Diskussionsforum
  • 09.10.2015 09:54
    rudiruessel schreibt

    Die Kleinen machen's vor

    Die GSM-Abschaltung halte ich für konsequent und richtig.
    Ich denke, dass jedes aktuell verkaufte Handy mind. einfaches UMTS unterstützt, selbst Billigstgeräte. Es ist weder ökölogisch noch ökonomisch Frequenzbänder fast ungenutzt zu blockieren, damit auch ein paar Uraltgeräte weiterhin funktionieren.
    Natürlich ist es eine neue Erfahrung, wenn technische Geräte nach x-Jahren Gebrauch nicht mehr funktionieren bzw. betrieben werden dürfen. Aber das Innovationstempo im Mobilfunk läßt keine andere Wahl. Wirtschaflich stellt dies für die Betroffenen kein wirkliches Problem dar, da durch den Preisverfall äquvalente Erstzgeräte sehr billg sind (Ggf. hilft der Provider). Auch ökoligisch ist es wohl besser, die wenigen Altgeräte auszutauchen, anstatt veraltete Technik weiter erhalten und Warten zu müssen.
  • 09.10.2015 10:17
    grafkrolock antwortet auf rudiruessel
    Es stellt aber dann ein Problem dar, wenn die verbleibenden Technologien einen deutlich kleineren Raum abdecken. Von Städten braucht man ja nicht zu reden, aber in jedem Schwarzwald-Tal gibt's GSM, zumindest von der Telekom und oft auch E-plus. Von UMTS kann dort keine Rede sein. Den Dienst ersatzlos zu streichen, käme einer drastischen Angebotseinschränkung gleich. Man stelle sich den Waldarbeiter vor, der künftig wieder per Funk kommunizieren muß...
  • 09.10.2015 12:28
    einmal geändert am 09.10.2015 12:36
    rudiruessel antwortet auf grafkrolock
    Benutzer grafkrolock schrieb:
    > Es stellt aber dann ein Problem dar, wenn die verbleibenden
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    Technologien einen deutlich kleineren Raum abdecken. Von
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    Städten braucht man ja nicht zu reden, aber in jedem
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    Schwarzwald-Tal gibt's GSM, zumindest von der Telekom und oft
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    auch E-plus. Von UMTS kann dort keine Rede sein. Den Dienst
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    ersatzlos zu streichen, käme einer drastischen
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    Angebotseinschränkung gleich. Man stelle sich den Waldarbeiter
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    vor, der künftig wieder per Funk kommunizieren muß...

    Die Frequenzen werden ja nicht abgeschaltet, sondern frei gemacht damit sie für 3G, 4G oder LTE genutzt werden können. Es ist ja gerade der Sinn, auf diesen Frequenzen eine bessere, schnellere (Daten-)kommunikation zu erreichen.
    Voraussetzung ist natürlich, dass zuerst überall eine alternative bessere Verbindung vrohanden ist. Es wird auch nicht sofort abgeschaltet, sondern erst in 5 Jahren und wahrscheinlich haben es kleine Länder dabei auch leichter. Es steht ausser Frage, dass die bestehende Netzabdeckung nicht verschlechtert werden darf.
    Ich glaube nicht, dass sich irgendein Provider dabei eine Verschlechterung leisten kann und wird. Welchen Stellenwert die Netzabdeckung für das Image des Providers hat, zeigt sich doch bei allen Werbekampagnen für D-Netze oder dem Zusammenschluss der E-Netze.
  • 09.10.2015 13:25
    grafkrolock antwortet auf rudiruessel
    Das setzt dann aber auch entsprechende Investitionen voraus. Abschaltung von GSM wäre nur eine Seite der Medaille. Letztlich müssen nicht nur LTE- oder UMTS-Basistationen eingerichtet werden, sondern auch deren Anbindung ans Backbone. Wird alles in allem sehr teuer werden.
  • 09.10.2015 14:44
    rudiruessel antwortet auf grafkrolock
    Benutzer grafkrolock schrieb:
    > Das setzt dann aber auch entsprechende Investitionen voraus.
    >
    Abschaltung von GSM wäre nur eine Seite der Medaille. Letztlich
    >
    müssen nicht nur LTE- oder UMTS-Basistationen eingerichtet
    >
    werden, sondern auch deren Anbindung ans Backbone. Wird alles
    >
    in allem sehr teuer werden.

    Das ist der Lauf der Dinge...
    Altes wird durch Neues ersetzt
    Investition - Return -
    Aber wenn man keine inefektiven Frequenzen frei macht, geht alles noch schwieriger und wird noch teurer
  • 09.10.2015 15:09
    grafkrolock antwortet auf rudiruessel
    Ob die Netzbetreiber diese Frage für sich positiv beantworten, wird es letztlich entscheiden. "Technischer Fortschritt" reicht als Argument in privatwirtschaftlichen Betrieben nicht aus. Entweder Kostensenkung oder Gewinnsteigerung. Kommt ein Unternehmen zu dem Schluß, daß die Umrüstung der ländlichen Basistationen billiger kommt als der GSM-Weiterbetrieb, wird es auch zu einer Abschaltung kommen, früher oder später. Solange dies nicht gegeben ist, aber sicherlich nicht.
    Die Swisscom hat diese Frage offenbar eindeutig beantworten können. Ob unsere hiesigen Betreiber das auch tun, wird abzuwarten bleiben.
  • 09.10.2015 16:14
    spezi10 antwortet auf grafkrolock
    Benutzer grafkrolock schrieb:
    > Es stellt aber dann ein Problem dar, wenn die verbleibenden
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    Technologien einen deutlich kleineren Raum abdecken. Von
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    Städten braucht man ja nicht zu reden, aber in jedem
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    Schwarzwald-Tal gibt's GSM, zumindest von der Telekom und oft
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    auch E-plus. Von UMTS kann dort keine Rede sein. Den Dienst
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    ersatzlos zu streichen, käme einer drastischen
    >
    Angebotseinschränkung gleich. Man stelle sich den Waldarbeiter
    >
    vor, der künftig wieder per Funk kommunizieren muß...

    Es geht ja nicht um eine ersatzlose Streichung, sondern um eine Umstellung. Der Ersatz ist allerdings nicht UMTS, sondern LTE, das dank der Verwendung von ähnlich niedrigen Frequenzen wie bei GSM schon eine bessere Abdeckung hat als UMTS. In ein paar Jahren dürfte jede GSM-Basisstation auch eine LTE-Basisstation sein, d.h. LTE ist dann überall dort verfügbar wo es auch GSM gibt. Das ist natürlich eine Voraussetzung zur Abschaltung des GSM-Netzes.