Diskussionsforum
Menü

Netzneutralität neu definiert und neu angegriffen


28.11.2014 11:28 - Gestartet von IMHO
einmal geändert am 28.11.2014 11:33
Das ist so ein Beispiel, warum die Telekom nach Güteklassen giert. Wenn man durch die Benutzung des LTE-Netzes mit stationären Kunden keine Attraktivität gegenüber den mobilen Highrollern verliert, kann man die leerstehende Kapazität an die stationären Kunden verkaufen, ohne Einnahmen zu verlieren.
Der meiste Traffic wird dann sowieso für die Festnetzleitung laufen. Nur die Spitzen über das LTE ergänzend zu verschicken hat Charme. Dies erzeugt ein komplett anderes Nutzungsprofil als die LTE@home-Angebote auf dem Land, wo es gar kein DSL gibt.
Für den Wettbewerb im DSL-Markt ist das brutal gefährlich. Die alternativen Netzbetreiber (Stadtwerke Net Cologne etc.) geraten ins Hintertreffen. Und wenn ein Anbieter ausbaut, dann wird die Telekom zum Untermieter der Neo-DSL-Versorgung (FTTB/FTTH) und bietet zusätzlich noch LTE-advanced-Geschwindigkeiten für die Spitzen, während die Basisversorgung mit 200 Mbit/s zum Großhandelspreis vom alternativen Ausbauer für wenig Geld erfolgt.
Schlau, schlau.
Wir werden eine völlig neue Regulierung brauchen. Zu welchem Tarif muss die dt. Telekom die LTE-Adwanced-Ergänzungsleistung an Net Cologne, EWE-Tel etc. im Jahr 2018 ff. verkaufen? Sonst werden wir einen Niedergang der alternativen DSL-Anbieter sehen.
Menü
[1] tokiox antwortet auf IMHO
03.03.2015 10:47
Dann werden die anderen Anbieter billiger oder tun sich mit einem Mofu-Anbieter zusammen. Vorher sollte erst mal der Routerzwang auch im Kabel weg. Und jeder darf seinen Anbieter selbst wählen. VF ist bestimmt in der Vorbereitung für eine Gegenofferte.