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Bei manchen Anbietern ist der Einsatz von Fremdroutern nicht ganz einfach


09.11.2015 11:46 - Gestartet von niknuk
Beispiel Telefonica/O2: da ist es nicht mit der Preisgabe der DSL- und VoIP-Zugangsdaten getan. Im Gegensatz zur Telekom oder 1&1 läuft bei O2 die VoIP-Verbindung unabhängig vom Internetzugang *immer* über eine eigene PPPoE-Session (Permanent Virtual Circuit PVC). Das ist prinzipiell auch die bessere Lösung, denn so lässt sich das Telefonnetz besser von Störungen und Angriffsversuchen aus dem Internet abschirmen und auch die Priorisierung der VoIP-Daten wird unproblematischer. Leider unterstützen aber viele Router den Aufbau mehrerer PVCs nicht und selbst wenn sie es tun, muss der Benutzer wissen, wie man sie einrichtet. Ganz so einfach wie die Einrichtung des Internet- und VoIP-Zugangs ist das aber nicht. Ich sehe daher speziell auf Telefonica erhöhten Support-Aufwand zukommen.

Gruß

Michael
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[1] Donaldfg antwortet auf niknuk
09.11.2015 14:59
Hallo Michael,

Benutzer niknuk schrieb:
Beispiel Telefonica/O2: da ist es nicht mit der Preisgabe der DSL- und VoIP-Zugangsdaten getan. Im Gegensatz zur Telekom oder 1&1 läuft bei O2 die VoIP-Verbindung unabhängig vom Internetzugang *immer* über eine eigene PPPoE-Session (Permanent Virtual Circuit PVC). Das ist prinzipiell auch die bessere Lösung, denn so lässt sich das Telefonnetz besser von Störungen und Angriffsversuchen aus dem Internet abschirmen und auch die Priorisierung der VoIP-Daten wird unproblematischer. Leider unterstützen aber viele Router den Aufbau mehrerer PVCs nicht und selbst wenn sie es tun, muss der Benutzer wissen, wie man sie einrichtet. Ganz so einfach wie die Einrichtung des Internet- und VoIP-Zugangs ist das aber nicht. Ich sehe daher speziell auf Telefonica erhöhten Support-Aufwand zukommen.

mit einer Fritzbox sollte es kein Problem.
Außerdem was spricht dagegen das Telefonica die vorkonfigurierten Geräte zum Kauf anbietet .
Der Kunde kann dann selber entscheiden was er will,bisher war Telefonica ja sehr günstig die Miete kostet nichts .Bei Vodafone langt man da mit 5 Euro jeden Monat .
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[1.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf Donaldfg
09.11.2015 16:16
Benutzer Donaldfg schrieb:
mit einer Fritzbox sollte es kein Problem. Außerdem was spricht dagegen das Telefonica die vorkonfigurierten Geräte zum Kauf anbietet .

Ist es auch nicht. Auch mit anderen Routern. Natürlich wird o2 weiter eigene Geräte anbeiten.

Der Kunde kann dann selber entscheiden was er will,bisher war Telefonica ja sehr günstig die Miete kostet nichts .Bei Vodafone langt man da mit 5 Euro jeden Monat .

Bei Vodafone existiert gar kein Mietmodell. 1 € kostete bisher eine Easybox. Die FRITZ!Box 7490 ca. 50 €. Die 5 € Abzocke gibt es nur in der Kabelsparte und wird dort hoffentlich auch bald beendet.
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[2] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf niknuk
09.11.2015 16:12
Benutzer niknuk schrieb:
Beispiel Telefonica/O2: da ist es nicht mit der Preisgabe der DSL- und VoIP-Zugangsdaten getan. Im Gegensatz zur Telekom oder 1&1 läuft bei O2 die VoIP-Verbindung unabhängig vom Internetzugang *immer* über eine eigene PPPoE-Session (Permanent Virtual Circuit PVC).

Ja und? Wo ist das Problem? Bei Vodafone-NGN-Anschlüssen ist es ebenso. Da bekommt jeder Dienst DSL/IPTV/VoIP einen eigenen VC. Den VC richtig einzurichten ist aber überhaupt kein Probloem. Man kann dazu eine Anleitung ins Netz stellen und fertig. Wer Zugangsdaten manuell eingeben kann, kann auch einen VC einrichten.

Das ist prinzipiell auch die bessere Lösung, denn so lässt sich das Telefonnetz besser von Störungen und Angriffsversuchen aus dem Internet abschirmen und auch die Priorisierung der VoIP-Daten wird unproblematischer.

Absolut richtig. Neulich hatten wir es hier doch schon davon. Ich weiß nur nicht mehr in welchem Zusammenhang...

Leider unterstützen aber viele Router den Aufbau mehrerer PVCs nicht und selbst wenn sie es tun, muss der Benutzer wissen, wie man sie einrichtet. Ganz so einfach wie die Einrichtung des Internet- und VoIP-Zugangs ist das aber nicht. Ich sehe daher speziell auf Telefonica erhöhten Support-Aufwand zukommen.

Doch es ist sehr einfach einen VC einzurichten. Und wenn der Kunde sich Blindlinks einen Schrottrouter kauft der das nicht beherrscht, dann hat der Kunde eben Pech. Es ist nicht die Aufgabe des Providers sicherzustellen, dass der Kunde einen geeigneten Router kauft. Wenn dann muss der Kunde den Provider fragen, was der Router beherrschen können muss und dieser muss ihn dann korrekt beraten. Support ist kein Problem. Beispielanleitung ins Netz, fertig. Selbst der dümmste Kunde schafft es aus dem Netzmuster "abzuschreiben".
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[2.1] niknuk antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
09.11.2015 18:15
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Benutzer niknuk schrieb:

Beispiel Telefonica/O2: da ist es nicht mit der Preisgabe der DSL- und VoIP-Zugangsdaten getan. Im Gegensatz zur Telekom oder 1&1 läuft bei O2 die VoIP-Verbindung unabhängig vom Internetzugang *immer* über eine eigene PPPoE-Session (Permanent Virtual Circuit PVC).

Ja und? Wo ist das Problem?

Vergiss mal deine Experten-Denke und versetze dich einfach mal in einen Laien hinein.

Auch ich habe im Handumdrehen bei einer Fritzbox eine 2. PVC konfiguriert. Aber es gibt da draußen Hunderttausende von Kunden, die zwar bei einer einen normalen Internetzugang incl. VoIP zum Laufen bekommen (die Fritzbox-Konfigurationsoberfläche ist ja so schwer nicht zu durchschauen), die aber nicht einmal wissen, was eine 2. PVC ist und wofür man die braucht. Anbieter, bei denen die Telefonie über eine 2. PVC läuft, dürften mit einer Flut von Support-Anfragen á la "Hilfe, mein Telefon geht nicht" konfrontiert werden, da bin ich mir sicher.

Abgesehen davon, dürften Laien schon bei der Auswahl eines passenden Routers überfordert sein. Wer eine Fritzbox kauft, ist schon mal fein raus, denn die bringt zumindest die technischen Voraussetzungen mit. Es gibt aber auch Router von anderen namhaften (!) Herstellern, die auch gar nicht mal so billig sind, in denen sich aber trotzdem nicht mehrere PVCs einrichten lassen.

Gruß

niknuk
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[2.1.1] rmax antwortet auf niknuk
09.11.2015 23:15

einmal geändert am 09.11.2015 23:16
Benutzer niknuk schrieb:
Es gibt aber auch Router von anderen namhaften (!) Herstellern, die auch gar nicht mal so billig sind, in denen sich aber trotzdem nicht mehrere PVCs einrichten lassen.

Sind darunter auch Modelle mit eingebauter Telefonie-Hardware (Analog, ISDN, DECT)?

Die Low-Level-Unterstützung für mehrere PVCs dürfte bei allen Routern bereits in dem Teil der Firmware vorhanden sein, den der SoC-Hersteller beisteuert. Die Frage ist nur, ob der Router-Hersteller dem Kunden einen Konfigurationsdialog dazu anbietet, und der läßt sich, sobald ein Markt dafür da ist, per Firmware-Update nachrüsten.
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[2.1.2] tosho antwortet auf niknuk
12.11.2015 17:15
Benutzer niknuk schrieb:
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Benutzer niknuk schrieb:

Beispiel Telefonica/O2: da ist es nicht mit der Preisgabe der DSL- und VoIP-Zugangsdaten getan. Im Gegensatz zur Telekom oder 1&1 läuft bei O2 die VoIP-Verbindung unabhängig vom Internetzugang *immer* über eine eigene PPPoE-Session (Permanent Virtual Circuit PVC).

Ja und? Wo ist das Problem?

Vergiss mal deine Experten-Denke und versetze dich einfach mal in einen Laien hinein.

Der Laie, wenn er sich nicht mit der Materie auseinander setzen will, nimmt eben den standard-Router. Der will ja gar nichts spezielles. Wo ist da das Problem?
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[2.1.2.1] niknuk antwortet auf tosho
12.11.2015 19:52
Benutzer tosho schrieb:
Benutzer niknuk schrieb:

Vergiss mal deine Experten-Denke und versetze dich einfach mal in einen Laien hinein.

Der Laie, wenn er sich nicht mit der Materie auseinander setzen will, nimmt eben den standard-Router. Der will ja gar nichts spezielles. Wo ist da das Problem?

Konkreter Fall aus der Praxis: mein Nachbar ist technischer Laie. Trotzdem ist er in der Lage, die Komfort-Features einer Fritzbox wie z. B. das Telefonbuch samt Kurzwahlen einzurichten und zu nutzen. An der Einrichtung einer 2. PVC scheitert er jedoch (sogar ich müsste erst einmal im Handbuch nachsehen, wie das bei einer Fritzbox geht). War aber bisher kein Problem, den bis vor einiger Zeit hatte mein Nachbar einen konventionellen Telefon-/DSL-Kombianschluss mit Splitter. Daran hat er die Fritzbox anstandslos zum Laufen bekommen. Eine 2. PVC war da kein Thema.

Jetzt hat er einen neuen O2-Anschluss und dazu den (noch) obligatorischen Zwangsrouter (O2 HomeBox 6641) bekommen. Dieser bietet kein Telefonbuch und natürlich auch keine Kurzwahlen. Mein Nachbar hätte diese Funktion aber gerne wieder. Zur Zeit behilft er sich damit, dass er die Fritzbox hinter die O2-Box geschaltet hat. Das gefällt ihm aber nicht, der Gerätezoo und auch der (sinnlose) Stromverbrauch sind ihm ein Dorn im Auge. Was genau soll jemand wie mein Nachbar deiner Ansicht nach jetzt tun?

Ganz besonders kompliziert wird die Sache übrigens, wenn man mit einer Fritzbox mehrere unterschiedliche VoIP-Anbieter nutzen möchte, von denen einer die 2. PVC nutzt, während die Verbindung zu den Servern der anderen Anbieter über die normale Internetverbindung laufen muss. Weißt du auf Anhieb, wie man sowas einrichtet? Ich nicht, und das, obwohl ich in Sachen Technik nicht ganz unbeleckt bin.

Gruß

niknuk
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[3] mr.president antwortet auf niknuk
10.11.2015 19:26
Benutzer niknuk schrieb:
Beispiel Telefonica/O2: da ist es nicht mit der Preisgabe der DSL- und VoIP-Zugangsdaten getan. Im Gegensatz zur Telekom oder 1&1 läuft bei O2 die VoIP-Verbindung unabhängig vom Internetzugang *immer* über eine eigene PPPoE-Session (Permanent Virtual Circuit PVC). Das ist prinzipiell auch die bessere Lösung, denn so lässt sich das Telefonnetz besser von Störungen und Angriffsversuchen aus dem Internet abschirmen und auch die Priorisierung der VoIP-Daten wird unproblematischer. Leider unterstützen aber viele Router den Aufbau mehrerer PVCs nicht und selbst wenn sie es tun, muss der Benutzer wissen, wie man sie einrichtet. Ganz so einfach wie die Einrichtung des Internet- und VoIP-Zugangs ist das aber nicht. Ich sehe daher speziell auf Telefonica erhöhten Support-Aufwand zukommen.

Gruß

Michael

O2 betreibt weiterhin die alte Infrastruktur. Altkunden wurden nicht auf die Alice Infrastruktur mit Zwangsroutern umgestellt. Auch bei der alten O2 Infrastruktur wird 2nd PVC für die Telefonie verwendet. Der Unterschied ist, dass dem Kunden alle Zugangsdaten zur Verfügung gestellt werden. Eine automatische Konfiguration von bestimmten Fritzbox Modellen ist ebenfalls möglich, ohne dass diese zu Zwangsroutern werden und deren Funktionsumfang eingeschränkt wird. Die TR69 Konfiguration kann man auch deaktivieren, so dass der O2 Support nicht mehr auf die Box zugreifen kann.