Diskussionsforum
Menü

Fehlinformation im Editorial


21.04.2008 09:15 - Gestartet von voltaire
einmal geändert am 21.04.2008 09:19
Sie schreiben von dem erhöhten Gebührenaufkommen für Privathaushalte durch die volle Anrechnung 'neuartiger' Empfangsgeräte auf die Fernsehgebühr. Das Problem stellen bei der so genannten Internet-GEZ nicht die Privathaushalte dar, da diese in der Regel ohnehin bereits einen Fernsehapparat angemeldet haben. Für 'Normalnutzer' entsteht im privaten Rahmen kein erhöhtes Gebührenaufkommen. Als 'Normalnutzer' habe ich keinen Grund, mich von den Zeitungsverlagen etc. hier einspannen zu lassen. Solange diese eher von ihren Werbekunden als von den Interessen ihrer Leser abhängig sind (man betrachte mal, wie 'ausführlich' die Regionalzeitungen über den LIDL-Spitzelskandal berichtet haben...), brauchen wir ÖR-Medienangebote wie die Luft zum Atmen.
Problematisch ist es für Firmen, öffentliche Einrichtungen etc., deren Arbeitsplatzrechner zwar nicht für den Hörfunk- und Fernsehampfang genutzt werden, die aber hier - inhaltlich vollkommen ungerechtfertigt - als Empfangsgeräte taxiert werden. Hier müssen sinnvolle Lösungen gefunden werden. Warum sollen Firmen zusätzlich Rundfunkgebühren zahlen, wenn sämtliche Angestellte/Kunden, die von dem Rundfunk-Fernseh-Angebot profitieren ohnehin schon zahlen?

Ansonsten gehören ARD/ZDF mit einer deutlichen Präsenz auch ins Internet. Das ist einfach Service, auf den ich als (im Übrigen überzeugter) Gebührenzahler Anspruch habe.
Menü
[1] RE: Gebührenpflicht
Kai Petzke antwortet auf voltaire
21.04.2008 11:39
Benutzer voltaire schrieb:
Sie schreiben von dem erhöhten Gebührenaufkommen für Privathaushalte durch die volle Anrechnung 'neuartiger' Empfangsgeräte auf die Fernsehgebühr. Das Problem stellen bei der so genannten Internet-GEZ nicht die Privathaushalte dar, da diese in der Regel ohnehin bereits einen Fernsehapparat angemeldet haben.

Es gibt so viele Ausnahmen, die zu einer Gebührenpflicht für die "neuartigen Empfangsgeräte" führen, dass Ihre Abwiegelung mit dem Argument "Fernseher bereits vorhanden" zu kurz greift. So ist laut gez.de der Computer im "nicht ausschließlich privat genutzten Arbeitszimmer" für Selbständige und Gewerbetreibende gebührenpflichtig - und zwar zusätzlich zum privaten Fernseher! Dasselbe gilt auch für Telearbeiter, die nichtselbständig für eine Firma zu Hause arbeiten. Immerhin gibt es für die Heimarbeiter eine Ausnahme bei "nicht gewinnorientierten" Tätigkeiten, von der z.B. Lehrer und andere Beamte profitieren. Die meisten Arbeitnehmer, die mit dem PC auch zu Hause für ihren gewinnorientierten Arbeitgeber arbeiten, trifft hingegen die doppelte Gebührenpflicht.

Ebenso droht Gebührenpflicht bei den Computern der Kinder, die bereits eigenes Geld verdienen. Auch Lebensgemeinschaften oder WGs drohen Gebühren pro PC, während man sich die Kosten für den einen Fernseher im Wohnzimmer bzw. Gemeinschaftsraum bisher teilte.

Problematisch ist es für Firmen, öffentliche Einrichtungen etc., deren Arbeitsplatzrechner zwar nicht für den Hörfunk- und Fernsehampfang genutzt werden, die aber hier - inhaltlich vollkommen ungerechtfertigt - als Empfangsgeräte taxiert werden. Hier müssen sinnvolle Lösungen gefunden werden.

In der Tat!


Kai