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Muss das sein? Das ist etwas billig...


18.10.2014 00:47 - Gestartet von Leiter Kundenverarsche³
Marschiert Teltarif inzwischen auch im Gleichschritt auf dem Weg der Spiegel-Populisten mit? Ein Sensationsupdate jagt hier das nächste. Da hat beim Spiegel ganz offensichtlich jemand eine ganz eigne Agenda (nicht selten beim Spiegel) und arbeitet sich hier genüsslich an irgendeinem McKinsey-Papier ab, welches ihm zugespielt wurde. 1.600 Stellen sind bis jetzt gesetzt. Keine mehr, keine weniger. Über alles andere kann man dann berichten, wenn es so weit ist - wenn es denn überhaupt so weit kommt.

Inzwischen verlassen die ersten Ratten "Nach 15 Jahren" das vermeintlich sinkende Schiff. Eines muss man hierbei auch festhalten: Maßgeblich mitverantwortlich für solch' unerfreucliche Kundenraktionen sind Medien wie Spiegel, Teltarif & co...

Also Telefonica Deutschland würde ich mir ernsthaft überlegen, wo ich künftig inseriere und Werbung schalte.
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[1] wolfbln antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
18.10.2014 11:42

4x geändert, zuletzt am 18.10.2014 11:59
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Marschiert Teltarif inzwischen auch im Gleichschritt auf dem Weg der Spiegel-Populisten mit? Ein Sensationsupdate jagt hier das nächste. Da hat beim Spiegel ganz offensichtlich jemand eine ganz eigne Agenda (nicht selten beim Spiegel) und arbeitet sich hier genüsslich an irgendeinem McKinsey-Papier ab, welches ihm zugespielt wurde. 1.600 Stellen sind bis jetzt gesetzt. Keine mehr, keine weniger. Über alles andere kann man dann berichten, wenn es so weit ist - wenn es denn überhaupt so weit kommt.

Inzwischen verlassen die ersten Ratten "Nach 15 Jahren" das vermeintlich sinkende Schiff. Eines muss man hierbei auch festhalten: Maßgeblich mitverantwortlich für solch' unerfreucliche Kundenraktionen sind Medien wie Spiegel, Teltarif & co...

Also Telefonica Deutschland würde ich mir ernsthaft überlegen, wo ich künftig inseriere und Werbung schalte.

Also ich habe wohl den Redakteur (A. Kuch) von teltarif mit meinem Posting auf den Spiegel-Artikel aufmerksam gemacht.
Ich wollte nur auf die Diskrepanz der Zahlen hinweisen: Telefónica bestätigt 1600 Stellen, der Spiegel schreibt, es könnten ca. 4500 werden.

Der Artikel im Spiegel ist tatsächlich etwas vage geschrieben und bezieht sich auf ein Positionspapier irgendeiner Agentur, die wohl mit der Fusion befasst ist.

Trotzdem liegt doch die Wahrheit irgendwo in der Mitte!!!
1.) es fallen sicher 1600 Stellen weg (knapp 20%)
2.) es wird dabei nicht bleiben. Eine Scheibchentaktik bei Entlassungen ist der Öffentlichkeit besser beizubringen als Kahlschlag, siehe Karstadt etc.... Die 1600 Jobs werden nicht Telefónicas letztes Wort sein und das weißt du auch.

Wie ich schon geschrieben habe, zeigten ähnliche Fusionen in GB und Österreich, dass etwa 25-30% der Stellen eingespart werden können. Allerdings führten diese Fusionen auch zu Kundenabwanderungen vom neuen Unternehmen EE bzw. Drei.

Im Gegensatz zu A. Kuch glaube ich nicht, dass bis 2018 der "wirtschaftliche Erfolg" der neuen Eplus/O2 verlässlich festgestellt werden kann. Sie haben erstmal Kosten für die Zusammenlegung und werden Kunden verlieren. Wieviele hängt davon ab, wie glatt die Fusion über die Bühne geht und wie sich der neue Konzern dann darstellt mit Service, Preisen und MVNOs.

P.S.: Einem Konzern zu empfehlen, keine Werbung mehr zu schalten, weil einem die Berichterstattung nicht passt, ist einfach nur geschmacklos. Willst Du nur noch "gleichgeschaltete" Medien, die von den Interessen der Werbenden bestimmt werden? Die findest Du im Internet zuhauf. Dann lies doch gleich nur noch die Presseerklärungen der Telefónica Deutschland! Du kritisierst eine "Agenda" des Spiegel und willst Arschkriecherei vor dem Inserenten - das ist "billig"!!!

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[1.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf wolfbln
18.10.2014 22:42

einmal geändert am 18.10.2014 22:57
Benutzer wolfbln schrieb:

P.S.: Einem Konzern zu empfehlen, keine Werbung mehr zu schalten, weil einem die Berichterstattung nicht passt, ist einfach nur geschmacklos.

Nicht bei "Vernichtungsfeldzügen" der Medien. Dann ist das nämlich tatsächlich reine Notwehr.

Willst Du nur noch "gleichgeschaltete" Medien, die von den Interessen der Werbenden bestimmt werden? Die findest Du im Internet zuhauf.

So ein Blödsinn! Aus welchen Zeilen schließt du das? Ich will unabhängige, demokratische, investigative und zugleich trotzdem FAIRE Medien, die sich stets ihrer hohen Verantwortung voll bewusst sind. Ich hänge dem Ideal der "4. Gewalt" an. Und genau dieses Ideal ist offenbar im Gros längst nicht mehr vorhanden. Teltarif selbst ist übrigens nicht gerade ein Leuchtfeuer was die Trennung von redaktionellen Inhalten/Berichterstattung und Werbung anbelangt. Das findest du im Internet zuhauf. Falls dir das noch nicht aufgefallen ist - herzlichen Glückwunsch zu deinen Scheuklappen!

Dann lies doch gleich nur noch die Presseerklärungen der Telefónica Deutschland! Du kritisierst eine "Agenda" des Spiegel und willst Arschkriecherei vor dem Inserenten - das ist "billig"!!!

Zugespielte interne Papiere (z. B. von einem angepisster Betriebsrat - der gerne eine Störfeuerchen anzündelt), deren Wahrheits- und realer Umsetzungsgehalt der Spiegel nicht belegen kann, für bare Münze zu nehmen ist völlig id*otisch und "billig". Und genau das kritisiere ich doch hier - den biligen Populismus des Spiegel, auf den man hier bei TT bereitwillig mit aufspringt.

Ich sag's auch hier gerne nochmal: Der Stellenabbau (der 1.600) wird sich über einige Jahre hinziehen - viel wird sich über die natürliche Fluktuation regeln lassen. Massenentlassungen ad-hoc wird es eher nicht geben. Diese gigantischen Zahlen die der Spiegel aufführt sind völlig unrealitsich innerhalb der nächsten 5 - 8 Jahre.Telefonica wird sein Personal eine ganze Weile noch in nahezu unvermindert vollem Umfang noch brauchen. Fuison und Netzzusammenschaltung gehen nicht auf Knopfdruck. Auch der Kundenservice kann nicht einfach mal so halbiert werden ohne des richtig knirscht bei den Kunden. Für wie blöd wird Telefonica eigentlich gehalten? Für wie dämlich hältst du Thorsten Dirks? Die Spiegel-Zahlen sind mittelfristig völliger Mumpitz. Das geht schlichtweg nicht ohne das Unternehmen sofort zu Grunde zu richten. Wer Betriebs- und Personalwirtschaftlich Ahnung hat, kann das im Blindflug erkennen. Nochmal zu den reinen Zahlen: Telefonica hat meines Wissens nach ca. 6.000 MA in Deutschland und E-Plus ca. 4.000 MA. Da sieht doch jeder ... das die Spiegelzahlen aktuell kompletter Bullshit sind. Vodafone hat in Deutschland ca. 11.000 MA. Und Vodafone ist wahrlich auch nicht für eine besonders expansive Personalpolitik bekannt. Merkt ihr hier jetzt irgenwas? Telefonica/E-Plus kumuliert liegen heute schon bei rund 1000 MA unter Vodafone. Und das bei über 43 Mio. Mobilfunk- und über 2,1 Mio. Festnetzkunden sowie der anstehenden organisatorischen, technischen und kundenservicezentrierten Aufgaben bei der Unternehmenszusammenführung!

Drehe und wende es wie du willst - an den Fakten kommst keiner vorbei. Was der Spiegel schreibt ist völlig surrealer Müll. Das wäre Harakiri. Das wird man bei Telefonica wohl auch den Consultingpapie­rschreiberlingen gehustet haben. Deswegen ist das auch bloß ein unbedeutendes Blatt Papier aus einer Schublade und nicht Teil der Presseberichterstattung von Telefonica. Eine "kritische, intelligente Leserschaft" ist übrigens auch so ein Ideal von mir...
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[1.1.1] nodiver antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
14.11.2014 11:24
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Massenentlassungen ad-hoc wird es eher nicht geben. Diese gigantischen Zahlen die der Spiegel aufführt sind völlig unrealitsich innerhalb der nächsten 5 - 8 Jahre.

Zum neuralgischen und zentralen Punkt "Entlassungen" finden Sie unter Ihrem initialen Kommentar meinen Einwurf, der diesen Sachverhalt in ein klareres Licht rückt.
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[2] AzureBlue antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
18.10.2014 11:54
Vorsichtige Theorie: Bildleser und O2-Kunde?
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[2.1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf AzureBlue
18.10.2014 23:05
Benutzer AzureBlue schrieb:
Vorsichtige Theorie: Bildleser und O2-Kunde?

Geh' im Sandkasten spielen. Ich schenk' dir auch ein schönes Förmchen. Ich lese weder Bild, noch das lokale Drecksblatt. Ich bevorzuge die ÖR-Nachrichten und diverse Onlinemedien. Zu denen gehört übrigens auch der Spiegel - den brauch' ich wohl für den taglichen Ekel und Herzkasper... Und o2-Kunde bin auch nicht. Man kann unzähligen Kommentaren entnehmen, dass ich in langjähriger Hassliebe mit Vodafone "verbandelt" bin. Mein Festnetz habe ich dort und bin sehr zufrieden. Mein Mobilfunk läuft im D2-Netz über Drillisch. Auch mit diesem Arrangement bin ich zufrieden. Mit o2 verbindet mich überhaupt nichts. Ich habe also KEINE AGENDA.
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[2.1.1] Steffdo antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
19.10.2014 20:03
OT: Spiegel Online ist nicht Der Spiegel, selbst die Redaktionen sind unterschiedlich und das merkt man deutlich.

Ich denke auch, dass die 1600 Stellen nur der Anfang war und was kann man dagegen tun?

Geh' im Sandkasten spielen. Ich schenk' dir auch ein schönes Förmchen. Ich lese weder Bild, noch das lokale Drecksblatt. Ich bevorzuge die ÖR-Nachrichten und diverse Onlinemedien. Zu denen gehört übrigens auch der Spiegel - den brauch' ich wohl für den
taglichen Ekel und Herzkasper...
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[2.1.2] AzureBlue antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
20.10.2014 09:55
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Benutzer AzureBlue schrieb:
Vorsichtige Theorie: Bildleser und O2-Kunde?

Geh' im Sandkasten spielen. Ich schenk' dir auch ein schönes Förmchen. Ich lese weder Bild, noch das lokale Drecksblatt. Ich bevorzuge die ÖR-Nachrichten und diverse Onlinemedien. Zu denen gehört übrigens auch der Spiegel - den brauch' ich wohl für den taglichen Ekel und Herzkasper... Und o2-Kunde bin auch nicht. Man kann unzähligen Kommentaren entnehmen, dass ich in langjähriger Hassliebe mit Vodafone "verbandelt" bin. Mein Festnetz habe ich dort und bin sehr zufrieden. Mein Mobilfunk läuft im D2-Netz über Drillisch. Auch mit diesem Arrangement bin ich zufrieden. Mit o2 verbindet mich überhaupt nichts. Ich habe also KEINE AGENDA.

Welch überaus erwachsene Antwort. Dabei habe ich doch nur eine vorsichtige Theorie aufgestellt! Mir war nicht bewusst das ich damit einen solch wunden Punkt treffe. Arbeite im Idealfall an deiner Art, Kritik zu äußern. Im Augenblick wirkst du auf mich nämlich schlicht wie jemand der prinzipiell Artikel torpediert die gegen etwas wettern das dir persönlich zusagt und in hohen tönen lobt wenn sie dir zustimmen. Aber ich mache daraus sicher nichts persönliches.

Ich finde Teltarif ist durchaus O2-Freundlich 90% der Zeit. Das ist in Ordnung und stört mich nicht. Aber im anbetracht dessen finde ich es etwas belustigend wenn man nach der Heugabel greift sobald da mal kritische Töne kommen. 1600 ist ohnehin ein Beschwichtigungswert. Ob es dabei bleibt ist ansichtssache und in meinen Augen eher unwahrscheinlich. Das WIRD wachsen. Das ist schlicht und ergreifend alles. Da kann man sich noch so über den Spiegel aufregen oder toben und schreien das Telefonica hier am besten keine Werbung mehr schaltet... das nimmt mir irgendwie die Oberfläche für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Kommentar. 50% aller Stellen wie Spiegel Online da angibt finde ich aber auch etwas extrem... im Endeffekt zeigt das aber nur die Zeit.
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[3] nodiver antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
14.11.2014 11:15

einmal geändert am 14.11.2014 11:16
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
1.600 Stellen sind bis jetzt gesetzt. Keine mehr, keine weniger. Über alles andere kann man dann berichten, wenn es so weit ist - wenn es denn überhaupt so weit kommt.

An dieser Stelle sollte man differenzieren, und da sehe ich Defizite in Ihrem Beitrag (in der journalistischen Darstellung in den meisten Medien übrigens weniger, die arbeiten da überwiegend sauber, möchte ich behaupten).

Es geht um zwei getrennte Sachverhalte: Entlassungen und Auslagerungen.

Entlassungen
Mitarbeiter werden durch unmittelbare "Entlassung" (Aufhebungsvertrag in der Regel) aus dem Unternehmen entfernt, stehen also danach dem "Arbeitsmarkt zur Verfügung", wie es oft genannt wird (auf Deutsch: Die stehen auf der Straße, sind also je nach Talent kürzer oder länger arbeitslos.)
##Zahlen: Zur Zeit sind 1.600 Entlassungen avisiert, die Zahl ist bekannt.

Auslagerungen
Dann gibt es das Thema der Auslagerung, also des "Verkaufs" von Unternehmensteilen an Tochtergesellschaften oder an andere Dienstleister - die Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, haben anschließend einen Arbeitsvertrag bei einem anderen Arbeitgeber und sind daher nicht arbeitslos, immerhin. Solche "Teilbetriebsübergänge" (so heißt das aus arbeitsrechtlicher Perspektive) haben für den alten Arbeitgeber den Charme, die Mitarbeiter bilanziell sehr vorteilhaft los zu sein (Reduzierung des Headcount), und der neue Arbeitgeber kann, nach einer überschaubaren Karenzfrist, die Arbeitsverträge und -bedingungen an seine Bedürfnisse anpassen - und in der Regel tut er dies auch, Folge für die Arbeitnehmer: Die Gehälter und Sozialleistungen werden "angepasst", sprich gekürzt.
Der Clou dabei: Die ausgegliederten Mitarbeiter werden natürlich MIT ALLEN IHREN AUFGABEN ausgegliedert, das heißt, sie machen ihren alten Job weiter bei einem neuen Arbeitgeber (Beispiel: Callcenter wird ausgelagert an einen Dienstleister), bekommen dafür aber weniger Geld etc. Der alte Arbeitgeber ist dann nahtlos Auftraggeber (oder sogar Inhaber) des auftragnehmenden neuen Arbeitgebers.
##Zahlen: SPON und andere Medien kolportieren hier die Zahl von rund 3.000 Mitarbeitern, die ausgelagert werden sollen.

Und dieser zweite Teil des Plans, also die Auslagerung, ist "natürlich" keine Entlassung in dem Sinne, wie sie ihn oben zitiert ausdrücklich meinen - aber:
Für den Arbeitnehmer fühlt sie sich sehr stark so an, nicht nur finanziell, sondern auch emotional, er ist ja nun nicht mehr beim großen Konzern XY angestellt, sondern beim kleinen Dienstleister Z. (Was solche Vorgänge für die Dienstleistungsqualität des früheren Arbeitgebers bedeuten, ist ein separates und sehr spannendes Thema, dazu habe ich auch eine klare Meinung.)

Sie weisen sehr deutlich, siehe Ihr Zitat, darauf hin, dass O2 diese Auslagerungen nicht bestätigt habe und diese Auslagerungen damit nur Spekulation seien - darauf erwidere ich Ihnen: Das ist formal richtig, aber: Solche Pläne dürfte ein börsennotiertes (!) Unternehmen wie O2 vor Einigung mit Betriebsrat (wird wohl noch schwierig, wie man liest) und Eigentümern (die warten vermutlich dringend drauf, geht ja um den Aktienkurs) sowieso nicht veröffentlichen, schon aus aktienrechtlichen Gründen, daher lesen wir das vom Unternehmen natürlich nicht. Angesichts der zu leistenden Einsparungen halte wohl die meisten Beobachter ein anderes Vorgehen als Auslagerungen im größeren Maßstab aber kaum für möglich. Und außerdem, wenn wir uns Herrn Dirks' sehr arbeitsteilige Konstruktion des EPlus-Konzerns anschauen: Na, sollen wir mal spekulieren, wieso er ausgerechnet er der Chef des neuen Unternehmens geworden ist? Ich habe da eine starke Vermutung ;)

Zum Schluss noch ins Stammbuch: Ob und wie weit man spekulieren darf, ist sicher Geschmackssache - aber Sie spekulieren genauso wie diejenigen, deren Spekulationen Sie so heftig kritisieren ;)