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Whatsapp kostenlos oder wie naiv sind die Nutzer


19.01.2016 11:00 - Gestartet von mattes007
(Das Interview im Wortlaut z.B. auf http://www.gmx.net/magazine/digital/whatsapp-mitgruender-jan-koum-dienst-bleibt-werbefrei-31291190 )

Die entscheidende Frage wurde leider in dem Interview nicht gestellt.
Wenn ich lese "Facebook war da sehr eindeutig und er sagte mehrfach öffentlich, dass sich WhatsApp nicht über Werbung finanzieren sollte." ... sollte die Frage erlaubt sein "Womit verdient Whatsapp denn sein Geld?"
Die Antwort möchte aber keiner hören "Mit den Daten der Nutzer".
Über Whatsapp "werden 40 Milliarden Nachrichten pro Tag verschickt" und zwar Sprachnachrichten, Video, Bilder und Text und jeder Nutzer sollte sich fragen "Wie viel technisches Equipment und Manpower ist nötig, um diesen Datenkommunikation zu bewerkstelligen?" und vor allem wie wird es finanziert, wenn weder Abo-Gebühren noch Werbung zur Finanzierung herangezogen wird.
Selbst wenn 1 Milliarde Anwender pro Jahr 1 Milliarde Euro bezahlen, möchte "Zuckerberg" die "investierten" 22 Milliarden für Whatsapp irgendwann auch wieder "verdienen".
Die Aussage "Die Nachrichten sind verschlüsselt und wir speichern sie nicht - und haben das auch nicht vor." entspricht allerdings nicht dem, was in den AGB steht. Dort steht eindeutig, dass Nachrichten auf amerikanischen Server gespeichert, sämtliche Bilder und Daten Eigentum von Whatsapp werden. Die Verschlüsselung ist auch nur zwischen Android und nur bei Einzelchats implementiert.

An anderer Stelle spricht er sogenannte "Sticker" an, welche der Hauptkonkurrenz "Line" verwendet. Vorteil bei letzterem Messenger ist eindeutig, dass eine Identifizierung nicht "nur" über die Handynummer erfolgt, sondern auch über Mail und ein Nicknamen vergeben wird...über den man auch gefunden werden kann. Das selbe unterstützt auch Threema, wobei hier eine 100%ige Ende zu Ende Verschlüsselung auch bei Gruppen-Chats und zwischen mehreren Plattformen funktioniert. Nicknamen gibt es zwar nicht, aber eine ID.

Erst überlegen, dann Whatsapp nicht nutzen!
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[1] Woher das Geld kommt
consecuencia antwortet auf mattes007
20.01.2016 17:42
wurde ja in den Statements kürzlich deutlich gemacht: Über solche kommerziellen Dienste, die sonst auch via SMS laufen - eben nur funktionsreicher. Verwaltung/Zustellung von Bahntickets, Bestellverlauf, Taxiruf und viele weitere Varianten erscheinen weit erträglicher zu sein, wenn man berücksichtigt, welche Hürde man nun abgebaut hat; womit sich die Attraktivität deutlich erhöht.

Für mich bleibt WhatsApp durch seine Begrenzung auf ein Gerät einfach ein no-go. Zwischen PC und Smartphone zu wechseln war für mich schon vor 7 Jahren mit ICQ selbstverständlich, welches (m.E. leider) kaum noch genutzt wird. Heute mache ich das mit Skype und Telegram.

Wenn ich ohnehin eine PC-Tastatur vor mir habe und die zum Verfassen von Nachrichten nicht nutzen kann, kann ich auch gleich bei der SMS bleiben. Die kann ich immerhin via Nachrichten auf Windows 10 vom PC aus schreiben.

Und nein, eine Browser-Fernsteuerung betrachte ich nicht im entferntesten als Alternative zum nativen Desktop-Client.
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[1.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf consecuencia
22.01.2016 21:26
Benutzer consecuencia schrieb:
Für mich bleibt WhatsApp durch seine Begrenzung auf ein Gerät einfach ein no-go. Zwischen PC und Smartphone zu wechseln war für mich schon vor 7 Jahren mit ICQ selbstverständlich, welches (m.E. leider) kaum noch genutzt wird. Heute mache ich das mit Skype und Telegram.

Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Bei mir sind ICQ und Skype von Anfang an auch auf dem Smartphone gewesen. Telegram begeistert mich ebenfalls auch wegen des Multiplattformsupports. Der PC-Client ist genial. Dass ICQ so vor die Hunde ging, ist wirklich extrem schade.
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[1.1.1] rpn antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
23.01.2016 17:50
oh, wusste gar nicht, dass wa nur auf einem Gerät läuft. Mein telegram läuft auf 5en und das möchte ich auch nicht missen. Arme wa-Nuter(innen)
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[2] cassiel antwortet auf mattes007
24.01.2016 13:51
Benutzer mattes007 schrieb:
Erst überlegen, dann Whatsapp nicht nutzen!

Über freie Alternativen informieren und dann nutzen. Ich empfehle Pidgin mit der OTR-Erweiterung. Da kann man sich irgendwo einen Jabber/XMPP-Account besorgen (Paranoide können sogar einen eigenen Server betreiben) und es gibt praktisch für alle Plattformen Clients. Ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, aber es tut was es soll.