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TeKos sind gefragt


19.01.2015 16:32 - Gestartet von MrRob
Wieso wurden in der Vergangenheit Bahnstrecken von den TelKos hinsichtlich Netzausbau überhaupt nicht beachtet? Zwischen Berlin und der Ostsee hat man außerhalb der Städte überhaupt keinen Mobilfunkempfang. Keine der Bahnstrecken ist Netzmäßig ausgebaut. Es wird einfach Zeit, dass die Bahntrassen mit LTE ausgerüstet werden, dann braucht man auch in Zügen kein WLAN, wenn das Mobilfunknetz steht.
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[1] IMHO antwortet auf MrRob
19.01.2015 17:24
Benutzer MrRob schrieb:
Wieso wurden in der Vergangenheit Bahnstrecken von den TelKos hinsichtlich Netzausbau überhaupt nicht beachtet?
Bahnstrecken sind wie Fußballstadien. Ein Zug ist nach 5 Minuten schon längst aus der Funkzelle wieder draussen und die übrigen 55 Minuten (Oder den Zug in Gegenrichtung mitgerechnet die übrigen 50 Minuten) ist wieder tote Hose. Das ist so wie ein Fußballstadion, in dem es nur alle 14 Tage für 90-120Minuten Nachfrage gibt und sonst keinen nennenswerten Umsatz.
Solche Nachfrageorte werden erst versorgt, wenn es dem Prestige dient und man dadurch Kunden an sich binden kann, die auch an den lukrativen Orten kräftig Umsatz generieren.
Dazu passt auch, dass die Telekom (nur im Vergleich) die meisten Bahnstrecken versorgt. Die haben die meisten Kunden der Sorte "Versorgung um jeden Preis, Hauptsache Versorgung".

Ich finde das immer so crazy, dass Vodafone, die als Mannesmann GmbH das Bahn-Firmennetz gekauft haben, überhaupt keinen Bonus mehr gegenüber der Telekom haben. Ist halt mittlerweile alles veraltete Technk, die mit den modernen Kapazitätsanforderungen gar nicht klar kommt.

Im Moment macht ein neuer LTE800-Mast in der Großstadt noch deutlich mehr Kunden glücklich, als einer an der Bahnstrecke der 50Minuten/Stunde nicht annähernd ausgelastet ist. Und über die kleinflächigen UMTS2100-Zellen brauchen wir nicht zu diskutieren - sinnlos teuer und nach 3 Minuten ist der Zug schon wieder draussen, weil noch kleiner.
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[1.1] Siemensfreak antwortet auf IMHO
31.01.2016 20:12
Benutzer IMHO schrieb:
Benutzer MrRob schrieb:
Wieso wurden in der Vergangenheit Bahnstrecken von den TelKos hinsichtlich Netzausbau überhaupt nicht beachtet?
Bahnstrecken sind wie Fußballstadien. Ein Zug ist nach 5 Minuten schon längst aus der Funkzelle wieder draussen und die übrigen 55 Minuten (Oder den Zug in Gegenrichtung mitgerechnet die übrigen 50 Minuten) ist wieder tote Hose. Das ist so wie ein Fußballstadion, in dem es nur alle 14 Tage für 90-120Minuten Nachfrage gibt und sonst keinen nennenswerten Umsatz.
Solche Nachfrageorte werden erst versorgt, wenn es dem Prestige dient und man dadurch Kunden an sich binden kann, die auch an den lukrativen Orten kräftig Umsatz generieren. Dazu passt auch, dass die Telekom (nur im Vergleich) die meisten Bahnstrecken versorgt. Die haben die meisten Kunden der Sorte "Versorgung um jeden Preis, Hauptsache Versorgung".

Ich finde das immer so crazy, dass Vodafone, die als Mannesmann GmbH das Bahn-Firmennetz gekauft haben, überhaupt keinen Bonus mehr gegenüber der Telekom haben. Ist halt mittlerweile alles veraltete Technk, die mit den modernen Kapazitätsanforderungen gar nicht klar kommt.

Im Moment macht ein neuer LTE800-Mast in der Großstadt noch deutlich mehr Kunden glücklich, als einer an der Bahnstrecke der 50Minuten/Stunde nicht annähernd ausgelastet ist. Und über die kleinflächigen UMTS2100-Zellen brauchen wir nicht zu diskutieren - sinnlos teuer und nach 3 Minuten ist der Zug schon wieder draussen, weil noch kleiner.

Es wäre von der Kapazität schon lange an der Zeit ein System zu entwickeln, welches Züge während der Fahrt exklusiv speist.

Also beispielsweise eine Glasfaser neben oder unter der Strecke, die abschnittsweise ein Schlitzkabel mit Funksignalen speist. Damit müsste die Datenkapazität streckenweise nur noch einmal anliegen und bräuchte nur Handover, die dem Zug folgen.

Das ist eine Technologie, die es beispielsweise für Tunnelversorgung genau so schon gibt und verlustarm mehrere Kilometer pro Abschnitt versorgen kann.

Das Problem ist aber wie immer, dass für die Kunden alles kostenlos sein muss und die Telkos ihren Gewinn maximieren.
Und daher wird daraus so lange nichts, bis der Staat Fördermittel dazu bereitstellt. Da kann man wohl noch etwas warten...
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[1.1.1] IMHO antwortet auf Siemensfreak
06.02.2016 15:37
Benutzer Siemensfreak schrieb:
Also beispielsweise eine Glasfaser neben oder unter der Strecke, die abschnittsweise ein Schlitzkabel mit Funksignalen

Das mit den Schlitzkabeln ist doch auch schon wieder GSM-Nostalgie. So wie ich es gelesen habe wird die U-Bahn heutzutage mit Richtfunkantennen versorgt, die dann in die Tunnel "hineinbrüllen" und in extrem günstigen Einzelfällen sogar noch an der nächste Stationen empfangen werden können. Dann genügt es an jeder zweiten Station mit dem Funk "vorwärts und rückkwärts" in die Strecke hineinzuleuchten. Das ist dann spätestens bei LTE preiswerter als Schlitzkabel.
Die Techiker wissen schon wie es geht. Es geht um gesellschaftspolitischen Druck auf die Buchhaltung, wie etwa die in der 2015/2017er Auktion festgelegten Bedingungen, die Bahnstrecken zu 100% versorgen zu müssen, dann geht das auch. Aber wir leben halt noch immer im "Neuland" also wurden diese Bedingungen bei der Versteigerung der LTE800-Frequenzen noch gar nicht formuliert. Solche Bedingungen sind der BNetzA erst 2015 eingefallen.
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[1.1.1.1] Siemensfreak antwortet auf IMHO
15.02.2016 16:50
Mit Schlitzkabeln kann man fast jede Frequenz übertragen, heute meistens 2G, 3G, und Radio sowie Behördenfunk. Eine Antenne muss der Frequenz angepasst sein und kann nicht um Kurven oder Ecken strahlen.

In der Schweiz testet Swisscom bereits mit 4G:
http://www.inside-it.ch/articles/42920
http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/23363572
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[1.1.1.1.1] CIA_MAN antwortet auf Siemensfreak
10.04.2016 11:52
Das Hauptproblem entlang von Bahnstrecken ist dass sie meist in ländlichen Regionen liegen und dort keine Glasfaserkabel verfügbar sind zum Anbinden der Basisstation.

Dann nutzt es auch nichts dass Vodafone das Bahnnetz inne hat :(
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[2] PPx antwortet auf MrRob
10.04.2016 17:00
Benutzer MrRob schrieb:
Wieso wurden in der Vergangenheit Bahnstrecken von den TelKos hinsichtlich Netzausbau überhaupt nicht beachtet? Zwischen Berlin und der Ostsee hat man außerhalb der Städte überhaupt keinen Mobilfunkempfang. Keine der Bahnstrecken ist Netzmäßig ausgebaut. Es wird einfach Zeit, dass die Bahntrassen mit LTE ausgerüstet werden, dann braucht man auch in Zügen kein WLAN, wenn das Mobilfunknetz steht.

Das Hauptproblem ist wirklich das der Nahverkehr der 90% der Öpnv Nutzung ausmacht immernoch Steinzeitlich versorgt ist. Es gibt immerwieder Inseln wo 0%Empfang normal ist. Wir als Kunden haben das in der Hand. Bin von der Telekom weggegangen genau deshalb, ich zahl doch nicht emenns viel Geld um in der Stadt ein Überangebot zu haben und auf dem Land nur schlechtes Netz oder garnix.
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[3] k-ham antwortet auf MrRob
03.10.2016 17:29

einmal geändert am 03.10.2016 17:33
Benutzer MrRob schrieb:
Wieso wurden in der Vergangenheit Bahnstrecken von den TelKos hinsichtlich Netzausbau überhaupt nicht beachtet? Zwischen Berlin und der Ostsee hat man außerhalb der Städte überhaupt keinen Mobilfunkempfang. Keine der Bahnstrecken ist Netzmäßig ausgebaut. Es wird einfach Zeit, dass die Bahntrassen mit LTE ausgerüstet werden, dann braucht man auch in Zügen kein WLAN, wenn das Mobilfunknetz steht.
Tja, dann können wir uns mal wieder beim Dobrindt und dessen Vorgängern bedanken! Bei der Freuquenzversteigerung hat er zwar Versorungsvorgaben gemacht, diese waren aber nur auf der Deutschen Politik Lieblings Thema ausgerichtet: dem Auto! So ist es heute üblich auf der Autobahn fast durchgängig 4G und 3G zu haben (außer O2) und an den Bahnstrecken nur hier und da wo man durch eine Stadt fährt.

Das WLAN im ICE finde ich aber NICHT gut!
1. Wird das über die Ticketpreise finanziert und
2. Sollte man (Bundesregierung áka Bundesnetzagentur) eher (siehe oben) die Mobilfunkprovider nötigen alle Haupstrecken mit LTE zu versorgen und neue Züge nur noch mit Repeater oder den neuen durchlässigen Scheiben zuzulassen. Dann muss man sich auch keine Gedanken wegen Fair-Use machen, denn jeder zahlt selbst für seine Daten