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Router zu Hause sind nicht Aufgabe des ISP


07.03.2016 16:39 - Gestartet von P0T3WD
Um die Router muss sich meiner Meinung nach jeder selber kümmern, wie auch beim PSTN, dass man ein Telefon welches sich nicht aus dem Telefonnetz versorgt absichert. Wichtiger wäre dass die tollen neuen Outdoor-DSLAM der Telekom mehr als eine Minute Notstrom bekommen.
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[1] Lars antwortet auf P0T3WD
07.03.2016 16:46
Benutzer P0T3WD schrieb:
Um die Router muss sich meiner Meinung nach jeder selber kümmern, wie auch beim PSTN, dass man ein Telefon welches sich nicht aus dem Telefonnetz versorgt absichert. Wichtiger wäre dass die tollen neuen Outdoor-DSLAM der Telekom mehr als eine Minute Notstrom bekommen.

Oder man schiebt es auf die Stromnetzbetreiber... Aber die bieten keine privilegierten Stromanschlüsse mit höherer Verfügbarkeit an, oder? Das wäre doch was für die Outdoor-DSLAMs.
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[2] Kai Petzke antwortet auf P0T3WD
07.03.2016 17:01
Benutzer P0T3WD schrieb:
Um die Router muss sich meiner Meinung nach jeder selber kümmern, wie auch beim PSTN, dass man ein Telefon welches sich nicht aus dem Telefonnetz versorgt absichert.

Beim PSTN waren aber bei Stromausfall nicht Notruf-fähige Telefone selten, beim NGN sind nicht Notruf-fähige Router leider die Regel. Selbst der Verbraucher, der sich um eine Notruf-Funktion kümmern will, hat das Problem, dass sie ihm ja gar nicht erst angeboten wird. Router mit Backup-Batterie gibt es praktisch nicht zu kaufen. Und extra eine USV vor das Netzteil des Routers zu klemmen, ist schon eine sehr kruckelige Lösung, weil man dann die Verluste von beiden Netzteilen (Inverter aus der USV und das Schaltnetzteil des Routers) addiert, und die Batterie entsprechend größer dimensionieren muss. Mal abgesehen von dem Problem, dass die meisten USVs immer noch Blei-Akkus verwenden, die weder eine besonders lange Haltbarkeit haben noch besonders umweltverträglich sind.

Schon eine Verordnung, die die Router-Hersteller verpflichtet, Router optional mit eingebauter Backup-Batterie anzubieten, würde die Situation hier erheblich verbessern. Zwei Li-Ion-Standardzellen mit je 2,5 Ah und 3,7 V kosten im EK ja keine 10 Euro, und würden einem nicht allzu stromhungrigen Router im Batteriemodus dennoch ca. 3 bis 4 Stunden Überbrückungszeit ermöglichen.

Wichtiger wäre dass die tollen neuen Outdoor-DSLAM der Telekom mehr als eine Minute Notstrom bekommen.

Das ist natürlich parallel ebenfalls zu beachten.
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[2.1] P0T3WD antwortet auf Kai Petzke
07.03.2016 17:10
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Beim PSTN waren [...] nicht Notruf-fähige
Telefone selten
Ich kenne nur einen PSTN-Anschluss an dem ein Telefon hängt, welches nur aus dem Netz gespeist wird, an den meisten Analoganschlüssen hängt mittlerweile auch ein DECT-Telefon, dort kenne ich keines, welches in Deutschland vertrieben wird und ein Batteriebackup in der Basis verfügt.
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[2.1.1] Cyborg antwortet auf P0T3WD
07.03.2016 18:22
Benutzer P0T3WD schrieb:
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Beim PSTN waren [...] nicht Notruf-fähige
Telefone selten
Ich kenne nur einen PSTN-Anschluss an dem ein Telefon hängt, welches nur aus dem Netz gespeist wird, an den meisten Analoganschlüssen hängt mittlerweile auch ein DECT-Telefon, dort kenne ich keines, welches in Deutschland vertrieben wird und ein Batteriebackup in der Basis verfügt.

Das ist alles dem Kostendenken zum Opfer gefallen. In mein erstes Gigaset (lang ist es her, die Nummer kenne ich nicht mehr) konnte man Batterien in die Basisstation einlegen um Anrufbeantworter etc. bei Stromausfall aufrecht zu erhalten
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[2.2] Mondscheintarif antwortet auf Kai Petzke
07.03.2016 17:13
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer P0T3WD schrieb:
Um die Router muss sich meiner Meinung nach jeder selber kümmern, wie auch beim PSTN, dass man ein Telefon welches sich nicht aus dem Telefonnetz versorgt absichert.
Beim PSTN waren aber bei Stromausfall nicht Notruf-fähige Telefone selten, beim NGN sind nicht Notruf-fähige Router leider die Regel.
Das gilt aber nur für schnurgebundene Analogtelefone.
ISDN bot zwar auch eine Notspeisefunktion, die wurde aber von den bei Privatkunden gängigen ISDN-Telefonen und ISDN-Tk-Anlagen meistens nicht unterstützt.
Bei Schnurlostelefonen erst recht nicht.


Selbst der Verbraucher, der sich um eine Notruf-Funktion kümmern will, hat das Problem, dass sie ihm ja gar nicht erst angeboten wird. Router mit Backup-Batterie gibt es praktisch nicht zu kaufen. Und extra eine USV vor das Netzteil des Routers zu klemmen, ist schon eine sehr kruckelige Lösung, weil man dann die Verluste von beiden Netzteilen (Inverter aus der USV und das Schaltnetzteil des Routers) addiert, und die Batterie entsprechend größer dimensionieren muss.
Besser geeignet ist eine Gleichstrom-USV die das mitgelieferte Netzteil ersetzt. Von Bluewalker-Powerwalker gibt es entsprechende Produkte sogar ganz speziell für DSL-Router für deutlich unter 100€.
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[2.2.1] Kai Petzke antwortet auf Mondscheintarif
08.03.2016 17:13
Benutzer Mondscheintarif schrieb:

Besser geeignet ist eine Gleichstrom-USV die das mitgelieferte Netzteil ersetzt.

In der Tat ist das die beste Lösung!

Von Bluewalker-Powerwalker gibt es entsprechende Produkte sogar ganz speziell für DSL-Router für deutlich unter 100€.

Na ja, wenn die Stückzahl stimmt, dürfte ein "USV-Netzteil" mit eingebautem 20-Wh-Akku für um die 20 bis 25 Euro machbar sein. Wenn es dann noch einen besseren Wirkungsgrad als die den Routern meist beiliegenden Billignetzteile hat, amortisiert es sich sogar binnen einiger Jahre von selbst :-) Beispiel: 2 Watt weniger Stromverbrauch bedeuten 4 Euro weniger Stromrechnung im Jahr.
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[2.3] BASE STATION antwortet auf Kai Petzke
08.03.2016 03:35
Benutzer Kai Petzke schrieb:
Benutzer P0T3WD schrieb:
Um die Router muss sich meiner Meinung nach jeder selber kümmern, wie auch beim PSTN, dass man ein Telefon welches sich nicht aus dem Telefonnetz versorgt absichert.

Beim PSTN waren aber bei Stromausfall nicht Notruf-fähige Telefone selten,

Waren! Das war noch zur Zeit von Wählscheiben.

beim NGN sind nicht Notruf-fähige Router leider die Regel. Selbst der Verbraucher, der sich um eine Notruf-Funktion kümmern will, hat das Problem, dass sie ihm ja gar nicht erst angeboten wird. Router mit Backup-Batterie gibt es praktisch nicht zu kaufen. Und extra eine USV vor das Netzteil des Routers zu klemmen, ist schon eine sehr kruckelige Lösung,

Fast alle router haben einen DC Eingang, meist sind es 12VDC. Also einfach einen Akku anschließen. Für den Rest gibt es Spannungswandler, die müßen halt nur 2A können.

Ich bezweifele aber das bei einem flächigen Stromausfall CATV oder outdoor DSLAM funktionieren.