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Kleine - pedantische - physikalische Korrektur


12.04.2015 21:03 - Gestartet von industrieclub
" Man verhindert so zwar nicht, dass eine gewisse Menge an Kälte von außen über die Kältebrücke nach innen läuft. Innen verteilt sich die Kälte durch die Spachtel dann aber großflächig." - - - Stattdessen:
Man verhindert so zwar nicht, dass eine gewisse Menge an Wärme von innen über die Wärmebrücke nach außen läuft. Von innen wird die Wärme dann aber aus einer größeren Fläche bezogen.
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[1] BJWEI antwortet auf industrieclub
13.04.2015 17:46
Benutzer industrieclub schrieb:
" Man verhindert so zwar nicht, dass eine gewisse Menge an Kälte von außen über die Kältebrücke nach innen läuft. Innen verteilt sich die Kälte durch die Spachtel dann aber großflächig." - - - Stattdessen:
Man verhindert so zwar nicht, dass eine gewisse Menge an Wärme von innen über die Wärmebrücke nach außen läuft. Von innen wird die Wärme dann aber aus einer größeren Fläche bezogen.

Ja, mit der Physik habens die meisten Leute nicht so ...
Kälte gibt's halt nicht, nur wenig Wärme.
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[2] Kai Petzke antwortet auf industrieclub
13.04.2015 18:27
Benutzer industrieclub schrieb:

"Man verhindert so zwar nicht, dass eine gewisse Menge an Wärme von innen über die Wärmebrücke nach außen läuft. Von innen wird die Wärme dann aber aus einer größeren Fläche bezogen."

Ich habe in der Tat beim Schreiben über die Formulierung nachgedacht, weil mir als Physiker schon bewusst ist, dass streng genommen nur "Wärme" und nicht "Kälte" definiert ist. Andererseits geht es im Text nicht um Wärme(energie) als absolutes Maß, sondern um einen Wärmestrom, und da kann der bewanderte Physiker/Ingenieur (wie Sie das ja völlig richtig gemacht haben!) meine Formulierung sehr wohl dahingehend auflösen, das mit einem "Kältestrom von außen nach innen" letztendlich der Wärmestrom mit umgekehrtem Vorzeichen bzw. Flußrichtung (also von innen nach außen) gemeint ist. Für den Laien ist dann "Kältebrücke" bzw. "Kältestrom" klarer verständlich.

An anderer Stelle gibt es das Problem auch: Bis heute ist z.B. die technische Stromrichtung von Plus nach Minus definiert, obwohl die Elektronen, die den Strom führen, von Minus nach Plus fließen. Wenn man dann die Halbleiterdiode erklärt, verwendet man Löcherstrom (von Plus nach Minus) und Elektronenstrom (von Minus nach Plus) sogar gleichzeitig, um die Anreicherung der Übergangszone mit Ladungsträgern zu erklären. Wenn die Diode aus einem geeigneten Halbleitermaterial besteht, wird die Energie, die beim Übergang vom Elektronenniveau (Leitungsband) zum Lochniveau (Valenzband) frei wird, als Lichtteilchen abgegeben, und wir haben eine wunderschöne Leuchtdiode, wie sie sowohl TFT-Handy-Displays (dort als Hintergrundlicht) als auch OLED-Handy-Displays (als Pixel) zum Strahlen bringt ;-)

Aber gut, ich mache das nächste Mal klarer, was ich mit "Kältestrom" meine. Wird aber nicht so schnell wieder vorkommen, das ich über Hausisolation auf teltarif.de schreibe ;-)
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[2.1] holtfreter antwortet auf Kai Petzke
16.04.2015 11:06
Benutzer Kai Petzke schrieb:

An anderer Stelle gibt es das Problem auch: Bis heute ist z.B. die technische Stromrichtung von Plus nach Minus definiert, obwohl die Elektronen, die den Strom führen, von Minus nach Plus fließen.

Dieses "Problem" löst sich sofort, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass die in Metallen vorkommende Stromleitung durch negative Elektronen nur eine von mehreren Möglichkeiten ist. In Elektrolyten gibt es Stromleitung durch positive geladene Ionen. Dort stimmt die Bewegung der Ladungsträger mit der definierten Stromrichtung überein, ohne das eine Hilfsvorstellung von bewegten Löchern nötig wäre.