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Tja, so schnell kann's gehen.


25.04.2014 17:49 - Gestartet von Leiter Kundenverarsche³
Vor fast exakt 7 Jahren war Dienst gestartet worden (siehe Anbieterinfo - sieht recht lustig aus mit nur 3 Meldungen zum Anbieter) und ist heute nun zu Grabe getragen worden. Ein kurzes Leben. Schade. Diversität ist essentiell für den noch existierenden CbC-Markt. Mit stetig sinkender Anzahl der Anbieter sinkt am Ende auch die Attraktivität, da das Preisniveau am Ende tendenziell wieder hoch geht.

Call by Call ist ein rückläufiger Markt. Wer keinen Anschluss bei der Deutschen Telekom hat, kann diese Art des Sparens nicht mehr nutzen.

Und wer hat dieses Desaster zu Verantworten? Sicher nicht die nationalen Festnetzflatrates oder Entrepreneure wie easybell. Es sind die scheix Bürobonzen von der BNetzA und dem Kartellamt! Bei unzähligen Gelegenheiten in der jüngsten Vergangenheit hätten sie die Chance gehabt, CbC auch für andere Anbieter mit erheblicher Marktmacht durchzudrücken. Für Telefonica nach der Alice-Übernahme, Unitymedia nach der Kabel BW-Übernahme (die Möglichkeit bestünde übrigens immer noch im Zuge der gerichtlich angeordneten ex-post-Regulierung) und für Vodafone nach der KDG-Übernahme. Aber man traut sich ja nicht und trielt weiter schlaftaumelnd über seinem Schreibtisch. Andererseits hat sich das Kartellamt offenbar darauf eingeschossen, Klinikfusionen unter öffentlicher Trägerschaft innerhalb von Landkreisen in strukturstarken Regionen aus "Wettbewerbs- und Qualitätsgründen" um jeden Preis zu vereiteln. Was soll das? Verkehrte Welt. Die großen lässt man laufen, die kleinen drückt man mit macht - wider die originären und primären Fiskalinteressen der Kreiseinwohnerschaft als Financiers (viel weniger als Kunden) - in den Dreck und nimmt ihnen die Perspektive, obwohl bekannt ist, wie es um die Krankenhausfinanzierung durch Bund und Länder in Deutschland bestellt ist. Feige Saubande! Ich könnte manchmal Feuer speien vor Wut! Wir Kunden müssen es auch ausbaden und munter zusehen, wie die einst wichtige CbC-Branche zusehends an Bedeutung verliert und den Bach runtergeht... Toll!

Es bringt natürlich nichts, kleinen Klitschen mit 12 Kunden CbC-Kontrahierungszwang aufzubürden. Davon haben auch die CbC-Anbieter nichts mangels Reichweite. Doch es spricht andererseits sehr viel dafür, die drei zuvor genannten Unternehmen mit Millionenkundschaft, einschließlich United Internet (1 & 1), eben doch der CbC-Verpflichtung zu unterwerfen. Warum also nicht???
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[1] voyager_2000 antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
27.04.2014 03:13
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Vor fast exakt 7 Jahren war Dienst gestartet worden (siehe Anbieterinfo - sieht recht lustig aus mit nur 3 Meldungen zum Anbieter) und ist heute nun zu Grabe getragen worden. Ein kurzes Leben. Schade. Diversität ist essentiell für den noch existierenden CbC-Markt. Mit stetig sinkender Anzahl der Anbieter sinkt am Ende auch die Attraktivität, da das Preisniveau am Ende tendenziell wieder hoch geht.

Call by Call ist ein rückläufiger Markt. Wer keinen Anschluss bei der Deutschen Telekom hat, kann diese Art des Sparens nicht mehr nutzen.

Es bringt natürlich nichts, kleinen Klitschen mit 12 Kunden CbC-Kontrahierungszwang aufzubürden. Davon haben auch die CbC-Anbieter nichts mangels Reichweite. Doch es spricht andererseits sehr viel dafür, die drei zuvor genannten Unternehmen mit Millionenkundschaft, einschließlich United Internet (1 & 1), eben doch der CbC-Verpflichtung zu unterwerfen. Warum also nicht???

Es würde ja schon reichen, wenn die Regulierungsbehörde alle Anbieter verpflichten würde, Gespräche zu CallThrough- Diensten nicht zu sabotieren, indem sie deren Einwahlnummern sperren.

CbC wurde einmal eingeführt, um das Marktmonopol der Telekom wirksam und schnell zu brechen. Würde man den Konkurrenten jetzt die gleichen Pflichten auferlegen, würde das ja wieder die Telekom stärken.

Trotzdem dürfen gerade Dienste, die den Wettbewerb befördern (z.B. CallThrough, VOIP, Skype Out) nicht vorsätzlich behindert werden.
Gerade das Stören von VOIP bei Mobilfunkverbindungen müßte verboten werden. Das gleiche gilt für Tethering bei Datendiensten. Hier werden neuerdings durch die absichtliche Segmentierung von Diensten (VOIP, Smartphonenutzung, Notebooknutzung) Preiserhöhungen für Datennutzung durchgesetzt. Die steigenden Preise für Datenvolumina und die geradezu lächerlichen Inklusivvolumina bei sogenannten Smartphone Datenflats (für die ersten 50 bis 250 MB) sprechen eine deutliche Sprache.

Es scheint politisch gewollt zu sein, daß die Erträge der Telekommunikationsanbieter in der BRD steigen. Letztere nutzen fleißig den Vorwand, mehr Geld für den Netzausbau zu benötigen, obwohl viele der Investitionen bereits abgeschrieben sind und weiter fleißig Erträge bringen (Flatrates in den GSM- Netzen). Es ist so ähnlich wie bei der Forderung nach einer Maut für den Straßenunterhalt und -Ausbau, nachdem man Milliarden aus der KFZ- und Mineralölsteuer sowie der LKW- Maut für andere Zwecke verpraßt hat.