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Glasfaseranschlüsse nicht nutzbar


14.03.2016 22:22 - Gestartet von ger1294
einmal geändert am 14.03.2016 22:26
Hallo,

ich wohne (leider) in einer der Städte, in denen die Telekom FTTB ausgebaut hat mit Glasfaser bis ins Haus. Dies hat extreme Nachteile für mich, denn aufgrund des FTTB Ausbaus ist kein VDSL an meinem Standort verfügbar und damit auch kein Produkt eines anderen Anbieters (z.B. 1&1, Vodafone, O2) mit höherer Bandbreite als "bis zu 16 Mbit/s", da die Telekom ihre Glasfaser ausschließlich exklusiv nur selbst nutzen möchte. Somit ist der Wettbewerb praktisch ausgeschaltet.

Wenn ich nun 50 Mbit/s zu wesentlich schlechteren Konditionen bestellen will (ich brauche nur Internet, muss bei Telekom aber Telefon mitbezahlen, obwohl ich keinen 2. Telefonanschluss brauche, dann muss ich die Hardware z.B. FritzBox 7490 selbst kaufen, die mir andere Anbieter gratis oder kostengünstig geben und noch 69,90 € Anschlussgebühr bezahlen), kommt aber der eigentliche Hammer. Beim testweisen Versuch, einen solchen FTTB Anschluss zu buchen, erhalte ich für die nächsten 3 Monate (maximale Vorausbestelldauer) egal, welches Datum ich auswähle, die Meldung "Leider sind in der Woche x keine freien Bereitstellungstermine verfügbar". Erfahrungen anderer Bekannter, die sich auf das "Abenteuer" Telekom FTTB eingelassen haben, bestätigen dies. Diese warteten teilweise 2 und mehr Monate auf ihren Anschluss, wohlgemerkt liegt die Technik aber seit Jahren im Haus. Auf Nachforschungen stellt sich heraus, dass wohl nicht genügend Techniker verfügbar sind, welche sich mit der Technik auskennen.

Ich habe selbst FTTB Anschlüsse für M-Net geschaltet, einen regionalen ANbieter in München. Dort klappt die Bereitstellung zeitnah und die FTTX-VDSLAMs sind in manchen Gebäuden bereits zu > 50 % genutzt. Die Schaltung war unproblematisch und es gibt bei M-Net alle Angebote für jeden Bedarf, d.h. auch wer nur 18 Mbit/s braucht, bekommt diese, allerdings voll über Glasfaser und nicht über die alte Kupfer-TAL.

In Kempten hat man dagegen nur die Wahl, bei Telekom oder Wettbewerbern ADSL2+ Anschlüsse (Annex B) zu bestellen, welche bei mir mit maximal 10000/1000 bei rund 50 Disconnects im Monat laufen, oder beim Monopolanbieter Telekom ein Produkt zu bestellen (soweit man es denn bestellen kann), was vielleicht nach Monaten geschaltet wird. Und dann gibt es noch Kabel Deutschland, wo jeden Abend ab 19 Uhr die Bandbreite in den Keller geht (gesehen bei 3 Bekannten).

Da ich aus beruflichen Gründen noch einige Jahre auf ISDN angewiesen sein werde, bleibe ich daher bei einem Kupfer ADSL2+ von M-Net mit ISDN und würde, so es denn erhältlich wäre, einen 50 Mbit/s Anschluss dazu buchen, ohne Telefon (da bereits vorhanden). Mangels VDSL Verfügbarkeit und nicht nutzbarem Glas wird das wohl noch Zukunftsmusik bleiben.

Liebend gerne hätte ich M-Net FTTx anstatt dem Telekom FTTx, was diese Gesellschaft selbst nicht zum Laufen bringt, aber durch den Telekom Glasfaserausbau ist dieses Thema für immer gestorben, denn durch die drohende BNetzA Entscheidung wird M-Net in unserem HVT 9 nicht mal mehr VDSL im HVT aufbauen, da ja im Falle einer Telekom-günstigen Entscheidung M-Net noch seine aktiven VDSL Kunden am HVT 2 abschalten müsste. Ab dann gibt es das totale Telekom Monopol für Bandbreiten > 16 Mbit/s.
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[1] arbeiterjoe antwortet auf ger1294
15.03.2016 10:52
first world problems
https://en.wikipedia.org/wiki/First_World_problem
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[2] CIA_MAN antwortet auf ger1294
15.03.2016 10:58
Benutzer ger1294 schrieb:
>

guter Bericht!