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Uralter Hut, neuer Name, alle jubeln... ohne zu denken, das klingt ja wie BWL


12.11.2015 21:13 - Gestartet von fe rnwe h
denn bereits vor der Erfindung der SIM Karte wuren in Mobiltelefone in das Rom die Darten eingegeben durch den Mobilfunkanbieter, so z.B. bei NMT, CDMA und anderen vor GSM Systemen. Man nannte das nurt nicht "SIM", es war auch keine.
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[1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf fe rnwe h
13.11.2015 01:12
Benutzer fe rnwe h schrieb:
denn bereits vor der Erfindung der SIM Karte wuren in Mobiltelefone in das Rom die Darten eingegeben durch den Mobilfunkanbieter, so z.B. bei NMT, CDMA und anderen vor GSM Systemen. Man nannte das nurt nicht "SIM", es war auch keine.

Daumen hoch für diesen Beitrag!
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[1.1] hrgajek antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
13.11.2015 09:09
Die esim hat ihren Charme, das Gefummel entfällt.
Die ursprüngliche Idee der SIM war ja, eigene Daten drauf zu haben und die von Handy zu Handy mitnehmen zu können. SIM-Karten mit MB oder GB Speicher gibts theoretisch, werden und wurden aber von den Geräteherstellern nie unterstützt, weil man die Daten lieber im Handy der eigenen Marke oder heute in der Cloud oder beides sehen will. Cloud hat auch Vorteile, wenn Handy oder SIM kaputt gehen.


Zunächst wird es eine SIM-Karte geben, die dann per Software übers Netz umprogrammiert werden kann.
Es muss jedoch sichergestellt sein, dass die Auswahl und damit der Wechsel das Anbieters jederzeit möglich ist, das bedeutet, dass alle Mobil Anbieter in Deutschland mitspielen müssen.

Solange es noch Geräte mit echtem SIM-Karten Schacht gibt, ist das verschmerzbar, später aber ist es existentiell.

Und da ist die Frage, welcher (staatliche?) Schiedsrichter darauf aufpasst, dass der Anbieterwechsel weiterhin reibungslos funktioniert. Und es ist die Frage, ob das neue Softwareverfahren ausreichend "sicher" ist, weil es sicher böse Menschen geben wird, die auf fremde Kosten telefonieren oder surfen möchten, oder Kunden "hijacken" wollen, um selbst ein paar Euro verdienen zu können.


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[1.1.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf hrgajek
13.11.2015 18:42
Benutzer hrgajek schrieb:
Die esim hat ihren Charme, das Gefummel entfällt.

War das in den letzten 20 Jahren irgendein sinifikantes Problem, das irgendwem unter den nägeln brennnt und nun dringend gelöst werden muss? Ganz klar: Nein. Das ist ein sehr morbider Charme.

Es geht bei der eSIM vor allem darum, welche Nachteile mit der Vernagelung mit dem jeweiligen Endgerät einhergehen. Das ist nicht nur meine Meinung, sonder die Meinung vieler hier (siehe die anderen Beiträge). Die Kernfrage ist also: Weist dieser eine einzige Vorteil also alle offensichtlichen und potentiellen Nachteile und Risken auf? Ich sage: Nein. Man darf aber gerne versuchen mich vom Gegenteil zu überzeugen. Aber bitte nicht mit Beschwichtigungen und Fix-Its für Probleme, die es vor der eSIM gar nicht gab. Das überzeugt nicht.

Die ursprüngliche Idee der SIM war ja, eigene Daten drauf zu haben und die von Handy zu Handy mitnehmen zu können.

Die Idee ist nicht neu und trifft bereits auf die klassiche SIM-Karte zu. Diese Idee ist aber obsolet in Zeiten von Wechselspeichern und zahlreichen anderen Schnittstellen wie Bluetooth oder USB oder eben Cloudtechnologien.

SIM-Karten mit MB oder GB Speicher gibts theoretisch, werden und wurden aber von den Geräteherstellern nie unterstützt, weil man die Daten lieber im Handy der eigenen Marke oder heute in der Cloud oder beides sehen will. Cloud hat auch Vorteile, wenn Handy oder SIM kaputt gehen.

Alles richtig. Hat aber doch nichts mit der eSIM zu tun.

Zunächst wird es eine SIM-Karte geben, die dann per Software übers Netz umprogrammiert werden kann.
Es muss jedoch sichergestellt sein, dass die Auswahl und damit der Wechsel das Anbieters jederzeit möglich ist, das bedeutet, dass alle Mobil Anbieter in Deutschland mitspielen müssen.

Schön und gut. Führt uns aber wieder zum Thema des vernachlässigbaren Vorteils zurück und zur Frage der Überwachung. Ich hoffe, dass sich außer der Telekom niemand dafür begeistern wird.

Solange es noch Geräte mit echtem SIM-Karten Schacht gibt, ist das verschmerzbar, später aber ist es existentiell.

Nein, schon für den ersten eSIM Nuter ist es eben nicht verschmerzbar. Gut, OK... es wird ja mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Jünger des Ordens des angenagten Apfels sein. Der redet sich das Manko mit Minivorteil dann als besondere Innovation ein. Ich gehe aber vom normalen, nicht gänzlich schmerzbefreiten Mobilfunknutzer aus.

Und da ist die Frage, welcher (staatliche?) Schiedsrichter darauf aufpasst, dass der Anbieterwechsel weiterhin reibungslos funktioniert.

Eben. Was als Vorteil angündigt wird, kann sonst schnell als Behinderung enden!

Und es ist die Frage, ob das neue Softwareverfahren ausreichend "sicher" ist, weil es sicher böse Menschen geben wird, die auf fremde Kosten telefonieren oder surfen möchten, oder Kunden "hijacken" wollen, um selbst ein paar Euro verdienen zu können.

Und die eSIM wird hier ganz sicher Tür und Tor öffnen. Anbieterwechsel durch QR-Code-Scan...
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[1.1.1.1] industrieclub antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
15.11.2015 22:41
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Benutzer hrgajek schrieb:

Die ursprüngliche Idee der SIM war ja, eigene Daten drauf zu haben und die von Handy zu Handy mitnehmen zu können.

Die Idee ist nicht neu und trifft bereits auf die klassiche SIM-Karte zu. Diese Idee ist aber obsolet in Zeiten von Wechselspeichern und zahlreichen anderen Schnittstellen wie Bluetooth oder USB oder eben Cloudtechnologien.

SIM-Karten mit MB oder GB Speicher gibts theoretisch, werden und wurden aber von den Geräteherstellern nie unterstützt, weil man die Daten lieber im Handy der eigenen Marke oder heute in der Cloud oder beides sehen will. Cloud hat auch Vorteile, wenn Handy oder SIM kaputt gehen.

Alles richtig. Hat aber doch nichts mit der eSIM zu tun.

Genau so ist es! Herr Gajek wirft hier leider wieder mal mit NEBELKERZEN um sich !!
Es ist für mich (als Funkerkollege) ohnehin sehr betrüblich, seit Monaten hier im
Forum beobachten zu müssen, wie Herr Gajek immer mehr zum - ich hoffe doch -
ehrenamtlichen (zusätzlichen) "Telekom-Pressesprecher" mutiert...Zufällig weiß ich,
dass der Mann (fachlich) was draufhat...Hat er DAS also nötig ?!?
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[1.1.1.1.1] hrgajek antwortet auf industrieclub
16.11.2015 06:29
Hallo,
Benutzer industrieclub schrieb:
Benutzer hrgajek schrieb:

Die ursprüngliche Idee der SIM war ja, eigene Daten drauf zu haben und die von Handy zu Handy mitnehmen zu können.

Gemeint ist hier die klassische SIM-Karte, die es ursprünglich als Scheckkartenformat gab, heute nur noch als Mini, Micro und Nano Format.

SIM-Karten mit MB oder GB Speicher gibts theoretisch, werden und wurden aber von den Geräteherstellern nie unterstützt, weil man die Daten lieber im Handy der eigenen Marke oder heute in der Cloud oder beides sehen will. Cloud hat auch Vorteile, wenn Handy oder SIM kaputt gehen.

Das als historischer Rückblick.

Alles richtig. Hat aber doch nichts mit der eSIM zu tun.

Doch. Das soll jetzt durch eine Software-Lösung ersetzt werden. Die Idee ist, dass Du JEDERZEIT Deinen Anbieter wechseln kannst, via Software. Sogar "Multisim" wäre möglich. Auch im Ausland, vorausgesetzt, Du hast einen "passenden" (bezahlbaren) Internetzugang für den Download-Vorgang :-)

Das Problem ist nun, ob ALLE, damit meine ich ALLE Anbieter von Mobilfunk im In- und Ausland mitspielen werden und zueinander kompatibel sein werden.

Die wichtige Frage ist, ob es einen neutralen (!) "Schiedsrichter" geben wird, der darauf achten wird, dass wirklich alle Anbieter mit der eSIM funktionieren und keine Diskriminierung stattfindet. Wer ist das? (Bundesnetzagentur?) Welche Befugnisse hat der?

Gibt's das nicht, oder funktioniert es nicht, hängt es von den Nutzern ab, wie konsequent sie Angebote mit eSIM ignorieren.

In der Übergangszeit wird es eine physikalische SIM-Karte geben, die man einmal einlegt und dann softwaremäßig "umladen" kann. Wenn alle Kunden auf die eSIM-Lösung umschwenken sollten (weils "einfach" erscheint), kann die klassische physikalische SIM-Karte zum Herausnehmen mit der Zeit verschwinden.

Ich habe nicht geschrieben, ob ich das gut finde :-)

Ich habe nur versucht, das "Pro" und "Contra" zu beleuchten.