Diskussionsforum
  • 16.04.2015 17:37
    MrRob schreibt

    O2 - 62%ige Bevölkerungsabdeckung derzeit?

    Die Zahlen von O2 sind sehr fragwürdig. Im Freien in einer Großstadt mag es sein, dass man zwei Drittel der Einwohner dieser Stadt erreicht. Realistisch gesehen ist das jedoch Quatsch. Wenn ich mir meine 65.000 Einwohnerkommune anschaue, dann gibt es gar kein LTE - und es ist nur die Hälfte der Stadtfläche überhaupt mit 3G ausgestattet. Hinzu kommt, dass man 3G sofort verliert, wenn man in ein Gebäude geht. Ich frage mich, was das für ein Blödsinn ist. Liegen so viele Einwohner den ganzen Tag auf der städtischen Wiese oder warum wird 3G nicht in Gebäuden nutzbar gemacht?
    Ich habe immer den Vergleich zu meinem privaten Smartphone im Telekomnetz. Da habe ich zuhause in der Stadt LTE, 3G und Edge für mobile Datennetz zur Verfügung. Bei O2 hingegen nur Edge oder har GPRS. Das sind wirklich meilenweite Qualitätsunterschiede....
  • 16.04.2015 19:07
    IMHO antwortet auf MrRob
    Benutzer MrRob schrieb:
    > .... Liegen so viele Einwohner
    >
    den ganzen Tag auf der städtischen Wiese oder warum wird 3G
    >
    nicht in Gebäuden nutzbar gemacht?
    > Ich habe immer den Vergleich zu meinem privaten Smartphone im
    >
    Telekomnetz. Da habe ich zuhause in der Stadt LTE, 3G und Edge
    >
    für mobile Datennetz zur Verfügung. Bei O2 hingegen nur Edge
    >
    oder har GPRS. Das sind wirklich meilenweite
    >
    Qualitätsunterschiede....

    Ja danach Geld, danach Leistung. Es ist alles in den Teltarif-Artikeln deutlich wahrnehmbar hineingeschrieben. Z.B.
    http://www.teltarif.de/e-plus-o2-netzaus...
    "... In Gebäuden könnte es demnach weiter zu Empfangslücken kommen, die später durch eine weitere Verdichtung des Sendernetzes geschlossen werden. ..."
    Der kleine vierte Netzbetreiber Telefonica hat halt (vor der Fusion) sehr lange mit dem LTE-Ausbaubeginn gewartet. Mit zwei großen und zwei kleinen Netzbetreibern wäre die Qualitätsschere immer weiter aufgegangen. Aber wenn die von einem Zeithorizont bis 2016 sprechen, wird man sicherlich bis 2018 hinein Unterschiede feststellen können.
    IMHO haben die hinter der Fassade schon lange vorher verhandelt und bewußt vorsichtiger investiert, Ist doch parktisch, dass O2 keinen einzigen LTE-1800-Mast aufgestellt hat, so werden die neuen E+1800-LTE-Zellen und die neuen O2-LTE-Zellen auf 800 und 2600MHz sich nirgends in die Quere kommen. Und die Fusionsstrafe, dass die Lizenzen zum 31.12.2015 zurückgegeben werden müssen ist doch auch sehr milde. Hätten Dirks und Schuster ihre Fusionspläne früher bekanntgegeben wären vielleicht andere Rückgabefristen von der BNetzA festgelegt worden.
    Warum O2 auf dem Land wirklich so wenig ins UMTS-Netz investiert hat, weiß ich auch nicht. Vielleicht haben die auch einfach nur darauf hoch gepokert, das LTE800 auf dem Land preisgünstiger sein wird als ein UMTS2100-Netz. Vodafone hat seinen UMTS-Baustop ja auch korrigieren müssen.

    Naja, wenn alle Betreiber in Zukunft in VoLTE-800 investieren, werden sich die Gebiete mit absoluten Funklöchern zunehmend reduzieren. Und wenn dann einer nach 2018 noch immer eine mangelnde Indoor-Versorgung hat, wandern ihm die Kunden viel schneller ab als früher. Es gibt Dual-Simhandys und man kann im selben Gerät vergleichend eine Datenkarte vom Konkurrenznetz ausprobieren und bemerken, dass WhatsApp (dann auch mit VoIP) sogar mit der alten Telefonnummer funktioniert, obwohl die Netzversorgung mit Karte1 daniederliegt. Da werden die Kunden bei eklatanten Netzlücken schneller abhauen als früher. An LTE800 wird man bald die selben Versorgungansprüche hinsichtlich Vollständigkeit der Flächendeckung stellen, wie an GSM900 jetzt. Aber Strategien, ob Telefonica ein LTE900(!)-Netz in Betrieb nimmt, werden die uns erst nach der Versteigerung erzählen.
  • 16.04.2015 20:58
    rems antwortet auf IMHO
    Benutzer IMHO schrieb:

    > IMHO haben die hinter der Fassade schon lange vorher verhandelt
    >
    und bewußt vorsichtiger investiert, Ist doch parktisch, dass O2
    >
    keinen einzigen LTE-1800-Mast aufgestellt hat, so werden die
    >
    neuen E+1800-LTE-Zellen und die neuen O2-LTE-Zellen auf 800 und
    >
    2600MHz sich nirgends in die Quere kommen.

    Das liegt einfach daran, das O2 keine Frequenzen für LTE1800 hat ... ;)
  • 16.04.2015 22:17
    einmal geändert am 16.04.2015 22:17
    jackieoh antwortet auf rems
    Benutzer rems schrieb:

    > Das liegt einfach daran, das O2 keine Frequenzen für LTE1800
    >
    hat ... ;)

    Nur Telekom bislang funkt, in allen 3 Frequenzbereichen
  • 17.04.2015 10:55
    IMHO antwortet auf rems
    Benutzer rems schrieb:

    > Das liegt einfach daran, das O2 keine Frequenzen für LTE1800
    >
    hat ... ;)

    Gar keine? In meiner Übersichtstafel haben
    D1: 40MHz
    D2: 10MHz
    E+: 54,8MHz und
    O2: 24,8MHz
    auf dem Frequenzbereich 1710-1880 zur Verfügung. Wo ist da bitte mein Denkfehler?
    Dass Vodafone bei 10MHz keine Kapazität frei hat, um den GSM-Betrieb zu beschneiden, leuchtet mir ein. Aber selbst als traditioneller GSM-1800-Anbieter mit nur 10MHz auf GSM900 hätte O2 sicherlich auch mit LTE1800 starten können.
    Die LTE-Kombination 800&2600 ergibt doch nicht soviel Sinn wie 800&1800.
    Im Vergleich zu 1800 haben 2600er-Spots doch nur weniger Abdeckungsfläche. Oder habe ich irgendeine historische Zweckbindung übersehen?
  • 17.04.2015 11:04
    rems antwortet auf IMHO
    Benutzer IMHO schrieb:
    > Oder habe ich irgendeine historische Zweckbindung übersehen?

    Genau das ist das Problem:
    2010 wurden die LTE Frequenzen versteigert, dabei gab es folgende Ergebnisse:
    Telekom: 800,1800, 2600
    Vodafone: 800, 2600
    O2: 800, 2600
    E-Plus: 1800, 2600

    Deswegen hat O2 keine 1800 Frequenzen, die für LTE genutzt werden dürfen.