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Der rote Faden fehlt


13.07.2015 14:51 - Gestartet von HändyBär
Wie schon mehrfach kommentiert wurde, scheint es bei SIM² kein wirkliches Konzept zu geben. Ja, einige Features sind (waren) innovativ. Doch es hapert auch oft an simplen Basisfunktionen (z.B. sind mobile Daten ohne Buchung eines Datenpakets grundsätzlich nicht möglich.
Für mich hat es sich ohnehin erledigt, da SIM² meinen Anschluss außerordentlich gekündigt hat, weil ich in Deutschland zu oft angerufen wurde...
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[1] Kuch antwortet auf HändyBär
13.07.2015 15:20
Hallo,

Benutzer HändyBär schrieb:
Für mich hat es sich ohnehin erledigt, da SIM² meinen Anschluss außerordentlich gekündigt hat, weil ich in Deutschland zu oft angerufen wurde...

oh - haben sie das im Kündigungsschreiben wirklich so begründet? Das wäre mal eine Nachfrage bei der Verbraucherzentrale wert...

Alexander Kuch
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[2] Benno15A antwortet auf HändyBär
13.07.2015 19:37
Benutzer HändyBär schrieb:
Für mich hat es sich ohnehin erledigt, da SIM² meinen Anschluss außerordentlich gekündigt hat, weil ich in Deutschland zu oft angerufen wurde...

Das klingt aber nicht nett. Wie hast du Simquadrat denn genutzt? Ausschließlich für eingehende Anrufe? Oder sonst irgendwie ungewöhnlich?

Wäre für andere Nutzer hilfreich zu wissen, ob man mit seinem eigenen Telefonieverhalten vielleicht der nächste ist der gegangen wird. Wegen der teuren Tarife nutzen viele Altkunden Simquadrat ja tatsächlich nur zum angerufen werden (gerne im Dual-Sim Handy).
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[2.1] HändyBär antwortet auf Benno15A
13.07.2015 21:25

Das klingt aber nicht nett. Wie hast du Simquadrat denn genutzt? Ausschließlich für eingehende Anrufe? Oder sonst irgendwie ungewöhnlich?

Allgemein hatte ich den Anschluss zur Erreichbarkeit und zum Telefonieren 2x 2Wochen pro Jahr im EU-Ausland genutzt und hier jährlich 1x 15 Euro verbraucht. Gelegentlich wurden auch mal Festnetztelefonate auf die "bundesweite Homezone" umgeleitet - allerdings nur sehr wenige Minuten.
In den Wochen vor der außerordentlichen Kündigung wurde der SIM² Anschluss temporär manuell oft und lange national angerufen. Es wurde keine Interconnection betrieben.

Daraufhin wurde den Anschluss gesperrt. Die SIM-Karte konnte sich zwar einbuchen, aber es war weder ankommende, noch abgehende Telefonie möglich. Ich konnte mich ebenfalls nicht mehr ins Kundenportal einloggen.

Auf Nachfrage erhielt ich folgende Antwort:

**********
"(...) hiermit kündigen wir den Vertrag mit der Kundennummer ******* außerordentlich und mit sofortiger Wirkung.

Zum Hintergrund: Unsere Preise sind so knapp kalkuliert, dass alle Kunden von möglichst geringen Grundgebühren profitieren können. Das kann nur funktionieren, so lange nicht einige wenige durch eine missbräuchliche Nutzung so extreme Kosten produzieren, dass alle anderen Kunden mehr bezahlen müssten. Um unsere ehrlichen Kunden zu schützen, haben wir eine sogenannte "Fair Use" Policy. Übrigens gibt es die nicht nur bei uns, sondern auch bei allen anderen Anbietern. Im Prinzip bedeutet das, dass einzelnen Nutzern mit missbräuchlichem Nutzungsverhalten gekündigt wird, um Schaden von allen anderen Kunden abzuwenden. Genau das ist Ihnen jetzt passiert. Ihr Telefonieverhalten - insbesondere die Höhe der eingehenden Gesprächsminuten - ist von unserem Fraud Detection System klar als missbräuchlich identifiziert worden. Nachdem ich das selbst soeben nochmal überprüft habe, habe ich eine sofortige außerordentliche Kündigung Ihres Vertrages veranlasst.

Ist das rechtens? Ganz klar: Ja, natürlich! Wir berufen uns auf Ziffer 3.2.5 unserer Leistungsbeschreibung.

Wenn Sie Ihre Rufnummer(n) zu einem anderen Anbieter mitnehmen möchten, beauftragen Sie diesen bitte mit der Portierung. Ihr neuer Anbieter wird alle erforderlichen Schritte für Sie einleiten. Für eine ausgehende Rufnummernportierung berechnen wir pro Auftrag (egal, wie viele Rufnummern mitgenommen werden) einen Betrag von EUR 29,00 (inkl. 19% MwSt).

An einer Fortführung des Vertragsverhältnisses besteht unsererseits kein Interesse."
**********

Weitere Mails sowie auch die Zusicherung, diese hohe Incoming-Rate deutlich zu reduzieren, blieben von SIMQUADRAT unbeantwortet.
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[2.1.1] x-user antwortet auf HändyBär
14.07.2015 00:50

einmal geändert am 14.07.2015 11:59
Benutzer HändyBär schrieb:

..."Ihr
Telefonieverhalten - insbesondere die Höhe der eingehenden Gesprächsminuten - ist von unserem Fraud Detection System klar als missbräuchlich identifiziert worden. Nachdem ich das selbst soeben nochmal überprüft habe, habe ich eine sofortige außerordentliche Kündigung Ihres Vertrages veranlasst."

Was sind denn das für linke Touren, ist SIMQUADRAT jetzt etwa auch schon von Drillisch geschluckt? Das ganze erinnert doch sehr an den Galeria/Drillisch/o2 Vorgang, die haben dem Kunden genauso frech u. ohne Ankündigung neue Konditionen aufgedrückt.

Das Thema wird auch hier diskutiert:
http://www.telefon-treff.de/showthread.php?postid=5474405#post5474405


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[2.1.2] michaelmess antwortet auf HändyBär
14.07.2015 01:50
Benutzer HändyBär schrieb:

Das klingt aber nicht nett. Wie hast du Simquadrat denn genutzt? Ausschließlich für eingehende Anrufe? Oder sonst irgendwie ungewöhnlich?

Allgemein hatte ich den Anschluss zur Erreichbarkeit und zum Telefonieren 2x 2Wochen pro Jahr im EU-Ausland genutzt und hier jährlich 1x 15 Euro verbraucht. Gelegentlich wurden auch mal Festnetztelefonate auf die "bundesweite Homezone" umgeleitet - allerdings nur sehr wenige Minuten.
In den Wochen vor der außerordentlichen Kündigung wurde der SIM² Anschluss temporär manuell oft und lange national angerufen. Es wurde keine Interconnection betrieben.


Mit den eingehenden Verbindungen (Interconnect) dürfte Simquadrat wohl nur sehr wenig Gewinn machen, wenn das Telefon sich im Inland befindet.
Fallen dann auch noch Netznutzungsgebühren im Ausland an, dürfte das wohl ein Verlustgeschäft werden.
Die abgehenden Gespräche im EU-Ausland dürften auch nicht wirklich groß rentabel sein und mit 15 Euro im Jahr Umsatz dürfte unterm Strich wohl immer noch ein Verlust übrig bleiben.
Bei den meisten Kunden, die auch aktiv telefonieren und eventuell auch noch eine kostenpflichtige Tarifoption gebucht haben, dürften die Gewinne daraus die Verluste aus dem Roamng locker kompensieren können, aber wenn kostenplichtige Dienste weitgehend vermieden werden und nur die Rosinen (kostenloses Roaming) genutzt werden, kann ich Simquadrat irgendwie verstehen, wenn die kein Interesse an einer Vertragsfortführung haben, da die ja nicht draufzahlen wollen und ja auch irgendwie noch davon leben können müssen.

Vermutlich hat Simquadrat auch deswegen die 5 Euro Grundgebühr für Neukunden eingeführt, um sich vor solchen Verlusten zu schützen.
Schade nur, daß Simquadrat sich so auch vor zahlenden Neukunden schützt, die erst einmal alles in Ruhe ausprobieren wollen, bevor sie irgendwelche kostenpflchtige Optionen buchen oder Nummern rüberportieren.

Eventuell wäre es schlauer für Simquadrat, im Falle von Verlusten durch "mißbräuchliche" Nutzung, den Nutzer erst einmal zu verwarnen und danach die verlustbringende Nutzung einzuschränken anstelle gleich zu kündigen.
Das würde weniger negative Publicity schaffen und vielleicht den einen oder anderen Kunden zum Nachdenken bringen, ob man vielleicht doch das Nutzungsprofil etwas ändert, so daß beide Seiten des Vertrages damit glücklich leben können.

Vielleicht könnte man das kostenlose Roaming ja auch an die Bedingung knüpfen, daß man z. B. in den vergangenen 6 Monaten zusammen mindestens 10 € Umsatz (Telefonie + Tarifoptionen) gemacht hat.
Dann könnte man das Roaming mit der Bedingung auch dauerhaft (länger als nur 30 Tage im Urlaub) anbieten.
Das dürfte bei den meisten Normalnutzern wohl zutreffen, würde aber die Nutzer mit den Schubladen-SIMs davon abhalten, im Urlaub für Verluste zu sorgen, ohne sonst irgendwelche Gewinne einzufahren und Simquadrat könnte viel bessere Tarife anbieten, da weniger Verluste kompensiert werden müssen.
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[2.1.2.1] JanS1 antwortet auf michaelmess
14.07.2015 12:27
Vielleicht sollte man auch endlich mal von dem ewigen Alles-Flatrate-Gedanken abkommen. Genau der verursacht nämlich solche schwammigen Fair-Use Regelungen. Ich zahle lieber 6-9 Cent pro Minute, als für alles eine Flat zu haben und dann nach 2 Jahren die Kündigung zu bekommen!

Eine Flat ist eine Flat und die Nutzung derselben darf nicht zur Folge haben, dass der Vertrag kompromisslos einseitig gekündigt wird. Bei Dir war ja offenbar auch keine Verhandlung möglich, Dein Zugeständnis wurde wahrschenilich nichtmal gelesen!

Simquadrat wird abgesehen von der guten Grundidee von seiner Aufstellung her immer ekelhafter. Unübersichtliche Webseite, Anruferliste kann nicht komplett gelöscht werden, teilweise funktioniert die Einstellung der gebuchten Optionen nicht, und die Kundenbetreuung ist alles andere als freundlich.
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[3] Beschder antwortet auf HändyBär
14.07.2015 13:17
Benutzer HändyBär schrieb:
>
Für mich hat es sich ohnehin erledigt, da SIM² meinen Anschluss außerordentlich gekündigt hat, weil ich in Deutschland zu oft angerufen wurde...

Eigentlich sollte man meinen dass eingehende Anrufe gut für simquadrat sind da hier am eingehenden interconnect verdient wird.

Ich verstehe das somit in keinster Weise.

Vielleicht hakt Teltarif mal nach?
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[3.1] Karl_Heinz antwortet auf Beschder
14.07.2015 16:27
Dann ist doch das ganze Produkt irgendwie komisch.

Man kann seine Ortsnummer anzeigen. Natürlich rufen Leute dann auch auf dieser Ortsnummer an.
Weiterhin besteht ja die Möglichkeit ein freie Absendernummer zu setzten. Dann rufen die Anrufer auf def Nummer an und landen nich bei simquadrat....

Und dann gekündigt werden, weil mein zu viel auf der Ortsrufnummer angerufen wird...
Ob sich das nur anrufen für sq mehr rechnet...mit oder ohne Flatrate?

Irgendwie alles bissl komisch...oder besser...für mich unverständlich.
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[3.2] michaelmess antwortet auf Beschder
21.07.2015 01:43
Benutzer Beschder schrieb:
Benutzer HändyBär schrieb:
>
Für mich hat es sich ohnehin erledigt, da SIM² meinen Anschluss außerordentlich gekündigt hat, weil ich in Deutschland zu oft angerufen wurde...

Eigentlich sollte man meinen dass eingehende Anrufe gut für simquadrat sind da hier am eingehenden interconnect verdient wird.

Ich verstehe das somit in keinster Weise.

Es ist richtig, daß SQ am Interconnect etwas verdient. Aber von den ohnehin geringen Einnahmen müssen ja auch noch Kosten für Hardware und Netznutzung bezahlt werden.
Ich weiß nicht genau, wieweit das Roaming schon auf Anbieterseite reguliert wurde, ob es z. B. Obergrenzen für Minutenpreise gibt, so wie es das für Kunden gibt.
Es kann also sein, daß von den eingehenden Gesprächen im Ausland hohe Netznutzungs-Gebühren anfallen, die die geringen Interconnect-Gebühren mehr als auffressen.
Wenn dann noch jemand stundenlang telefoniert, dann kann das für SQ auch richtig teuer werden und irgendwann ziehen die dann auch die Notbremse.

Vielleicht hakt Teltarif mal nach?

Fände ich auch interessant. Aber ich glaube kaum, daß das Unternehmen gerne einfach so Zahlen auf den Tisch legt, da man damit ja nicht die Konkurrenz füttern möchte, denn damit lassen sich natürlich auch gut Risikoabschätzungen und Markteinschätzungen machen und plötzlich gibte es einen Konkurrenten mehr.
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[3.2.1] whalesafer antwortet auf michaelmess
11.08.2015 11:51
Benutzer michaelmess schrieb:

Wenn dann noch jemand stundenlang telefoniert, dann kann das für SQ auch richtig teuer werden und irgendwann ziehen die dann auch die Notbremse.

Dann kann Simquadrat ordentlich kündigen. Für eine außerordentliche Kündigung (also ohne Einhaltung der Kündigungsfrist) reicht das aber nicht. Den Tarif hat Simquadrat schließlich selbst so gestaltet, und Fehlverhalten haben Sie dem Kunden auch nicht nachgewiesen. In Zeiten von Flatrates ist ein hohes Telefonieaufkommen wohl kaum ein hinreichendes Zeichen für Missbrauch. Auch andere für den Kunden sinnvolle Nutzungsprofile (z.B. häufiges Roaming durch Kunden in Grenznähe) sind kein Missbrauch, sondern vom Tarif abgedeckt. Ob es für Simquadrat sinnvoll ist, so einen Tarif anzubieten, ist die Sache von Simquadrat. Solche Nutzungsmöglichkeiten kann man auch nicht wirksam in den AGB mit einer unbestimmten "Fair Use" Klausel wieder wegnehmen. Der Kunde hat schließlich keinen Einblick in die Kalkulation des Anbieters und kann nicht abschätzen, ab wann es sich für den Anbieter nicht mehr lohnt. Warum man sich bei den kurzen regulären Kündigungsfristen allerdings so angreifbar macht, ist mir unverständlich.