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Alternative der Telekom: DSL 2000


05.08.2014 19:44 - Gestartet von mirdochegal
Ob das eine "Bastellösung" ist oder nicht, kann ich mangels Fachwissen nicht beurteilen. Aber Firmen wie EWE werden auch Fachleute haben, die nicht den letzten Schrott vorschlagen.

Etwas jedoch fällt auf: Die Telekom will sich nicht auf solche Ansätze einlassen, hat aber selber auch nichts besseres zu bieten. DSL 2 MBit, das ist doch nach Telekom-Maßstab noch immer der Stand der Dinge für vermutlich mehrere millionen Adressen in Deutschland. Und das ist recht schwach.
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[1] hrgajek antwortet auf mirdochegal
06.08.2014 10:55
Benutzer mirdochegal schrieb:
Etwas jedoch fällt auf: Die Telekom will sich nicht auf solche Ansätze einlassen, hat aber selber auch nichts besseres zu bieten. DSL 2 MBit, das ist doch nach Telekom-Maßstab noch immer der Stand der Dinge für vermutlich mehrere millionen Adressen in Deutschland. Und das ist recht schwach.

Rechnen wir mal.

Der bundesweite Glasfaser Vollausbau soll rund 80 Milliarden Euro kosten.

Rechnen wir 80 Milliarden Euro und 80 Millionen Köpfe auf 10 Jahre, kommen wir auf 100 Euro pro Jahr und Kopf, also rund 8 Euro im Monat.

Da nicht jedes Baby und jeder Greis einen eigenen Anschluss braucht, rechnen wir optimistisch mit 40 Mio zahlenden Anschlüssen, dann sind wir bei rund 16 Euro im Monat.

Ganz Deutschland müsste umgegraben und mit Glasfasern bestückt werden. Neben den Strippen müssen auch neue Router, Vermittlungstechnik und so weiter werden.

Was m.E. fehlt ist eine bundesweite Ausschreibung (meinetwegen in regionale Gebiete unterteilt, um regionale Anbieter eine Chance zu geben) durch die Bundesregierung / die Länderregierungen:

Thema: Wir wollen FTTH bundesweit flächendeckend in jeden Haushalt jedes bewohntes Gebiet mit - sagen wir mal - zunächst 100 MB/s aber einer Option für 1 GB/s oder mehr. Was kostet das?

Alle Anbieter , die mitmachen wollen, nennen einen Preis. In entlegenen Gebieten (der berühmte "Bergbauernhof") wird es wohl nicht ohne Fördermittel (AKA Subventionen) gehen.

Daraus könnte man eine "Wir" Aktion machen, wo viele Mitmenschen mithelfen können, z.B. auf dem Land beim Kabelgraben (unter fachkundiger Anleitung) oder beim Kaffee kochen für die Arbeiter oder oder oder ... Es muss nicht immer ein Sport-Event sein :-)

Die privaten Mitbewerber der Telekom könnten einmal zeigen, was sie wirklich können. Würde sicher spannend.

Wir müssen nur begreifen, eine All-Net-Flat für Sprache und Daten nicht für "nur" 19,90 EUR/Monat, sondern vielleicht für 59,90 EUR / Monat zu haben wäre. Da sollte genug Luft drin sein, um Technik und das Personal vernünftig bezahlen zu können.
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[1.1] mirdochegal antwortet auf hrgajek
06.08.2014 22:49
Benutzer hrgajek schrieb:
Was m.E. fehlt ist eine bundesweite Ausschreibung (meinetwegen in regionale Gebiete unterteilt, um regionale Anbieter eine Chance zu geben) durch die Bundesregierung / die Länderregierungen:

Das Ganze soll öffentlich finanziert werden? Dann muss die Staatskasse danach auch an den Gewinnen beteiligt werden. Erst die Investition über Jahre verschleppen und dann alles geschenkt bekommen - das geht nicht.

Thema: Wir wollen FTTH bundesweit flächendeckend in jeden Haushalt jedes bewohntes Gebiet mit - sagen wir mal - zunächst 100 MB/s aber einer Option für 1 GB/s oder mehr. Was kostet das?

Ich meine, dass ein vernünftiger Weg zwischen 2 und 100 MBit liegen muss. Zum Beispiel 10 oder 16 MBit als Mindeststandard für Deutschland würde die Situation schon ganz anders aussehen lassen.

Daraus könnte man eine "Wir" Aktion machen, wo viele Mitmenschen mithelfen können, z.B. auf dem Land beim Kabelgraben (unter fachkundiger Anleitung) oder beim Kaffee kochen für die Arbeiter oder oder oder ...

Gute Idee, das wird den Lobbyisten in Berlin auf großflächiger Basis aber nicht gefallen. Da könnten ja irgendwem Gewinn verloren gehen.

Wir müssen nur begreifen, eine All-Net-Flat für Sprache und Daten nicht für "nur" 19,90 EUR/Monat, sondern vielleicht für 59,90 EUR / Monat zu haben wäre.

So lange die Preise nicht künftig künstlich in die Höhe getrieben werden und man dann keine Wahl mehr hätte, wäre das mir persönlich zu teuer. Ich will keine 60 Euro im Monat dafür zahlen und brauche im Gegenzug keine 100 MBit.
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[1.1.1] hrgajek antwortet auf mirdochegal
07.08.2014 10:31
Benutzer mirdochegal schrieb:
>wäre das
mir persönlich zu teuer. Ich will keine 60 Euro im Monat dafür zahlen und brauche im Gegenzug keine 100 MBit.

Nachvollziehbar. 16 MB/s sind für viele heute mehr als ausreichend. Wenn aber höchstauflösendes Video ("4k") immer mehr Standard werden soll, wenn die jüngeren Kunden immer Spaß an Video- und Musikflatrates (Spotify, Apple, Google etc.) bekommen, können auch 100 MB/s bald "knapp" werden.

Wir erinnern uns, dass Bill Gates mal darüber nachgedacht hat, ob ein Computer mehr als 512 kB RAM bräuchte... :-)

Andererseits: Liegt eine Glasfaser so hat die - aus heutiger Sicht - ziemlich Kapazität, um die Geschwindigkeit zum Kunden bei Bedarf erhöhen zu können :-)

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[1.1.1.1] mirdochegal antwortet auf hrgajek
07.08.2014 20:57
Benutzer hrgajek schrieb:
Benutzer mirdochegal schrieb:
>wäre das
mir persönlich zu teuer. Ich will keine 60 Euro im Monat dafür zahlen und brauche im Gegenzug keine 100 MBit.

Nachvollziehbar. 16 MB/s sind für viele heute mehr als ausreichend. Wenn aber höchstauflösendes Video ("4k") immer mehr Standard werden soll, wenn die jüngeren Kunden immer Spaß an Video- und Musikflatrates (Spotify, Apple, Google etc.) bekommen, können auch 100 MB/s bald "knapp" werden.

Wir erinnern uns, dass Bill Gates mal darüber nachgedacht hat, ob ein Computer mehr als 512 kB RAM bräuchte... :-)

Sicher, ich verstehe, worauf du damit hinaus willst. Um auch mit einem Vergleich zu antworten: Vielleicht brauche ich in 20 Jahren eine Lesebrille. Trotzdem gehe ich nicht heute los und kaufe mir eine, um auf jeden Fall gerüstet zu sein. Sondern ich gehe dann in 20 Jahren los.

Und heute bin ich mit 25 MBit Internet-Geschwindigkeit bestens zufrieden. Wenn sich irgendwann 4K Videostreams durchsetzen sollten, dann werde ich dann meinen Tarif aufrüsten.