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Mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.


09.06.2014 21:06 - Gestartet von Leiter Kundenverarsche³
Das wird nix mehr. Es bleibt deshalb nur die weitere Absenkung der Roamingentgelte und - wenigstens - die komplette Abschaffung der Roamingkosten bei eingehenden Verbindungen im Ausland. Ab Juli 2014 bin ich mit meinen Auslands-SMS mit 7,14 schon günstiger, als hier im Inland mit den obligatorischen 9 Cent. Die Nettoabsenkung kann man natürlich auch die nächsten 3 Jahre so konsequent weiterbetreiben wie in der Vergangenheit;

2015: Telefonie (aktiv/passiv) 15 Cent/3 Cent, SMS 4 Cent, Daten 10 Cent/MB
2016: Telefonie (aktiv/passiv) 10 Cent/1 Cent, SMS 2 Cent, Daten 5 Cent/MB
2017: Telefonie (aktiv/passiv) 5 Cent/gratis, SMS 0,5 Cent, Daten 2 Cent/MB

So wird das Ziel des "Single Market Pakage" am Ende auch erreicht. Über die gesenkten Tarifierungen werden die nationalen Provider endlich in die Knie gezwungen und es entsteht ein europäischer Markt. Nur diese 3 Stufen fehlen hierzu noch. Bereits ab 2016 wäre der Impakt schon groß genug um teure Märkte wie unseren Deutschen komplett umzukrempeln. Denn wer holt sich hierzulande noch einen Schrottarif mit Netzbindung, wenn er mit einer Prepaidkarte aus dem Ausland am Ende qualitativ und preislich besser fährt? Bei SMS sind wir im Juli schon unter dem nationalem Durschnittsniveau angelangt. Nun muss die Telefonie noch folgen, am Ende werden auch die Daten preiswert. EU-Tarif beats ist all...

So haben die Provider immerhin noch 3 Jahre Zeit sich seelisch und moralisch auf das Ende ihrer nationalen Herrlichkeit und neue Tarifierungsmodelle einzustellen. Alle anderen vorgezogenen Maßnahmen werden ja mit lauten Wehklagen beantwortet und vehement abgelehnt, auch von manchen Nationalstaaten. Gegen weiter Regulierungsstufen hingegen wird wohl keiner mehr bremsen können. Dieses Ding ist schon seit Jahren im Lauf. Ochs und Esel sind machtlos, die Kompetenz der EU hierfür ist unbestritten...
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[1] IMHO antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
10.06.2014 13:42
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Das wird nix mehr. Es bleibt deshalb nur die weitere Absenkung der Roamingentgelte und - wenigstens - die komplette Abschaffung der Roamingkosten bei eingehenden Verbindungen im Ausland.

Trotzdem ist dann noch nicht ganz Schluss. Angenommen die Zustellung ist in allen EU-Ländern aufschlagsfrei geworden, braucht der aRP da nicht mehr eingreifen.

Es bleibt der Markt "abgehende Gespräche" und "Internetaccess via PLMN".
Wenn sich eine Netzbetreiber mit der Position von Eplus in Deutschland den jeweiligen ausländischen Kunden anbiedert, wird das was.
Z.B. ein spanischer Netzbetreiber, der darauf achtet, alle Hotels am Ballermann mit LTE zu versorgen und der die 120MB/5€ (von Alditalk) unterbietet, ist für die Inselbesucher bereits dann attraktiv, wenn der die 120MB für 4€ verkauft. Für den Endkunden bliebt alles gleich und aRP sind per Single-SIM-Gerät nutzbar.

Das aller letzte Wort ist für aRPs vor deren Start noch nicht gesprochen. Aber die Einführung von aRPs wäre unproblematischer, wenn die Voice-Roamingpreise noch nicht reguliert worden wären. Da stimme ich schon zu.
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[1.1] Kai Petzke antwortet auf IMHO
11.06.2014 10:49
Benutzer IMHO schrieb:

Z.B. ein spanischer Netzbetreiber, der darauf achtet, alle Hotels am Ballermann mit LTE zu versorgen und der die 120MB/5€ (von Alditalk) unterbietet, ist für die Inselbesucher bereits dann attraktiv, wenn der die 120MB für 4€ verkauft.

Die Leute fahren nicht zum "Ballermann", um sich dort um Tarife zu kümmern. Die wollen dort ausspannen. 5 Euro für Datenroaming liegt zudem selbst für die Mehrzahl der off-peak-Billigtouristen (z.B. im Juni eine Woche Mallorca All-Inclusive für 350 Euro pro Person im Doppelzimmer) noch innerhalb des Budgets für Extras vor Ort. Sprich: Da wird nicht weiter geprüft, ob man sich das leisten kann und ob es woanders billiger geht. Und die, denen die 5 € zu viel sind, die wählen nicht die 4-€-Alternative eines aRP, sondern die nutzen die in den meisten Urlaubshotels verfügbare 0-€-Alternative: Freies W-LAN in der Hotellobby.

Aber die Einführung von aRPs wäre unproblematischer, wenn die Voice-Roamingpreise noch nicht reguliert worden wären. Da stimme ich schon zu.

:-)


Kai
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[1.2] Peterdoo antwortet auf IMHO
11.06.2014 11:57
Benutzer IMHO schrieb:
Z.B. ein spanischer Netzbetreiber, der darauf achtet, alle Hotels am Ballermann mit LTE zu versorgen und der die 120MB/5€ (von Alditalk) unterbietet, ist für die Inselbesucher bereits dann attraktiv, wenn der die 120MB für 4€ verkauft. Für den Endkunden bliebt alles gleich und aRP sind per Single-SIM-Gerät nutzbar.

Wenn das so einfach wäre... E-Plus lässt seine Kunden normalerweise nur in die Netze von Orange und Movistar, wobei Movistar normalerweise nicht zu lange geduldet wird. Da würde dann z.B. Vodafone auf einem Stand am Flughafen ein Gutschein für 500 MB zu 10 EUR verkaufen und im Hotel stellt man beim Versuch, den APN einzutragen, fest, dass man sich da gar nicht einbuchen kann. Die vielen, die schon mit einem gebuchtem Roamingpaket ankommen, werden vermutlich nicht nochmals nachkaufen wollen. Bei meinem Samsung ist es noch so, dass die APN-Einstellungen nach dem Ausschalten normalerweise automatisch an den Netzbetreiber der eingelegten SIM-Karte angepasst werden. Man wäre also wieder im teuren Roamingtarif, ohne es zu merken.

Die Zielgruppe ist klein. Es gibt einige Hindernisse und die Durchführung ist dadurch erschwert.