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Was soll man davon schon halten?


25.06.2015 15:06 - Gestartet von Leiter Kundenverarsche³
Was halten Sie von den Bemühungen des Umweltbundesamt, ein neues Label für die Produktlebensdauer einzuführen?

Ohne konkretere Details dazu zu nennen/kennen, kann man sich hier kaum ein Urteil erlauben. Aber ich würde sagen, schaden kann es sicher nicht.

Viel wichtiger als Labels wären jedoch Eingriffe in das Produktdesign und die verwendeten Materialien. Das leidige Akkuthema oder Ladegeräte sind da wirklich ein hervorragendes Beispiel. Wer seinen Mist unaustauschbar (Akku) oder proprietär (Ladegeräte - siehe z. B. Firma Crapple, welches den Mini-USB-Standard verweigert) der wird halt mit einem europaweiten Verkaufsverbot belegt. Bums! Wenn jahrelang gute Worte nichts mehr helfen, dann müssen wir die Industrie mittels des Rechts disziplinieren und erziehen.
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[1] tokiox antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
25.06.2015 16:56
Das wärs. Am besten noch Vorgaben wieviel aus Recyclenmaterial bestehen muss und dann zum Beispiel A nur für Geräte die alles zu 100% erfüllen, B wenn ein Faktor nur den Mindeststandard erfüllt und C wenn 2 nur zum Mindestmaß erfüllt sind. Alle anderen Geräte grundsätzlich verbieten.

Mindestkriterien:
Wechselbarer Akku und einheitliche Buchse zum Laden (MikroUSB), beides erfüllt für A
80% recycletes Material für Gehäuse, für A 100 %
80% recycletes Material für Elektronik, für A 100%
Softwareunterstützung für mind. 2 Jahre, 5 Jahre mind. für A
usw.

Schön wärs.
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[1.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf tokiox
26.06.2015 12:28
Benutzer tokiox schrieb:
Das wärs. Am besten noch Vorgaben wieviel aus Recyclenmaterial bestehen muss und dann zum Beispiel A nur für Geräte die alles zu 100% erfüllen, B wenn (...) Alle anderen Geräte grundsätzlich verbieten.

Schön wärs.

Kann man alles machen (natürlich mit einer Übergangsfrist von 1 - 2 Jahren). Man muss es nur WOLLEN. Die Ökodesignrichtlinie (RL 2009/125/EG) haut hier eben noch viel zu wenig auf die K*cke.

Natürlich gibt es dann erstmal einen #Aufschrei bei den Herstellern, doch am Ende wird man sich neuen europäischen Vorgaben zwangsläufig beugen müssen. Das EWR-Gebiet ist ein viel zu bedeutender Absatzmarkt. Weit wichtiger noch als Nordamerika. Beim Blick auf die Weltkarte stellen wir sodann im Jahr 2015 auch noch zusätzlich fest, dass - z. B. im Smartphonebereich nach dem jüngsten finalen Abgang von Nokia - auch kein einziges europäisches Unternehmen mehr davon unmittelbar betroffen ist, d. h. der Widerstand gegen solche Regelungen schrumpft tendenziell rapide. Ob Unternehmen wie Samsung, Crapple, LG, Sony, HTC und Co. dann recht kurzfristig ziemlich ins Schwitzen geraten kann uns Europäern wirklich herzlich egal sein. Dass die Hersteller in dem Fall vor die WTO ziehen ist allein schon aus Imagegründen ausgeschlossen, ebenso dass sie dort Recht bekämen.

Man könnte hier in diesem Bereich wirklich sehr viel Gutes durch entsprechende Gesetzgebung erreichen. Sowohl für die Konsumenten hierzulande(n), als auch global für die Umwelt und die für die Produkte und Rohstoffe schwer arbeitenden Menschen in Fernost und anderswo in Drittweltstaaten.

Und was machen wir stattdessen? Nichts. Oder wir treiben das Ganze noch zur Perfektion und machen alles noch schlimmer als es sowieso schon ist. So wie hier in Deutschland mit dem fürchterlichen Dämmwahn im Bau. Dadurch erreichen wir nur sehr wenig Effizienz, da nur minimale mittelbare CO²-Einsparung. Und das Dämmmittel Numero Uno ist ausgerechnet auch noch Styropor und seine kohelenwasserstoffbasierten Varainten, die jeden Neubau im Brandfall zur absolut sicheren Todesfalle machen. Wem nützt dieser ganze Zirkus also einzig und allein - der Dämmindustrie.
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[1.1.1] tokiox antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
27.06.2015 19:18
Es gibt doch europäische Hersteller. Allview und bq sind mit Sicherheit flexibler als der Rest, schon wegen der Größe.
Und Gigaset gibt es doch auch bald mit Snartphones. ;)

Bestimmte Arbeits- und Umweltauflagen könnte man auch noch mit aufnehmen.

Ja leider, der Dämmwahn ist zum k#tzen. Zumindest wie er momentan betrieben wird. Muss man sich ja nur die Seiten des Bundesverbandes ansehen und die Mitglieder. Stroh, Lehm und Holz gehört die Zukunft oder sollte es zumindest.