir über die nächsten 10 Jahre! Jetzt schaue man mal 10 Jahre zurück und überlege sich, was da IT mäßig aktuell war. Wenn jetzt nicht begonnen wird, wird's dann, wenn es benötigt wird, nicht zur Verfügung stehen.

Insofern hätte man schon vor Jahren damit beginnen sollen. Man schaue sich http://winfuture.de/news,91427.html#sci1455807698,922,547,14578 und weine...
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[2] kammann antwortet auf Wilfried Zwanziger
14.03.2016 17:49
Benutzer Wilfried Zwanziger schrieb:
Selbst wenn ich eine zwölfköpfige Familie hätte, wäre Glasfaser total daneben. Nicht einmal Medienunternehmen, TV- und Radiosender wären in der Lage die Möglichkeiten von Glasfaser auszuschöpfen.
In vielen insb. ländlichen Regionen baut die Telekom VDSL in "Sparvariante" aus,d.h. die vorhandenen Kabelverzweiger werden durch Outdoor-DSLAMs ersetzt. Diese stehen aber nicht unbedingt an den Stellen, wo auch die Bandbreite benötigt wird. Ich kenne Orte, da wurden Verteiler am Ortseingang aufgerüstet - in der Ortsmitte kommt dann - trotz VDSL und Vectoring - nur 16 Mbit/s an.
Selbst wenn man Glück hat weil man in der Nähe eines aufgerüsteten Verteilers wohnt bekommt man anfänglich vielleicht 100 Mbit/s. Je mehr Anwohner umstellen, umso geringer wird die eigene Bandbreite - wenn die Leitung überhaupt noch stabil verfügbar ist. Ich kenne Anschlüsse, bei denen Telekom-Techniker empfohlen haben, sich lieber mit dem Nachbar einen (stabilen) Anschluss zu teilen, als durch einen weiteren Anschluss auf demselben (uralt-)Kabel zwei instable Anschlüsse zu haben, die dann am Tag 10-20 Mal -gleichzeitig - den Sync verlieren und dabei laufende Telefonate abbrechen.
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[2.1] teknican antwortet auf kammann
12.06.2016 12:25
In vielen insb. ländlichen Regionen baut die Telekom VDSL in "Sparvariante" aus,d.h. die vorhandenen Kabelverzweiger werden durch Outdoor-DSLAMs ersetzt. Diese stehen aber nicht unbedingt an den Stellen, wo auch die Bandbreite benötigt wird. Ich kenne Orte, da wurden Verteiler am Ortseingang aufgerüstet - in der Ortsmitte kommt dann - trotz VDSL und Vectoring - nur 16 Mbit/s an.

Diese Outdoor am Ortsrand sind nicht vektoringfähig, DieseStandorte wurden aber so gebaut, um überhaupt erstmal diese Ortschaften versorgen zu können. Dort sind oft 3-4 DSLAM konzentriert. Für echtes Vectoring müssen diese weiter in die Ortsmitte vrelagert (und die DSAM abgebaut) werden , da für Vectoring nur 1 MSAN pro KVz möglich ist. VDSL fängt bei 25MBit an, Vectoring mit 50MBit, die 16MBit sind dann immer noch ADSL2+