Diskussionsforum
  • 04.01.2015 00:12
    3x geändert, zuletzt am 04.01.2015 00:16
    Fuchsteufelswild schreibt

    Falsch, von vorne bis hinten ...

    Deutschland ist eines der Schlusslichter im internationalen Breitbandausbau. Es gibt kein Versorgungsziel mehr, wie es mal bei Strom, Gas, Wasser und auch Festnetztelefonie der Fall war.

    Ausbau und Betrieb liegen in den Händen großer, gewinnorientierter Konzerne, deren Ziel es nicht ist, allen Menschen in Deutschland einen guten Zugang zum Internet zu ermöglichen. Der Markt reguliert sich eben nicht von selbst, würde er das bräuchten wir nämlich keine soziale Marktwirtschaft.

    Subventionen, Förderungen und natürlich auch Kundengelder werden nur zu einem geringen Teil in den Ausbau oder Erhalt der Netze investiert, sondern an Aktionäre ausgeschüttet. Denen sind die Betreiber unseres Internets nämlich verpflichtet, nicht den Menschen die hierzulande leben !

    Daraus resultieren dann doppelt und dreifach vorhandene Mobilfunknetze. Deswegen verschwenden wir Geld und Rohstoffe für Brückentechnologien wie Vectoring und Kupfer, obwohl wir genau wissen, dass Glasfaser über kurz oder lang alternativlos sein wird.

    Bisher haben uns diese Konzerne immer wieder falsche Versprechungen vom Ausbau gemacht und wir ihnen geglaubt. Ein finanzielles Massengrab.

    Ich wohne in einer 260.000 Einwohner Großstadt in der es kein VDSL gibt. Maximal DSL '16.000'. Erst gegen immense Fördergelder ist die Telekom dazu bereit hier ihr Kupfer auszubauen. Klingt nicht nur nach Geiselhaft, ist es auch.

    Das können wir doch besser. Einfach alle Netze verstaatlichen, selber ausbauen und an die Anbieter vermieten. Der Ausbau würde sich schnell aklimatisieren, allerdings entfielen dann auch die Boni für Aktionär und Vorstand ...