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Microsoft-freundlich


20.08.2015 04:33 - Gestartet von helmut-wk
In den Arztikjlen sind einige kleinere Ungenauigkeiten drin.

Es stimmt nur bedingt, dass DOS von Microssoft entwickelt wurde.

Es gab CP/M von digital Research, das mit einer OEM(?)-Lizenz aus IBM-Geräten lief. Angeblich soll ein übers Wochenende nicht erreichbarer Manager von Digital daran schuld sein, dass der Auftrag, dies auf den Neuen 8086-Prozessoer (den Ur-Ur-...Großvater des Pentium) zu portieren, nicht an DR, sondern an M$ ging.

Wegen der etwas komplizierten Rechte-Lage gab es bald drei DOS-Varianten: Neben M$-DOS ein PC-DOS von IBM (das auf alles original-IBM-PCs lief) und ein DR-DOS von digital Research. Der Erfolg des damaligen Zwergs Microsoft hat IBM zunächst kaum gestört, aber Digital versuchte, mit innovativen Ideen Marktanteile zu erobern, was nur beschränkt gelang. Insbesondere, weil Microsoft sie meist bald in sein DOS übernahm und außerdem möglichst für (z.T. künstlich herbeigeführte) Inkompatibilitäten sorgte.

Es stimmt auch nicht, dass erst mit Windows mit "Fenstern" gearbeitet werden konnte. Framework von Forefront bzw. Ashton-Tate lief zwar auf einem Textbildschirm, hatte aber überlappende Fenster ("Frames" genannt) die z.B. mit der Maus angeklickt werden konnte. Ich erinnere mich, einmal mit Hilfe der Tabellenkalkulation von FW erstellte Daten per Makro sukzessive in ein Textfenster kopiert zu haben. Ein Tastendruck, und der nächste Datensatz wurde berechnet und in der Textdatei abgespeichert.

Die Weiterentwicklung von Windows NT hätte Microsoft wohl kaum ohne das Wissen geschultert, das im gemeinsam mit IBM gestarteten Projekt OS/2 erworben wurde. Als sich dann M$ aus OS/2 verabschiedete, war dies der Anfang vom Ende dieses Betriebssystem - die Machtverhältnisse zwischen IBM und M$ hatten sich umgekehrt.

Der "kostenlose" IE diente vor allem dazu, Netscape in den Ruin zu treiben (was auch gelang), die dabei benutzten Praktiken haben M$ etliche Milliarden Strafgelder der EU wegen Wettbewerbsverzerrung eingebracht.

Der IE war dann lange Zeit der unsicherste Browser der Welt, hier wie an anderen Stellen führte die Philosophie der "Benutzerfreundlichkeit" dazu, ganze Scheunentore für Angreifer zu öffnen. Das hat sich erst mit XP geändert, obwohl auch danach keineswegs alles optimal ist. Immerhin ist die Sicherheit von Windows nicht mehr mangelhaft, sondern ungenügend oder besser.