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Gebühren für Internetnutzung von ARD&ZDF


08.08.2001 01:12 - Gestartet von Sleipnir
Halli-Hallo!

Ich finde, die GEZ gehört abgeschafft. ARD & ZDF müssten dann voll privatisiert werden (und wären dann von dem dann Pfeiffenden Wind innerhalb weniger Monate umgepustet).

So, und jetzt zum Thema Grundversorgung:
Wenn das Internet zu meiner Grundversorgung gehören würde (was ich bestreite), dann müsste mir diese Grundversorgung doch auch ohne weitere Zusatzkosten (außer für mein technisches Gerät [Fernseher>PC] inklusive Empfangsanlage [Antenne>Modem]) zur Verfügung gestellt werden.

Geschafft! These durch Umkehrschluss ad absurdum geführt!

Oder was meint ihr dazu?

Schönen Dank fürs Lesen!
Ciao/HaJo
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[1] mac antwortet auf Sleipnir
08.08.2001 09:07
Benutzer Sleipnir schrieb:
Halli-Hallo!

Ich finde, die GEZ gehört abgeschafft. ARD & ZDF müssten dann voll privatisiert werden (und wären dann von dem dann Pfeiffenden Wind innerhalb weniger Monate umgepustet).


Eben weil ARD/ZDF nicht privatisiert werden sollen gibt es die Gebühr. Da ARD/ZDF keinem direkt gehört kann das TV dort nicht nach den Vorstellungen eines Chefs gestalltet werden, sondern bleibt unabhängig.
Die Darstellung bei James Bond ist vielleicht etwas übertrieben, aber sowas soll durch die Rundfunkgebühr verhindert werden.

So, und jetzt zum Thema Grundversorgung: Wenn das Internet zu meiner Grundversorgung gehören würde (was ich bestreite), dann müsste mir diese Grundversorgung doch auch ohne weitere Zusatzkosten (außer für mein technisches Gerät [Fernseher>PC] inklusive Empfangsanlage [Antenne>Modem]) zur Verfügung gestellt werden.

Wieso ist Grundversorgung = kostenlos ??? Gerade durch die private Konkurrenz, die bereit ist viel Geld auszugeben um gerngesehene Inhalte zu kaufen muss auch ARD/ZDF viel Geld ausgeben.
Das Programm muss einem nicht gefallen, aber ARD etc. sind staatl. Fernsehen (und dadurch mehr oder weniger unabhängig) und wenn du die Gebühren streicht, holt sich der Staat das Geld eben durch Steuern.


Geschafft! These durch Umkehrschluss ad absurdum geführt!

absurd würde ich nur den Umkehrschluss bezeichnen.


Oder was meint ihr dazu?

Schönen Dank fürs Lesen!
Ciao/HaJo
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[1.1] Sleipnir antwortet auf mac
08.08.2001 09:35
Benutzer mac schrieb:
...
Wieso ist Grundversorgung = kostenlos ???
...

Die Grundversorgung ist nicht kostenlos, aber mit Zahlung der GEZ-Gebühr sind *alle* Kosten abgegolten (was den Zugang angeht).

Ciao/HaJo
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[1.2] devil_mc antwortet auf mac
08.08.2001 09:40
Hi !

Ich gucke nur die ZDF Nachrichten, dafür zahle ich inzwischen fast 100 DM/Q. Ansonsten gucke ich nahezu kein Fernsehen, da ich aber "eine Vorrichtung zum Empfang von Fernsehprogrammen" vorrätig halte, bin ich gezwungen Gebühren zu zahlen.
Ich habe nichts gegen garantierte Grundversorgung, aber diese (weil staatlich) als unabhängig zu bezeichnen, finde ich lachhaft. Gerade WDR/NDR zeigen, daß hier sehr wohl eine Abhängigkeit politischer Natur gegeben ist, die dann auch noch durch Gelder der Steuerzahler finanziert werden. Desweiteren denke ich, daß Grundversorgung (nomen est omen) eine Versorgung in relativ engem Rahmen sein sollte. Ich denke nicht, daß 2 komplett voneinander unabhängige Fernsehanstalten (die auch noch miteinander konkurrieren) sowie diverse regionale und Spartensender (Arte, 3 Sat, KiKa, Phoenix, digitale Programme von ARD/ZDF, die den meisten vorenthalten bleiben) und dazu noch mehrere regionale Radiosender eine wirkliche Existenzberechtigung im Sinne dieser GRUNDversorgung haben. Dazu noch Werbung - und das alles nur, um einen ineffizienten, aufgeblasenen Wasserkopf von ehemaligen bzw. aktiven Parteifreunden zu finanzieren.
Das Beispiel Deutsche Telekom (um wenigstens ansatzweise etwas telekommunikatives zu sagen *g*) zeigt eigentlich ganz gut, wie aus einem lahmenden Staatsunternehmen ein profitables "Privat"unternehmen gemacht werden kann. Mit einer ähnlich effizienten Führung, wären die Rundfunk-und Fernsehanstalten sicherlich auch deutlich weniger teuer (warum braucht man 2 Korrespondentennetze in der Welt, warum braucht das ZDF ein neues Layout ?).

MfG

Derek
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[1.3] rubberduck antwortet auf mac
08.08.2001 09:42
Benutzer mac schrieb:
Eben weil ARD/ZDF nicht privatisiert werden sollen gibt es die Gebühr. Da ARD/ZDF keinem direkt gehört kann das TV dort nicht nach den Vorstellungen eines Chefs gestalltet werden, sondern bleibt unabhängig.

Nee nee, die Staatlichen sind nicht unabhängig sondern ein Sprachrohr der Partei(en), die bei der jeweiligen Landesrundfunkbehörde das Sagen hat/haben.


Das Programm muss einem nicht gefallen, aber ARD etc. sind staatl. Fernsehen (und dadurch mehr oder weniger unabhängig) und wenn du die Gebühren streicht, holt sich der Staat das Geld eben durch Steuern.

Staatliches Fernsehen ist nicht unabhängig sondern eben staatlich. Die Freien (Private) sind da wesentlich unabhängiger.
Dummerweise geht es bei der Gebührendiskussion aber weniger um das Wohl der Bürger (durch "unabhängigen" und "hochwertigen" Staatsrundfunk) sondern einzig und allein um die Postenschacherei bei den Rundfunkbehörden. Würde da endlich mal dder Löwenanteil der "Sesselpupser" in die Wüste geschickt, könnten auch die Gebühren gesenkt werden. Gleiches gilt natürlich auch für den Wildwuchs an staatlichen Programmangeboten. Meines Erachtens gehören zur Grundversorgung maximal 2 oder 3 staatliche Fernseh- und Radioprogramme (so wie es überwiegend für der Einführung des freien Rundfunks war). Vierte, fünfte und div. Spartenprogramme (Phönix, Arte, Kinderkanal,........) sowie Internetangebote gehören definitiv nicht zur Grundversorgung. Durch die Einführung dieser Programme (über deren Sinn man sich natürlich auch streiten kann) sollen vielmehr knappe Sendefrequenzen bzw. Plätze im Kabel blockiert werden. Schließlich sind die Landeszensurbehörden (sog. Landesmedienanstalten) angewiesen, für die Einspeisung ALLER staatlichen Programme im Kabel zu sorgen. Die freien Anbieter bleiben dabei auf der Strecke - was natürlich von den Staatlichen gerne gesehen wird!


Duck