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Erstaunlich.


29.11.2015 21:48 - Gestartet von zazzel
Erstaunlich vor allem, dass man sich mit solchem Kram auch nur eine Sekunde beschäftigt. Um einen Liter kochendes Wasser zu erzeugen (also ca. 85°C über Leitungstemperatur, angenommen mit 15°C), setzt man ca. 100 Wh ein.

Mein Handyakku hat ca. 3 Ah bei 3,7 V - macht ca. 10Wh. Wenn ich also eine Konversionseffizienz von 10% annehme (UND annehme, dass ich meinen Tee nur zum Kochen bringe, um ihn danach abkühlen zu lassen!), kann ich mit 1 L Tee genau einmal meinen Akku laden. Damit habe ich dann - gegenüber dem Strom aus der Steckdose - 0,25 ct gespart. Angenommen, so ein Gadget kostet, bis es bei mir im Wohnzimmer landet, 30 €, dann muss ich nur 12.000x (!) meinen Akku aufladen, bis sich das gerechnet hat. Immer angenommen, dass ich mein Wasser zu 100% nur deswegen aufkoche, um nach dem Laden des Handyakkus wieder kalten Tee zu trinken...

Für mich klingt das nach einer Methode, um Forschungsmittel abzugreifen. Subventionskorruption könnte man das nennen. Ein klassischer fall von "rent seeking".

Selbst bei 100% Konversionseffizienz müsste ich 1200x Tee kochen und ihn dann kalt trinken :-) Dann müssen wir allerdings noch die Entsorgung des Konverters bepreisen, das ist hier nicht mit drin...