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Wie sind die Preise für die anderen kleinen Gebiete außer Monaco?


07.03.2016 14:07 - Gestartet von muffy
Interessant wäre mal zu wissen, was mit den anderen kleinen Nicht-EU-Gebiete außer dem genannten Monaco (sowie San Marino und Vatikanstadt, die kein eigenes Mobilfunknetz haben) passiert bzw. wie dort die Roaming-Regelungen ausfallen und ob es da Änderungen gibt. Es sind immerhin viele beliebte Urlaubsziele dabei:

- Andorra
- Färöer-Inseln
- Grönland
- Isle of Man
- Kanalinseln
- Gibraltar

Überseegebiete von Frankreich, Großbritannien und Niederlande seien mal außen vor gelassen.
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[1] Kabel Digifreak antwortet auf muffy
07.03.2016 14:56
Benutzer muffy schrieb:
Interessant wäre mal zu wissen, was mit den anderen kleinen Nicht-EU-Gebiete außer dem genannten Monaco (sowie San Marino und Vatikanstadt, die kein eigenes Mobilfunknetz haben) passiert bzw. wie dort die Roaming-Regelungen ausfallen und ob es da Änderungen gibt. (...)

Überall wo ich auf der Telekomseite schaue hängen Italien, San Marino, und Vatikanstaat zusammen also sozusagen Eins. Monaco ist für sich anwählbar im Dropdown-Menü.
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[2] PTT antwortet auf muffy
07.03.2016 15:09
Benutzer muffy schrieb:
Interessant wäre mal zu wissen, was mit den anderen kleinen Nicht-EU-Gebiete außer dem genannten Monaco (sowie San Marino und Vatikanstadt, die kein eigenes Mobilfunknetz haben) passiert bzw. wie dort die Roaming-Regelungen ausfallen und ob es da Änderungen gibt. Es sind immerhin viele beliebte Urlaubsziele dabei:

Die Frage ist gut. Wenn kein kein Mobilfunknetz von z. B. Vatikanstadt existiert, wie soll dann ein Roaming mit VS möglich sein? :-D
Du bist normal im italienischen Netz und fertig. Macht es nur nicht umständlich ...
Alle anderen Länder findest Du bestimmt auf der Telekom HP ...
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[2.1] muffy antwortet auf PTT
07.03.2016 16:09
Benutzer PTT schrieb:
Benutzer muffy schrieb:
Interessant wäre mal zu wissen, was mit den anderen kleinen Nicht-EU-Gebiete außer dem genannten Monaco (sowie San Marino und Vatikanstadt, die kein eigenes Mobilfunknetz haben) passiert bzw. wie dort die Roaming-Regelungen ausfallen und ob es da Änderungen gibt. Es sind immerhin viele beliebte Urlaubsziele dabei:

Die Frage ist gut. Wenn kein kein Mobilfunknetz von z. B. Vatikanstadt existiert, wie soll dann ein Roaming mit VS möglich sein? :-D
Du bist normal im italienischen Netz und fertig. Macht es nur nicht umständlich ...
Vermutlich habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt: Eigentlich hatte ich Monaco, San Marino und Vatikanstadt explizit von der Frage ausgenommen, da sich die Frage dort ja überhaupt nicht stellt, wie du schon richtig geschrieben hast. :-) Dass in Monaco über das französische Netz sowie in San Marino und Vatikanstadt über das italienische Netz telefoniert werden kann, ist klar.

Mittlerweile kann ich meine Frage aber selbst beantworten:

- Andorra: Ländergruppe 2, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Färöer-Inseln: Ländergruppe 3, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Grönland: Ländergruppe 3, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Isle of Man: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig
- Kanalinseln: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig
- Gibraltar: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig

Damit ergibt sich eine etwas paradoxe Situation: Die Färöer-Inseln und Grönland gehören zu Dänemark und damit politisch sowohl zu Europa als auch zu einem Staat der Europäischen Union. Obwohl die beiden Gebiete selbst nicht zur EU gehören, wäre es logisch, diese Gebiete ebenso in die Ländergruppe 1 zu integrieren.

Einzig das Vorgehen mit Andorra ist einigermaßen verständlich: Obwohl das Land sehr klein ist, ist es ein souveräner europäischer Staat außerhalb der Europäischen Union wie z. B. Mazedonien, Serbien usw. Die Einordnung in eine andere Ländergruppe ist also durchaus in Ordnung.

Langfristig sollten die Telekom und die anderen Mobilfunkprovider aber alle Länder, die zumindest politisch vollständig zu Europa gehören in die gleiche Ländergruppe stecken. Also perspektivisch auch die Westbalkan-Staaten, die Ukraine, Weißrussland und Moldawien. Ausgenommen davon, könnten weiterhin Russland, Türkei und Kasachstan bleiben, da sie nur zu einem kleinen Teil zu Europa gehören und die Zuordnung in eine andere Ländergruppe dadurch gerechtfertigt ist. Genauso wie bei den britischen, französischen und niederländischen Überseegebieten außerhalb von Europa, welche zudem nicht EU-Mitglied sind.

Bei allen anderen Staaten, Inseln und Gebieten, die sich in Europa befinden, ist die Zuordnung in eine andere Ländergruppe aber meiner Meinung nach aus Sicht des Kunden vollkommen überholt.
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[2.1.1] wolfbln antwortet auf muffy
07.03.2016 21:34

2x geändert, zuletzt am 07.03.2016 21:37
Benutzer muffy schrieb:


Mittlerweile kann ich meine Frage aber selbst beantworten:

- Andorra: Ländergruppe 2, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Färöer-Inseln: Ländergruppe 3, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Grönland: Ländergruppe 3, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Isle of Man: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig
- Kanalinseln: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig
- Gibraltar: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig

Ich habe schon Teltarif aufgrund ihres unzureichenden Artikels bezogen auf Monaco angemacht. Da muss dringend rein, dass damit eine Tariffalle entstehen kann, wegen Monaco Télécom.
Auch San Marino hat ein eigenes Netz, was zukünftig mehr kostet.

Deinen Ausführungen kann ich bei vielen Ländern nicht folgen.
- Grönland ist zwar Teil des Königreichs Dänemark, aber nicht der EU und souverän -> warum sollte es dazuzählen? Es gibt auch viele Länder, die im Commonwealth sind (also zur brit. Krone gehören), würde auch keine dazuzählen.
- Färöer Inseln: s. Grönland
- Andorra: bleibt eine Tariffalle wie neu Monaco, wegen Andorra Telecom, die das einzige Netz in dem Tal da haben und die Spanier funken da schlecht rein
- Isle of Man und Kanalinseln überrascht mich etwas, da sie explizit nicht zur EU gehören, aber der dortige Regulierer ist ziemlich besorgt, dass gleich tarifiert wird.
- San Marino: auch das eine Tariffalle wegen ''Prima' der staatl. Compagnia Telefonica Sanmarinese, vgl. Monaco und Andorra
- Gibraltar ist Teil der EU

Drin bleiben auch die franz. Überseeprovinzen: Martinique, Guadeloupe, St. Barth, St. Martin, Réunion und Mayotte - waren sie aber bisher auch.

Allerdings neben der Schweiz entstehen gefährliche Tariffallen in Westeuropa: San Marino, Andorra (schon bisher) und Monaco. In allen 3 Ländern haben die einzigen Anbieter wohl ein Roamingabkommen mit der Telekom und das wird erheblich teurer berechnet.
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[2.1.1.1] muffy antwortet auf wolfbln
07.03.2016 22:06
Benutzer wolfbln schrieb:
Benutzer muffy schrieb:


Mittlerweile kann ich meine Frage aber selbst beantworten:

- Andorra: Ländergruppe 2, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Färöer-Inseln: Ländergruppe 3, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Grönland: Ländergruppe 3, Roaming-Gebühren bleiben auch zukünftig
- Isle of Man: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig
- Kanalinseln: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig
- Gibraltar: Ländergruppe 1, Roaming-Gebühren entfallen zukünftig

Ich habe schon Teltarif aufgrund ihres unzureichenden Artikels bezogen auf Monaco angemacht. Da muss dringend rein, dass damit eine Tariffalle entstehen kann, wegen Monaco Télécom. Auch San Marino hat ein eigenes Netz, was zukünftig mehr kostet.

Deinen Ausführungen kann ich bei vielen Ländern nicht folgen.
- Grönland ist zwar Teil des Königreichs Dänemark, aber nicht der EU und souverän -> warum sollte es dazuzählen? Es gibt auch viele Länder, die im Commonwealth sind (also zur brit. Krone gehören), würde auch keine dazuzählen.
- Färöer Inseln: s. Grönland
Es sollte aus den gleichen Überlegungen heraus dazu gehören, wie sie für die Schweiz, Lichtenstein, Norwegen und Island gelten. Alles souveräne Länder, nicht Teil der EU, aber Teil Europas.
Durch die verbleibenden Zwergstaaten und die kleinen souveränen Inseln und Sondergebiete mit eigenem Mobilfunkanbieter entstehen - wie du schon gesagt hast - unschöne Tariffallen. Das muss nicht sein. Da gerade in diesen Gebieten aber vermutlich nur geringe Kosten für die Telekom und andere Mobilfunkprovider entstehen, wäre es nur logisch, wenn diese Länder ebenfalls zur Ländergruppe 1 gehören würden. Die Ländergruppe 1 entspricht ja nicht nur der EU bzw. den Ländern, in denen per EU-Verordnung das Roaming zukünftig entfällt, sondern darin sind eben auch Länder außerhalb der EU, bei denen ein freiwilliger Verzicht auf Roaming-Gebühren durch die Telekom sinnvoll ist (um eben z. B. Tarif-Fallen zu vermeiden).
Bewohnern in der Grenzregion des Länderecks Deutschland/Schweiz/Österreich/Lichtenstein ist es eben nur schwer vermittelbar, warum sie nur in Deutschland und Österreich ohne Roaming-Gebühr telefonieren sollen können.
Das Gleichegilt wohl für die Bewohner der Grenzregion Frankreich/Spanien/Andorra.
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[2.1.1.1.1] wolfbln antwortet auf muffy
07.03.2016 22:48

2x geändert, zuletzt am 07.03.2016 22:56
Benutzer muffy schrieb:

Es sollte aus den gleichen Überlegungen heraus dazu gehören, wie sie für die Schweiz, Lichtenstein, Norwegen und Island gelten. Alles souveräne Länder, nicht Teil der EU, aber Teil Europas.
Durch die verbleibenden Zwergstaaten und die kleinen souveränen Inseln und Sondergebiete mit eigenem Mobilfunkanbieter entstehen - wie du schon gesagt hast - unschöne Tariffallen.
Das muss nicht sein.

Da hast du zwar moralisch recht und auch verkaufstaktisch ist dieser Ansatz fraglich. Vielleicht rechnen ja einige Anbieter die Schweiz wieder mit ein wie bisher.

Die sog. EWR (Europ. Wirtschaftsraum) Länder Norwegen, Liechtenstein (mit e bitte) und Island sind auch nicht einfach so dabei, sondern weil sie Verträge mit der EU haben und sich darin verpflichtet haben, eine Roamingzone zu bilden.

Ich fände es aber dennoch wichtig, dass Foren wie Teltarif auf diese Tariffallen hinweisen, im Artikel werden sie aber mehr vertuscht als genannt und das darf nicht sein.

Die größte "Tariffalle" bleibt aber weiter die Ungleichbehandlung der Auslandsgespräche ggü. Roaminggesprächen. Dies wird ab Mai dazu führen, dass ein "Auslandsgespräch" vom Deutschland nach England z.T. bis zu 0,99 € /min kostet, während auf der gleichen (deutschen) SIM für das gleiche Gespräch andersrum geführt von England nach Deutschland nur max. 6 cent Aufpreis zum deutschen Inlandstarif genommen werden darf. Bei SMS siehts ähnlich aus. Wirklich absurd! Das musst du erstmal jemanden vermitteln....
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[2.1.1.1.1.1] Klaus Wegener antwortet auf wolfbln
08.03.2016 11:15

3x geändert, zuletzt am 08.03.2016 11:32
Interessant ist auch die Situation der französischen Übersee-Departements und -Regionen. Diese Gebiete haben nicht alle den gleichen Status. Einige gehören zur EU (dann gelten dort die EU-Preise), andere gehören nicht zur EU (z.B. das nord-östlich von Australien gelegene Neukaledonien). Diese werden dann - wie Grönland und die Färöer - "Welt 3" zugeordnet.

Folgende Überseegebieten gehören zur EU und hier gelten die EU-Preise:

- La Réunion (Indischer Ozean, bei Afrika)
- Mayotte (Indischer Ozean, bei Afrika)

- Französisch-Guayana (Südamerika, Außengrenze der EU, die EU grenzt somit an Brasilien!)
- Saint-Barthélemy (Karibik)
- Saint-Martin (französischer Teil) (Karibik)
- Martinique (Karibik)
- Guadeloupe (Karibik) (in Telekom Preislisten taucht teilw. noch "La Désirade" auf, diese kleine Insel gehört noch mit zu Guadeloupe).

Die genannten Gebiete in der Karibik und Südamerika werden durch mehrere zueinander konkurrierende aber regionsübergreifende Netzbetreiber versorgt. Einer ist z.B. Orange Caraibes. Auf http://www.orangecaraibe.com/mobile/couverture-mobile.html ist die Versorgung der Inseln bzw. Gebiete gut dargestellt. Ob es sich um ein gemeinsames Netz mit identischer Netzkennung handelt oder jede Insel/Region eine unterschiedliche Netzkennung hat, kann ich nicht sagen.

Interessant ist, dass im Telekom Dokument 43615.pdf (Zubuchoption
EU-Flat für MagentaEINS und MagentaEINS Business, http://www.telekom.de/dlp/agb/pdf/43615.pdf) Französisch-Guayana, Saint-Barthélemy und Saint-Martin (französischer Teil) mit einem *) versehen sind. Der *) bedeutet:

(*) Diese Länder werden ganz oder teilweise über Mobilfunknetze eines anderen Landes versorgt. In diesen Ländern werden Verbindungen vom Mobilfunknetz zu Festnetz-Anschlüssen des Landes wie Verbindungen zwischen zwei Ländern berechnet.

Das erschließt sich mir nicht ganz. Der Netzbetreiber "Orange Caraibes" hat laut Impressum seinen Sitz bei Paris. Da es sich bei den Gebieten jedoch um gleichberechtigtes französisches Staatsgebiet handelt, kann man doch nicht sagen, dass diese Gebiete "ganz oder teilweise über Mobilfunknetze eines anderen Landes" versorgt werden. Oder ist diese Aussage auf die unterschiedliche Landesvorwahl bezogen? Denn diese ist sehr wohl unterschiedlich, jedes Gebiet hat eine eigene Landesvorwahl.

Interessant ist, dass hinter Martinique und Guadeloupe kein solcher *) ist. Konsequenterweise müsste diese Aussage für Martinique und Guadeloupe dann auch gelten.

Die niederländischen Karibikinseln sind teilweise "autonom" oder "besondere Gemeinden" (https://de.wikipedia.org/wiki/Besondere_Gemeinde_(Niederlande)). Die "besonderen Gemeinden" gehören (noch) nicht zur EU, daher gelten hier aktuell nicht die EU-Tarife.
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[2.1.1.1.1.1.1] wolfbln antwortet auf Klaus Wegener
08.03.2016 16:44

4x geändert, zuletzt am 08.03.2016 17:10
Benutzer Klaus Wegener schrieb:
Interessant ist auch die Situation der französischen Übersee-Departements und -Regionen. Diese Gebiete haben nicht alle den gleichen Status. Einige gehören zur EU (dann gelten dort die EU-Preise), andere gehören nicht zur EU (z.B. das nord-östlich von Australien gelegene Neukaledonien). Diese werden dann - wie Grönland und die Färöer - "Welt 3" zugeordnet.

Dies ist mal ein wirklich qualifizierter Beitrag. Darum auch eine Antwort auf Deine Fragen. Ich habe die Region in der Karibik bereist und auch die Seite für das data WIKI geschrieben, wo auf englisch eigentlich alles erklärt ist:
sie heißt dort: French West Indies
http://prepaid-data-sim-card.wikia.com/wiki/French_West_Indies

Die drei Netzanbieter Orange Caraibe, SFR Caraibe und Digicel bilden in Martinique, Guadeloupe und teilweise St. Martin / St.Barthélemy jeweils nach Anbietern getrennt ein gemeinsames Netz für alle Inseln. Dies gilt allerdings nicht mit Orange oder SFR vom franz. Festland (Métropole). Für die alle gelten die EU-Roamingpreise (allerdings nur für dieses eine Digicel-Netz, nicht die anderen Digicel-Netze sonst noch in der Karibik). Die betreffenden Netze werden von der staatl. franz. ARCEP reguliert.

Wie Du aus der Liste entnehmen kannst, sind deren Preise insbesondere für Prepaid relativ hoch, daher wird die EU-Roamingregelung für diese Inseln sehr nützlich sein.

Aufgrund der Doppelstaatigkeit von St. Barths (St.Barthélemy) and St.Martin (St.Maarten) sind auch andere kleine Anbieter wie Daupine Telecom und Chippie auf diesen beiden kleinen Inseln aktiv, für die das nicht gilt. Daher das Sternchen. Auf wen das in franz. Guyana in Südamerika bezogen sein soll, weiß ich allerdings nicht. Möglichweise auf diesen ehem. Akteur:
"Guyane Téléphone Mobile. L'ARCEP a retiré la licence de l'opérateur en juillet 2015"

Was Mayotte und Réunion im Indischen Ozean angeht, sieht es genauso aus wie auf Guadeloupe bzw. Martinique. Beide haben ein gemeinsames Netz, jeweils SFR (vormals SRR) oder Orange und dort statt Digicel eben Outremer Telecom (Handelsname: only), auch reguliert vom französischen Regulierer ARCEP. Nur hier ist SFR klarer Marktführer (>50%), in der franz. Karibik ist es Orange Caraibe. Eine prepaid Wiki Seite zumindest für Réunion ggf. auch Mayotte ist noch in Vorbereitung.

Die ARCEP macht übrigens richtig Druck auf die Anbieter: für ihre Lizenz müssen sie z.B. einen Plan zum Aufbau von 4G/LTE-Netzen bis Ende des Jahres vorlegen. Vom staatl. franz. Regulierer ARCEP verwaltet zu werden, bedeutet aber nicht automatisch EU-Zughörigkeit. Sie machen auch franz. Polynesien und Neu-Kaledonien, die nicht zu EU gehören, wie du richtig anmerktest:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Liste_des_op%C3%A9rateurs_de_r%C3%A9seau_mobile_en_France