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Fundierte Propaganda


28.08.2015 10:23 - Gestartet von IMHO
einmal geändert am 28.08.2015 10:27
Die Bundesnetzagentur hat den Netzbetreibern vorgeschrieben, entlang den Bahnstrecken 100% Versorgung zu erreichen, sonst gibt es keine Frequenz-Lizenzen. Da hat die Bahn zur Motivation der Netzbetreiber 0,00 beigetragen. Dass die Bahn bei den Verhandlungen für die Verbesserung der Funkversorgung in den Tunnelröhren einbezogen wird, ist der Physik der Funkwellen geschuldet. Aber auch hier entstammt die Motivation der Lizenzvergabebedingungen.
"Bahn und Netzbetreiber haben sich dem Bericht zufolge auch darauf geeinigt, dass die Mobilfunk-Infrastruktur entlang der Bahnstrecken generell aufgerüstet wird, um Funklöcher und überlastete Zellen zu vermeiden." erweckt den Anschein als ob die Bahn irgendwie substanziell beigetragen habe. Die Netzbetreiber müssen die Bahn bitten auf deren Territorium die Funkanlagen errichten zu dürfen und wurde deshalb angesprochen. Ansonsten ist das doch nur ein Schlafmützenverein, sorry Schlafmützen AG in Staatsbesitz.
Wahrscheinlich hat der DB-Pressesprecher die WiWo schon aufs Glatteis geführt. Bitte sowas nicht einfach unkommmentiert abschreiben. Vielleicht verkauft die Bahn den Funkmastbetreibern künftig den Betriebsstrom. Die haben da sicherlich eine Menge Details verhandelt. Aber die Lorbeeren für diese Entwicklung gehören keinesfalls der Bahn. Das ist nur PR. Daran hat die Rechtsform Aktiengesellschaft auch nichts geändert. Wenn es ein konkurrierendes Bahnunternehmen auf denselben Strecken gäbe, das die GSM&UMTS-Repater/LTE-Relais schneller einbaut, wären die DB-Züge in der Hälfte der Zeit umgerüstet. - Wetten?