Diskussionsforum
Menü

die Telekom provoziert es doch!


12.10.2013 19:22 - Gestartet von krassDigger
Ausgerechnet die Telekom provoziert durch die Verweigerung am DeCIX teilzunehmen geradezu das Routing über Auslandscarrier. Decix ist für nationalen Traffic eigentlich erste Wahl, wenn die dort wären, würde kaum etwas zwischen Telekom und anderen deutschen Anbietern über Amsterdam, London oder Newyork Umwege machen.
Menü
[1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf krassDigger
13.10.2013 23:25
Benutzer krassDigger schrieb:
Ausgerechnet die Telekom provoziert durch die Verweigerung am DeCIX teilzunehmen geradezu das Routing über Auslandscarrier. Decix ist für nationalen Traffic eigentlich erste Wahl, wenn die dort wären, würde kaum etwas zwischen Telekom und anderen deutschen Anbietern über Amsterdam, London oder Newyork Umwege machen.

Volkommener Quatsch. Die Nichtteilnahme am DeCIX hat überhaupt nichts mit dem Auslandsrouting bzw. einem Zwang hierzu zu tun. Die Telekom unterhält i. d. R. mit jedem Deutschen Provider und in Deutschland tätigen In- und Ausländischen Dienst ein eigenes, direktes Peering. Darum ist die Telekom auch der erste Ansprechpartner und der richtige Initiator, wenn es um die Umsetzung eines "nationalen Routings" geht. Die Telekom ist und bleibt durch ihre aktuelle Peeringstrategie immer der Herr innerhalb ihres Netztes, es werden weder Technik, noch Verantwortung externalisiert. Genau darum will sie auch kein DeCIX-Peering und genau darum halte ich auch den Versuch, den sie jetzt unternimmt für glaubwürdig. Sie will potentielle Einfallstore dicht machen und nicht neue (potentielle) Tore zur Hölle wie DeCIX eröffnen...
Menü
[1.1] krassDigger antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
14.10.2013 08:06

einmal geändert am 14.10.2013 08:07
Die Telekom unterhält i. d. R. mit jedem Deutschen Provider und in Deutschland tätigen In- und Ausländischen Dienst ein eigenes, direktes Peering.

Wobei die Konditionen wohl so einseitig zugunsten der Telekom sind, das viele Provider den Traffic zur Telekom stattdessen bevorzugt an internationale Transitcarrier übergeben als direkt zur Telekom.

Die Telekom ist und bleibt durch ihre aktuelle Peeringstrategie immer der Herr innerhalb ihres Netztes, es werden weder Technik, noch Verantwortung externalisiert.
Kann ich nicht nachvollziehen wo man Verantwortung nach extern gibt wenn man an großen Internetkonten teilnimmt.
Die aktuelle Peeringstrategie hat ausschließlich kommerzielle Gründe.

Genau darum will sie auch kein DeCIX-Peering und genau darum halte ich auch den Versuch, den sie jetzt unternimmt für glaubwürdig.
Vor dem Hintergrund ist es verlogen. Man könnte verschlüsselte Verbindungen zu den E-Mailservern der Mitbewerber aufbauen. Dann ist es im Prinzip egal wo der Weg dahin lang geht. Das wurde ja jetzt zu 1&1 gemacht.

Sie will potentielle Einfallstore dicht machen und nicht neue (potentielle) Tore zur Hölle wie DeCIX eröffnen...

Einfallstor für was bitte?
Beschreibe mal die Gefahr die du da siehst aber in einem privaten Peering nicht ebenso besteht!
Menü
[1.2] talk antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
14.10.2013 09:52
Hallo,

Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:

Die Nichtteilnahme am DeCIX hat überhaupt nichts mit dem Auslandsrouting bzw. einem Zwang hierzu zu tun.

Nur der Vollständigkeit halber: Seit einiger Zeit ist die
Deutsche Telekom auch am DE-CIX präsent (wenngleich der
Datenaustausch wohl weiterhin hauptsächlich über private
Peerings erfolgt). Einfach auf folgender Seite nach AS3320 suchen:

http://www.de-cix.net/customers-partners/customers/de-cix-frankfurt/

Die Telekom unterhält i. d. R. mit jedem Deutschen Provider und in Deutschland tätigen In- und Ausländischen Dienst ein eigenes, direktes Peering.

Ja, die Telekom hat es vor einiger Zeit sogar noch geschafft,
Tier1-Status zu erreichen. Man braucht also nirgends mehr
IP-Transit einzukaufen.

Darum ist die Telekom auch der erste Ansprechpartner und der richtige Initiator, wenn es um die Umsetzung eines "nationalen Routings" geht.

Die Frage ist, für welchen Traffic dieses Routing gelten soll:
Speziell für e-mail-Verkehr, wie es manche Meldungen zu dem
Thema vermuten lassen? Das wäre dann eine Extra-Behandlung,
so wie sie teilweise auch für VoIP-Interconnections erfolgt.

Aber wie will man herausfinden, wann eine e-mail einen deutschen
Absender und Empfänger hat? Viele deutsche Nutzer haben einen
Account bei Google, Outlook und Co. - und damit eine Adresse,
die auf .com oder dergleichen endet (nicht auf .de).

Zudem müßte dann nicht nur der Datenaustausch in Deutschland
erfolgen (das ist meiner Ansicht nach nicht das Problem, da
es oft eh schon der Fall ist), sondern auch der Mailserver
selbst müßte in Deutschland stehen (sonst geht der Traffic
ja eh über internationale Strecken).

cu talk